On June 19, 2024, Oliver Bendel gave a presentation at the IDEepolis 2024 conference in Stuttgart entitled „Es wird ein Mensch gemacht: Die Vision des universellen Roboters“ („A Human Is Being Made: The Vision of the Universal Robot“). The scholar of German studies and philosophy opened his talk with a quotation from Goethe’s „Faust II“: „MEPHISTOPHELES: Willkommen! es ist gut gemeint. WAGNER: Willkommen zu dem Stern der Stunde! Doch haltet Wort und Atem fest im Munde, Ein herrlich Werk ist gleich zustand gebracht. MEPHISTOPHELES: Was gibt es denn? WAGNER: Es wird ein Mensch gemacht.“ („MEPHISTOPHELES: Welcome! It is well meant. WAGNER: Welcome to the star of the hour! But hold your words and your breath, A magnificent work is about to be completed. MEPHISTOPHELES: What is it then? WAGNER: A human is being made.“). Oliver Bendel then explained what general-purpose robots are and how they could evolve into universal robots. He also discussed androids such as Harmony. At ICSR 2026, he encountered Euclid, another android, developed by Dr. Carl Strathearn, Assistant Professor of Computer Science, and Emilia Sobolewska, Lecturer and Researcher. It was Emilia Sobolewska who, in the Debate Hall of the Senate House, playfully twirled a piece of facial skin before placing it into the hands of the session participants. Oliver Bendel kneaded the face in his hands and thought: „Es wird ein Mensch gemacht!“ („A Human Is Being Made!“). The article based on the presentation will be published later in 2026 in the book „Mensch – Maschine revisited“ („Human – Machine Revisited“), edited by Petra Grimm, Kai Erik Trost, and Oliver Zöllner.
Der Playboy hat Ende Juli 2025 mit Prof. Dr. Oliver Bendel über Beziehungen mit Chatbots, Liebespuppen und Sexrobotern gesprochen. Die Playboy Special Edition erschien anlässlich der Ausstellung „SEX NOW“, die vom 5. September 2025 bis zum 3. Mai 2026 stattfand. Sie lag ab dem 11. September 2025 vor Ort im NRW-Forum Düsseldorf aus und konnte über die Website des Verlags erworben werden. Das Magazin ist ein Augenschmaus und zeigt Sprachlust auf allen Seiten. In „Große Kunst im Playboy“ findet sich eine „kleine Schau bedeutender bildnerischer Künstlerinnen und Künstler und ihrer Werke im Zeichen des Hasen“. Gezeigt werden Aktaufnahmen von Dalí bis Warhol. „Die Tabulose“ ist Beate Uhse, die laut Playboy „die sexuelle Revolution zur deutschen Normalität“ machte. Das Magazin bringt eine „Ode an eine Aufklärerin und Geschäftsfrau“. „Unser zweitbester Freund“ ist der Vibrator, dessen Kulturgeschichte „mehr über das Verhältnis zwischen den Geschlechtern“ erzähle „als jedes soziologische Lehrbuch“. In einem vierseitigen Beitrag ist ein dreiseitiges Interview mit Oliver Bendel abgedruckt, Technikphilosoph aus Zürich. Geführt hat es Christina Weiß. Im Inhaltsverzeichnis werden in diesem Zusammenhang „Sexgeräte“ erwähnt. Es geht um manchmal aufregende, stets einseitige Beziehungen mit Chatbots, Liebespuppen und Sexrobotern. Mit freundlicher Genehmigung des Chefredakteurs von Playboy Deutschland, Florian Boitin, kann der Beitrag seit dem 7. Juli 2026 hier heruntergeladen werden.
In his paper „Love Dolls and Sex Robots in Unproven and Unexplored Fields of Application“, published in Paladyn, Journal of Behavioral Robotics, Oliver Bendel of the FHNW School of Business discussed prisons as one of several potential application areas for such products. In 2024, his student Tamara Siegmann proposed exploring the use of collaborative and social robots in correctional facilities, focusing on whether they could and should be deployed in such environments. Together with Oliver Bendel, she wrote the paper „Social and Collaborative Robots in Prison“ for the International Conference on Social Robotics (ICSR) in Odense, which was published in the 2025 Springer ICSR proceedings. This work subsequently inspired Jean Paul Smit of Delft University of Technology and his co-authors to write the paper „Social Robot Supporting Visitor Mood and Staff Situation Awareness in a Security Waiting Room“, which he presented at ICSR + Art 2026 in London. The paper describes the development and evaluation of a social robot designed to improve visitors‘ emotional well-being in security waiting rooms while supporting staff through enhanced situation awareness. In 2025, Tamara Siegmann submitted a proposal to a Swiss funding organization based on the prison robotics research. As part of the initiative, inmates at a Swiss correctional facility will receive access to an offline chatbot serving as a companion. The chatbot was developed by Stephan Vonschallen with feedback from Tamara Siegmann and Oliver Bendel, and the project has now entered its main implementation phase. At ICSR + Art 2026, several researchers expressed strong interest in the prison-related projects, suggesting that this promising area of research is likely to receive growing attention in the years ahead.
