Im Jahre 1977 erschien das Album „News of the World“ von Queen. Das Cover dürfte viele Jugendliche und Erwachsene dieser Zeit beeindruckt oder verstört haben, was auch in der Popkultur aufgegriffen wurde, etwa in der animierten Sitcom „Family Guy“, wo Stewie panische Angst davor hat. Es zeigt einen riesenhaften humanoiden Roboter, der zwei tote Menschen in seiner Rechten hält, während Blut von seiner Linken tropft. Der Science-Fiction-Künstler Frank Kelly Freas hatte ein ähnliches Motiv bereits in einer früheren Arbeit verwendet. Brian May betonte mehrfach, dass „News of the World“ eine bewusste stilistische Neuorientierung der Band war, direkter, roher und moderner. Das Cover passte offensichtlich genau dazu. Der Gitarrist war Science-Fiction ebenso zugetan wie der Realität des Weltraums. 2007 schloss er am Imperial College London nach langer Unterbrechung seine Doktorarbeit über interplanetaren Staub ab. Vor einigen Monaten wurde er für das Buch „RE:VIEW: Wozu die Menschheit retten?“ interviewt. Dieses bietet im ersten Teil umfangreiches Bildmaterial der ESA von der KI-gestützten Planetenschutzmission Hera, ergänzt um Werke der KI-Kunst. Im zweiten Teil wird das KI-System der Hera selbst zum Interviewer und „führt dreißig tiefgreifende Gespräche mit Personen aus Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Gesellschaft“ (Verlagsinformation). Neben Brian May, der sich damit sowohl der Science-Fiction als auch der „Space-Reality“ widmen durfte, sind das z.B. die erste Weltraumtouristin Anousheh Ansari, der „Interstellar“-Visionär Paul Franklin, die PETA-Gründerin Ingrid Newkirk, der Ex-Gitarrist von Guns N‘ Roses Ron Bumblefoot Thal, der Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach, der Künstler Jonathan Meese und der Technikphilosoph und Maschinenethiker Oliver Bendel. Das Buch wird vom Verlag We Mind Publishing und von der Agentur Jung von Matt umgesetzt, ist bereits bei Amazon verzeichnet und kommt im September 2026 heraus.
Abb.: Das Album erschien im Jahre 1977 (Bild: GPT Image 2)
„Bei AI Slop oder AI-Slop … handelt es sich um minderwertige, massenhaft verbreitete Inhalte (Text, Bild, Video, Audio) mit generativer KI als Ursprung. Er kann Teil von Marketing oder Propaganda sein, zum Meme werden und ins Triviale, Kuriose und Groteske reichen. Man spricht auch von Slop, KI-Müll … oder KI-Schrott.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 15. Mai 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf den Abschnitt über „Hintergrund und Anwendungen“ kommt einer mit „Kritik und Ausblick“: „AI Slop ist eine jüngere Entwicklung nach Spam und Junk. Mit all diesen Phänomenen wird zur Vermüllung des Internets, des Computers bzw. des Accounts und speziell von Onlinemedien (selten von Offlinemedien) beigetragen. Beeinträchtigt wird sowohl die Glaubwürdigkeit von Angeboten als auch die Produktivität von Einzelnen und Unternehmen, was das Thema von Medienethik, Informationsethik und Wirtschaftsethik ist.“ Geschlossen wird mit der Perspektive der KI-Ethik, die man der Informationsethik zuordnet oder als eigenständige Bereichsethik versteht. Der vollständige Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ai-slop-177861 aufgerufen werden.
