The Animal Whisperer: A GenAI App for Decoding Animal Body Language

When humans come into contact with wildlife, farm animals, and pets, they sometimes run the risk of being injured or killed. They may be attacked by bears, wolves, cows, horses, or dogs. Experts can use an animal’s body language to determine whether or not danger is imminent. Context is also important, such as whether a mother cow is with her calves. The multimodality of large language models enables novel applications. For example, ChatGPT can evaluate images. This ability can be used to interpret the body language of animals, thus using and replacing expert knowledge. Prof. Dr. Oliver Bendel, who has been involved with animal-computer interaction and animal-machine interaction for many years, has initiated a project called „The Animal Whisperer“ in this context. The goal is to create a prototype application based on GenAI that can be used to interpret the body language of an animal and avert danger for humans. GPT-4 or an open source language model should be used to create the prototype. It should be augmented with appropriate material, taking into account animals such as bears, wolves, cows, horses, and dogs. Approaches may include fine-tuning or rapid engineering. The project will begin in March 2024 and the results will be available in the summer of the same year.

Fig.: The Animal Wisperer (Image: DALL-E 3)

Ein Handy erwidert den Blick

„Nothing Phone (2a) bekommt Glubschaugen“ – so titelte Golem am 28. Februar 2024. Das sehen die Benutzer genauso. Einer schreibt in seinem Kommentar im Unternehmensblog: „Phoebe: ‚My eyes, My eyes'“ … Ein anderer: „This is so great. I can see a robot there?“ Und ein weiterer: „Fresh Eyes For a Reason“. Nothing selbst hat diese Wortwahl vorgegeben: „See the world through fresh eyes.“ Normalerweise gibt man seinem Smartphone keinen Namen. Die Augen könnten aber genau dazu führen. Das Smartphone würde damit neben das Auto, den Staubsaugerroboter und viele andere Gegenstände treten, die wir zärtlich oder scherzhaft benennen. Es ist nicht abschließend geklärt, warum Menschen dies tun. Vermutlich hat es mit der Bewegung von Dingen zu tun, die an die Bewegung von Lebewesen erinnert, aber auch mit der Bedeutung, die sie für unser Leben haben. Und wenn sie soziale Merkmale erhalten, Augen, Mund, Töne oder natürliche Sprache, dann liegt es nahe, sie wie Lebewesen zu behandeln. In bestimmte Formen wiederum projizieren wir etwas hinein, und die Anthropomorphisierung kann so weit gehen, dass wir mit Aussehen und Verhalten bestimmte Fähigkeiten verbinden. Im Falle des Nothing Phone (2a) sind eigentlich nur Kameralinsen vorhanden – aber diese erscheinen uns offensichtlich als Augen. Ein Blickfang waren die nachhaltigen Geräte schon immer. Nun scheinen sie den Blick zu erwidern.

Abb.: Ein Handy erwidert den Blick

Eröffnung des Europäischen KI-Büros

Das Europäische KI-Büro (The European AI Office) wurde im Februar 2024 eingerichtet. Auf der Website der Europäischen Kommission heißt es: „The European AI Office will be the centre of AI expertise across the EU. It will play a key role in implementing the AI Act – especially for general-purpose AI – foster the development and use of trustworthy AI, and international cooperation.“ (European Commission, 22. Februar 2024) Und weiter: „The European AI Office will support the development and use of trustworthy AI, while protecting against AI risks. The AI Office was established within the European Commission as the centre of AI expertise and forms the foundation for a single European AI governance system.“ (European Commission, 22. Februar 2024) Die EU will nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass KI sicher und vertrauenswürdig ist. Der AI Act sei der weltweit erste umfassende Rechtsrahmen für KI, der die Gesundheit, die Sicherheit und die Grundrechte der Menschen garantiert und den Unternehmen in den 27 Mitgliedstaaten Rechtssicherheit bietet.

