Erduan Ismailji’s master’s thesis, entitled „Ethical Decision-Making Framework for AI-Powered Autonomous Weapon Systems“, develops an interdisciplinary decision support framework for the responsible use of AI-powered autonomous weapon systems. The starting point is ethical theories, international humanitarian law, and the technical limitations of today’s AI. Using a design science research approach, a six-step framework is designed and validated through expert interviews. Key elements include the assessment of the deployment context, legal admissibility, ethical and design constraints, human oversight requirements, transparency, and the final deployment decision. The thesis shows that „meaningful human control“ remains indispensable and that existing approaches such as the Ethical Governor alone are not sufficient to close accountability gaps. The result is a practical governance model for decision-makers, developers, and military leaders that systematically integrates ethical and legal standards into the use of autonomous weapon systems. The master’s thesis was defended on January 20, 2026, before Prof. Dr. Oliver Bendel (FHNW School of Business, supervisor) and Prof. Dr. Aurona Gerber (University of the Western Cape, examiner).
„Physical AI ist die Verbindung von künstlicher Intelligenz (abgekürzt ‚KI‘, im Englischen ‚AI‘ von ‚Artificial Intelligence‘) mit physischen Systemen wie Kameras, Geräten, Anlagen, Drohnen, Robotern und selbstfahrenden Autos und Bussen. Sie ermöglicht diesen, komplexe Vorgänge in der physischen Welt wahrzunehmen, zu analysieren, zu evaluieren und auszuführen. Es geht nicht nur darum, teilautonome oder autonome Maschinen mit Hilfe von KI aufzuwerten und zu erweitern, wie im Falle von Gesichtserkennung, Gestikerkennung und Emotionserkennung oder von Chatbots für soziale Roboter, sondern darum, für die KI gleichsam einen Körper zu suchen, in dem sie sich entfalten und beweisen kann.“ Mit diesen Worten beginnt ein Artikel von Oliver Bendel, der am 16. Januar 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Es werden technische Grundlagen erläutert, Beispiele für Lösungen gegeben und Anwendungsbereiche genannt: „Wearables, Wearable Robots und Wearable Social Robots können zu Inclusive AI und Inclusive Robotics beitragen, indem sie behinderte und beeinträchtigte Personen physisch und psychisch unterstützen.“ Am Ende erfolgt eine Einordnung aus Sicht von Informationsethik und KI-Ethik sowie Wirtschaftsethik. Der vollständige Artikel kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/physical-ai-177399 aufgerufen werden.
Wikipedia ist 25 Jahre alt. Von Anfang an war das Lexikon ebenso umstritten wie beliebt. 2006 veröffentlichte Oliver Bendel in der HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik den Beitrag „Wikipedia als Methode und Gegenstand der Lehre“. Aus dem Abstract: „Wikipedia ist eine erfolgreiche Wiki-Anwendung, eine offene Online-Enzyklopädie mit insgesamt mehreren Hunderttausend Autoren. Der Beitrag beschreibt Möglichkeiten und Grenzen sowie erste Erfahrungen beim Einsatz von Wikipedia in der Lehre. Es stehen dabei weniger Wissensvermittlung und Problemlösung durch das Lexikon im Vordergrund, sondern mehr die Aspekte der Veröffentlichung und Zusammenarbeit. Der Autor setzte Wikipedia in Lehrveranstaltungen der PH Weingarten ein. Die Studierenden schrieben während und außerhalb des Unterrichts an bereits vorhandenen Beiträgen mit. Der Einsatz von Wikipedia in der Lehre lohnt offenkundig in verschiedener Hinsicht: Die Studierenden entlassen ihre Erkenntnisse in die Welt, um sie – ähnlich wie in einer Scientific Community – begutachten und korrigieren zu lassen, und sie erproben Konzepte der E-Collaboration im kleinen, kontrollierbaren wie im großen, unkontrollierbaren Raum. Nicht zuletzt finden sie in Wikipedia einen faszinierenden und sich ständig verändernden Gegenstand.“ Heute hat Wikipedia mit vielen Herausforderungen zu kämpfen, von Versuchen der Unterwanderung bis zur Ausbreitung von Inhalten, die mit generativer KI erstellt wurden.