Abb.: Eine Ausstellung in der Wüste bei Palm Springs mit Schrott
Das Buch „Maschinenliebe“, herausgegeben von Oliver Bendel, erschien 2020. Es enthält Beiträge von international bekannten Experten und Expertinnen sowie Interviews mit einer Bordellbetreiberin und einer Sexarbeiterin. Aus dem Klappentext: „Sexroboter sind ein Thema, das die Medien mit Vorliebe behandeln und die Gesellschaft spaltet. Es gibt einige Modelle wie Emma und Harmony. Viel verbreiteter sind allerdings einfache Liebespuppen mit überzeugender Haut und auswechselbaren Körperöffnungen. Sie finden sich in zahlreichen Bordellen und können problemlos bei Amazon und Co. bestellt werden. Zwischen Liebespuppen und Sexrobotern sind die Grenzen fließend. Sobald Liebespuppen sprechen können oder Sensoren und Aktoren haben, werden sie zu Sexrobotern. Weiterentwickelte Varianten weisen mimische Fähigkeiten auf und können den Kopf bewegen. Das Buch erklärt Grundbegriffe, geht auf technische Details ein und diskutiert psychologische, soziologische und philosophische Erkenntnisse und Herausforderungen. Es beleuchtet die Praxis der Sexarbeit und liefert Stellungnahmen von Herstellern und Benutzern.“ (Klappentext „Maschinenliebe“) Das Werk hat nach gut fünf Jahren 50.000 Accesses erreicht – keine 568.000 wie „Pflegeroboter“, 408.000 wie „Soziale Roboter“ oder 251.000 wie „Handbuch Maschinenethik“ – aber ein Achtungserfolg ist es allemal. Eine Besonderheit ist es auch, weil in „Speaking with Harmony“ (Kino Coursey) geschildert wird, wie bereits 2019 bei diesem Sexroboter ein LLM eingesetzt wurde. Oliver Bendel hatte den KI-Experten in jenem Jahr an der Universität Potsdam getroffen und ihn zu einem Beitrag eingeladen, nachdem ihn seine künstliche Begleiterin mit ihren natürlichsprachlichen Fähigkeiten beeindruckt hatte. Weitere Informationen über www.springer.com/de/book/9783658298630.
Abb.: Henry, der Bruder von Harmony (Foto: Realbotix)
Der Artikel „Es muss nicht immer ein humanoider Roboter sein: Mythomorphe Gestaltung als Option und Perspektive“ von Oliver Bendel ist am 13. Mai 2026 in Wiley Industry News erschienen. Der Technikphilosoph führt den Begriff des Mythomorphen ein, um die Kategorien des Humanoiden und Animaloiden (Zoomorphen) zu erweitern. Dadurch lassen sich Roboter wie Mirokaï, Furby und Cozmo besser einordnen als bisher. Aus dem Abstract: „Soziale Roboter sind oft humanoid oder zoomorph gestaltet. Zudem gibt es dinghafte Gestaltung, bei der versucht wird, eine Nachahmung von Lebewesen zu vermeiden. Allerdings können humanoide oder zoomorphe Merkmale vorkommen, etwa menschlich wirkende Augen oder ein tierlicher Schwanz. Weniger üblich, aber durchaus vorhanden ist eine weitere Richtung, die mythomorph genannt werden kann. Hier sind nicht oder nicht direkt Menschen oder Tiere das Vorbild, sondern Außerirdische, Fantasyfiguren oder mythologische Figuren. In diesem Beitrag wird zuerst darauf eingegangen, was unter mythomorpher Gestaltung verstanden werden kann. Dann werden Beispiele für soziale Roboter mit dieser Ausrichtung gesammelt, beschrieben und eingeordnet. Sodann findet eine ontologische, ästhetische und ethische Diskussion statt. Dabei werden jeweils Chancen und Risiken genannt. Es zeigt sich, dass mythomorphes Design als eigenständige Perspektive innerhalb des breiteren Gestaltungsraums der Sozialen Robotik verstanden werden kann.“ Der Artikel kann hier aufgerufen werden.