Abb.: Ein mit der Kamera des Unitree Go2 verfertigtes, invertiertes Foto

Der künstliche Barkeeper – Teil III

In der messtec drives Automation (Ausgabe 1/2024) ist der zweieinhalbseitige Artikel „Der künstliche Barkeeper – Teil III“ von Prof. Dr. Oliver Bendel und Lea Peier enthalten. Es handelt sich um den Abschluss einer dreiteiligen Serie, die auf das Paper „How Can Bar Robots Enhance the Well-being of Guests?“ zurückgeht und die sich auf die Ausgaben 8/2023, 9/2023 und 1/2024 verteilte. Im Fokus stehen Barroboter wie Barney Bar und Robobarista, die an der Hochschule für Wirtschaft FHNW erforscht werden. Im ersten Teil wurden Industrieroboter, Serviceroboter und soziale Roboter erklärt. Dabei spielte Bendels Modell mit den fünf Dimensionen eine Rolle. Zudem wurde auf Roboter in der Gastronomie eingegangen und eine Übersicht über Barroboter gegeben. Im zweiten Teil wurden Barney Bar von F&P Robotics und Robobarista von Smyze unter die Lupe genommen, wieder unter Verwendung des Modells mit den fünf Dimensionen. Im dritten Teil erörtern die Autoren, wie die Roboter verbessert werden könnten, um das Wohlbefinden der Kunden und Gäste zu erhöhen und besser auf ihre individuellen Wünsche und Anforderungen einzugehen. Dabei kann künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen. Zudem werden ethische und soziale Probleme beim Einsatz von Barrobotern diskutiert und mögliche Lösungen angedeutet. Das ganze Heft kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Ein Barroboter am Strand (Bild: DALL-E 3)

Peppers Leidenschaft für Bibliotheken

Seit Jahren setzt man Pepper in Bibliotheken ein. Anfang 2019 titelte die Frankfurter Rundschau: „Ein Roboter führt durch die Stadtbücherei“. Nur wenige Wochen später schrieb die MAZ: „Der Stifterverband zeichnet das Projekt mit dem humanoiden Roboter Wilma an der TH Wildau aus. Die Roboterdame arbeitet in der Hochschulbibliothek.“ Wilma war niemand anderes als Pepper. Ende 2019 titelte der Düsseldorfer Anzeiger: „Roboter Pepper hilft in der Zentralbibliothek Düsseldorf aus“. Die Berliner Morgenpost konnte 2021 gleich über zwei Roboter berichten, nämlich NAO und Pepper, die aus dem selben Haus stammen. „In der Stadtbibliothek Spandau helfen jetzt Roboter aus“, hieß es in dem Artikel. Im selben Jahr assistierte laut der Plattform Silicon Pepper in der Stadtbücherei Biberach. Ein Fernsehsender berichtete 2022: „Die Stadtbücherei am Haidplatz baut ihren Robotik-Schwerpunkt weiter aus und stellt ihr neues Teammitglied, Roboter ‚Charlie‘, vor.“ Und auch bei Charlie handelte es sich um niemand anderen als Pepper, wie auch bei Hilbi in der Stadtbibliothek Hildesheim, über den die Hildesheimer Presse im selben Jahr berichtete. Seit Dezember 2019 ist Auxilio aka Pepper für die FHNW am Campus Brugg-Windisch im Einsatz. Und dort ist er bis heute.

Abb.: Pepper am Campus Brugg-Windisch im Jahre 2024

„AI Encounter“ zu Allzweckrobotern

„AI Encounter“, eine Reihe an der Zürcher Kunsthochschule, bietet laut Website experimentell-spielerische Begegnungen „mit künstlichen Intelligenzen“. Am 22. Februar 2024 war Marcial Koch im hauseigenen Kino im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Das Thema waren Allzweckroboter, auch universelle Roboter genannt. Der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker aus Zürich spannte einen weiten Bogen von den goldenen Dienerinnen des Hephaistos bis hin zu Unitree H1, Figure 01 und Optimus. In der anschließenden Fragerunde ging er auf die Gestaltung von Robotern ein, auf Möglichkeiten und Grenzen der Maschinenethik – und auf die Herausforderung, wie man die Koexistenz von Robotern und Menschen nicht als Dystopie, sondern als Eutopie denken kann. Beim abschließenden Apero unterhielt man sich über passive und aktive Exoskelette, über Unitree Go2 und Alpha Mini aus dem privaten Social Robots Lab von Oliver Bendel – und über Elektro und Sparko, die 1939 bzw. 1940 auf der Weltausstellung in New York zu sehen gewesen waren.

