4. Infoconomy-Symposium „Informationsethik“

Das Institut für Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln lädt zum 4. Infoconomy-Symposium „Informationsethik“ ein. Es soll am 8. Juni 2012 um Urheberrechtsfragen, Vorratsdatenspeicherung, informationsethische Konflikte in öffentlichen Informationsräumen sowie Cyberkriminalität und Wirtschaftsspionage gehen, also um rechtliche und moralische Fragen der Informationsgesellschaft. Es referieren u.a. Dominik Stockem (Datenschutzbeauftragter, Microsoft Deutschland), Prof. Dr. Rainer Kuhlen (Informationswissenschaftler, emeritierter Professor der Universität Konstanz), Marc Konarski (Bereichsleiter Telekommunikationspolitik, BITKOM e.V.) und Prof. Dr. Marco Gercke (Rechtswissenschaftler, Cybercrime Research Institute). Rainer Kuhlen ist studierter Philosoph und als solcher mit dem ethischen Diskurs vertraut; zur Informationsethik liegt ein Lehrbuch von ihm vor. Die Anmeldung ist über www.infoconomy.de möglich (Link nicht mehr gültig).

Abb.: Die Kranhäuser in Köln

Call for Abstracts für die NTA5

Die TA-SWISS hat in diesen Tagen darüber informiert, dass der Call for Abstracts für die NTA5, die 5. Konferenz des Netzwerks TA vom 29. bis 31. Oktober 2012 in Bern, nur noch bis Ende Mai läuft. Die Tagung steht unter dem Motto „Vordenken – mitdenken – nachdenken: Technikfolgenabschätzung im Dienst einer pluralistischen Politik“. Erwartet werden u.a. Beiträge zu folgenden Fragen: „Das politische System erhebt den Anspruch, dass die TA Kontroversen entschärft und Konfliktlösungen anbietet. Welche methodischen und konzeptionellen Ansätze erlauben es der TA, mit diesen hohen Erwartungen umzugehen? Was lässt sich aus Beispielen erfolgreicher Politikberatung durch TA-Studien ableiten? Wo gibt es inhaltliche und konzeptionelle Potenziale, die es erlauben, Konflikte frühzeitig zu erkennen und damit auf Governancefragen verstärkt Einfluss zu nehmen?“ Der Call for Abstracts ist hier abrufbar.

Abb.: Bei Bern

Informationsethik im Unternehmen

Die Informationsethik hat die Moral (in) der Informationsgesellschaft zum Gegenstand. Sie untersucht, wie wir uns, Informations- und Kommunikationstechnologien und digitale Medien anbietend und nutzend, in moralischer Hinsicht verhalten und verhalten sollen. Von Belang ist damit auch unser Denken, das dem Verhalten vorausgeht und von diesem beeinflusst wird. Wie die Tierethik, die Medizinethik, die Wirtschaftsethik oder die Wissenschaftsethik ist die Informationsethik eine sogenannte Bereichsethik. Der Artikel „Informationsethik im Unternehmen“ von Oliver Bendel erklärt, was Informationsethik im deskriptiven bzw. empirischen und im normativen Sinne ist und wie Unternehmen die Inhalte und Methoden gebrauchen, aber auch missbrauchen können. Er ist im März 2012 in der Netzwoche erschienen und steht als PDF zur Verfügung.

Abb.: Die erste Seite des Artikels zur Informationsethik

Jugend ohne Namen

Heute ist die Anonymität der Benutzer im Netz weit verbreitet, ja sie wird von vielen als selbstverständlich oder sogar – insbesondere mit Blick auf die Schwächeren der Gesellschaft – als unabdingbar betrachtet. Aber ist sie wirklich in allen Zusammenhängen wünschenswert? Und welche Konsequenzen hat es für Kinder und Jugendliche, im Netz ohne ihren richtigen Namen aufzuwachsen? Auch Minderjährige sollten in bestimmten Online-Umgebungen ihren Namen nennen. Und wenn etwas dagegen spricht, spricht nichts dagegen, dass sie schweigen. Der Beitrag von Oliver Bendel plädiert für eine kritische Sicht auf die Anonymität im Netz und betont die Wichtigkeit der Identität im Rechtsstaat. Bibliografischer Nachweis: Bendel, Oliver. Jugend ohne Namen: Zur Anerziehung der Anonymität im Netz. In: Computer + Unterricht, 2 (2010). S. 54 – 55.

Abb.: Ausschnitt aus dem Inhaltsverzeichnis

Netiquette 2.0

Es ist an der Zeit, unsere Verhaltensweisen im Netz, insbesondere im Web 2.0 und im mobilen Netz, gründlich zu überdenken. Eine neue Netiquette kann dabei ein wichtiges Element sein, weniger als Ergebnis, sondern mehr als Anstoß des Denkens. Oliver Bendel entwickelt in seinem Beitrag eine Version 1.0, in der er die klassische Netiquette mit eigenen Ansätzen kombiniert. Die Version muss nach seiner Vorstellung immer weiter entwickelt werden, von allen, die sich nicht vom Mainstream mitreißen lassen, die sich verantwortlich fühlen und verantwortlich sein wollen, zur Version 1.1, 1.2 und so weiter. Bis wir sie haben, die Netiquette 2.0. Bibliografischer Nachweis: Bendel, Oliver. Netiquette 2.0 – der Knigge für das Internet. In: Netzwoche 5 (2010). S. 40 – 41. Der Beitrag ist auch als PDF erhältlich.

Abb.: Die Netiquette 2.0