Fig.: Jean Paul Smit, Stephan Vonschallen, and Oliver Bendel at ICSR 2026
„Speziesismus ist die Ungleichbehandlung und Benachteiligung von Lebewesen im Zusammenhang mit dem Umstand, dass sie nicht zur Art des Homo sapiens gehören. Häufig geht er einher mit Ausbeutung, Misshandlung und Tötung, etwa mit dem Ziel, Leder oder Fleisch zu produzieren. Kritisiert wird von Tierrechtlern und Tierethikern, dass die Interessen von Tieren verletzt und ihre Empfindungs- und Leidensfähigkeit oder ihr Lebenswille ignoriert werden.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 2. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Hintergrund und Beispiele“ und „Kernpunkte des Konzepts“. Am Ende, in „Kritik und Ausblick“, heißt es: „Speziesismus wird von den einen für eine Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit gehalten, von den anderen für eine Ungeheuerlichkeit, die man abschaffen muss. Man kann sich einerseits fragen, ob es nicht gerechtfertigt ist, dass eine Art ihre Angehörigen bevorzugt. Tatsächlich kann man emotionale Aspekte geltend machen, die keine irrationalen Merkmale aufweisen müssen, zudem rationale Argumente, die etwa auf das Überleben der eigenen Spezies zielen. So können ein massenhafter Befall oder die Ausbreitung invasiver Arten durchaus Lebensgrundlagen und -weisen bedrohen. Andererseits kann Antispeziesismus als Form der Aufklärung gelten, mit der man Jahrtausende der Gewohnheit und Grausamkeit hinter sich lässt sowie der Ungleichbehandlung und Benachteiligung von Tieren entgegentritt.“ Am Ende folgt eine Einordnung in die verschiedenen Bereichsethiken. Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/speziesismus-177796 aufgerufen werden.
„Robomobbing ist die Blockierung bzw. Manipulation von KI-Systemen und Robotern oder der Widerstand gegen den Einsatz bestimmter Maschinen. Mögliche Beweggründe sind Existenzangst, Konkurrenzdruck, Kontrollverlust und Überforderung. Ferner kann die Belastung oder Benachteiligung durch Algorithmen gemeint sein. Bei den Akteuren gibt es Parallelen zu den Maschinenstürmern des 19. Jahrhunderts.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 24. Juni 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf weitere einführende Aussagen folgt der Abschnitt „Hintergrund und Beispiele“. Darin heißt es: „Das Phänomen des Robomobbings kann mannigfaltige Ausprägungen haben. KI-Systeme werden … mit falschen Daten gefüttert oder (etwa im Falle von Chatbots) mit Beschimpfungen bedacht. Arbeiter sabotieren den Betrieb von Industrierobotern. Passanten stellen sich Transportrobotern und Sicherheitsrobotern entgegen oder schlagen auf sie ein. Aktivisten dringen in Serverfarmen ein, um Kabel und Geräte zu zerstören oder Plakate und Flyer zu hinterlassen. Chefs von Robotik- und KI-Firmen werden verhöhnt oder angegriffen.“ Danach kommt der Abschnitt „Kritik und Ausblick“. Der vollständige Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/robomobbing-177958 aufgerufen werden.
