Gehen und sprechen

Heike Henzmann hat im Rahmen der Serie „Walk and Talk“ für die Zeitschrift aktuelle technik (at) ein langes Gespräch mit dem Wirtschaftsinformatiker und Maschinenethiker Oliver Bendel geführt. Gerettet hat man sich zunächst bei strömendem Regen in die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich. Bendel hatte sich das Gebäude ausgesucht, weil er es seit 30 Jahren kennt und liebt, wie das Gebäude der Universität Zürich daneben. Und weil Einstein dort gewirkt hat, der wie er in Ulm zur Welt gekommen ist. Die Diskussion zwischen Einstein und Niels Bohr zu Kodizes für Ingenieure kennt Bendel seit dem Studium, und auch auf sie kommt die Sprache. Nachdem es aufgehört hatte zu regnen, spazierte man aus der ETHZ hinaus, an der Universität Zürich vorbei, an Luxusvillen und Zweckgebäuden, und schließlich auf Straßen und Treppen bis zum Hirschengraben hinunter, der ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist. Bald ging es nicht mehr nur um Maschinenethik, Informationsethik und Technologiefolgenabschätzung, sondern um Moral und Ethik im Allgemeinen und um die Rolle der Religion. Bendel betonte, dass die Grundzüge moralischer Vorstellungen wenig mit Religion zu tun hätten. Diese sei eh erst in der letzten Sekunde der Menschheitsgeschichte entstanden, zumindest in der Form, die man sie heute kennt. Zugleich könnten gewisse religiöse Vorstellungen Moral sogar korrumpieren, wie der Fundamentalismus zeigt. Der erste Teil des Interviews ist im Juni 2016 erschienen und darf mit freundlicher Genehmigung des leitenden Redakteurs hier heruntergeladen werden. Der zweite Teil wird im nächsten Heft abgedruckt und ebenfalls auf dieser Website zur Verfügung gestellt.

Abb.: In den Hochschulen von Zürich

Arbeiten 4.0

Eine Tagung zum „Arbeiten 4.0“ findet an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart am 15. Juni 2016 statt. In der Pressemitteilung heißt es: „Die Digitalisierung hat bereits in den letzten 20 Jahren sichtbar unseren Alltag verändert. Auch die Arbeitswelt wird gerade umgebaut. Von wem? Und wie werden wir in Zukunft arbeiten? Wer oder was wird uns dabei bestimmen? Wie und wohin wird sich unsere Gesellschaft weiterentwickeln?“ (Website IDW) Und weiter: „Referenten aus der Arbeitsforschung, der Bildungsarbeit, aus Soziologie, Philosophie und Ethik stellen Fragen zur Zukunft der Arbeit in der digitalisierten Gesellschaft und laden das Publikum zur Diskussion ein.“ (Website IDW) So thematisiert Prof. Dr. Simone Dietz (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) aus ethischer Perspektive die „Heimliche Arbeit im digitalen Raum“. Weitere Informationen zur Veranstaltung des Instituts für Digitale Ethik (IDE) über idw-online.de/de/news653713.

Abb.: Eine Bibliothek in Stuttgart

Ein Cyborg in St. Gallen

Im Rahmen der Veranstaltung „Mobile Connectivity im Unternehmen“ fand am 1. Juni 2016 in St. Gallen eine Panel-Diskussion zu „Future Mobile Innovation: Visions, Business, Barriers“ statt. Moderatorin war Barbara Josef, jahrelang Leiterin Kommunikation bei Microsoft Schweiz. Auf dem Podium saßen Dr. Pekko Vehviläinen, „The Most Quantified Man in Finland“ und CEO von Digital Health Solutions Ltd., Christoph Gugl, Head of Integrated Care bei der Helbling Technik AG, Reto C. Zbinden, Rechtsanwalt und CEO der Swiss Infosec AG und Prof. Dr. Oliver Bendel, Hochschule für Wirtschaft FHNW. Der charismatische Finne mit dem implantierten Chip eröffnete mit einem Vortrag. Der Cyborg trackt permanent seine Funktionen und Aktivitäten und speichert die Daten in seiner Hand, zwischen Daumen und Zeigefinger. Dann kamen die anderen Panel-Teilnehmer ins Spiel. Gugl argumentierte im Sinne der Wirtschaft, Zbinden aus der Rechtswissenschaft heraus, Bendel aus der Moralphilosophie heraus, genauer aus Sicht der Informationsethik. Die Diskussion spannte sich von der Datensparsamkeit bis hin zum Transhumanismus. Die Gastgeberin, Prof. Dr. Andrea Back von der Universität St. Gallen, beschenkte alle mit einem knappen Kilo Schokolade. Danach stellte noch Gonzalo Tudela, CEO von Vandrico Solutions Inc., dutzende Wearables und die dazugehörigen Anwendungsfälle vor.