Abb.: Vor dem Kino der ZHdK

A Chatbot for Vallader

On February 19, 2024, the article „@llegra: a chatbot for Vallader“ by Oliver Bendel and Dalil Jabou was published in the International Journal of Information Technology. From the abstract: „Extinct and endangered languages have been preserved primarily through audio conservation and the collection and digitization of scripts and have been promoted through targeted language acquisition efforts. Another possibility would be to build conversational agents like chatbots or voice assistants that can master these languages. This would provide an artificial, active conversational partner which has knowledge of the vocabulary and grammar and allows one to learn with it in a different way. The chatbot, @llegra, with which one can communicate in the Rhaeto-Romanic idiom Vallader was developed in 2023 based on GPT-4. It can process and output text and has voice output. It was additionally equipped with a manually created knowledge base. After laying the conceptual groundwork, this paper presents the preparation and implementation of the project. In addition, it summarizes the tests that native speakers conducted with the chatbot. A critical discussion elaborates advantages and disadvantages. @llegra could be a new tool for teaching and learning Vallader in a memorable and entertaining way through dialog. It not only masters the idiom, but also has extensive knowledge about the Lower Engadine, that is, the area where Vallader is spoken. In conclusion, it is argued that conversational agents are an innovative approach to promoting and preserving languages.“ Oliver Bendel has been increasingly focusing on dead, extinct and endangered languages for some time. He believes that conversational agents can help to strengthen and save them.

Fig.: A chatbot for Vallader

„Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ – Teil VII

Vom 15. bis 17. Februar 2024 fand das Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch statt. Es handelte sich bereits um die sechste Durchführung, wobei diese zum ersten Mal an diesem Campus stattfand. Die Teilnehmer waren vor allem angehende Betriebsökonomen. Zur Verfügung stand ein auf das Thema spezialisiertes GPT namens Social Robotics Girl. Ein Vortrag von Claude Toussaint von Navel Robotics bereicherte die Veranstaltung. Er sprach nicht nur über die Entwicklung des Modells, sondern auch über die Finanzierung des Unternehmens. Unter den Robotern der Demo war Unitree Go2. Er stammt aus dem von Prof. Dr. Oliver Bendel privat finanzierten Social Robots Lab und wird von ihm Bao (chin. „Schatz, Juwel“) genannt. Auch Alpha Mini, Cozmo und Hugvie gehören dazu – und der mit Sprache steuerbare Vector II, der aber nicht zum Einsatz kam. Bei der Konzeption eigener sozialer Roboter wurde mit Bildgeneratoren gearbeitet, dieses Mal vor allem mit DALL-E 3.

Abb.: Eine Studentin umarmt Pepper

„Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ – Teil VI

Ab dem Mittag des 17. Februar 2024 konzipierten die Studierenden im Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch eigene soziale Roboter. Sie erdachten einen Namen, nannten die Aufgabe und nahmen eine Beschreibung mit Hilfe des Fünf-Dimensionen-Modells von Prof. Dr. Oliver Bendel vor. Zudem generierten sie Bilder, um das Aussehen und die Möglichkeiten des jeweiligen Roboters zu verdeutlichen, und skizzierten ein Geschäftsmodell. Ab 15 Uhr wurden die Präsentationen gehalten. Erfunden worden waren RoboRoss, ein Roboterpferd für die berittene Polizei, NAILBOTique, ein Nailbot für die Pflege von Fingernägeln, Newsbot, ein künstlicher Nachrichtensprecher, Medibot, ein Roboter für die medizinische Unterstützung, EcoStyler, ein künstlicher Berater für den persönlichen Style, und der Dogmestic-Roboter für den Schutz und die Begleitung von Hunden. Am späten Nachmittag wurde die dreitägige Veranstaltung abgeschlossen. Die Studierenden brillierten nicht nur mit gut geprompteten Bildern, bei denen die Funktionen der sozialen Roboter und der Serviceroboter mit sozialen Merkmalen deutlich wurden. sondern auch mit überzeugenden Geschäftsmodellen.

