Am 18. März 2024 fand an der Hochschule für Wirtschaft FHNW das Kick-off-Meeting für das Projekt „The Animal Whisperer“ statt. Initiiert hat es Prof. Dr. Oliver Bendel, der sich seit vielen Jahren mit der Tier-Computer-Interaktion und der Tier-Maschine-Interaktion beschäftigt. Als Projektmitarbeiter konnte Nick Zbinden gewonnen werden, ein angehender Wirtschaftsinformatiker. Er wird im Rahmen seiner Abschlussarbeit drei GPT-4-basierte Anwendungen entwickeln, mit denen man Körpersprache und Umfeld von Kühen, Pferden und Hunden analysieren kann. Damit sollen Gefahren für Mensch und Tier abgewendet werden. So kann ein Wanderer auf dem Smartphone die Empfehlung bekommen, eine Weide nicht zu überqueren, wenn eine Mutterkuh mit ihren Kälbchen zugegen ist. Dafür muss er nur die Anwendung aufrufen und ein Foto von der Umgebung machen. Nick Zbinden wird Literatur auswerten und mehrere Expertengespräche führen, um mehr über die Situation von Nutz- und Haustieren und ihr Verhalten zu erfahren. Er wird die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von multimodalen Sprachmodellen in diesem Kontext aufzeigen. Die Ergebnisse werden im August 2024 vorliegen.
Abb.: In einer solchen Situation könnte die Anwendung eingesetzt werden
Im privat finanzierten Social Robots Lab von Oliver Bendel finden sich Modelle wie Unitree Go2, Alpha Mini, Cozmo, Vector, Furby und Hugvie, zudem Roboterfische, Spielzeugroboter und Prototypen wie HAPPY HEDGEHOG. Und natürlich das Tamagotchi. Am 18. März 2024 bekam Furby Besuch von seiner französischsprachigen Freundin, die Regenbogenfarben bevorzugt. Im Blog von Hasbro wird erklärt: „Sobald zwei Furbys zusammen sind, können sie miteinander interagieren.“ (Blog Hasbro, 22. Juni 2023) Das Produkt wird seit 1998 von dem amerikanischen Unternehmen vertrieben. War es am Anfang ein Kultspielzeug, ist es heute bei Kindern wie bei Erwachsenen (den Kindern von damals) beliebt. Hasbro schreibt in seinem Blog: „Furby ist interaktiv und verfügt über mehr als 600 Reaktionen in Form von Sätzen, Liedern, Lichtsignalen und mehr.“ Er „reagiert zudem auf Umarmungen, Streicheleinheiten wie den Pelz kämmen und den Bauch kitzeln sowie auf das Füttern mit den enthaltenen Pizza-Anhängern“ (Blog Hasbro, 22. Juni 2023). Er beherrscht eine eigene Sprache, nämlich Furbisch. Für ihn herrscht immer „Dah-No-Lah“ („Partyzeit“). Entsprechend feierten die beiden Furbys im Büro von Oliver Bendel bis zum Umfallen.
Abb.: Furby und seine Freundin im Büro von Oliver Bendel
Oliver Bendel wurde im Februar 2024 von der Sonntagszeitung zu Pflegerobotern befragt. Zunächst ging er auf die bekannten Beispiele von Pflegerobotern und Robotern in der Pflege ein und erwähnte Lio und Navel. An einer Stelle blickte der Technikphilosoph in die Zukunft der Pflege: „Irgendwann werden sich universelle Roboter durchsetzen, auch Allzweckroboter genannt. Es gibt heute schon Vierbeiner für 1800 Dollar. Damit meine ich den Unitree Go2, den ich selbst in meinem privaten Social Robots Lab habe. Wenn man die fortgeschrittenen Varianten von ihm haben will, zahlt man allerdings bis zum Zehnfachen des Preises. Die Zweibeiner, die beliebige Arbeiten verrichten können, kosten nochmals wesentlich mehr, der Unitree H1 um die 90.000. Dafür kann man aber solche Roboter in ganz verschiedenen Bereichen einsetzen.“ Dazu gehört dann eines Tages auch die Pflege. Oliver Bendel veröffentlichte 2018 als Herausgeber das Buch „Pflegeroboter“. Es entwickelte sich schnell zum Standardwerk und kann heute auf SpringerLink fast eine halbe Million Downloads vorweisen. Der Artikel ist am 17. März 2024 unter dem Titel „Die Pflegeroboter werden es richten, aber nicht so bald“ erschienen.