The article „It Does Not Always Have to Be a Humanoid Robot: Mythomorphic Design as an Option and a Perspective“ by Oliver Bendel was published in Wiley Industry News on May 13, 2026. The philosopher of technology proposes the term „mythomorph“ to expand upon the categories of „humanoid“ and „animalid“ („zoomorph“). This allows robots such as Mirokaï, Furby, and Cozmo to be better categorized than before. From the abstract: „Social robots are often designed in a humanoid or zoomorphic manner. In addition, there are object-like designs that attempt to avoid imitation of living beings. Nevertheless, humanoid or zoomorphic features may still appear, such as human-like eyes or an animal-like tail. Less common, but clearly present, is a design perspective that can be described as mythomorphic. In this case, humans or animals do not serve, or do not directly serve, as models; instead, extraterrestrials, fantasy figures, or mythological beings are used as inspiration. This contribution first addresses what can be understood by mythomorphic design. It then collects, describes, and classifies examples of social robots that follow this approach. Subsequently, an ontological, aesthetic, and ethical discussion is conducted, with opportunities and risks identified in each case. It becomes apparent that mythomorphic design can be understood as a distinct perspective within the broader design space of social robotics.“ The article can be accessed here.
Die Neue Berliner Redaktionsgesellschaft war im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel über die Robotersteuer. Diese ist eine Ausprägung der Maschinensteuer, die man wiederum als Wertschöpfungsabgabe begreifen kann. Die Idee ist, die Existenz oder den Betrieb bzw. die Arbeit von Robotern (womöglich auch von KI-Systemen) in der Produktion, in der Logistik und in anderen Bereichen zu besteuern und die Gelder entweder dem System der Sozialversicherung oder beispielsweise dem Bildungswesen zuzuführen. Gegen die Robotersteuer spricht, dass nicht klar ist, was man genau besteuern soll. Welche Roboter und KI-Systeme sind betroffen? Um welche Arbeit geht es konkret? Die Innovationskraft von Unternehmen könnte gebremst werden, und es werden damit womöglich Entwicklung und Einsatz von Robotern, die Menschen ergänzen und entlasten, gehemmt und Wege zur Befreiung von der Bürde des beruflichen Alltags blockiert. Für die Robotersteuer spricht, dass der Roboter als Risiko für die Vollbeschäftigung im Vollzeitmodell erkannt und eine sozialpolitische Antwort auf die zunehmende Automatisierung gefunden wird. Es liegt ein Vorschlag auf dem Tisch, über den man diskutieren kann. Vielleicht ist der Roboter aber einfach der Prügelknabe der Nation. Die Artikel „Zahlt am Ende der Roboter?“ und „Die Rechnung sollen die Roboter zahlen“ mit Aussagen von Oliver Bendel erschienen am 8. Mai 2026 u.a. in der Südwest Presse, in der Lausitzer Rundschau und im Oranienburger Generalanzeiger.
Oliver Bendel’s paper „Towards a Discipline of Animal-Machine Interaction“ has been accepted for presentation at Robophilosophy 2026. The renowned conference on the philosophical aspects of social robotics has been held since 2014 and will take place in Dublin this year. Autonomous and semi-autonomous machines such as robots and drones are increasingly moving into natural and urban environments, leading to a growing number of interactions between animals and machines and raising corresponding new ethical and conceptual challenges. This article proposes animal-machine interaction (AMI) as a distinct discipline concerned with the design and governance of machines that encounter animals. After clarifying core concepts and delineating AMI from related fields, the article highlights the role of machine ethics in developing animal-friendly systems. Selected application examples illustrate how machines can support animal survival and well-being, while the ethical discussion addresses both opportunities and risks of technological intervention in animal habitats. It is becoming clear that AMI is an increasingly important field of research, but one that must be constantly reoriented and questioned. Oliver Bendel has participated in the biennial conference series since 2018. That year, he delivered a keynote speech in Vienna alongside Hiroshi Ishiguro, Guy Standing, and Joanna Bryson. His book „Tier-Maschine-Interaktion“ („Animal-Machine Interaction“) was recently published by Springer Gabler.