Abb.: RoboRoss mit einer Polizistin mit Rossschwanz

„Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ – Teil V

Am Morgen des 17. Februar 2024 wurden im Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch Serviceroboter behandelt, die soziale Merkmale aufweisen, etwa mimische oder natürlichsprachliche Fähigkeiten. Danach kamen tierfreundliche Maschinen an die Reihe sowie weitere Entwicklungen aus den Arbeitsgebieten Tier-Computer-Interaktion und Tier-Maschine-Interaktion. Prof. Dr. Oliver Bendel hat mit seinen Studierenden immer wieder Prototypen und Konzepte entwickelt, die auf das Wohlbefinden von Wildtieren ausgerichtet sind. Er will mit dem Unitree Go2 noch im Jahre 2024 erste Experimente mit Tieren durchführen – Experimente, mit denen er herausfinden will, wie man Serviceroboter und soziale Roboter so gestalten kann, dass sie Tiere nicht verstören und vertreiben. Danach erarbeiteten die Studierenden Beschreibungen und Abbildungen sozialer Roboter.

Abb.: Auch der Unitree Go2 wirkt wie ein Tier (Foto: Tamara Siegmann)

„Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ – Teil IV

Neben Unitree Go2 zogen am Nachmittag des 16. Februar 2024 auch Pepper und NAO die Studierenden an. Sie sind längst nicht so beweglich, was sie als klassische soziale Roboter auch nicht unbedingt sein müssen. Aber sie beeindrucken auch nach all den Jahren durch ihre Gestaltung und ihre Zugewandtheit. Schon am Tag davor hatte Prof. Dr. Oliver Bendel im Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ in Brugg-Windisch seinen Cozmo vorgeführt. Dieser stammt noch aus der Produktion von Anki, einer kalifornischen Firma, die trotz des herausragenden Verkaufserfolgs – neben Cozmo war sein dunkler Zwilling Vector sehr gefragt – Konkurs anmelden musste. Die Modelle werden inzwischen von Digital Dream Labs hergestellt und vertrieben. Der originale Cozmo verfügt über Objekt- und Gesichtserkennung, Nachtsichtgerät, Kantenerkennung und weitere Sensoren und Systeme. Eine Studentin beschäftigte sich intensiv mit Pepper, und nachdem er eine Weile geschwächelt hatte – er hatte Ausfälle bei seinem Menü und seinen Aktionen gehabt -, kam er unter ihrer Obhut wieder zu Kräften.

Abb.: High five mit Pepper

„Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ – Teil III

Am Nachmittag des 16. Februar 2024 fand im Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch die Robodemo statt, mit NAO und Pepper aus dem Basler Robo-Lab der Hochschule und mit Hugvie, Alpha Mini, Cozmo und Unitree Go2 aus dem privat finanzierten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel. Der Unitree Go2, genannt Bao, beeindruckte die Studierenden am meisten. Er gab ihnen die Pfote, zeichnete für sie – auf den Hinterbeinen stehend – ein Herz in die Luft, machte große Sprünge und setzte sich auf Befehl hin. Er wälzte sich auf dem Boden und rannte den Flur vor den Zimmern entlang. Der Höhepunkt war, als er die endlose Treppe zwischen zwei Stockwerken bewältigte, Stufe um Stufe, Abschnitt um Abschnitt. Danach beschäftigten sich die Studierenden noch mit den anderen Modellen.

Abb.: Der Unitree Go2 bewältigt die Treppe (Foto: Tamara Siegmann)

„Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ – Teil II

Am 16. Februar 2024 wurde das Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch fortgesetzt. Zunächst gab es weitere Ausführungen von Prof. Dr. Oliver Bendel. Dann kündigte er Claude Toussaint an, Gründer und Managing Partner bei Navel Robotics. Er hielt über Teams einen Vortrag zu dem sympathischen Roboter des Unternehmens, der nach dem menschlichen Nabel benannt worden war, diesem augenfälligen und unvergänglichen Hinweis auf die enge Verbindung zwischen zwei Menschen, zwischen Mutter und Kind. Danach prasselten Fragen auf ihn ein, zum Hintergrund und zur Gestaltung des Roboters sowie zur Finanzierung des Unternehmens. Oliver Bendel hat seit Anfang 2021 Kontakt mit dem charismatischen Gründer. Nach der Verabschiedung unter tosendem Applaus ging es in die Mittagspause. Oliver Bendel nutzte die Zeit, um alle Roboter aus ihren Hüllen und Koffern zu befreien.