Abb.: Lio mit einer Pflegebedürftigen (Foto: F&P Robotics)
The AAAI 2024 Spring Symposium Series will take place from March 25-27, 2024 at Stanford University. There are eight symposia in total. One of them is „Impact of GenAI on Social and Individual Well-being“. It will be hosted by Takashi Kido (Teikyo University, Japan) and Keiki Takadama (The University of Electro-Communications, Japan). The announcement text states: „Generative AI (GenAI) presents significant opportunities and challenges in the realms of individ-ual and societal well-being. While its benefits in fields like healthcare, arts, and education are vast, it also necessitates careful consideration of ethics, privacy, fairness, and security.“ The first version of the program was published in mid-March. Minor changes may still be made. On the afternoon of the first day, the following presentations will take place within the topic „Generative AI: Well-being and Learning“: „How Can Generative AI Enhance the Well-being of Blind?“ (Oliver Bendel), „How Can GenAI Foster Well-being in Self-regulated Learning?“ (Stefanie Hauske and Oliver Bendel), „Sleep Stage Estimation by Introduction of Sleep Domain Knowledge to AI: Towards Personalized Sleep Counseling System with GenAI“ (Iko Nakari and Keiki Takadama), and „Personalized Image Generation Through Swiping“ (Yuto Nakashima). Further information on this symposium is available here.
Das Projekt „Alpha Mini für die Schule“ – initiiert von Prof. Dr. Oliver Bendel Anfang 2023 und durchgeführt von Andrin Allemann von März bis August 2023 – findet seine Nachahmer. Die Grundidee war gewesen, eine Lernanwendung für Kinder zu schaffen, dabei aber keinen teuren sozialen Roboter wie Pepper zu verwenden, sondern einen günstigen wie Alpha Mini. Dafür wurde das Produkt von Ubtech mit einem MS Surface gekoppelt und eine App entwickelt, die auf dem sozialen Roboter installiert und für die Darstellung auf dem Touchscreen gespiegelt wurde. Gabriela Bohler, Entrepreneurin im Bereich sozialer Roboter (www.smart-companion.ch), nahm im Herbst 2023 Kontakt mit den beiden auf. Bei einem gemeinsamen Videocall war auch das Zürcher Unternehmen raumCode zugegen. Dieses führte im Auftrag von Gabriela Bohler eine Anbindung von Alpha Mini – nun Robin genannt – an seine Robot Management Platform durch. Dabei konnten Ideen und Informationen aus dem Projekt „Alpha Mini für die Schule“ verwendet werden. Im Moment ist die Entrepreneurin dabei, all ihre Applikationen (Kids, Agers, Education, Entertainment), welche bereits auf der Plattform laufen, für Alpha Mini zu übernehmen. Neu steht eine grafische Oberfläche zur Verfügung, welche noch leichter zu bedienen ist. Prof. Dr. Oliver Bendel stellte das Projekt „Alpha Mini für die Schule“ unter dem englischen Titel „Alpha Mini as a Learning Partner in the Classroom“ bei der ICSR 2023 in Qatar vor. Das Paper ist in diesem Proceedingsband von Springer enthalten.