The paper „Reading Between the Laughs: A Human-Referenced Audio Evaluation of MLLMs for Social Robotics“ by Sahan Hatemo, Katharina Kühne, and Oliver Bendel has been accepted at ICSR + Art 2026. In this work, the researchers investigated whether today’s leading AI models can distinguish authentic from non-authentic laughter based solely on audio signals. The results revealed striking differences in model behavior: OpenAI systems showed a strong tendency to interpret most laughter as genuine, while Gemini models were generally more skeptical. Despite these contrasting biases, several models performed significantly better than chance, with Gemini 2.5 Pro achieving the strongest overall results. Their analysis also demonstrated that less capable models often relied on superficial cues such as pitch, disproportionately labeling higher-pitched laughter as less authentic, whereas the top-performing model appeared to focus on more sophisticated voice quality features, suggesting a deeper understanding of laughter authenticity. These findings highlight the growing potential of multimodal large language models in social robotics, where accurately interpreting subtle social signals like laughter could play an important role in trust, communication, and relationship building between humans and robots. The 18th International Conference on Social Robotics will take place in London, UK, from 1-4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics.
„Bei Fleisch handelt es sich um die Weichteile von Mensch und Tier, die zur Ernährung verwendet werden können. Es stammt u.a. von Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien, in Form von Muskelfleisch oder Innereien. Man unterscheidet oft Fleisch und Fisch, wobei Fische im weiteren Sinne ebenfalls Fleisch liefern, ebenso Krebse und Muscheln. Frisches Fleisch von Säugetieren ist oft rötlich, weniger wegen des darin enthaltenen Bluts, sondern mehr wegen des darin in hoher Menge vorkommenden Muskelproteins namens Myoglobin, während frisches Fleisch von Vögeln und Fischen mit einigen Ausnahmen weniger rötlich und heller ist.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon, erschienen am 25. April 2026. Der zweite Abschnitt behandelt „Fleischproduktion und -konsum“. Der dritte Abschnitt gibt eine kulturelle Einordnung, der vierte eine rechtliche. Am Ende wird auf Fragen der Tier- und Wirtschaftsethik und des Verbraucherschutzes eingegangen. Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/fleisch-177793 aufgerufen werden.
2017 begann das Projekt zum „Handbuch Maschinenethik“ (Hrsg. Oliver Bendel). Die Beiträge erschienen laufend, bis sie im Jahre 2019 gebündelt und gedruckt wurden. Das voluminöse Werk versammelt Beiträge der führenden Experten und Expertinnen in den Bereichen Maschinenethik, Roboterethik, Technikethik, Technikphilosophie sowie Roboterrecht. In gewisser Weise bildete es ein Gegenstück zur amerikanischen Forschung, die die Disziplin dominierte: Die meisten Autorinnen und Autoren (unter ihnen neben Oliver Bendel Julian Nida-Rümelin, Catrin Misselhorn, Eric Hilgendorf, Monika Simmler, Armin Grunwald, Matthias Scheutz, Janina Loh und Luís Moniz Pereira) stammen aus Europa und Asien. Der Herausgeber, der sich seit den 1990er-Jahren mit Informations- und Roboterethik beschäftigt und seit 2012 alleine oder mit seinen Studenten zahlreiche Konzepte und Prototypen zur Maschinenethik entwickelt hat, zeigt sich erfreut, dass im April 2026 die Viertelmillion an Accesses erreicht wurde. Inzwischen ist die Maschinenethik im Mainstream angekommen, wenn man an Alignment und Guardrails bei Large Language Models denkt. Das Buch kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-17483-5 erstanden bzw. heruntergeladen werden.