Abb.: Claude Toussaint bei seinem Vortrag

„Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ – Teil I

Am 15. Februar 2024 begann das Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch. Erst am Nachmittag zuvor war das Wahlmodul „Soziale Roboter“ in Olten zu Ende gegangen. Prof. Dr. Oliver Bendel führte erneut in die Robotik und in die Soziale Robotik ein. Er durcheilte die Ideen- und Entwicklungsgeschichte der künstlichen oder unbekannten Kreatur, erwähnte Schöpfer wie Hephaistos, Pygmalion („Dass es nur Kunst war, verdeckte die Kunst.“) und Wagner („Es wird ein Mensch gemacht.“) sowie Doja Cat vom Planeten Her („Why am I strangely attracted to this being?“). Im Büro in der Nähe warteten, noch in ihren Hüllen und Koffern, Hugvie, Pepper und Unitree Go2. Bereits vor Ort waren NAO, Alpha Mini und Cozmo. Die virtuelle Tutorin Social Robotics Girl – ein GPT – stand dem Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosophen aus Zürich zur Seite. Sie war mit Fachtexten von ihm gefüttert und über Prompt Engineering auf ihre Aufgabe vorbereitet worden. Dabei wurden ihr auch bestimmte Verhaltensweisen beigebracht, ganz im Sinne der Maschinenethik und der emotionalen Robotik. Nach einem vollen Tag gingen die ca. 25 Studierenden nach Hause – sie waren aus der ganzen Nordwestschweiz und aus Zürich angereist.

Abb.: Die Studierenden mit NAO

Paarbeziehung im 21. Jahrhundert

Im Februar 2024 ist das Buch „Paarbeziehung im 21. Jahrhundert“ bei Kohlhammer erschienen. Herausgeber sind Prof. Dr. Christian Roesler und Prof. Dr. Sonja Bröning. Im Buch enthalten ist der Beitrag „Überlegungen zu Zweier- und Dreierbeziehungen mit Liebespuppen und Sexrobotern“ von Prof. Dr. Oliver Bendel. Er fragt darin, ob Zweier- und Dreierbeziehungen mit Liebespuppen, Sexrobotern und umgekehrten Cyborgs möglich und welcher Art sie gegebenenfalls sind. Um dies zu klären, werden zunächst Merkmale von Zweier- und Dreierbeziehungen erarbeitet sowie die Merkmale und Funktionen der genannten Artefakte sowie ihr Gebrauch erklärt. Anschließend führt der Autor die Charakteristik der Zweierbeziehungen, am Rande auch der Dreierbeziehungen, und die Praxis der Liebespuppen, Sexroboter und umgekehrten Cyborgs zusammen und diskutiert die Ergebnisse. Am Ende widmet er sich in aller Kürze der Realität der Beziehungen. Weitere Informationen über https://www.kohlhammer.de.

Abb.: Das Cover des Buchs (Bild: Kohlhammer)

Paper on GPT-4-based App for the Blind

The paper „How Can Generative AI Enhance the Well-being of the Blind?“ by Oliver Bendel is now available as a preprint at arxiv.org/abs/2402.07919. It was accepted at the AAAI 2024 Spring Symposium „Impact of GenAI on Social and Individual Well-being“. From the abstract: „This paper examines the question of how generative AI can improve the well-being of blind or visually impaired people. It refers to a current example, the Be My Eyes app, in which the Be My AI feature was integrated in 2023, which is based on GPT-4 from OpenAI. The author’s tests are described and evaluated. There is also an ethical and social discussion. The power of the tool, which can analyze still images in an amazing way, is demonstrated. Those affected gain a new independence and a new perception of their environment. At the same time, they are dependent on the world view and morality of the provider or developer, who prescribe or deny them certain descriptions. An outlook makes it clear that the analysis of moving images will mean a further leap forward. It is fair to say that generative AI can fundamentally improve the well-being of blind and visually impaired people and will change it in various ways.“ Oliver Bendel will present the paper at Stanford University on March 25-27. It is his ninth consecutive appearance at the AAAI Spring Symposia, which this time consists of eight symposia on artificial intelligence.