Abb.: Alpha Mini gehört zum privat finanzierten Social Robots Lab von Oliver Bendel
Das BorDoll in Dortmund hat seine Pforten im Sommer 2023 geschlossen. Das Cybrothel in Berlin hat nach wie vor geöffnet und experimentiert mit Reversed Cyborgs und Virtual Reality. Aber wie sieht die Situation in der Schweiz und in Österreich aus? Dort herrscht seit jeher eher Mischbetrieb. In Wien findet sich das Laufhaus Rachel, wo auf 20 bis 30 Frauen immerhin drei Liebespuppen kommen. In der Schweiz wurde in den letzten Jahren viel geboten, etwa rund um Luzern, Bern oder Basel. Die Medien berichteten genüsslich darüber. Eine aktuelle Recherche zeigt, dass nur noch wenige Etablissements mit von der Partie sind. Ein Beispiel ist die Lounge 139 in Basel, wo man Natascha (21) buchen kann, die keine Widerworte gibt, wie lobend erwähnt wird. Die Gründe für den Rückgang dürften seitens der Benutzer sein, dass es sich im Etablissement um keinen ultimativen Kick mehr handelt und zwischen den Preisen für künstliche und echte Frauen kein großer Unterschied besteht, sodass man sich reiflich überlegt, was oder wen man wählt. Seitens der Betreiber stellt man fest, dass hochwertige Liebespuppen teuer sind, auch teure Exemplare mit der Zeit verschleißen und es nicht einfach ist, fachlich geeignetes Personal für die Handhabung und die Reinigung zu finden. Kaum etwas weiß man über die Meinung und Haltung der Prostituierten. Eines der wenigen Interviews in diesem Zusammenhang ist im Buch „Maschinenliebe“ enthalten. Es braucht weniger sensationsheischende Berichterstattung, mehr empirische Forschung, mehr ethische Reflexion – aber dazu ist kaum ein Wissenschaftler und kaum eine Hochschule bereit. Zudem versinken einschlägige Disziplinen wie die Sexualwissenschaft im deutschsprachigen Raum in der Bedeutungslosigkeit. Dass der Gegenstand ganz wegfällt, ist kaum anzunehmen. Vielmehr dürften Liebespuppen – darauf deuten auch die vielen Bestellmöglichkeiten hin – in die Privathaushalte entschwinden, zusammen mit den Sexrobotern, mit Harmony, Emma und Co., wo sie noch schwerer zu erforschen sind. Sie werden dort zum gut gehüteten und hoffentlich ebenso gut gepflegten Alltagsgegenstand.
Two weeks ago, Figure entered into a partnership with OpenAI. In an email dated March 13, 2024, the company announced its first update in this context. As you can imagine, the Figure 01 humanoid robot can now have full conversations with humans via end-to-end neural networks. By connecting to a large, pre-trained multimodal model, additional capabilities are made possible. According to the company, the AI-enhanced robot is able to describe its visual experiences, plan future actions, use common sense, reflect on its memory, and verbally explain its reasoning. These and other skills are impressively demonstrated in a video. The design of the robot’s body and head is convincing, although the face should be less mask-like. Overall, it seems less repulsive than comparable humanoid robots marketed as universal or all-purpose robots. It’s probably a good idea to let it work in closed and semi-open worlds, such as the BMW plant in Spartanburg, before it enters open worlds. That way, the workers can get used to it, and so can the public, which will be informed about its appearance and behavior through the media.
Fig.: Figure 01 (Image: Figure/Screenshot from the video)
Laptop manufacturer Lenovo launched the Lenovo Daystar robot in 2020. The design of the machine, with four wheels and a cobot on the back, was less than convincing. The latest development is different. The website ifdesign.com reports on the award winner: „Step into the forefront of industrial automation and public services with Lenovo Daystar Bot GS. The groundbreaking six-legged design guarantees unmatched stability and maneuverability that surpasses traditional robotic platforms, allowing it to traverse diverse terrains with ease.“ (iF DESIGN, 2024) The six legs are indeed unusual and a real eye-catcher. There is disagreement about the advantages. Perhaps the six legs provide more stability on stairs and very uneven terrain. The article continues: „Boasting an advanced control system, cutting-edge perception algorithms, and IP66 robust protection, GS outperforms in unforeseen scenarios, enabling comprehensive data collection at any location and time. In our unwavering pursuit of excellence, GS stands as a testament to innovation, efficiency, safety, and the boundless potential of automated exploration.“ (iF DESIGN, 2024) Interestingly, Lenovo itself has nothing to say about the product. However, the media are now reporting intensively. The next few months will bring more clarity about the Lenovo Daystar Bot GS.