„Wearable Social Robots sind sehr kleine und sehr leichte soziale Roboter, die um den Hals, auf dem Kopf, am Körper oder an der Kleidung bzw. an oder in einer Tasche getragen werden können. Sie sind oftmals mit entsprechenden Befestigungselementen ausgestattet, etwa Halsketten, Seilschlaufen und Metallplatten.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 24. Juni 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf weitere einführende Aussagen folgen die Abschnitte „Hintergrund und Beispiele“, „Einsatzmöglichkeiten“ und „Kritik und Ausblick“. Zu den Einsatzmöglichkeiten wird gesagt: „Wearable Social Robots dienen als Spielzeug und Lernwerkzeug oder als Companion Robot bzw. Pet Robot, wobei Kinder, Jugendliche oder Erwachsene angesprochen werden. Man kann sich von ihnen bespaßen lassen und von oder mit ihnen lernen. Sie mögen verlässliche Bezugspunkte darstellen und Stress und Einsamkeit reduzieren.“ Davor heißt es: „Beispiele für Wearable Social Robots mit festem Gehäuse sind AIBI (LivingAI) und Eiliko (Energize Lab). Ein Fell haben Moflin (Casio), Cupboo AI Robotic Pet (Genmoor Group) und Mirumi (Yukai Engineering).“ Es deutet alles darauf hin, dass in den nächsten Monaten und Jahren noch zahlreiche weitere Wearable Social Robots auf den Markt kommen. Der vollständige Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wearable-social-robots-177953 aufgerufen werden.
Ein Artikel mit dem Titel „Queering Sex Robots Beyond Diversifying Design? Insights from Queer Lacanian Psychoanalysis and New Materialism“ von Maaike van der Horst und Anna Puzio wurde im März 2026 in der Zeitschrift Philosophy & Technology publiziert. Erstaunlicherweise werden darin mehrere für das Thema hochrelevante Arbeiten nicht erwähnt, darunter wissenschaftliche Texte von Tanja Kubes und Oliver Bendel. Infolgedessen wirken Ansprüche der Autorinnen in Bezug auf Originalität weniger überzeugend, als sie es sonst hätten sein können. Nach einem Austausch mit einem der Herausgeber der Zeitschrift, Luciano Floridi, reichte Oliver Bendel daher einen Kommentar ein. Dieser würdigt zwar den wertvollen Beitrag des Artikels, insbesondere die Verknüpfung von queerer lacanianischer Psychoanalyse und neuem Materialismus, argumentiert jedoch, dass die Darstellung der bisherigen Forschungslage unvollständig sei. Mehrere als neuartig präsentierte Schlüsselthemen und Vorschläge – darunter Kritik an der Nachahmung humanoider Züge, neomaterialistische Ansätze zu Sexualität und Technologie, queere Designkonzepte, relationale Ontologie und transformative Formen von Sexrobotern – waren bereits in früheren Arbeiten von Tanja Kubes und Oliver Bendel entwickelt worden. Das Auslassen dieser Beiträge beeinträchtigt die Beurteilung der Originalität, die Rekonstruktion der intellektuellen Entwicklung des Fachgebiets und die Zuweisung wissenschaftlicher Anerkennung. Der Kommentar fordert daher eine umfassendere wissenschaftliche Genealogie queerer und neomaterialistischer Ansätze zu Sexrobotern und argumentiert, dass sorgfältige Zitierpraktiken für die Wahrung der Integrität des akademischen Diskurses unerlässlich sind. Der Artikel „Who Queered the Sex Robot? Notes on Attribution and Conceptual History“ wurde am 10. Juni 2026 in Philosophy & Technology veröffentlicht und ist über link.springer.com/article/10.1007/s13347-026-01123-3 abrufbar.
Die aktuelle Ausgabe der VDI nachrichten widmet sich Allzweckrobotern und anderen humanoiden Robotern. Dabei stehen weniger die Ankündigungen und Investitionen der Branche im Mittelpunkt als vielmehr die Voraussetzungen für die gesellschaftliche Akzeptanz solcher Maschinen. Der Schwerpunkt beleuchtet – so Martin Ciupek, Redakteur der Zeitschrift, auf LinkedIn – den Stand der Technik, die Herausforderungen auf dem Weg zu wirklich autonomen Systemen, aktuelle Trainingsmethoden für Roboter sowie die zugrunde liegenden IT- und KI-Architekturen. Für die Einordnung ethischer und gesellschaftlicher Aspekte wurde unter anderem der Technikphilosoph, Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel befragt. Die Beiträge zeigen, dass trotz großer Fortschritte und hoher Erwartungen noch wichtige technische, organisatorische und gesellschaftliche Fragen zu lösen sind, bevor Allzweckroboter und andere humanoide Roboter flächendeckend in Fabriken und im Haushalt bzw. Alltag eingesetzt werden können. Die gedruckte Ausgabe ist ab dem 13. Juni 2026 erhältlich. Die digitalen Beiträge erscheinen laufend auf www.vdi-nachrichten.com.