Am 24. Oktober 2010 trat Oliver Bendel im Wittelsbacher Schloss in Friedberg beim „LITERATUR UPDATE BAYERN 2010“ auf. Michael Seefelder schrieb drei Tage später in der Augsburger Allgemeinen: „Der Wirtschaftsprofessor und freie Schriftsteller Oliver Bendel gilt in Europa als Pionier, was Handy-Haikus anbelangt. Im Friedberger Schloss lässt er am dritten Veranstaltungsabend die Grenzen zwischen den Medien verschwimmen. Der gedruckte Band, aus dem Bendel liest, enthält die Haikus in herkömmlichen Schriftzeichen und als QR-Codes. Diese Codes sind Informations-Speicher, die mit einem Scanner ausgelesen werden können. Parallel zum Textvortrag sprüht der Grafiker Christoph Knobel einen QR-Code auf eine Leinwand. Wird das Bild mit einem Handy gescannt, erscheint ein Haiku auf dem Display. Nicht immer sind Bendels Texte futuristisch. Neben Handygirl und Pixelboy, zwei Maschinenwesen, geht es auch um Homer, den griechischen Dichter der Odyssee.“ (Augsburger Allgemeine, 27. Oktober 2010) Eine Stunde dauerten Lesung und Performance. Dann konnten die Zuhörer und Zuschauer das Haiku auslesen und mit nach Hause nehmen. Das Buch „handyhaiku“ von Oliver Bendel war das erste weltweit, in dem Gedichte in QR-Codes untergebracht waren, nicht als Online-, sondern als Offlineanwendung. Die erste Auflage erschien 2010 im Hamburger Haiku Verlag.
Abb.: Oliver Bendel und der Sprayer von Friedberg im Jahre 2010
From September to December 2025, Oliver Bendel published three articles on wearable social robots. The first was „That Robot Suits You Well!: On the Phenomenon of Wearable Social Robots“ – a technical article introducing the topic, which appeared in Wiley Industry News. This was followed by the full paper „Wearable Social Robots for the Disabled and Impaired“ and the short paper „Wearable Social Robots in Space“ (lead author Tamara Siegmann), which were presented at ICSR 2025 in Naples and published in the proceedings volume by Springer. One paper presents opportunities and risks for disabled and impaired people that arise, for example, from the connection with multimodal large language models. The other presents opportunities and risks for astronauts, for whom the small robots can be „contact persons“ and comforters. MLLMs are also relevant here. Oliver Bendel coined the term „wearable social robots“. His AIBI, together with Cozmo, Vector, Alpha Mini, Boo Boo, Unitree Go2 aka Bao, Hugvie, and other robots, forms his privately funded Social Robots Lab.
Das Buch „E-Learning im Unternehmen“ von Andrea Back, Oliver Bendel und Daniel Stoller-Schai erschien im Jahre 2001 bei Orell Füssli. Die drei Autoren waren zum damaligen Zeitpunkt an der Universität St. Gallen beschäftigt – Andrea Back war Lehrstuhlinhaberin – und arbeiteten ab April 2000 an dem Werk. Oliver Bendel verfasste mehrere Kapitel bzw. Abschnitte: In „1.2 Annäherung an den Begriff ‚E-Learning’“ erklärte und verortete er diesen auf mehreren Seiten – bereits 2000 war seine Definition im Netlexikon erschienen. In „4.2 Umsetzung von Lernräumen: Blended-Learning-Modell“ wurden Polaritäten wie „Virtuelles und nichtvirtuelles Lernen“, „Stationäre und mobile Technologien und Systeme“, „Lokale und verteilte Technologien und Systeme“ oder „Statische und dynamische Technologien und Systeme“ aufgezeigt. „4.3 Lern- und Wissensportale“ widmete sich Plattformen, die um die Jahrtausendwende auftauchten. „4.4 Trends“ behandelte „Standardisierung und Learning Objects“ (4.4.1), „Mobile Learning (M-Learning)“ (4.4.2) und „Pädagogische Agenten“ (4.4.3). In letzterem Abschnitt wurde nicht nur auf Chatbots und Virtual Assistants eingegangen, die als Teachers, Coaches, Mentors und Role Players fungierten, sondern auch auf Avatare, die sich stark verbreiteten. Das Buch war das erste, das sich vollständig auf den Begriff „E-Learning“ abstützte, der um 1999 in den USA aufgekommen war. Es galt damals als Bestseller und hat den E-Learning-Bereich über Jahre hinweg maßgeblich mitgeprägt.