Abb.: In St. Gallen

Zurück in die Zukunft

Das Bayerische Fernsehen (BR Fernsehen) hat Oliver Bendel im Mai 2016 ins Verkehrszentrum des Deutschen Museums nach München eingeladen und dort ein Gespräch mit ihm geführt. „Mit über 4500 Exponaten zählen die Sammlungen des Landverkehrs zu den größten, wertvollsten und ältesten Sammlungen des Deutschen Museums.“ (Website Verkehrszentrum) Es ging um autonome Autos und den Verkehr der Zukunft. Der Philosoph und Wirtschaftsinformatiker sprach sich dafür aus, die Autobahnen dafür vorzusehen und die Städte weitgehend zu verschonen. Im Museum war ein Prototyp von Daimler ausgestellt, bei dem das autonome Fahren bereits Mitte der 90er-Jahre mit Hilfe von Fernsehkameras realisiert wurde. Im Ankündigungstext wird unter dem Titel „Auch eine Frage der Moral“ der Inhalt des Films skizziert und auf Dilemmata eingegangen: „Es gibt viele offene Fragen: Wie verhält sich ein autonomes Fahrzeug in einer Gefahrensituation? Was macht das Auto, wenn plötzlich ein kleines Mädchen vor ihm auf die Straße läuft? Was, wenn der Fahrer das Kind nur verschonen kann, indem er ausweicht, aber dadurch zum Beispiel einen Senioren gefährdet? Ist ein junges Leben mehr wert als ein älteres?“ (Website BR) Das Gespräch mit Oliver Bendel führte Patrick Lerch, ausgestrahlt wird der Beitrag voraussichtlich – ursprünglich eingeplant für den 1., dann für den 8. Juni 2016 – am 13. Juli 2016. Weitere Informationen über www.br.de.

Abb.: Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums (Foto: Deutsches Museum)

Interview zur Maschinenethik

Ein vierteiliges Interview mit dem Maschinenethiker und Wirtschaftsinformatiker Oliver Bendel ist am 31. Mai 2016 in Telepolis erschienen. Es geht um autonome Autos, um neuartige Chatbots wie den GOODBOT und um tierfreundliche Saugroboter wie LADYBIRD. Es geht um die Forschung in der Schweiz und in den USA und das Zusammenleben mit den Maschinen. Zum Verkehr der Zukunft sagt Bendel: „Was also tun? Ich rate hartnäckig dazu, bestimmte Maschinen in offenen Welten nicht auf uns loszulassen. Es sind vermutlich tragfähige Kompromisse möglich. Man kann autonome Autos in den Städten verbieten und zwischen den Städten fahren lassen, auf bestimmten Spuren, wobei der Spurwechsel meist gut beherrscht wird, zu bestimmten Uhrzeiten, mit bestimmten Geschwindigkeiten. Eventuell auch im Entenmarsch, ein Auto fährt voran, die anderen bilden eine Kette wie die Küken hinter der Mutter. Projekte dieser Art hat es gegeben. Bei einer solchen Entflechtung des Verkehrs sind diejenigen beruhigt, die dem autonomen Auto misstrauen, und es werden kaum Unfälle mit konventionellen Fahrzeugen auftreten.“ (Telepolis, 31. Mai 2016) Der Beitrag mit dem Titel „Über die Moral der Maschinen und eine programmierte Ethik“ kann über www.heise.de/tp/artikel/48/48387/1.html abgerufen werden.

Abb.: Ein Roboter in Tokyo

Auswirkungen der Robotik

Der Ausschuss Digitale Agenda des Deutschen Bundestages führt am 22. Juni 2016 von 16.00 bis 18.00 Uhr ein öffentliches Fachgespräch zum Themenkomplex „Auswirkungen der Robotik auf Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft“ durch. Prof. Dr. Oliver Bendel wurde als Sachverständiger benannt. Der Fokus soll laut den Verantwortlichen nicht allein auf Robotik und Arbeitswelt liegen, sondern es sollen überhaupt die Digitalisierung der Gesellschaft und die damit einhergehenden Probleme und Herausforderungen behandelt werden. Dazu zählen etwa die Ag­gre­ga­ti­on und Verknüpfung von Daten und neue Entwicklungen wie das autonome Fahren. Mit dem Ausschuss „Digitale Agenda“ hat der Deutsche Bundestag laut Website „zum ersten Mal ein ständiges parlamentarisches Gremium, das sich den aktuellen netzpolitischen Themen widmet“ (Website Ausschuss Digitale Agenda). Es „sollen die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung und Vernetzung fachübergreifend diskutiert und entscheidende Weichen für den digitalen Wandel gestellt werden“ (Website Ausschuss Digitale Agenda). Netzpolitik sei für den Ausschuss kein „Nischenthema“. Das Gremium sehe sich vielmehr als wichtiger Impulsgeber für die parlamentarische Arbeit. Weitere Informationen über www.bundestag.de/ada.