Fig.: Tests with the app (Image: DALL-E 3)

Wahlmodul „Soziale Roboter“ VII

Vom 12. bis 14. Februar 2024 fand das Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten statt. Es handelte sich bereits um die fünfte Durchführung. Dieses Mal stand zum ersten Mal ein auf das Thema spezialisiertes GPT zur Verfügung. Prof. Dr. Oliver Bendel ließ es immer wieder Sachverhalte erklären und nahm dann Ergänzungen vor. Social Robotics Girl, so der Name, wurde auch von den Studierenden bei den Gruppenarbeiten herangezogen. Auf diese Weise profitierten sie von dem Wissen des Dozenten, ohne erst die richtigen Textstellen heraussuchen oder ihn herbeirufen zu müssen. Unter den Robotern der Demo war zum ersten Mal Unitree Go2. Er stahl allen anderen die Show, NAO, Pepper, ja sogar Alpha Mini. Dies lag vor allem an seinen schnellen, flüssigen Bewegungen, seinen vielfältigen Verhaltensformen und seinen überraschenden Kunststücken. Der Roboter stammt aus dem von Prof. Dr. Oliver Bendel privat finanzierten Social Robots Lab und wird von ihm Bao (chin. „Schatz, Juwel“) genannt. Bei der Konzeption eigener sozialer Roboter wurde wie schon 2023 mit Bildgeneratoren gearbeitet, dieses Mal vor allem mit DALL-E 3, weil einige der Studierenden über einen ChatGPT-Plus-Zugang verfügten. Die sechste Durchführung findet bereits ab dem 15. Februar 2024 in Brugg-Windisch statt. Es werden vor allem angehende Betriebsökonomen teilnehmen.

Abb.: Oliver Bendel mit seinem Unitree Go2 (Foto: Armend Nasufi)

Wahlmodul „Soziale Roboter“ VI

Ab dem Mittag des 14. Februar 2024 konzipierten die Studierenden im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten eigene soziale Roboter. Sie erdachten einen Namen, nannten die Aufgabe und nahmen eine Beschreibung mit Hilfe des Fünf-Dimensionen-Modells von Prof. Dr. Oliver Bendel vor. Zudem generierten sie Bilder, um das Aussehen und die Möglichkeiten des Modells zu verdeutlichen. Manche Gruppen konsultierten Social Robotics Girl, das auf das Thema spezialisierte GPT. Ab 15 Uhr wurden die Präsentationen gehalten. Erfunden worden waren u.a. ein Begleitroboter, der vor allem Frauen in Städten eine hohe Sicherheit bieten soll, und ein Heimwerkerroboter, der Möbel aufbauen, Glühbirnen einschrauben und Dinge aller Art reparieren kann. Zwei Roboter waren für die Fitness ihrer Besitzer oder Benutzer zuständig. Ein Präsentationsroboter präsentierte mit synthetischer Stimme sich selbst. Am späten Nachmittag wurde die dreitägige Veranstaltung abgeschlossen.

Abb.: Einer der Fitnessroboter (Bild: DALL-E 3)

Wahlmodul „Soziale Roboter“ V

Am Morgen des 14. Februar 2024 wurden im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten Serviceroboter behandelt, die soziale Merkmale aufweisen, etwa mimische oder natürlichsprachliche Fähigkeiten. Danach kamen tierfreundliche Maschinen an die Reihe sowie weitere Entwicklungen aus den Arbeitsgebieten Tier-Computer-Interaktion und Tier-Maschine-Interaktion. Prof. Dr. Oliver Bendel hat mit seinen Studierenden immer wieder Prototypen und Konzepte entwickelt, die auf das Wohlbefinden von Wildtieren ausgerichtet sind. Danach wurden Ideen für weitere tierfreundliche Maschinen entwickelt und auf dem Whiteboard festgehalten. Der Whale Watching Robot ist dafür gedacht, Wale zu beobachten und festzustellen, ob sie sich in unsicheren Gebieten aufhalten. Wenn sie sich in Häfen oder in Flüsse verirren, soll er sie zurück in sichere Gewässer locken. Dabei könnte in Zukunft auch eine Übersetzungssoftware behilflich sein, die das Ziel des Earth Species Project ist. Danach erarbeiteten die Studierenden Beschreibungen und Abbildungen sozialer Roboter.