Im Januar ist der Band „Ent-decken: Sexualität bei Krankheit, Behinderung und im Alter“, herausgegeben von Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh, bei Mabuse erschienen. Enthalten sind die Beiträge „Sexualität und Selbst: Prolog“ (Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh), „Zwischen Kindheit und Lebensabend: Zur Wiederkehr psychosexueller Muster – Psychodynamische Zugänge zu Regression, Sexualität und Fürsorge im Kontext von Alter, Krankheit und Behinderung“ (Judith Bußmann), „Wo bleibt die Liebe?: Zur Unsichtbarkeit der sozialen Bedeutung von Liebesbeziehungen im heilpädagogischen Fachdiskurs über Sexualität und ‚geistige Behinderung'“ (Alexandra Pelka), „Die Haut: Ihre Bedeutung in der Sexualität und der Pflege“ (Bernhard Rauh), „Sexualität und Naturzweck: Der Onanie-Diskurs im Lichte der Sonderpädagogik“ (Marius Cramer), „‚Da musst du die Scham weglassen‘ oder: Warum das gut klingt, aber fatal wäre“ (Ursula Immenschuh), „‚Ich bin noch ein Mensch, so wie du‘: Sexuelle Übergriffe an (männlichen) Pflegeauszubildenden“ (Michaela Kuck), „‚Grenz-Gänge‘: Sexualität als Thema in der Beratung für Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten (Konsulentendienst) – Ein Praxisbericht“ (Martin Jochheim), „Liebespuppen und Sexroboter in Alten- und Pflegeheimen“ (Oliver Bendel), „‚Du glaubst es nicht, aber ich habe sie losgelassen.‘: Von der Liebe, dem Begehren und dem Mord in Michael Hanekes Amour (2012)“ (Jean-Marie Weber) sowie „Übergangsräume und Ent-deckungen: Epilog“ (Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh). Weitere Informationen über www.mabuse-verlag.de/anr_9783863217440.
Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh sind die Herausgeber des Buchs „Ent-decken: Sexualität bei Krankheit, Behinderung und im Alter“. Enthalten ist darin der Beitrag „Liebespuppen und Sexroboter in Alten- und Pflegeheimen“ von Oliver Bendel. Aus dem Abstract: „Der vorliegende Beitrag untersucht aus technischer, organisationaler, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive, ob man Liebespuppen und Sexroboter in Alten- und Pflegeheimen einsetzen kann und soll. Damit wird eine deskriptive und eine normative Richtung verfolgt. Die Grundannahme lautet, dass manche Bewohner sexuelle Bedürfnisse haben, die befriedigt werden sollten, was in gegenwärtigen Strukturen aber nur eingeschränkt möglich ist. Zunächst wird dargelegt, welche Merkmale und Fähigkeiten die erwähnten Artefakte haben. Dabei spielen technische und gestalterische Aspekte eine Rolle. Dann wird untersucht, ob und wie man Liebespuppen und Sexroboter in technischer und organisationaler Hinsicht in den Betrieb integrieren kann. Es interessieren unterschiedliche Ansätze, nämlich das systematische Einführen, das systemische Dulden und das aktive Unterstützen solcher Artefakte. Auch wirtschaftliche Aspekte und personelle Auswirkungen werden betrachtet. Schließlich wird im Rahmen einer ethischen und sozialen Diskussion erörtert, ob man Liebespuppen und Sexroboter in Alten- und Pflegeheimen zulassen soll. Dabei wird die Sicht der Älteren und Pflegebedürftigen, der Angehörigen und Freunde sowie der Pflegekräfte und Führungskräfte berücksichtigt. Am Ende plädiert der Beitrag dafür, andere Möglichkeiten der sexuellen Befriedigung in Betracht zu ziehen, etwa erhöhte Respektierung der Privat- und Intimsphäre, Zurverfügungstellung von Sexspielzeug als Hilfsmittel, Förderung des Austauschs unter den Bewohnern, wiederum bei erhöhter Respektierung der Privat- und Intimsphäre, und Etablierung von Sexualassistenz.“ Das Buch kann seit Anfang Januar 2026 über den Verlag bezogen werden, ab Anfang Februar über alle üblichen Kanäle.