The prestigious International Conference on Social Robotics was last held in Florence (2022) and Qatar (2023). Now it enters its next round. The 16th edition will bring together researchers and practitioners working on human-robot interaction and the integration of social robots into our society. The title of the conference includes the addition „AI“. This is a clarification and demarcation that has to do with the fact that there will be two further formats with the name ICSR in 2024. ICSR’24 (ICSR + AI) will take place as a face-to-face conference in Odense, Denmark, from 23 to 26 October 2024. The theme of this year’s conference is „Empowering Humanity: The role of social and collaborative robotics in shaping our future“. The topics of the Call for Papers include „collaborative robots in service applications (in construction, agriculture, etc.)“, „Human-robot interaction and collaboration“, „Affective and cognitive sciences for socially interactive robots“, and „Context awareness, expectation, and intention understanding“. The general chairs are Oskar Palinko, University of Southern Denmark, and Leon Bodenhagen, University of Southern Denmark. More information is available at icsr2024.dk.
LOOI von TangibleFuture soll ein sozialer Roboter für den Schreibtisch sein, ein sogenannter Desktop Companion. Es handelt sich um ein Kickstarter-Projekt, das auf großes Interesse stößt. Der Kern des Systems ist das eigene Smartphone. Auf dem Display werden Augen dargestellt, die – zusammen mit weiteren Funktionen – Emotionen ausdrücken können. Die Verbindung mit GPT ermöglicht die entsprechende Kommunikation. Nach Aussage der Firma ist auch eine „Persönlichkeit“ vorhanden. Eine mobile Plattform mit Rädern erlaubt die Bewegung auf dem Schreibtisch. Damit gewinnt LOOI Ähnlichkeit mit sozialen Robotern wie Emo, Loona, Cozmo und Vector. Die Integration von Smartphones und Figuren oder Plattformen ist nicht neu, wenn man an den Romo Smartphone Robot von Romotive und Hugvie aus den Hiroshi Ishiguro Laboratories denkt. Hier erscheint sie durchaus geglückt. Es ist allerdings nicht ganz klar, welchen Vorteil der bewegliche Körper hat, bis auf den durch ihn unterstützten Ausdruck von Emotionen. TangibleFuture ist nach eigenen Angaben ein Unternehmen, das sich auf interaktive Innovationen konzentriert und sich der Erforschung und Neugestaltung emotionaler Unterhaltungserlebnisse für Erwachsene widmet. Weitere Informationen über looirobot.com.
Abb.: Bei LOOI ist das Smartphone waagrecht angebracht (Bild: DALL-E 3)
Seit 2012 sind auf Initiative von Oliver Bendel 25 Konzepte und Artefakte der Maschinenethik und der Sozialen Robotik entstanden, die eine Idee veranschaulichen oder die Umsetzung verdeutlichen sollen. Darunter sind Conversational Agents wie GOODBOT, LIEBOT, BESTBOT und SPACE THEA, die auf Konferenzen, in Journals und in den Medien vorgestellt wurden, und tierfreundliche Maschinen wie LADYBIRD und HAPPY HEDGEHOG, die in Büchern wie „Die Grundfragen der Maschinenethik“ von Catrin Misselhorn und auf indischen, chinesischen und amerikanischen Plattformen behandelt wurden. Zuletzt wurden zwei Chatbots für eine tote und eine gefährdete Sprache geschaffen, nämlich @ve (für Latein) und @llegra (für Vallader, ein Idiom des Rätoromanischen). Im Jahre 2024 wird das CAIBOT-Projekt fortgesetzt. In diesem soll ein Sprachmodell mit Hilfe von Prompt Engineering oder Finetuning in eine moralische Maschine verwandelt werden, nach dem Vorbild von Claude von Anthropic. Im Projekt „The Animal Whisperer“ soll eine App entwickelt werden, die die Körpersprache ausgewählter Tiere versteht und zusätzlich ihr Umfeld beurteilt, mit dem Ziel, Hinweise zum Umgang mit ihnen zu geben. Im Bereich der Maschinenethik dürften Oliver Bendel und seine wechselnden Teams zu den aktivsten Gruppen weltweit gehören.