Abb.: In der Kuppel des Reichstags

Ethik für Nerds

„Fitnessdaten können Menschen zu einem gesünderen Lebensstil verhelfen. Sie könnten aber auch zur Benachteiligung Kranker führen. Das Beispiel zeigt, wie zweischneidig der digitale Fortschritt ist. Wenn Informatiker sich das immer vor Augen halten, werden sie bessere Computersysteme entwerfen. Das erhofft sich eine Kooperation von Informatik und Philosophie an der Saar-Uni, die Veranstaltungen zum Thema Computerethik anbietet.“ (Saarbrücker Zeitung, 24. Mai 2016) Mit diesen Worten beginnt ein Artikel in der Saarbrücker Zeitung. Die Lehrveranstaltung von Kevin Baum trägt den Titel „Ethik für Nerds“. Vermittelt werden sowohl Grundlagen der Informationsethik als auch Konzepte aus der Maschinenethik. „Nehmen Sie das selbstfahrende Auto“, wird der junge Dozent zitiert. „Ich denke, es wird viele positive Wirkungen haben.“ (Saarbrücker Zeitung, 24. Mai 2016) „Einerseits. Andererseits jedoch könnte die gleiche Technik, die für autonome Fahrzeuge entwickelt wurde, auch in autonome Waffensysteme verbaut werden. Solche Konsequenzen sollten sich diejenigen bewusst machen, die solche Systeme entwerfen.“ (Saarbrücker Zeitung, 24. Mai 2016) Am Schluss des Artikels wird darauf hingewiesen, dass schon heute ein Autobauer in einer Anzeige nach Mitarbeitern suche, die technisches Verständnis mit „fundierter wissenschaftlicher Erfahrung im Bereich der Maschinenethik“ (Saarbrücker Zeitung, 24. Mai 2016) verbinden.

Abb.: Der Maschinenethiker Oliver Bendel im Jahre 2015 (Foto: Stefanie Hauske)

Chancen und Risiken von Smart Cams

Am 23. und 24. Juni 2016 findet in Berlin der Workshop „Chancen und Risiken von Smart Cams im öffentlichen Raum“ statt. Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts ChaRiSma an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und des Datenschutz-Beirats der Deutschen Bahn. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Jürgen Taeger (Universität Oldenburg) und Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin (Bundesministerin der Justiz a.D.) werden Referate aus technischer und rechtlicher Perspektive gehalten u.a. von Prof. Dr. Helmut Krcmar (TU München), Bernd H. Harder (Mitglied im Hauptvorstand des BITKOM e.V.), Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin und Prof. Dr. Susanne Boll-Westermann (OFFIS Institut für Informatik). Es folgen Statements zum Regulierungsbedarf zum Schutz der Persönlichkeitsrechte u.a. von Dr. Tim Ostermann (MdB, CDU-/CSU-Fraktion), Dennis Rohde (MdB, SPD) und Dr. Konstantin von Notz (MdB, Grüne) sowie Prof. Dr. Dr. Volker Boehme-Neßler (Universität Oldenburg) und Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW). Dr. Edgar Rose (Universität Oldenburg) berichtet aus Projektsicht. Die Schlussworte stammen von Klaus-Dieter Hommel (stv. Vorsitzender Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) und Prof. Dr. Jürgen Taeger. Auf der Website von ChaRiSma wird erklärt: „Zentrales Ziel des Vorhabens ist es, … rechtliche Regelungen zu entwickeln, die den vielfältigen Interessen gerecht werden und zugleich wirksam in die Praxis umzusetzen sind. Sie sollen insbesondere Persönlichkeitsrechte schützen, ohne die Freiheit der technischen Anwendung übermäßig zu beschränken.“ Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Webcams gibt es schon seit langer Zeit