Abb.: Eine Liebespuppe im Cybrothel (Foto: Cybrothel)
The article „Small Talk with a Robot Reduces Stress and Improves Mood“ by Katharina Kühne, Antonia L. Z. Klöffel, Oliver Bendel, and Martin H. Fischer was published on December 23, 2025. It is part of the volume „Social Robotics + AI: 17th International Conference, ICSR+AI 2025, Naples, Italy, September 10–12, 2025, Proceedings, Part III.“ From the abstract: „Research has demonstrated that social support is crucial in mitigating stress and enhancing mood. Not only do long-term, meaningful relationships contribute to well-being, but everyday social interactions, such as small talk, also offer psychological benefits. As social robots increasingly become more integrated into daily life, they present a potential avenue for stress interventions. In our online study, 98 participants underwent a stress induction using the Stroop task and were then assigned to one of three conditions: engaging in scripted small talk with a simulated NAO robot online, listening to a neutral story told by the same NAO robot, or no intervention (control condition). Results indicate that both interventions effectively reduced stress, with a tendency towards a stronger effect in the Small talk condition. Small talk not only helped maintain positive affect but also reduced negative affect. Notably, the benefits were more pronounced among individuals experiencing higher acute stress following the stress induction, but were less evident in those with chronically elevated stress levels. Furthermore, the effect of the intervention on stress reduction was mediated by changes in positive affect. These findings suggest that small talk with a social robot may serve as a promising tool for stress reduction and affect regulation.“ The first author, a researcher from the University of Potsdam, presented the paper on September 12, 2025, in Naples. It can be downloaded from link.springer.com/chapter/10.1007/978-981-95-2398-6_1.
Fig.: Katharina Kühne together with Tamara Siegmann
The article „Wearable Social Robots in Space“ by Tamara Siegmann and Oliver Bendel was published on December 23, 2025. It is part of the volume „Social Robotics + AI: 17th International Conference, ICSR+AI 2025, Naples, Italy, September 10–12, 2025, Proceedings, Part I.“ From the abstract: „Social robots have been developed on Earth since the 1990s. This article shows that they can also provide added value in space – particularly on a manned flight to Mars. The focus in this paper is on wearable social robots, which seem to be an obvious type due to their small size and low weight. First, the environment and situation of the astronauts are described. Then, using AIBI as an example, it is shown how it fits into these conditions and requirements and what tasks it can perform. Possible further developments and improvements of a wearable social robot are also mentioned in this context. It becomes clear that a model like AIBI is well suited to accompany astronauts on a Mars flight. However, further developments and improvements in interaction and communication are desirable before application.“ The Swiss student presented the paper together with her professor on September 10, 2025, in Naples. It can be downloaded from link.springer.com/chapter/10.1007/978-981-95-2379-5_33.