Wie schmälert man in Texten die Leistung von Mädchen und Frauen? Indem man an der falschen Stelle movierte Formen verwendet. Im Rahmen der Rechtschreibprüfung eines Empfehlungsschreibens schlägt ChatGPT vor, den Satz „Sie gehört zu den Wissenschaftlern ihrer Generation, die das Potenzial besitzen …“ abzuändern in „Sie gehört zu den Wissenschaftlerinnen ihrer Generation, die das Potenzial besitzen …“. Damit wäre sie nicht mehr so herausgehoben wie vorher, und sie dürfte sich nur noch an Frauen messen, nicht an Männern. Auf Seite 20 des Romans „What we can know“ von Ian McEwan steht: „Mary Sheldrake was among the most successful novelists of her generation.“ Dies könnte man übersetzen mit: „Mary Sheldrake gehörte zu den erfolgreichsten Romanautoren ihrer Generation.“ Erstaunlicherweise lautet die Stelle im deutschsprachigen Buch „Was wir wissen können“ (Diogenes) auf Seite 37 aber: „Mary Sheldrake war eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen ihrer Generation.“ Das macht sie unbedeutender, als sie ist – sie ist in ihrer Generation nicht nur unter den professionell schreibenden Frauen eine der erfolgreichsten, sondern unter allen, die professionell schreiben. Grundsätzlich können movierte Formen dieser Art ausschließlich auf weibliche Personen zielen. Sie können nicht generisch sein. Und es ist irreführend bzw. fehlerhaft, sie in der genannten Weise zu verwenden.
Abb.: Das Schmälern der Leistung von Mädchen und Frauen
An article titled „Queering Sex Robots Beyond Diversifying Design? Insights from Queer Lacanian Psychoanalysis and New Materialism“ by Maaike van der Horst and Anna Puzio was published in the journal Philosophy & Technology in March 2026. Surprisingly, it does not reference several works that are highly relevant to the topic, including publications by Tanja Kubes and Oliver Bendel. As a result, some of the article’s claims to originality appear less convincing than they might otherwise have been. Following an exchange with one of the journal’s editors, Luciano Floridi, Oliver Bendel therefore submitted a commentary, which was published in Philosophy & Technology on June 10, 2026. From the abstract: „This commentary discusses Maaike van der Horst and Anna Puzio’s article ‚Queering Sex Robots Beyond Diversifying Design? Insights from Queer Lacanian Psychoanalysis and New Materialism‘. While acknowledging the article’s valuable contribution, particularly its integration of Queer Lacanian Psychoanalysis and New Materialism, the commentary argues that its account of prior scholarship is incomplete. Several key themes and proposals presented as novel – including critiques of humanoid mimicry, new-materialist approaches to sexuality and technology, queer design concepts, relational ontology, and transformative sex robot forms – had already been developed in earlier work by Tanja Kubes and Oliver Bendel. The omission of these contributions affects assessments of originality, the reconstruction of the field’s intellectual development, and the allocation of scholarly credit. The commentary therefore calls for a more comprehensive scholarly genealogy of queer and new-materialist approaches to sex robots and argues that careful citation practices are essential to maintaining the integrity of academic discourse.“ The article „Who Queered the Sex Robot? Notes on Attribution and Conceptual History“ can be accessed at link.springer.com/article/10.1007/s13347-026-01123-3.
Das Buch „300 Keywords Weltraum“ von Oliver Bendel ist am 28. August 2025 bei Springer Gabler erschienen. Inzwischen gibt es über 11.000 Accesses. Es handelt sich um ein Grundlagenwerk zur Raumfahrt und zum Weltraum. Es enthält zahlreiche Exkurse, etwa zur Weltraumlyrik und zur Weltraumkunst – oder zum mythologischen Hintergrund der Benennung von Himmelkörpern und Galaxien. Damit dringt man auch in die Randbereiche des Weltraums vor. Zentrale Themen, die sich durch das ganze Buch ziehen, sind Ethik, Robotik und Umwelt. In diesen Bereichen ist der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker aus Zürich zu Hause. Man kann sich entweder von A wie Anthropozän bis Z wie Zwergplanet durchlesen oder sich einen der über 300 Begriffe aussuchen und von diesem aus weiterspringen. Es ist das sechste „Keywords“-Buch von Oliver Bendel, wobei zwei davon bereits in zweiter Auflage vorliegen, nämlich das zur Informationsethik und das zur Digitalisierung. Zuletzt erschien in dieser Reihe „300 Keywords Generative KI“. Das Buch kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-49287-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es über den Buchhandel erhältlich.