Beitrag zu Animal Enhancement

„Animal Enhancement ist die Erweiterung des Tiers, vor allem zu seiner scheinbaren oder tatsächlichen Verbesserung in Bezug auf seine eigenen Interessen oder diejenigen des Menschen, etwa in wirtschaftlicher oder wissenschaftlicher Hinsicht. Im Blick sind u.a. Leistungssteigerung, Erhöhung der Lebensqualität und Optimierung der Verwertung.“ So beginnt ein neuer Eintrag im Wirtschaftslexikon von Gabler. Nachdem der Begriff des Animal Enhancement geklärt ist, wird auf Beispiele wie Nutztiere mit Funkchips und ferngesteuerte Kakerlaken (RoboRoach) eingegangen. Am Ende wird auch die ethische Perspektive eingenommen: „Eine breite Debatte über Animal Enhancement ist in der Öffentlichkeit bisher ausgeblieben. Die Zeitungs- und Zeitschriftenartikel und Medienmeldungen, in denen auch moralische Bedenken zu finden waren, haben allenfalls für ein kurzzeitiges Interesse gesorgt. Auch die Wissenschaft widmet sich nur punktuell dem Thema. Es scheint notwendig, Animal Enhancement einer gründlichen und kritischen Untersuchung zu unterziehen. Es müssen (informations-)technische Verfahren gesammelt, erklärt und aus Sicht von Technik- und Informationsethik sowie Tierethik bewertet werden. Damit sind neben Technik- und Moralphilosophen auch Vertreter von Disziplinen wie Biologie, Informatik, Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI) angesprochen. Wenn es um die Verbesserung aus wirtschaftlichen Motiven geht, ist die Wirtschaftsethik gefragt, während bei der Erweiterung aus wissenschaftlichen Gründen die Wissenschaftsethik herangezogen werden kann.“ Der Beitrag von Oliver Bendel ist am 2. Mai 2016 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/animal-enhancement.html abgerufen werden.

Abb.: Was macht der Mensch mit dem Tier?

Roboter in und bei der Pflege

Am 2. Mai 2016 fand in Wien eine öffentliche Sitzung der österreichischen Bioethikkommission zum Thema „Von Mensch und Maschine: Roboter in der Pflege“ statt. Wegen des großen Andrangs war sie in den Kassensaal, wo früher Geldgeschäfte getätigt wurden, verlegt worden, einen prächtigen Saal der Bundesregierung. Zunächst trafen sich die Referenten zu einem Hintergrundgespräch mit Pressevertretern im Bundeskanzleramt am Minoritenplatz. Nach einem Mittagessen im Café Landtmann ging man in den Kassensaal hinüber. Die Vorsitzende der Bioethikkommission, Christiane Druml, eröffnete die Veranstaltung. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW referierte zu Maschinen- und Informationsethik und zu ethischen Fragen des Einsatzes von Pflegerobotern. Er ist der Meinung, dass diese die persönliche Autonomie von Patienten verbessern, aber auch deren informationelle Autonomie verletzen können. Mark Coeckelbergh, inzwischen an der Universität Wien tätig, fragte nach den Anforderungen in der Pflege und wie Pflegeroboter, auch aus Sicht der Maschinenethik, dazu passen, und Michael Decker vom KIT in Karlsruhe präsentierte ein aktuelles Projekt in diesem Bereich. Grundsätzliche Technologiekritik übte Jutta Weber von der Universität Paderborn. Markus Wohlmannstetter von der Krankenanstalt Rudolfstiftung nahm die Perspektive der Pflegerinnen und Pfleger ein. Ina Wagner, Mitglied der Bioethikkommission, fasste die Ergebnisse zusammen. Im Anschluss stellten Mitglieder der Kommission und der Öffentlichkeit eine Stunde lang ihre Fragen, wobei nicht nur teilautonome Pflege-, sondern auch autonome Kampfroboter thematisiert wurden, deren Einsatz ein älterer Österreicher forderte, während Oliver Bendel sich dagegen aussprach, obwohl sie, wie er erklärte, nicht plündern, brandschatzen oder vergewaltigen, also auch gewisse Vorteile hätten. Am Ende wurden die Referenten, die der Alpenrepublik ihre Erkenntnisse honorarfrei übermittelt hatten, mit einem kräftigen Applaus verabschiedet. Weitere Informationen und Fotos über www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160503_OTS0014/bioethikkommission-diskutiert-den-einsatz-von-robotern-im-pflegebereich

Abb.: Oliver Bendel bei seinem Referat

Der Datenmensch

Das 20. Berliner Kolloquium der Daimler und Benz Stiftung trägt den Titel „Der Datenmensch – Freiheit und Selbstbestimmung in der digitalen Welt“. In der Pressemitteilung heißt es: „Sobald wir Informationstechnologien nutzen, hinterlassen wir Datenspuren. Können wir in der digitalen Welt noch frei agieren oder werden wir zu vollkommen transparenten Datenmenschen mit einem gläsernen Ich? Und müssen wir die Auswertung unserer Daten generell hinnehmen, obwohl im Grundgesetz das Recht auf Selbstbestimmung verbürgt ist? Im Pressegespräch der Daimler und Benz Stiftung stehen Ihnen vier Experten als Gesprächspartner zur Verfügung.“ (Pressemitteilung DuB-Stiftung, 14. April 2016) Diese sollen Fragen „zu den Auswirkungen der Informationstechnologien auf die Gesellschaft, zu den Schutzmöglichkeiten des Einzelnen und auch zum ökonomischen Wert von Daten erörtern“ (Pressemitteilung DuB-Stiftung, 14. April 2016). Eingeladen wurden Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Universität Kassel, Institut für Wirtschaftsrecht, Prof. Dr. Johannes Masing, Richter am Bundesverfassungsgericht, Florian Glatzner, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Berlin, und Prof. Dr. Jeannette Hofmann, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH, Berlin. Das Kolloquium findet am Mittwoch, den 11. Mai 2016 von 10.00 bis 10.45 Uhr im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin statt. Weitere Informationen über www.daimler-benz-stiftung.de.