Abb.: 25 Artefakte der Maschinenethik und Sozialen Robotik
„Die Tier-Maschine-Interaktion (TMI), im Englischen ‚animal-machine interaction‘ (AMI) genannt, behandelt als Disziplin oder Arbeitsgebiet die Interaktion zwischen Tier und Maschine. Vor allem geht es um Entwurf, Bewertung und Implementierung von komplexen Maschinen und Computersystemen, mit denen Tiere interagieren und die ihrerseits mit Tieren interagieren und kommunizieren. Es bestehen enge Beziehungen zur Tier-Computer-Interaktion (TCI), im Englischen ‚animal-computer interaction‘ (ACI). Immer häufiger handelt es sich bei der Maschine um einen Roboter, der entweder ferngesteuert oder (teil-)autonom ist.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag im Gabler Wirtschaftslexikon von Oliver Bendel. Es wird auf die Zusammenhänge zur Tier-Computer-Interaktion, zur Mensch-Maschine-Interaktion, zur Maschinenethik und zu Animal Enhancement eingegangen, zudem auf Anwendungsgebiete und -fälle der TMI. Der ganze Beitrag – erschienen ist er am 8. August 2024 – kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/tier-maschine-interaktion-126213 aufgerufen werden.
Abb.: Eine Schildkröte mit einer Roboterschildkröte (Bild: DALL-E 3)
„GPTs sind Chatbots, die von Benutzern auf einfache Weise auf der Basis von GPT-4 entwickelt werden können. OpenAI spricht auch von ‚custom versions of ChatGPT‘. Manche GPTs vermitteln Wissen und sind damit Facilitators, Instruktoren oder Tutoren. Andere sind Mentoren und Coaches, die z.B. einen Lernprozess begleiten. Wieder andere erschaffen Logos und Präsentationen oder dienen als Gesprächspartner und für das Brainstorming. Einige Verwendungen schließt OpenAI aus, etwa für Beziehungen emotionaler oder erotischer Art. Dennoch gibt es solche Angebote, was die Medien von Anfang an begeistert aufgegriffen haben.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag im Gabler Wirtschaftslexikon von Oliver Bendel. Es wird im Detail auf die zwei Erstellvorgänge eingegangen. Am Ende stellt der Autor Überlegungen zu Urheberrecht und Datenschutz an. Der ganze Beitrag – erschienen ist er am 8. August 2024 – kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/gpts-126183 aufgerufen werden.
The AAAI Spring Symposium Series will be held at Stanford University on March 25-27, 2024. The symposium co-chairs are Christopher Geib (SIFT, USA) and Ron Petrick (Heriot-Watt University, UK). Since 2019, the Association for the Advancement of Artificial Intelligence has not published the proceedings itself, but left this to the organizers of the individual symposia. This had unfortunate consequences. For example, some organizers did not publish the proceedings at all, and the scientists did not know this in advance. This, in turn, had consequences for the funding of travel and fees, since many universities will only pay for their members to attend conferences if they are linked to a publication. This major flaw, which damaged the prestigious conference, was fixed in 2024. As of this year, AAAI once again offers centralized publication, along with an excellent quality assurance process. Over the past ten years, the AAAI Spring Symposia have been relevant not only to classical AI, but also to roboethics and machine ethics. Groundbreaking symposia were, for example, „Ethical and Moral Considerations in Non-Human Agents“ in 2016, „AI for Social Good“ in 2017, or „AI and Society: Ethics, Safety and Trustworthiness in Intelligent Agents“ in 2018. In 2024, you can look forward to the „Impact of GenAI on Social and Individual Well-being“ symposium, which will focus on an app for the blind and GPTs as virtual learning companions (VLCs), among other things. More information is available at aaai.org/conference/spring-symposia/sss24/.