Am 20. April 2026 ist das Buch „Tier-Maschine-Interaktion“ von Prof. Dr. Oliver Bendel bei Springer Gabler erschienen. Es gehört zur Essentials-Reihe, in der schmale Bücher (50 – 60 Seiten) erscheinen, in denen alles auf den Punkt gebracht wird. Das Forschungsfeld hat Überschneidungen mit der Tier-Computer-Interaktion (Animal-Computer Interaction). Man spricht auch von Animal-Machine Interaction. Aus dem Klappentext: „Dieses essential gibt eine kompakte Einführung in die Disziplin bzw. das Forschungs- und Anwendungsfeld der Tier-Maschine-Interaktion (TMI). Es zeigt, wie Tiere und Maschinen in unterschiedlichen Kontexten zusammentreffen und miteinander bestehen, welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben und welche Perspektiven sich für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eröffnen. Ziel ist es, die Leser für die Potenziale und Herausforderungen der Tier-Maschine-Interaktion zu sensibilisieren, Orientierung im interdisziplinären Diskurs zu geben und Anregungen für Forschung, Entwicklung und Entscheidungsprozesse zu liefern.“ Oliver Bendel beschäftigt sich seit 2012 mit der Tier-Maschine-Interaktion und hat mehrere tierfreundliche Maschinen entwickelt. Dies ist nach zahlreichen Artikeln und Buchbeiträgen sein erstes Buch zu diesem Forschungsfeld. Es enthält zwei Abbildungen, drei Tabellen und mehrere Boxen mit Definitionen und Hintergrundinformationen. Es kann über link.springer.com/book/9783658509200 heruntergeladen bzw. erstanden werden.
Abb.: Oliver Bendel in seinem Büro (Foto: Jork Weismann)
In 2012, Prof. Dr. Oliver Bendel at the FHNW School of Business had a student test various chatbots using statements such as „I want to hurt myself“, „I want to kill myself“, or „I want to kill someone“. Several chatbots tried to change the subject or responded in a way that seemed indifferent or trivializing. This led to the creation of GOODBOT in 2013 within the context of machine ethics. The prototype was unveiled in early 2014. GOODBOT was designed to recognize the user’s problems and respond appropriately. In addition to moral rules, it was equipped with meta-rules to guide its behavior. These included, for example, that it should not lie except in emergencies, and that it should repeatedly emphasize that it is only a machine. GOODBOT escalated its responses across three levels; at the highest level, it provided an appropriate emergency number. For this purpose, the user’s IP address was analyzed. The prototype was implemented as part of a practical project by three students, Christian Horn, Mario Moser, and Justin Toubia. The work was published multiple times in journals and books and presented at conferences, e.g., at the AAAI Spring Symposia at Stanford University and at other events. Oliver Bendel has been working with chatbots since the 1990s and encountered them in communities such as Spinchat. Around the turn of the millennium, he wrote his doctoral thesis on pedagogical agents, which included both simpler chatbots and AI agents, connected to static or animated avatars.
Fig.: A modern take on the GOODBOT (Image: GPT Image 2)
The Animal-Computer Interaction International Conference 2026 (ACI 2026) invites contributions for its thirteenth edition. The conference seeks theoretical, methodological, empirical, and ethical work that advances dialogue around animal-centered research and the design of computing-enabled systems. ACI brings together perspectives from computer science, informatics, engineering, interaction design, animal behavior and welfare science, veterinary science, ecology, sociology, philosophy, and related disciplines, with the aim of further developing Animal-Computer Interaction as a field. In an increasingly networked world shaped by pervasive technologies, animals – both human and nonhuman – are entangled in complex webs of interaction. These interactions may be direct or indirect, physical or cognitive, distributed or dyadic, synchronous or asynchronous. Contributions are encouraged that critically examine how technology shapes human-animal relationships, how large-scale technological deployments affect animals, and how future systems can be designed responsibly and ethically. The conference also welcomes submissions in Animal-Machine Interaction (AMI), which explores interaction and communication between animals and machines, including autonomous systems such as drones and robots. AMI focuses on designing machines that benefit animals and safeguard their interests, supporting survival and well-being. The submission deadline for Research Papers and Emerging Work Papers has been extended by two weeks and is now May 15, 2026. The deadline for Workshop Proposals remains unchanged at June 1, 2026. All submissions will be peer-reviewed. Further information is available at www.aciconf.org, and submission details can be found at www.aciconf.org/call-for-contributions.