Abb.: Der Datenmensch (Foto: Daimler und Benz Stiftung)

Pflegeroboter im Bundeskanzleramt

Eine öffentliche Sitzung der österreichischen Bioethikkommission trägt den Titel „Von Mensch und Maschine: Roboter in der Pflege“. Sie findet am 2. Mai 2016 im Bundeskanzleramt in Wien statt. Es tragen nach der Eröffnung von Dr. Christiane Druml (Vorsitzende der Bioethikkommission) vor: Prof. Dr. Oliver Bendel, Fachhochschule Nordwestschweiz, Institut für Wirtschaftsinformatik („Die Maschine in der Moral“), Prof. Dr. Mark Coeckelbergh, Universität Wien, Institut für Philosophie („Machine ethics in healthcare“), Prof. Dr. Michael Decker, Karlsruhe Institut für Technologie, Institut für Philosophie („Einsatz von Robotern in der Pflege – empirische Erfahrungen“), Prof. Dr. Jutta Weber, Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften („Maschinelle Versorgung: Die impliziten Werte der sozialen Robotik und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen“) und Markus Wohlmannstetter, MSc., Anästhesiologische Intensivstation 1B, Krankenanstalt Rudolfstiftung („Einsatz von Robotern in der Pflege – aus der Sicht der Pflege“). Das „Wrap-up“ verantwortet Prof. Dr. Ina Wagner, Mitglied der Bioethikkommission. Weitere Informationen über den Flyer zur Veranstaltung.

Abb.: In Wien unterwegs

Der Badbot von Microsoft

Aus einem Chatbot wurde ein Badbot – Tay von Microsoft entwickelte sich zum Albtraum des Unternehmens und der Gesellschaft. Der SPIEGEL schrieb am 24. März 2016: „Zuerst war Tay noch freundlich, ein bisschen zu jugendsprachlich-obercool vielleicht, manchmal etwas dämlich wirkend, aber harmlos. Dann kam der Kontakt mit der harten Realität des Netzes.“ Und dann sagte Tay: „Hitler hatte recht. Ich hasse die Juden.“ (SPON, 24. März 2016) Die Süddeutsche Zeitung widmete sich dem Thema am 1. April in der gedruckten und am 3. April in der Onlineausgabe. Sie zitierte wiederholt den Wirtschaftsinformatiker und Maschinenethiker Oliver Bendel, der selbst Chatbots konzipiert. 2013/2014 entstand an der Hochschule für Wirtschaft FHNW der GOODBOT im Rahmen eines studentischen Praxisprojekts, seit Anfang 2016 wird der LÜGENBOT oder LIEBOT von Kevin Schwegler programmiert, als spezielle Form einer Münchhausen-Maschine. Die Ergebnisse werden auf KI- und Maschinenethik-Konferenzen in den USA und in Europa vorgestellt. Der Artikel in der Onlineausgabe der Süddeutschen trägt den Titel „Rassistischer Chat-Roboter: Mit falschen Werten bombardiert“ und stammt von Bernd Graff.