Fig.: Student at Stanford University with her VLC (Image: DALL-E 3)
Im Jahre 2022 wurde das Projekt @ve durchgeführt. Seit Ende November 2023 liegt dazu ein Working Paper vor. Der Chatbot basierte auf GPT-3.0 von OpenAI, also auf einer älteren Version des Sprachmodells. Initiiert hat das Projekt Prof. Dr. Oliver Bendel, der sich toten, ausgestorbenen und gefährdeten Sprachen widmet. Entwickelt wurde @ve von Karim N’diaye, der an der Hochschule für Wirtschaft FHNW Wirtschaftsinformatik studiert hat. Man konnte sich mit ihr auf Lateinisch unterhalten, also in einer toten Sprache, die dadurch gewissermaßen lebendig wird, und ihr Fragen zur Grammatik stellen. Getestet wurde sie von einer einschlägigen Expertin. Ein Nutzen besteht laut Karim N’diaye darin, dass man rund um die Uhr auf Latein kommunizieren kann und dabei überlegen muss, was und wie man schreibt. Eine Gefahr sei, dass immer wieder Fehler in den Antworten enthalten sind. So ist zuweilen die Wortreihenfolge nicht korrekt. Zudem kann es sein, dass der Sinn verdreht wird. Dies kann bei einem menschlichen Lehrer freilich auch passieren, und der Lernende sollte in jedem Falle wachsam sein und nach Fehlern suchen. Ohne Zweifel war @ve ein Tool, das mit Gewinn in den Lateinunterricht hätte integriert werden können. Dort hätten die Schüler berichten können, was sie mit ihr zu Hause erlebt haben, und sie hätten mit ihr vor Ort alleine oder in der Gruppe, vom Lehrer begleitet, einen Schwatz halten können. Der Chatbot wurde aus privaten Mitteln des Wissenschaftlers und seines ehemaligen Studenten finanziert. Es fand sich kein Träger für ihn. Daher wurde er Anfang 2024 eingestellt. Vale, @ve!
Am 4. März 2024 hat Prof. Dr. Oliver Bendel sein Manuskript zu „300 Keywords Generative KI“ bei Springer Gabler eingereicht. Es ist, wie der Titel schon verrät, der generativen KI gewidmet, im Englischen „generative AI“ oder „GenAI“ genannt. In mehr als 300 Einträgen wird das Thema ausgeleuchtet. Dabei spielen neben technischen und wirtschaftlichen Fragen insbesondere ethische und ästhetische eine Rolle. So wird nach der Schönheit von Artefakten gefragt, es wird die Stellung von Bildern zwischen Kunst und Kitsch ausgeleuchtet, und es wird eine Bias-Diskussion zu Text- und Bildgeneratoren geführt. So spielt der „american smile“ eine Rolle, zudem die Obsession von DALL-E 3 mit Bärten und Hinterteilen. Insgesamt steht der Nutzen der generativen KI im Vordergrund, und die Freude und Lust, sie zu benutzen. Es handelt sich um den fünften „Keywords“-Band des Technikphilosophen und Wirtschaftsinformatikers, nach „400 Keywords Informationsethik“ (2. Auflage), „450 Keywords Digitalisierung“ (2. Auflage), „300 Keywords Soziale Robotik“ (1. Auflage) und „110 Keywords Wirtschaftsethik“ (1. Auflage, zusammen mit Nick Lin-Hi und Andreas Suchanek). Weitere Informationen zum Lexikon gibt es voraussichtlich ab Juni 2024.
Abb.: Am Anfang zierte sich DALL-E 3 weniger bei fotorealistischen Darstellungen
There are dozens of quadruped and bipedal robots. Quadrupeds are of particular interest to consumers because they are highly maneuverable yet safe to operate. Some are available from about $2000. One problem with most quadrupeds is that they have no head or only a hint of a head. This makes them look scary. Initial tests have shown that people are usually only put off by this for a short time and then quickly approach the robotic animals to touch and pet them. However, some users are not satisfied with the appearance and produce additional parts such as heads and tails. This leads to results like SparkyTheRobot, which has its own YouTube channel. Both the head and the tail are 3D printed and look convincing. The underlying Unitree Go2 is fundamentally changed in its appearance. What is being done here is robot enhancement. This term was coined by Prof. Dr. Oliver Bendel. It describes an enhancement with clothing and accessories, additional body parts, new end pieces, or artificial skin. Programming improvements or the integration of AI systems are also included. The two-legged and four-legged animals currently appearing on the market are likely to capture the imagination of many users and lead to the creation of specialized companies.