Since 2012, Prof. Dr. Oliver Bendel (FHNW School of Business) has initiated and implemented a wide variety of chatbots and voice assistants. These systems have been covered by the media and have even attracted the interest of NASA. His theoretical foundation and practical expertise stem from his doctoral dissertation on this topic, which dates back a quarter of a century. Since 2022, his focus has been on dialogue systems for dead and endangered languages. This work has resulted in @ve, a chatbot for Latin (implemented by Karim N’Diaye), @llegra, a voice-enabled chatbot for Vallader, a variety of Romansh (implemented by Dalil Jabou), and kAIxo, a voice-enabled chatbot for Basque (implemented by Nicolas Lluis Araya). In addition, Oliver Bendel is experimenting with chatbots for extinct languages such as Egyptian and Akkadian. On April 8, 2026, his article „Chatbots for Dead, Endangered, and Extinct Languages: Possibilities and Limitations of Generative AI for Continuing Education“ was published in Wiley Industry News. The article focuses on the question of how chatbots based on generative AI can contribute to the preservation and promotion of dead, endangered, and extinct languages in continuing education, as well as in formal education. Oliver Bendel is also involved in the University of Applied Sciences of the Grisons‘ IdiomVoice project, which will be presented on June 17, 2026, at the GRdigital Project Showcase during an evening networking reception. Visitors to the showcase will have the opportunity to explore the current prototype and interact directly in Sursilvan with the two chatbot characters, Lina and Brida. With @llegra, Lina, and Brida, Graubünden has gained several digital ambassadors for its Romansh idioms.
Der Wissenschaftsjournalist Tim Reinboth hat am 30. Mai 2026 in Golem den Artikel „Aus Hirndaten mentale Bilder dekodieren“ veröffentlicht. Der Teaser lautet: „Gedanken aus unserem Gehirn auszulesen, gilt als Science-Fiction. Neue Forschung zeigt jedoch, dass so etwas Ähnliches langsam funktioniert.“ Der Text beginnt mit den Worten: „Keine Gehirn-Computer-Schnittstelle und kein neurowissenschaftlicher Ansatz kann Gedanken lesen. Daher weiß auch Tomoyasu Horikawa nicht genau, was im Kopf seiner Probanden vorgeht. Allerdings hat er mit einer neuen Methode Szenen rekonstruiert, die sich Probanden in einem Magnetresonanztomografen (MRT) vorstellten, und ließ sie einen Computer in Worte fassen.“ (Golem, 30. Mai 2026) Zu Wort kommt Prof. Dr. Oliver Bendel, der sich seit Jahren mit Brain-Computer-Interfaces beschäftigt – und schon als Student ein wenig Geld dazuverdiente, indem er Psychologen an der Universität Konstanz seine Gehirnaktivitäten messen ließ, während er verstörende Bilder anschauen musste. Die Möglichkeit des Gedankenlesens schließt er nicht grundsätzlich aus – man befindet sich im Moment ganz am Anfang, macht aber erstaunliche und beunruhigende Fortschritte, die Informationsethik und KI-Ethik auf den Plan rufen. Der Artikel kann hier aufgerufen werden.
Das Kundenmagazin Centaur von Rossmann gibt es seit März 2002. Das Heft hat über 100 Seiten und liegt in den Filialen des Unternehmens aus. Es erreicht bei einer Druckauflage von über 900.000 Exemplaren und mit seiner Onlinepräsenz ca. 2,5 Millionen Interessierte. In der Ausgabe vom Juni 2026 gibt es ein eineinhalbseitiges Interview mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Der Technikphilosoph und Maschinenethiker äußert sich im Beitrag „Der Reiz der Realität“ zu Gegenbewegungen im Zeitalter der Digitalisierung und zur Frage, wann Roboter – Pflegeroboter ebenso wie Allzweckroboter – selbstverständlicher Teil unseres Alltags sein werden. Anna Kentrath, die Leiterin der Unternehmenskommunikation von Rossmann, schreibt in ihrem Editorial: „Wir spüren einer wachsenden Sehnsucht nach: der Lust am Analogen, an echten Begegnungen und haptischen Erlebnissen. Das ist keine Flucht vor der digitalen Welt, die uns ja auch Freiheiten schenkt. Es ist eine bewusste Ergänzung, ein ‚Korrektiv‘, wie es unser Experte Prof. Oliver Bendel nennt.“ Das Kundenmagazin für den Monat Juni kann seit dem 27. Mai 2026 über www.rossmann.de/de/kataloge/centaur/index.html aufgerufen und heruntergeladen werden.