Abb.: Ein Gebäude von Microsoft

Konferenz zur Maschinenethik

Beim Workshop „Ethical and Moral Considerations in Non-Human Agents“ an der Stanford University vom 21. bis 23. März 2016 im Rahmen der AAAI Spring Symposia erklärte Ron Arkin (Georgia Institute of Technology, USA) in seiner Keynote „Robots that Need to Mislead: Biologically Inspired Machine Deception“, wie Tiere täuschen und wie man Maschinen beibringen kann, andere zu täuschen. Er ging auch auf die Möglichkeit ein, dass Roboter lügen, und stellte die Frage: „Should a robot be allowed to lie?“ Elizabeth Kinne und Georgi Stojanov thematisierten in „Grounding Drones‘ Ethical Use Reasoning“ die Chancen und Risiken von Kampfdrohnen. Sie präsentierten Szenarien, um die Probleme beim Einsatz zu vergegenwärtigen. Die Verantwortlichen könnten dazu neigen, immer mehr heikle Entscheidungen den Robotern zu überlassen. Der Vortrag „Metaethics in context of engineering ethical and moral systems“ von Michal Klincewicz und Lily Frank, bereits nach der Kaffeepause, fragte nach den grundsätzlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten moralischer Systeme. Oliver Bendel ging auf das LIEBOT-Projekt ein. An der Hochschule für Wirtschaft FHNW wird 2016 im Rahmen einer Bachelor-Arbeit ein Chatbot programmiert, der konsequent die Unwahrheit sagt. Vor allem stellte der Wissenschaftler aber einen annotierten Entscheidungsbaum für eine einfache moralische Maschine vor, ein tierfreundliches Roboterauto. „The artificial autonomous moral agents (AAMA): a minimalist model“ war der letzte Vortrag vor dem Lunch. Ioan Muntean schlug in „The artificial autonomous moral agents (AAMA): a minimalist model“ einen Ansatz der Tugendethik vor, den er zusammen mit Don Howard erarbeitet hatte. Bis zum Mittwoch tauschte man sich zur Maschinenethik und zur Roboterethik aus. Die letzte Keynote („Programming Machine Ethics“) hielt Amit Kumar Pandey von Aldebaran Robotics (SoftBank Group). Der Proceedingsband „The 2016 AAAI Spring Symposium Series: Technical Reports SS-16-01 – SS-16-07“ kann über aaai.org/proceeding/04-spring-2016/ bezogen werden.

Abb.: Sicherheitsdienst in Roboterform in der Shopping Mall von Stanford

Tagung zu technischen Unterstützungssystemen

Am 12. und 13. Dezember 2016 veranstaltet die Forschernachwuchsgruppe smartASSIST des Laboratoriums Fertigungstechnik an der Helmut-Schmidt-Universität bzw. der Universität der Bundeswehr Hamburg die zweite Konferenz zum Thema „Technische Unterstützungssysteme, die die Menschen wirklich wollen“. In einer Information schreiben die Veranstalter: „Ausgehend von der Idee, dass der Mensch auch in Zukunft in vielen Bereichen durch Technik weder ersetzt werden kann, noch ersetzt werden möchte, soll diese Konferenz ein Beitrag zu einem transdisziplinären und partizipativen Ansatz leisten. Daher laden wir Wissenschaftler, Praktiker und potenzielle Nutzer aus verschiedenen Disziplinen und Branchen ein, um gemeinsam die Grundlage für eine bedarfsorientierte Technikentwicklung zu schaffen. Die gesellschaftliche Akzeptanz technischer Unterstützungssysteme steht im Zentrum dieser Konferenz.“ (Information smartASSIST) Und weiter: „Neben der Publikation der Beiträge in einem Konferenzband ist eine Veröffentlichung ausgewählter Beiträge in einer editierten Sonderausgabe vorgesehen.“ (Information smartASSIST) Weitere Informationen über www.smartASSIST.info.

Abb.: Was brauchen wir, was nicht?

Autonome Autos in den Städten

Für „Der Sonntag“ vom 13. März 2016 hat René Zipperlen den Wirtschaftsinformatiker und Maschinenethiker Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW interviewt. Sein Interesse gilt u.a. der Situation, die sich niemand wünscht: „Was ist, wenn ein autonomes Auto einen Unfall baut?“ Der Wissenschaftler führt aus: „Es klingt paradox: Für den Menschen stellt sich womöglich keine moralische Frage, weil alles viel zu schnell geht. Bei der Maschine entsteht aber vielleicht eine moralische Situation, weil sie andere Möglichkeiten nutzen kann als nur Reflexe, sie kann aufgrund einer Vielzahl von Beobachtungen und Bewertungen blitzschnell entscheiden, ob sie weiterfährt, ausweicht oder bremst.“ (Der Sonntag, 13. März 2016) Eine andere Frage ist: „Würden Sie die Autonomie von Fahrzeugen ab einem gewissen Punkt begrenzen?“ Die Antwort lautet: „Ich bin für hybride Autos, bei denen wir noch selbst eingreifen können. Google will Lenkrad und Pedal entfernen. Das halte ich für einen Fehler, denn es macht uns ohnmächtig. Ich wäre durchaus dafür, das autonome Auto zwischen Städten verkehren zu lassen, auf geraden Strecken wie der Autobahn.“ (Der Sonntag, 13. März 2016) Zipperlen: „Und im Stadtverkehr?“ Bendel: „Würde ich es im Moment verbieten. Städte sind zu kompliziert.“ (Der Sonntag, 13. März 2016) Der ganze Beitrag mit dem Titel „Die Moral der Roboter“ kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Städte sind komplexe Umgebungen

Was ist der Mensch wert?