The article „Wearable Social Robots for the Disabled and Impaired“ by Oliver Bendel was published on December 23, 2025. It is part of the volume “Social Robotics + AI: 17th International Conference, ICSR+AI 2025, Naples, Italy, September 10–12, 2025, Proceedings, Part III.“ From the abstract: „Wearable social robots can be found on a chain around the neck, on clothing, or in a shirt or jacket pocket. Due to their constant availability and responsiveness, they can support the disabled and impaired in a variety of ways and improve their lives. This article first identifies and summarizes robotic and artificial intelligence functions of wearable social robots. It then derives and categorizes areas of application. Following this, the opportunities and risks, such as those relating to privacy and intimacy, are highlighted. Overall, it emerges that wearable social robots can be useful for this group, for example, by providing care and information anywhere and at any time. However, significant improvements are still needed to overcome existing shortcomings.“ The technology philosopher presented the paper on September 12, 2025, in Naples. It can be downloaded from link.springer.com/chapter/10.1007/978-981-95-2398-6_8.
The paper „The Universal Robot of the 21st Century“ by Oliver Bendel was published in February 2025 in the proceedings volume „Social Robots with AI: Prospects, Risks, and Responsible Methods“ … From the abstract: „Developments in several areas of computer science, robotics, and social robotics make it seem likely that a universal robot will be available in the foreseeable future. Large language models for communication, perception, and control play a central role in this. This article briefly outlines the developments in the various areas and uses them to create the overall image of the universal robot. It then discusses the associated challenges from an ethical and social science perspective. It can be said that the universal robot will bring with it new possibilities and will perhaps be one of the most powerful human tools in physical space. At the same time, numerous problems are foreseeable, individual, social, and ecological.“ The proceedings volume comprises the papers presented at Robophilosophy 2024 in Aarhus. Leading philosophers, computer scientists and roboticists met there in August. Like the ICSR, the conference is one of the world’s leading conferences on social robotics. General-purpose robots, the predecessors of universal robots, have now become widespread, as exemplified by Digit, Apollo, and Figure 03. The author accepted manuscript of this article is therefore being made freely available on this site for non-commercial use only and with no derivatives, in line with the publisher’s self-archiving policy.
Abb.: Ein malender Roboter bei der Biennale Architettura 2025
Seit 20. Dezember 2025 ist das Buch „Tier-Maschine-Interaktion“ von Prof. Dr. Oliver Bendel bei Springer Nature Link verzeichnet. Laut Verlag erscheint es im März 2026. Am Anfang wird der Inhalt skizziert: „Dieses essential gibt eine kompakte Einführung in die Disziplin bzw. das Forschungs- und Anwendungsfeld der Tier-Maschine-Interaktion (TMI). Es zeigt, wie Tiere und Maschinen in unterschiedlichen Kontexten zusammentreffen und miteinander bestehen, welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben und welche Perspektiven sich für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eröffnen. Ziel ist es, die Leser für die Potenziale und Herausforderungen der Tier-Maschine-Interaktion zu sensibilisieren, Orientierung im interdisziplinären Diskurs zu geben und Anregungen für Forschung, Entwicklung und Entscheidungsprozesse zu liefern.“ Es ist das erste Buch zu diesem Forschungsfeld. Es enthält zwei Abbildungen, drei Tabellen und mehrere Boxen mit Definitionen und Hintergrundinformationen.
In January 2023, the Proceedings of Robophilosophy 2022 were published. Included is the paper „Robots in Policing“ by Oliver Bendel. From the abstract: „This article is devoted to the question of how robots are used in policing and what opportunities and risks arise in social terms. It begins by briefly explaining the characteristics of modern police work. It puts service robots and social robots in relation to each other and outlines relevant disciplines. The article also lists types of robots that are and could be relevant in the present context. It then gives examples from different countries of the use of robots in police work and security services. From these, it derives the central tasks of robots in this area and their most important technical features. A discussion from social, ethical, and technical perspectives seeks to provide clarity on how robots are changing the police as a social institution and with social actions and relationships, and what challenges need to be addressed.“ (Abstract) Robots and AI systems in police work have become a hot topic. The author accepted manuscript of this article is therefore being made freely available on this site for non-commercial use only and with no derivatives, in line with the publisher’s self-archiving policy.