Fig.: Oliver Bendel with his Unitree Go2 (Photo: Frank Graef)
The workshop „ViVa RE’24: Virtues and Values in Requirements Engineering 2024“ will take place on April 8, 2024 in Winterthur. It is part of the conference „Requirements Engineering: Foundation for Software Quality (REFSQ) 2024“. From the workshop website: “Including human values into the development of software-intensive systems has long been a topic of discussion. A satisfactory solution such as a collection of (software-supported) methods or a model gallery for ethical argumentation has not yet been developed. This workshop will work on collecting methods for incorporating values into system development. Two particular methods, the Square of Values (SoV) and the Software Sustainability Assessment (SoSA) approaches, will be examined in more detail. A specific focus of the workshop lies on how ethical reasoning can be supported with the help of software-tools.” (Website ViVa) The program committee consists of Prof. Dr. Oliver Bendel, Dr. Renata Guizzardi-Silva Souza, Prof. Dr. Kurt Schneider, and Alexander Bock. Organizers are Prof. Dr. Alexander Rachmann and Dr. Jens Gulden. More information is available at google.com/view/vivarerefsq24.
Am 8. Dezember 2020 plädierte Prof. Dr. Oliver Bendel in seinem Vortrag „Ethische Dimensionen von Robotik in der Pflege“ im deutschen Bundesministerium für Gesundheit (BMG) für Roboterparks, in denen man realen Robotern begegnet. „Man kann auch spezifische Parks mit Robotern in der Pflege einrichten. Dort könnten zudem gedankengesteuerte Rollstühle, Exoskelette, Hightechprothesen etc. ihren Platz haben.“ In der Studie „Roboter, Empathie und Emotionen“ von 2021 spann der Technikphilosoph diesen Gedanken für die Schweiz weiter: „Um Menschen Maschinen näher zu bringen und eine kritische Einschätzung zu ermöglichen, ist der direkte Kontakt zu fördern, etwa mit Hilfe von Roboterparks.“ Zudem brauche es „einschlägige Weiterbildungen für (fachfremde) Wissenschaftler, für Journalisten und Politiker, wobei auch hier die Roboterparks genutzt werden könnten“ (Studie „Roboter, Empathie und Emotionen“). Im Jahre 2024 stehen Dutzende von Vierbeinern und Zweibeinern sowie zahlreiche weitere soziale Roboter und Serviceroboter zur Verfügung. Selbst fortgeschrittene Modelle sind schon ab 1000 bis 2000 Dollar zu haben. Die Zeit ist reif für Roboterparks, ob in der Schweiz oder in Deutschland – oder sonstwo in Europa.
Abb.: Die Zeit ist reif für Roboterparks (Bild: DALL-E 3)
MERPHI ist nach eigenen Angaben ein technologisches Designzentrum mit Sitz in Göteborg, das Kunden auf der ganzen Welt hat. Man glaubt, so steht es auf der Website, an eine Zukunft, in der Roboter und Menschen in Harmonie koexistieren. Das Unternehmen stellt Übersichten zu Vierbeinern (Quadrupeds) und Zweibeinern (Humanoiden, aber nicht Androiden) zur Verfügung. Mit Hilfe von Aufrufen und Umfragen finden laufend Ergänzungen statt. Auf der Abbildung sieht man einige bekannte Zweibeiner wie Atlas, Figure 01 und Unitree H1. Auch der Prototyp Optimus ist aufgeführt. Die meisten Modelle stammen von amerikanischen Firmen, dicht gefolgt von chinesischen. Sie haben erkannt, wie wichtig es ist, solche Allzweckroboter auf zwei Beinen zu entwickeln. Mit diesen kann man alle Artefakte begehen und gebrauchen, die auch Menschen zugänglich und nützlich sind, etwa Wege, Plätze, Gebäude und Werkzeuge. Ein Vorteil von Zweibeinern ist, dass sie mit ihren Greifern und Händen anspruchsvolle Manipulationen vornehmen können. Ein Nachteil ist, dass sie umfallen und stürzen und damit Menschen gefährden können. Es lohnt sich, das aktuelle PDF direkt auf der Website von MERPHI herunterzuladen. Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Mehrdad H. M. Farimani.