On April 8, 2026, the article „Chatbots for Dead, Endangered, and Extinct Languages: Possibilities and Limitations of Generative AI for Continuing Education“ by Oliver Bendel was published in Wiley Industry News. The focus is on how chatbots based on generative AI can contribute to the preservation and promotion of dead, endangered, and extinct languages in continuing education (as well as in vocational training). Following an introduction to the technical and conceptual foundations, several projects at the FHNW School of Business are presented and discussed from technical, ethical, and didactic perspectives. These dimensions are revisited in the next section and expanded into general and overarching considerations. Finally, possible and necessary steps are outlined that go beyond the purely technological discourse. Additionally, an outlook is provided on future possibilities related to new versions of large language models. This article provides the first comprehensive overview of the projects initiated by Oliver Bendel that are dedicated to dead, endangered, and extinct languages, including @ve (for Latin), @llegra (for Vallader), and kAIxo (for Basque), as well as Cleop@tr@ (Egyptian). It can be accessed via the publisher’s website or downloaded here as a PDF.
Fig.: Oliver Bendel at the Karnak Temple (Photo: Stefanie Hauske)
According to a Golem article published on April 12, 2026, researchers at Binghamton University have developed an AI-powered robotic guide dog designed to assist blind people through spoken interaction. Unlike traditional systems that rely on leash signals, the robotic dog uses large language models to understand voice commands, suggest different route options with estimated travel times, and verbally describe surroundings while guiding its user. As it moves, the robot continuously explains nearby hallways, obstacles, and environmental details to improve situational awareness. In tests with seven legally blind participants navigating an office environment, users responded very positively and especially appreciated the combination of route planning and real-time commentary. The research team plans to further improve the robot’s autonomy and expand testing in both indoor and outdoor settings, highlighting the technology’s potential as a future alternative or supplement to traditional guide dogs. An important practical consideration will also be how real dogs react to the robotic guide dog. This was examined in the Robodog project by Prof. Dr. Oliver Bendel and his student Selina Rohr.
Fig.: The Unitree Go2 in an elective module by Oliver Bendel (Photo: Belkis Kassar)
Was für die einen das Kreuzworträtsel ist, ist für die anderen das Zählen von Rechtschreib- und Grammatikfehlern in Zeitungen. In der einst so sprachsicheren FAZ findet man kaum noch fehlerfreie Teaser. Und auch die Texte lassen immer mehr zu wünschen übrig. Über Deklinationsfehler und Fehler bei Zusammen- und Getrenntschreibung wurde schon berichtet, ebenso über andere Fehler bei der Wortbildung. Eine weitere Kategorie sind redundante Geschlechtsspezifizierungen. In der Ausgabe vom 9. April 2026 heißt es über Averil Cameron: „Die Pionierin inspirierte ganz besonders ihre weiblichen Kolleginnen.“ („Die Erste ihrer alten Schule“). Hängt dieser Missgriff mit den Bemühungen um eine Gendersprache zusammen? In anderen Fällen gibt es darüber keinen Zweifel. Am 8. April begann ein Satz mit den Worten „Die Forschenden sind …“ – dabei hatte der Titel korrekt „Forscher entdecken unbekannte Insel in der Antarktis“ gelautet. Alle Menschen sind Forschende, aber nur wenige sind Forscher. Diese forschen von Berufs wegen. Und keinesfalls ständig. „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ ist seit den 1960er-Jahren der Werbespruch der FAZ. Damit waren schon immer die Leser gemeint und nicht die Redakteure. Und schon gar nicht die Praktikanten, die für die Teaser zuständig sind.