„In der KI-Ära ist die Disziplin der Künstlichen Intelligenz (KI) zur Leitdisziplin geworden, die ihren Gegenstand, die künstliche Intelligenz, in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft durchgesetzt hat, mit Wissenschaft und Wirtschaft selbst als Motoren.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 19. Dezember 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt werden Hintergrund und Entwicklung dargestellt, im dritten die Begriffs des Anthropozäns und Robozäns erklärt. Der vierte Abschnitt widmet sich der Bedeutung der KI-Ära, auch mit Blick auf Aus- und Weiterbildung: „Alte Kulturtechniken verändern sich, neue entstehen. Das Schreiben und Lesen, also der Gebrauch der Schrift, die moderne Kulturen und Zivilisationen überhaupt erst möglich gemacht hat, verliert an Bedeutung und entgleitet der Beherrschung.“ Der fünfte Abschnitt enthält Kritik und Ausblick. Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ki-aera-177400 abrufbar.
Die Journalistin Julia Ruhs wird von Linken wie von Rechten attackiert. Ihre letzte Kolumne im Focus enthält eine treffende Beschreibung: „Links glaubt man, der Faschismus übernehme bald, rechts sorgt man sich um den Geburtenrückgang und hält seinen Bademantel für etwaige Polizeibesuche bereit. Weil man online ja so mutig ist. Meine Erfahrung ist eher: Auch hier packt man sich höchstens ein Clownsgesicht ins Profilbild, gibt sich einen möglichst kryptischen Namen und haut dann einen raus. Gegenüber denen, die mit Klarnamen auftreten, sorgt das nicht gerade für Waffengleichheit.“ (Focus, Dezember 2025) In seinem Buch „Die Rache der Nerds“ von 2012, das Geschichten zur Informationsethik enthält, geht Oliver Bendel wiederholt auf das Gleichgewicht der Namen auf elektronischen Plattformen ein. Ganz am Anfang, im Kapitel „Der Zorn der Blogger“, schreibt er: „Ich glaube an das Prinzip des Gleichgewichts der Namen und bin der Meinung, dass man zumindest dann seinen Namen nennen sollte, wenn man einen anderen nennt, einer Person oder einer Organisation … Ein Ungleichgewicht der Namen kann großen Schaden anrichten.“ In den Kapiteln „Sterne holen und sehen“ und „Anonymität und Identifizierbarkeit“ beschreibt er den Ansatz dann ausführlich.
Abb.: Auch er versucht das Gleichgewicht zu halten
The Research Topic „Exploring human-likeness in AI: From perception to ethics and interaction dynamics“, hosted by Frontiers in Cognition, invites contributions on how human-like features in robots and AI systems influence user perception, trust, interaction, and ethical considerations. The deadline for submission has been extended. As AI becomes more integrated into society, anthropomorphic design raises pressing questions: Do human-like traits improve communication and acceptance, or do they lead to unrealistic expectations? What ethical implications arise when machines simulate empathy or emotion? This interdisciplinary call welcomes contributions from fields such as psychology, engineering, philosophy, and education. Submissions may include empirical research, theoretical analysis, reviews, or case studies that explore how human-likeness shapes the way we engage with AI. The deadline for manuscript summaries is February 12, 2026; full manuscripts are due by March 12, 2026. Articles will undergo peer review and are subject to publication fees upon acceptance. Topic editors are Dr. Katharina Kühne (University of Potsdam, Germany) and Prof. Dr. Roger K. Moore (The University of Sheffield, United Kingdom). For full details and submission guidelines, visit: www.frontiersin.org/research-topics/72370/exploring-human-likeness-in-ai-from-perception-to-ethics-and-interaction-dynamics.