Abb.: Die Übersicht über robotische Zweibeiner (Bild: MERPHI)
MERPHI ist nach eigenen Angaben ein technologisches Designzentrum mit Sitz in Göteborg, das Kunden auf der ganzen Welt hat. Man glaubt, so steht es auf der Website, an eine Zukunft, in der Roboter und Menschen in Harmonie koexistieren. Das Unternehmen stellt Übersichten zu Vierbeinern (Quadrupeds) und Zweibeinern (Humanoiden und Androiden) zur Verfügung. Mit Hilfe von Aufrufen und Umfragen finden laufend Ergänzungen statt. Auf der Abbildung sieht man einige bekannte Vierbeiner wie Spot, Unitree Go2 und Unitree B2. Eine Besonderheit ist Robot Pony. Die meisten Modelle stammen von chinesischen Firmen. Sie haben erkannt, wie wichtig es ist, solche Allzweckroboter auf vier Beinen zu entwickeln. Mit diesen kann man Gebäude inspizieren und Gegenstände transportieren. Man kann auch Waffen auf ihnen installieren und damit gegen Terroristen oder Kriminelle (oder gegen Unschuldige) vorgehen. Ein Vorteil von Vierbeinern ist, dass sie selbst auf unwegsamem Gelände sicher unterwegs sind. Es lohnt sich, das aktuelle PDF direkt auf der Website von MERPHI herunterzuladen. Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Mehrdad H. M. Farimani.
Abb.: Die Übersicht über robotische Vierbeiner (Bild: MERPHI)
NAO und Pepper von Aldebaran – einem Unternehmen der United Robotics Group – sind Flaggschiffe der Sozialen Robotik. Der Kleinere erblickte 2006 das Licht der Welt (inzwischen liegt Version 6 vor), der Größere 2014. Bei Veranstaltungen an Hochschulen wie den Wahlmodulen zur Sozialen Robotik von Prof. Dr. Oliver Bendel an der FHNW oder in Unternehmen sind beide umschwärmt. Alle schätzen die karikaturenhafte Gestaltung und die natürlichsprachlichen Fähigkeiten. Und lachen sich tot, wenn sie Pepper streicheln und dieser sagt, er fühle sich wie eine Katze. Seit einiger Zeit gibt es Roboter mit zwei separaten Displays für die Augen, wie Alpha Mini, oder mit einem Display für den Mund, wie Navel. Unitree Go2 und Unitree H1 weisen eine erstaunliche Beweglichkeit auf. In der Community stellt sich die Frage, wann NAO II und Pepper II kommen, nicht als neue Versionen, sondern als neue Modelle. Allerdings ist es ein bisschen wie beim VW Käfer. Es ist sehr anspruchsvoll, einen Klassiker neu aufzulegen, und schnell sind alte Fans enttäuscht, wie sich beim New Beetle und Beetle II gezeigt hat. NAO II und Pepper II müssten ebenfalls zwei separate Displays für ihre Augen bekommen. Orientieren kann man sich an denjenigen von Navel, die plastisch wirken. Bei Pepper kämen zudem Displays für Mund und Wangen in Frage. Damit könnte er Mimik darstellen und rot werden, wenn man ihm ein Kompliment macht. Oder lächeln, wenn man ihn streichelt. Die Körper müssten ebenfalls generalüberholt werden. Beide Roboter sollten – hier ist Cozmo ein Vorbild – jederzeit lebendig wirken. Und beide sollten zumindest etwas greifen und festhalten können, wie ein Unitree H1 oder ein Figure 01. Zugleich muss man beide auf Anhieb wiedererkennen können. Wahrscheinlich hat man bei VW aus den Reaktionen enttäuschter Fans gelernt. Vielleicht sollte man sich zusammensetzen. Und 2025 einen Beetle III, einen NAO II und einen Pepper II auf den Markt bringen.