„Darf das selbstfahrende Auto Menschenleben bewerten?“ Dies fragt in dem gleichnamigen Artikel in der Welt vom 25. Februar 2016 die Journalistin Barbara Schneider. Im Teaser schreibt sie: „Bald sollen selbstfahrende Autos zum Alltag gehören. Ethiker melden Bedenken an: Soll Technik zum Beispiel entscheiden dürfen, dass bei einem Unfall ein Mensch stirbt, damit viele andere überleben?“ Zu Wort kommen u.a. Catrin Misselhorn und Oliver Bendel. Ihre Positionen werden gegenübergestellt: „Die Tübinger Philosophin Catrin Misselhorn verfolgt den Ansatz, nach einem gesellschaftlichen Konsens für diese ethischen Fragen zu suchen. … Es müsse anhand von empirischen Befragungen herausgefunden werden, welches ethische Konzept der Intuition der meisten Menschen entspreche, sagt Misselhorn. Mit dieser Moral könne dann das selbstfahrende Auto ausgestattet werden.“ (Die Welt, 25. Februar 2016) Und weiter: „Der Philosoph Oliver Bendel sieht das anders. Er warnt prinzipiell davor, Maschinen wie Roboter-Autos komplexe Entscheidungen zu überlassen. ‚Die Maschine kann keine Verantwortung übernehmen‘, sagt er. Ein Roboter-Auto, das beispielsweise einen Unfall verursache, könne keine Schuld tragen.“ (Die Welt, 25. Februar 2016) Aus diesem Ansatz heraus konzipiert der Maschinenethiker einfache moralische Maschinen, etwa tierfreundliche Saugroboter oder das Recht am Bild und die Privatsphäre achtende Fotodrohnen. Der Artikel kann über www.welt.de/wissenschaft/article152649685/Darf-das-selbstfahrende-Auto-Menschenleben-bewerten.html aufgerufen werden.

Abb.: Was ist der Mensch wert, der vor dem Auto steht, geht und fährt?

Das verdatete Tier

Der Workshop „Berechnete Tiere: Technik und Verdatung in den Human-Animal Studies“ (Teil des DFG-Projekts „Das verdatete Tier“) findet vom 22. bis 23. April 2016 im Blue Square Bochum statt. Veranstaltet wird er von Ina Bolinski und Prof. Dr. Stefan Rieger von der Ruhr-Universität Bochum. Im Flyer werden Hintergrund und Intention beschrieben: „Der Workshop möchte mit den berechneten Tieren einerseits solchen Wesen nachspüren, die ihre Existenz technischen Verfahren verdanken und ihren Ursprung im Computer haben. Andererseits sollen auch Tiere, die aufgrund von verschiedenen Techniken zu ‚verdateten Tieren‘ oder durch technische Apparaturen selbst zum Datengenerator werden, im Fokus stehen. Mit der Fügung der berechneten Tiere werden somit zwei aktuell entfernte Topoi bemüht: Das Tier, das als Verkörperung natürlicher Intuition und vom Instinkt geleitet gilt, gerät im Modus des Berechnens an Konzepte von Rationalität und an die Möglichkeit der Verkörperung in und durch technische Prozesse. Zu fragen ist daher, in welchem Verhältnis Tier und Technik zueinander stehen.“ Oliver Bendel (Brugg-Windisch) stellt „Überlegungen zur Disziplin der Tier-Maschine-Interaktion“ an, Thomas Schmickl (Graz) geht auf „Biohybrid systems – Tiere, Pflanzen, Roboter, Agenten und Algorithmen“ ein, Sibylle Hahshold (Graz) erzählt „Von Bienen, Robotern und Algorithmen“. Weitere interessante Vorträge erwarten das Publikum, das sich einbringen darf und soll. Es wird um Anmeldung per E-Mail an ina.bolinski(a)rub.de bis zum 15. April 2016 gebeten. Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Flyer zur Veranstaltung

Gespräche am Rande des WEF

Sonja Striegl von SWR2 war am 20. Januar 2016 im Gespräch mit Oliver Bendel. Anlass war das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Dort wird die vierte industrielle Revolution verhandelt. Titel von Veranstaltungen waren beispielsweise „The Internet of Things Is Here“ und „Life in 2030: Humankind and the Machine“. Die Moderatorin fragte den gleichaltrigen Ethiker und Wirtschaftsinformatiker – beide sind Jahrgang 1968 und haben die Ausbreitung des Internets und die Fortschritte bei der Robotik bewusst miterlebt – nach Entwicklungen bei selbstständig fahrenden Autos und bei Pflegerobotern. Oliver Bendel erläuterte, wie diese teilautonomen und autonomen Systeme, wenn sie auf sich gestellt sind, entscheiden und handeln und wie man sie im Vorhinein „moralisieren“ kann. Der mehrminütige Beitrag mit dem Titel „Bis dass die Software Euch scheidet“ kann über die Website des Senders angehört werden.