Das Buch „300 Keywords Weltraum“ von Oliver Bendel ist am 28. August 2025 bei Springer Gabler erschienen. Die Verkäufe ziehen allmählich an. Es handelt sich um ein Grundlagenwerk zur Raumfahrt und zum Weltraum. Es enthält zahlreiche Exkurse, etwa zur Weltraumlyrik und zur Weltraumkunst – oder zum mythologischen Hintergrund der Benennung von Himmelkörpern und Galaxien. Damit dringt man auch in die Randbereiche des Weltraums vor. Zentrale Themen, die sich durch das ganze Buch ziehen, sind Ethik, Robotik und Umwelt. In diesen Bereichen ist der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker aus Zürich zu Hause. Man kann sich entweder von A wie Anthropozän bis Z wie Zwergplanet durchlesen oder sich einen der über 300 Begriffe aussuchen und von diesem aus weiterspringen. Es ist das sechste „Keywords“-Buch von Oliver Bendel, wobei zwei davon bereits in zweiter Auflage vorliegen, nämlich das zur Informationsethik und das zur Digitalisierung. Zuletzt erschien in dieser Reihe „300 Keywords Generative KI“. Das Buch kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-49287-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es über den Buchhandel erhältlich.
Marilyn Monroe – geboren 1926, gestorben 1962 – hatte keinen Bezug zum Weltraum und zur Raumfahrt. Zumindest ist nichts darüber bekannt. Sie wird aber mitbekommen haben, dass Juri Gagarin 1961 ins All flog. Die erste Mondlandung im Jahre 1969 hat sie nicht mehr miterlebt. Und schon gar nicht kann sie auf dem Mond gewesen sein. Die Werke der Streetart-Künstlerin Miss Quark sind in Florenz zu bewundern. Sie interpretiert u.a. berühmte Figuren wie das Mädchen mit dem Perlenohrring oder Mona Lisa und berühmte Frauen wie Frida Kahlo oder Marilyn Monroe neu. Die Schauspielerin trägt einen modernen oder futuristischen Raumanzug mit Abzeichen und einem Namensaufnäher, auf dem der Name der Künstlerin steht. Im Sommer 2025 hat Oliver Bendel „300 Keywords Weltraum“ bei Springer Gabler veröffentlicht. Er geht darin nicht auf Marilyn Monroe ein, aber auf Frauen wie Katy Perry und Jane Fonda, bei denen es Bezüge zum Weltraum gibt. Das Lexikon kann hier heruntergeladen bzw. bestellt werden – oder in jeder Buchhandlung auf der Welt.
Favicons sind eine Designrichtung und Kunstform, über die kaum geschrieben wurde. Im Jahre 2009 erschien der Band „Texte zur Medienkunst“, herausgegeben von Manfred Blohm. Er enthielt den Text „Pixel um Pixel: Favicons erobern das Web“ von Oliver Bendel. Entstanden war er bereits im Februar 2008. In der Einleitung heißt es: „Favicons erobern seit Jahren das Web und gehören inzwischen zum Standardangebot von Webdesignern. Das Kunstwort aus ‚Favorites‘ und ‚Icon‘ verweist einerseits auf die Lesezeichen des Browsers, andererseits auf die im Computerbereich verbreiteten Piktogramme. Favicons treten in der Lesezeichenleiste links neben dem Titel der Website und in der Adresszeile links von der URL auf. Unter Windows sind sie zudem auf den Registerkarten bzw. Tabs, in der Taskleiste, im Startmenü und auf dem Desktop verortet. Favicons unterstützen durch eine assoziative Wirkung die Wiedererkennbarkeit und -auffindbarkeit der Website. Der vorliegende Beitrag behandelt den Zusammenhang zwischen Wiedererkennbarkeit der Website und grafischen Umsetzungsmöglichkeiten für Favicons. Er geht im Anschluss der Frage nach, ob die kleinen Bilder auch als eigenständige Form des Grafikdesigns und der Kunst gelten können.“ Viele kunstvolle Favicons sind inzwischen schmucklosen Simplizitäten gewichen. Ein Beispiel dafür ist die ETH Zürich, die 2008 noch mit einer Abbildung der Kuppel des Semper-Gebäudes aufwarten konnte (die selbst nicht von dem deutschen Architekten stammt). Fast 18 Jahre später wird der kurze Text als Postprint zur Verfügung gestellt.