Abb.: Das Whiteboard mit den Skizzen

Wahlmodul „Soziale Roboter“ IV

Nach dem offiziellen Teil des Wahlmoduls „Soziale Roboter“ am 13. Februar 2024 beschäftigten sich mehrere Studierende intensiv mit NAO, Pepper und Cozmo. Letzterer stammt noch aus der Produktion von Anki, einer kalifornischen Firma, die trotz des herausragenden Verkaufserfolgs – neben Cozmo war sein dunkler Zwilling Vector sehr gefragt – Konkurs anmelden musste. Die Modelle werden inzwischen von Digital Dream Labs hergestellt und vertrieben. Der originale Cozmo verfügt über Objekt- und Gesichtserkennung, Nachtsichtgerät, Kantenerkennung und weitere Sensoren und Systeme. Im Wahlmodul erlernte er den Namen einer Studentin und konnte sie in mehreren Versuchen problemlos erkennen. Davor hatte eine spektakuläre Demonstration des Unitree Go2 stattgefunden. Er gab den Studierenden die Pfote, zeichnete für sie – auf den Hinterbeinen stehend – ein Herz in die Luft, machte große Sprünge und setzte sich auf Befehl hin. Die beiden sozialen Roboter könnten unterschiedlicher nicht sein – und zählen doch zu den Lieblingen der Studierenden.

Abb.: Die Studentin wird von Cozmo erkannt

Wahlmodul „Soziale Roboter“ III

Am Nachmittag des 13. Februar 2024 fand im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten die Robodemo statt, mit NAO und Pepper aus dem Robo-Lab der Hochschule und mit Alpha Mini, Cozmo und Unitree Go2 aus dem privat finanzierten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel. Der Unitree Go2 beeindruckte die Studierenden am meisten. Er gab ihnen die Pfote, zeichnete für sie – auf den Hinterbeinen stehend – ein Herz in die Luft, machte große Sprünge und setzte sich auf Befehl hin. Bao, so sein Name, wurde in den Lichthof des Campus genommen und versetzte die Anwesenden – vor allem Teilnehmer einer Konferenz – in helle Aufregung. Viele versuchten den Vierbeiner herzulocken und zu streicheln. Das ist erstaunlich, denn zunächst wirkt er etwas befremdlich, da er keinen Kopf hat. Man scheint sich aber sehr schnell daran gewöhnen und erfreut sich dann an den flüssigen, überzeugenden Bewegungen und seinen Kunststücken. Danach beschäftigten sich die Studierenden noch mit den anderen Modellen.

Abb.: Bao vor der Treppe (Foto: Armend Nasufi)

Wahlmodul „Soziale Roboter“ II

Am 13. Februar 2024 wurde das Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten fortgesetzt. Zunächst gab es weitere Erklärungen von Prof. Dr. Oliver Bendel. Dann kündigte er Katharina Kühne an, die an der Universität Potsdam über soziale Roboter promoviert und von Prof. Dr. Martin Fischer und ihm betreut wird. Sie hielt über Teams einen Vortrag zu ihrem Artikel „‚Ick bin een Berlina‘: dialect proficiency impacts a robot’s trustworthiness and competence evaluation“, der am 29. Januar 2024 in Frontiers in Robotics and AI veröffentlicht worden war und den sie zusammen Erika Herbold, Oliver Bendel, Yuefang Zhou und Martin H. Fischer geschrieben hatte. Zahlreiche Medien auf der ganzen Welt berichten seitdem über die Studie. Die Studierenden zeigten in der Fragerunde großes Interesse an den Ergebnissen. Diskutiert wurde u.a., welche Bedeutung soziale Roboter mit der Fähigkeit zu Dialekt für die Schweiz haben. Nach dem Vortrag ging es in die Mittagspause. Oliver Bendel nutzte die Zeit, um alle mitgebrachten Roboter aus ihren Hüllen und Koffern zu befreien.

Abb.: Katharina Kühne bei ihrem Vortrag