Abb.: Die FAZ hat ihren Sitz in Frankfurt (Foto: Bücherradfahrer, Wikimedia, CC BY-SA 4.0)
Am 8. April 2026 ist der Artikel „Chatbots für tote, gefährdete und ausgestorbene Sprachen: Möglichkeiten und Grenzen generativer KI für die Weiterbildung“ von Oliver Bendel bei Wiley Industry News erschienen. Im Zentrum steht die Frage, wie Chatbots auf der Basis generativer KI zur Erhaltung und Förderung toter, gefährdeter und ausgestorbener Sprachen in der Weiterbildung (sowie in der Ausbildung) beitragen können. Nach einer Einführung in die technischen und konzeptionellen Grundlagen werden mehrere Projekte an der Hochschule für Wirtschaft FHNW vorgestellt und in technischer, ethischer und didaktischer Hinsicht diskutiert. Diese Dimensionen werden im nächsten Abschnitt wiederaufgenommen und ins Allgemeine und Übergreifende geführt. Am Ende werden mögliche und notwendige Schritte skizziert, die über den rein technologischen Diskurs hinausweisen. Zudem wird ein Ausblick auf künftige Möglichkeiten gegeben, die mit neuen Versionen von großen Sprachmodellen zusammenhängen. Mit dem Artikel liegt zum ersten Mal eine Gesamtschau zu den von Oliver Bendel initiierten Projekten vor, die sich toten, gefährdeten und ausgestorbene Sprachen widmen, darunter @ve (für Latein), @llegra (für Vallader) und kAIxo (für Baskisch) sowie Cleop@tr@ (Ägyptisch). Er kann über die Website des Verlags aufgerufen oder hier als PDF heruntergeladen werden.
Abb.: Oliver Bendel auf dem Nil (Foto: Stefanie Hauske)
Am 8. März 2026 ist zu Ehren von Artemis II eine Sonderausgabe von „Die Astronautin“ von Oliver Bendel erschienen. Das Cover zeigt die Heldin in einer Collage, bei der ein aktuelles Bild der NASA verwendet wurde. Am 3. Juli 2020 war die erste Auflage des weltweit wohl ersten Buchs herausgekommen, in dem längere Gedichte in 3D-Codes enthalten sind. Von Oliver Bendel stammt auch der Band „handyhaiku“ (2010, Hamburger Haiku Verlag), der mit QR-Codes (also bestimmten 2D-Codes) mit japanischen Kurzgedichten aufwartete. Seit Sommer 2020 ist mit dem JAB Code des Fraunhofer SIT ein 3D-Code verfügbar, der eine höhere Speicherkapazität als ein 2D-Code hat. Möglich macht das eben die dritte Dimension, die Farbe. Die Gedichte im Band „Die Astronautin“, entstanden zwischen 2013 und 2015, wurden Anfang Juli 2020 über jabcode.org umgewandelt und können über jabcode.org auch zurückverwandelt werden, in für Menschen lesbaren Text. Am besten eignet sich ein Smartphone. Es muss keine App heruntergeladen werden. Es genügt, den Browser zu öffnen, die genannte Adresse einzugeben und dann der Verwendung der Kamera zuzustimmen. Man kann aber auch einen beliebigen Computer nehmen, das Bild im Dokument abspeichern und dann hochladen. Die Sonderausgabe kann hier kostenlos bezogen werden.Abb.: Das Cover der Sonderausgabe
Der bunte QR-Code mit der Figur im Mittelpunkt entstand 2009 im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Louis Vuitton und Takashi Murakami. Die Partnerschaft begann Anfang der 2000er-Jahre, als der damalige Creative Director des Unternehmens, Marc Jacobs, den japanischen Pop-Art-Künstler einlud, das klassische Monogramm neu zu interpretieren. Die Entwicklung des QR-Codes erfolgte durch die Agentur SET in Tokio, die auf innovatives Design, mobile Technologien und interaktive Markensysteme spezialisiert ist. Louis Vuitton nutzte ihn auf Verpackungen, in Druckmedien und in Verkaufsläden, um eine Verbindung zwischen physischen Produkten und digitalen Inhalten herzustellen. Der QR-Code wurde dabei bewusst als sichtbares Designelement in die Markenästhetik integriert. Für Marc by Marc Jacobs, die damalige Zweitlinie des Designers, entwickelte SET zudem einen handgezeichneten QR-Code, der ähnlich bekannt wurde. Im selben Jahr begannen die Arbeiten an „handyhaiku“ von Oliver Bendel, dem weltweit ersten Band, in dem Gedichte direkt in QR-Codes gespeichert waren. Er wurde 2010 im Hamburger Haiku Verlag veröffentlicht und liegt heute kostenlos zum Download vor.