A new Research Topic in Frontiers in Robotics and AI focuses on „Multimodal Social Robots for Wellbeing and Health Support“. It explores the rapidly advancing field of socially intelligent, multimodal robotic systems and is led by Ilona Buchem, John-John Cabibihan, Wafa Johal, and Oliver Bendel. The initiative brings together researchers working on multimodal interaction, affective sensing, and embodied AI to address key challenges in designing, evaluating, and deploying these systems in real-world contexts. The call welcomes original research, reviews, methods, protocols, technology reports, theoretical work, perspectives, case studies, and clinical studies, aiming to shape future standards in social robotics. Manuscript summaries are due on March 16, 2026, with full submissions accepted until June 16, 2026, and the journal will provide editorial and promotional support to strengthen the visibility and impact of the collection. Full details and submission information are available on the Research Topic page.
Die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Diogenes-Verlags wurde zweimal per E-Mail gefragt, warum in der Übersetzung von „What we can know“ von Ian McEwan – wie in Teil I des Beitrags dargestellt – von Forschenden die Rede ist. Eine Antwort kam erst, nachdem der Leiter des Verlags kontaktiert worden war. Darin verwies sie darauf, dass das Wort im Duden zu finden sei. Zudem sei es durchaus gebräuchlich und dem üblichen Sprachwandel entsprechend. Nun kann man natürlich Agensnomen durch Partizipformen ersetzen. Allerdings verschiebt sich meistens die Bedeutung. Denn letztere deuten i.d.R. an, dass etwas im Moment oder im Verlauf geschieht. Zudem können sie, wie im Falle der „Forschenden“ oder der „Pflegenden“, eine Gruppe meinen, deren Mitglieder eine Tätigkeit ausüben, ohne dafür ausgebildet sein zu müssen. Der Duden ist längst keine geeignete Referenz mehr. Zuständig für die amtliche Fixierung ist seit 2004 der Rat für deutsche Rechtschreibung. Der Verlag, nunmehr in seinem Schatten stehend, veränderte sein Nachschlagewerk bis zur Unkenntlichkeit. Auf keinen Fall entstammt das Wort „Forschende“ dem „üblichen Sprachwandel“, wenn damit der natürliche Sprachwandel gemeint ist. Seine Verwendung ist ideologisch motiviert … Den professionellen Rezensenten sind die Tendenzen der Übersetzung offenbar verborgen geblieben, den normalen Lesern hingegen nicht. Bei Orell Füssli wurde unter der Überschrift „Forschende und Studierende“ von einem Kunden moniert: „Leider schwach übersetzt in manche Partizipformen (s. oben), die der Autor im Original gar nicht benutzen konnte.“ Der Versuch, eine ähnliche Rezension auf der Plattform einzustellen, schlug fehl – der Beitrag wurde gesperrt (nachdem er zunächst freigeschaltet worden war), obwohl er nicht gegen die Richtlinien verstieß. Der Diogenes-Verlag hat die Büchse der Pandora geöffnet. Es ist wahrscheinlich, dass weitere Bücher so übersetzt werden, dass sie politische und ideologische Ziele erreichen. Der Leser erhält so nicht nur ein Werk, das dem Original nicht gerecht wird und den Text verfälscht – er wird auch bevormundet. Gendersprache wird in den deutschsprachigen Ländern von der Mehrheit abgelehnt. Sie ist, insbesondere wenn Sonderzeichen verwendet werden, inkorrekt, sexualisierend und diskriminierend. Sie ist zudem, wie gezeigt wurde, unpräzise. Es ist zu wünschen, dass der Verlag, immer noch eine Größe im Geschäft, zur gebotenen Vernunft und zum allgemeinen Sprachgebrauch zurückkehrt. Wenn er das nicht tun will, sollte er sich offen zu seiner Ausrichtung bekennen.
Abb.: Der Diogenes-Verlag hat seinen Sitz in Zürich