In Article 50, „Transparency Obligations for Providers and Deployers of Certain AI Systems“, of the EU Artificial Intelligence Act, it is stated: „Providers shall ensure that AI systems intended to interact directly with natural persons are designed and developed in such a way that the natural persons concerned are informed that they are interacting with an AI system, unless this is obvious from the point of view of a natural person who is reasonably well-informed, observant and circumspect, taking into account the circumstances and the context of use.“ On this subject, the European Parliament had already been advised ten years earlier by Oliver Bendel. In his lecture „Moral and Immoral Machines – Moralische und unmoralische Maschinen“ in Brussels on September 8, 2016, he presented GOODBOT, a chatbot initiated by him in 2013 in the context of machine ethics, which featured several escalation levels while repeatedly making clear that it was merely a machine. At the Digital Europe Working Group Conference Robotics on November 8, 2017, Bendel also spoke online about related questions in machine ethics. In connection with a care robot, he raised the question: „Should the robot make clear that it’s just a machine?“ The transparency obligations set out in Article 50 will enter into force on August 2, 2026.
Fig.: The main building of the European Parliament in Brussels
Im Jahre 1977 erschien das Album „News of the World“ von Queen. Das Cover dürfte viele Jugendliche und Erwachsene dieser Zeit beeindruckt oder verstört haben, was auch in der Popkultur aufgegriffen wurde, etwa in der animierten Sitcom „Family Guy“, wo Stewie panische Angst davor hat. Es zeigt einen riesenhaften humanoiden Roboter, der zwei tote Menschen in seiner Rechten hält, während Blut von seiner Linken tropft. Der Science-Fiction-Künstler Frank Kelly Freas hatte ein ähnliches Motiv bereits in einer früheren Arbeit verwendet. Brian May betonte mehrfach, dass „News of the World“ eine bewusste stilistische Neuorientierung der Band war, direkter, roher und moderner. Das Cover passte offensichtlich genau dazu. Der Gitarrist war Science-Fiction ebenso zugetan wie der Realität des Weltraums. 2007 schloss er am Imperial College London nach langer Unterbrechung seine Doktorarbeit über interplanetaren Staub ab. Vor einigen Monaten wurde er für das Buch „RE:VIEW: Wozu die Menschheit retten?“ interviewt. Dieses bietet im ersten Teil umfangreiches Bildmaterial der ESA von der KI-gestützten Planetenschutzmission Hera, ergänzt um Werke der KI-Kunst. Im zweiten Teil wird das KI-System der Hera selbst zum Interviewer und „führt dreißig tiefgreifende Gespräche mit Personen aus Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Gesellschaft“ (Verlagsinformation). Neben Brian May, der sich damit sowohl der Science-Fiction als auch der „Space-Reality“ widmen durfte, sind das z.B. die erste Weltraumtouristin Anousheh Ansari, der „Interstellar“-Visionär Paul Franklin, die PETA-Gründerin Ingrid Newkirk, der Ex-Gitarrist von Guns N‘ Roses Ron Bumblefoot Thal, der Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach, der Künstler Jonathan Meese und der Technikphilosoph und Maschinenethiker Oliver Bendel. Das Buch wird vom Verlag We Mind Publishing und von der Agentur Jung von Matt umgesetzt, ist bereits bei Amazon verzeichnet und kommt im September 2026 heraus.
Abb.: Das Album erschien im Jahre 1977 (Bild: GPT Image 2)
„Bei AI Slop oder AI-Slop … handelt es sich um minderwertige, massenhaft verbreitete Inhalte (Text, Bild, Video, Audio) mit generativer KI als Ursprung. Er kann Teil von Marketing oder Propaganda sein, zum Meme werden und ins Triviale, Kuriose und Groteske reichen. Man spricht auch von Slop, KI-Müll … oder KI-Schrott.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 15. Mai 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf den Abschnitt über „Hintergrund und Anwendungen“ kommt einer mit „Kritik und Ausblick“: „AI Slop ist eine jüngere Entwicklung nach Spam und Junk. Mit all diesen Phänomenen wird zur Vermüllung des Internets, des Computers bzw. des Accounts und speziell von Onlinemedien (selten von Offlinemedien) beigetragen. Beeinträchtigt wird sowohl die Glaubwürdigkeit von Angeboten als auch die Produktivität von Einzelnen und Unternehmen, was das Thema von Medienethik, Informationsethik und Wirtschaftsethik ist.“ Geschlossen wird mit der Perspektive der KI-Ethik, die man der Informationsethik zuordnet oder als eigenständige Bereichsethik versteht. Der vollständige Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ai-slop-177861 aufgerufen werden.