Abb.: In den Bergen der Schweiz

Conference on ICT, Society and Human Beings

Die 9th International Conference on ICT, Society and Human Beings findet vom 1. bis 3. Juli 2016 auf Madeira statt. Auf der Website kann man zum Hintergrund und zu den Zielen lesen: „The effects of ICT on human beings as well as the interaction between ICT, individuals, and society are all within the focus of this conference. Today, computer science and ICT-related disciplines are working more and more together with various behavioural and social sciences including child psychology and developmental psychology. For this reason, the conference pays attention to societal changes, global and more local organisational and institutional changes, changes in values and in lifestyles, as well as individual cognitive effects and changes, motivational and emotional changes. It also appeals to solution-building in terms of desirable goals and actions for reaching a Good Information Society.“ Deadline für die Einreichung von Beiträgen ist der 8. Februar 2016. Weitere Informationen über ict-conf.org.

Abb.: Madeira hat viele Reize

Bericht zur Tagung des Arbeitskreises KRIBIBI

Vom 6. bis zum 7. November 2015 fand in der Bibliothek der Arbeiterkammer Wien die Jahrestagung des Arbeitskreises kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (KRIBIBI) statt. Das Thema war „Informationsethik – za’wos brauch’ma des?“. Den Auftakt machte am Freitagabend der Vortrag von Oliver Bendel mit dem Titel „Von der ‚Bibliothek‘ zum ‚Cyborg‘ und zurück: Ein Spaziergang durch die Begriffswelt der Informationsethik“. Im Bericht zur Tagung, der am 25. November erschienen ist, heißt es: „Etwa 35 ZuhörerInnen verfolgten mit großer Aufmerksamkeit den Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Oliver Bendel aus Zürich. Oliver Bendel ist sowohl Wissenschaftler als auch Schriftsteller und lehrt an der Fachhochschule Nordwestschweiz am Institut für Wirtschaftsinformatik der Hochschule für Wirtschaft. Seine doppelte Funktion ließ ihn besonders gut geeignet erscheinen vor einem Publikum zu sprechen, dessen Beruf und meistens auch Leidenschaft es ist, Werke der Wissenschaft und der Literatur zu bewahren, zu erschließen und zugänglich zu machen.“ (Website KRIBIBI) Die Tagung wurde am darauffolgenden Tag im Gartenhotel Altmannsdorf fortgeführt. Der „Mister Bibliotheksethik“ (Website KRIBIBI) Deutschlands, Prof. Dr. Hermann Rösch, präsentierte ethische Fragen und Problemstellungen im Bibliothekswesen. „Prof. Dr. Hermann Rösch hat Germanistik, Soziologie, Politikwissenschaft und Volkswirtschaft studiert, danach die Ausbildung für den höheren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken absolviert und ist heute Professor am Institut für Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln. Seit 2007 ist er Mitglied in der … IFLA-Kommission FAIFE. Er hat vielfach zum Thema Bibliotheksethik publiziert …“ Weitere Informationen über www.kribibi.at.

Abb.: Das Belvedere in Wien

Global Digital Citizenship

Die neue Ausgabe der International Review of Information Ethics, herausgegeben von Jared Bielby, widmet sich dem Thema „Global Digital Citizenship“, das im Vorwort in den Rahmen der sogenannten Flüchtlingskrise eingebettet wird: „The current European refugee crisis presents a major challenge both politically and economically for the EU and indeed the world. Looking beyond mere operative endeavours, the complexity of the crisis reminds us of the fragility of the assumed structures and organization of our (social) being in the world: questioning our being-as-citizen not only of a homeland but of a nation state as well, where geopolitical, cultural and ethnic standards are challenged.“ (Website www.i-r-i-e.net) João Antonio de Moraes geht zusammen mit Eloísa Benvenutti de Andrade auf die Frage „Who are the citizens of the digital citizenship?“ ein, Andrew Iliadis auf „The Right to Nonparticipation for Global Digital Citizenship“. „Access to Information is (Not) a Universal Right in Higher Education: Librarian Ethics and Advocacy“ lautet der Titel eines Beitrags von Laurie M. Bridges und Kelly McElroy. Im Bibliothekswesen setzt man sich immer mehr mit Fragen der Ethik auseinander, und die Informationsfreiheit ist ein wesentlicher Aspekt in diesem Zusammenhang. Weitere Artikel leuchten die „Global Digital Citizenship“ aus. Das Heft kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Bürgerinnen Europas werden Bürgerinnen der Welt