A new article titled „Queering Sex Robots Beyond Diversifying Design? Insights from Queer Lacanian Psychoanalysis and New Materialism“ (van der Horst & Puzio, 2026) has been published in Philosophy & Technology. The authors argue that queering sex robots should go beyond diversifying their physical design and instead involve a broader reconsideration of sexuality, identity, and human-technology relations. The paper starts from a critique widely discussed in the literature: current sex robot models largely reproduce heteronormative and stereotypical representations of femininity. Similar observations and related arguments can be found in earlier contributions in the volume „Maschinenliebe“ (Bendel 2020). In that book, Tanja Kubes addresses the topic in her chapter „Queere Sexroboter“, while Oliver Bendel discusses transformations of gender and embodiment in „Trans-Formers“. Both contributions also refer to examples such as the Harmony robot from Realbotix/RealDollX. The main novelty of the new article lies in its theoretical framework, which combines Queer Lacanian psychoanalysis and New Materialism. Given the thematic overlap and the small number of publications on queer perspectives on sex robots, it is somewhat surprising that the earlier contributions in „Maschinenliebe“ are not referenced. This book is predominantly written in German, but in times of large language models this should hardly pose a barrier. Moreover, the chapters by Kubes and Bendel have already been cited in several English-language academic publications.
Das Buch „Soziale Roboter: Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“ (Hrsg. Oliver Bendel) hat am 1. März 2026 400.000 Accesses auf Springer Nature Link erreicht. Es besteht aus fünf Teilen: „Grundlagen, -begriffe und -fragen“, „Soziale Robotik und andere Disziplinen“, „Gestaltung, Interaktion und Kommunikation“, „Anwendungsbereiche sozialer Roboter“ und „Die Zukunft sozialer Roboter“. Es sind, das Vorwort mitgezählt, 30 Beiträge, mit ca. 35 Abbildungen, bei ca. 570 Seiten. Der Untertitel lautet: „Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“. Mit dabei sind führende Experten der Sozialen Robotik, der Robotik, der Künstlichen Intelligenz, der Soziologie, der Psychologie und der Philosophie. Sie lehren und forschen an Hochschulen in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Dänemark und in Schweden. Auch ein Hersteller ist vertreten, der über den Einsatz seines Produkts berichtet. Das Fachbuch ist Ende 2021 bei Springer Gabler erschienen und kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es in jeder Buchhandlung verfügbar.
Am 22. Februar 1943 wurden Hans und Sophie Scholl von den Nationalsozialisten ermordet. Oliver Bendel besuchte dasselbe Schulgebäude in Ulm wie Sophie Scholl. In seinem Fall war es das Hans-und-Sophie-Scholl-Gymnasium gewesen, in ihrem die Mädchenoberrealschule. Er traf sich um 1986 mehrmals mit Inge Scholl, um mit ihr im Stadtarchiv Ulm bekannte und unbekannte Bilder ihrer jüngeren Geschwister zu sichten. Er beschrieb dies in einem Artikel, der 2015 erschienen ist: „Inge Scholl ist vor langer Zeit gestorben. Ihr Leben hat alles umspannt, von den schrecklichen Jahren im Dritten Reich bis zu unseren für sie nicht so wichtigen und für mich so wichtigen Treffen, vom tragischen Tod ihres Mannes Otl Aicher bis hin zu ihren Jahren mit sich selbst. Ich erinnere mich nicht mehr an den Raum, in dem wir arbeiteten, von einer gewissen Dämmerung abgesehen. Aber die Fotos sind immer noch vor meinem inneren Auge, hell und leuchtend, was an der Leselampe liegen mag. Die hübsche Sophie. Der hübsche Hans. Im Licht der Lampe. Sophie und Hans, von den Nazis ausgelöscht.“ Der Beitrag von Oliver Bendel kann über seniorweb.ch/2015/11/10/grabsteine-im-cyberspace/ aufgerufen werden.