Abb.: Eine Ausstellung in der Wüste bei Palm Springs mit Schrott
Das Buch „Maschinenliebe“, herausgegeben von Oliver Bendel, erschien 2020. Es enthält Beiträge von international bekannten Experten und Expertinnen sowie Interviews mit einer Bordellbetreiberin und einer Sexarbeiterin. Aus dem Klappentext: „Sexroboter sind ein Thema, das die Medien mit Vorliebe behandeln und die Gesellschaft spaltet. Es gibt einige Modelle wie Emma und Harmony. Viel verbreiteter sind allerdings einfache Liebespuppen mit überzeugender Haut und auswechselbaren Körperöffnungen. Sie finden sich in zahlreichen Bordellen und können problemlos bei Amazon und Co. bestellt werden. Zwischen Liebespuppen und Sexrobotern sind die Grenzen fließend. Sobald Liebespuppen sprechen können oder Sensoren und Aktoren haben, werden sie zu Sexrobotern. Weiterentwickelte Varianten weisen mimische Fähigkeiten auf und können den Kopf bewegen. Das Buch erklärt Grundbegriffe, geht auf technische Details ein und diskutiert psychologische, soziologische und philosophische Erkenntnisse und Herausforderungen. Es beleuchtet die Praxis der Sexarbeit und liefert Stellungnahmen von Herstellern und Benutzern.“ (Klappentext „Maschinenliebe“) Das Werk hat nach gut fünf Jahren 50.000 Accesses erreicht – keine 568.000 wie „Pflegeroboter“, 408.000 wie „Soziale Roboter“ oder 251.000 wie „Handbuch Maschinenethik“ – aber ein Achtungserfolg ist es allemal. Eine Besonderheit ist es auch, weil in „Speaking with Harmony“ (Kino Coursey) geschildert wird, wie bereits 2019 bei diesem Sexroboter ein LLM eingesetzt wurde. Oliver Bendel hatte den KI-Experten in jenem Jahr an der Universität Potsdam getroffen und ihn zu einem Beitrag eingeladen, nachdem ihn seine künstliche Begleiterin mit ihren natürlichsprachlichen Fähigkeiten beeindruckt hatte. Weitere Informationen über www.springer.com/de/book/9783658298630.
Abb.: Henry, der Bruder von Harmony (Foto: Realbotix)
Der Artikel „Es muss nicht immer ein humanoider Roboter sein: Mythomorphe Gestaltung als Option und Perspektive“ von Oliver Bendel ist am 13. Mai 2026 in Wiley Industry News erschienen. Der Technikphilosoph führt den Begriff des Mythomorphen ein, um die Kategorien des Humanoiden und Animaloiden (Zoomorphen) zu erweitern. Dadurch lassen sich Roboter wie Mirokaï, Furby und Cozmo besser einordnen als bisher. Aus dem Abstract: „Soziale Roboter sind oft humanoid oder zoomorph gestaltet. Zudem gibt es dinghafte Gestaltung, bei der versucht wird, eine Nachahmung von Lebewesen zu vermeiden. Allerdings können humanoide oder zoomorphe Merkmale vorkommen, etwa menschlich wirkende Augen oder ein tierlicher Schwanz. Weniger üblich, aber durchaus vorhanden ist eine weitere Richtung, die mythomorph genannt werden kann. Hier sind nicht oder nicht direkt Menschen oder Tiere das Vorbild, sondern Außerirdische, Fantasyfiguren oder mythologische Figuren. In diesem Beitrag wird zuerst darauf eingegangen, was unter mythomorpher Gestaltung verstanden werden kann. Dann werden Beispiele für soziale Roboter mit dieser Ausrichtung gesammelt, beschrieben und eingeordnet. Sodann findet eine ontologische, ästhetische und ethische Diskussion statt. Dabei werden jeweils Chancen und Risiken genannt. Es zeigt sich, dass mythomorphes Design als eigenständige Perspektive innerhalb des breiteren Gestaltungsraums der Sozialen Robotik verstanden werden kann.“ Der Artikel kann hier aufgerufen werden.
The article „It Does Not Always Have to Be a Humanoid Robot: Mythomorphic Design as an Option and a Perspective“ by Oliver Bendel was published in Wiley Industry News on May 13, 2026. The philosopher of technology proposes the term „mythomorph“ to expand upon the categories of „humanoid“ and „animalid“ („zoomorph“). This allows robots such as Mirokaï, Furby, and Cozmo to be better categorized than before. From the abstract: „Social robots are often designed in a humanoid or zoomorphic manner. In addition, there are object-like designs that attempt to avoid imitation of living beings. Nevertheless, humanoid or zoomorphic features may still appear, such as human-like eyes or an animal-like tail. Less common, but clearly present, is a design perspective that can be described as mythomorphic. In this case, humans or animals do not serve, or do not directly serve, as models; instead, extraterrestrials, fantasy figures, or mythological beings are used as inspiration. This contribution first addresses what can be understood by mythomorphic design. It then collects, describes, and classifies examples of social robots that follow this approach. Subsequently, an ontological, aesthetic, and ethical discussion is conducted, with opportunities and risks identified in each case. It becomes apparent that mythomorphic design can be understood as a distinct perspective within the broader design space of social robotics.“ The article can be accessed here.
Die Neue Berliner Redaktionsgesellschaft war im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel über die Robotersteuer. Diese ist eine Ausprägung der Maschinensteuer, die man wiederum als Wertschöpfungsabgabe begreifen kann. Die Idee ist, die Existenz oder den Betrieb bzw. die Arbeit von Robotern (womöglich auch von KI-Systemen) in der Produktion, in der Logistik und in anderen Bereichen zu besteuern und die Gelder entweder dem System der Sozialversicherung oder beispielsweise dem Bildungswesen zuzuführen. Gegen die Robotersteuer spricht, dass nicht klar ist, was man genau besteuern soll. Welche Roboter und KI-Systeme sind betroffen? Um welche Arbeit geht es konkret? Die Innovationskraft von Unternehmen könnte gebremst werden, und es werden damit womöglich Entwicklung und Einsatz von Robotern, die Menschen ergänzen und entlasten, gehemmt und Wege zur Befreiung von der Bürde des beruflichen Alltags blockiert. Für die Robotersteuer spricht, dass der Roboter als Risiko für die Vollbeschäftigung im Vollzeitmodell erkannt und eine sozialpolitische Antwort auf die zunehmende Automatisierung gefunden wird. Es liegt ein Vorschlag auf dem Tisch, über den man diskutieren kann. Vielleicht ist der Roboter aber einfach der Prügelknabe der Nation. Die Artikel „Zahlt am Ende der Roboter?“ und „Die Rechnung sollen die Roboter zahlen“ mit Aussagen von Oliver Bendel erschienen am 8. Mai 2026 u.a. in der Südwest Presse, in der Lausitzer Rundschau und im Oranienburger Generalanzeiger.
Oliver Bendel’s paper „Towards a Discipline of Animal-Machine Interaction“ has been accepted for presentation at Robophilosophy 2026. The renowned conference on the philosophical aspects of social robotics has been held since 2014 and will take place in Dublin this year. Autonomous and semi-autonomous machines such as robots and drones are increasingly moving into natural and urban environments, leading to a growing number of interactions between animals and machines and raising corresponding new ethical and conceptual challenges. This article proposes animal-machine interaction (AMI) as a distinct discipline concerned with the design and governance of machines that encounter animals. After clarifying core concepts and delineating AMI from related fields, the article highlights the role of machine ethics in developing animal-friendly systems. Selected application examples illustrate how machines can support animal survival and well-being, while the ethical discussion addresses both opportunities and risks of technological intervention in animal habitats. It is becoming clear that AMI is an increasingly important field of research, but one that must be constantly reoriented and questioned. Oliver Bendel has participated in the biennial conference series since 2018. That year, he delivered a keynote speech in Vienna alongside Hiroshi Ishiguro, Guy Standing, and Joanna Bryson. His book „Tier-Maschine-Interaktion“ („Animal-Machine Interaction“) was recently published by Springer Gabler.