There are dozens of quadruped and bipedal robots. Quadrupeds are of particular interest to consumers because they are highly maneuverable yet safe to operate. Some are available from about $2000. One problem with most quadrupeds is that they have no head or only a hint of a head. This makes them look scary. Initial tests have shown that people are usually only put off by this for a short time and then quickly approach the robotic animals to touch and pet them. However, some users are not satisfied with the appearance and produce additional parts such as heads and tails. This leads to results like SparkyTheRobot, which has its own YouTube channel. Both the head and the tail are 3D printed and look convincing. The underlying Unitree Go2 is fundamentally changed in its appearance. What is being done here is robot enhancement. This term was coined by Prof. Dr. Oliver Bendel. It describes an enhancement with clothing and accessories, additional body parts, new end pieces, or artificial skin. Programming improvements or the integration of AI systems are also included. The two-legged and four-legged animals currently appearing on the market are likely to capture the imagination of many users and lead to the creation of specialized companies.
Fig.: Oliver Bendel with his Unitree Go2 (Photo: Frank Graef)
The workshop „ViVa RE’24: Virtues and Values in Requirements Engineering 2024“ will take place on April 8, 2024 in Winterthur. It is part of the conference „Requirements Engineering: Foundation for Software Quality (REFSQ) 2024“. From the workshop website: “Including human values into the development of software-intensive systems has long been a topic of discussion. A satisfactory solution such as a collection of (software-supported) methods or a model gallery for ethical argumentation has not yet been developed. This workshop will work on collecting methods for incorporating values into system development. Two particular methods, the Square of Values (SoV) and the Software Sustainability Assessment (SoSA) approaches, will be examined in more detail. A specific focus of the workshop lies on how ethical reasoning can be supported with the help of software-tools.” (Website ViVa) The program committee consists of Prof. Dr. Oliver Bendel, Dr. Renata Guizzardi-Silva Souza, Prof. Dr. Kurt Schneider, and Alexander Bock. Organizers are Prof. Dr. Alexander Rachmann and Dr. Jens Gulden. More information is available at google.com/view/vivarerefsq24.
Am 8. Dezember 2020 plädierte Prof. Dr. Oliver Bendel in seinem Vortrag „Ethische Dimensionen von Robotik in der Pflege“ im deutschen Bundesministerium für Gesundheit (BMG) für Roboterparks, in denen man realen Robotern begegnet. „Man kann auch spezifische Parks mit Robotern in der Pflege einrichten. Dort könnten zudem gedankengesteuerte Rollstühle, Exoskelette, Hightechprothesen etc. ihren Platz haben.“ In der Studie „Roboter, Empathie und Emotionen“ von 2021 spann der Technikphilosoph diesen Gedanken für die Schweiz weiter: „Um Menschen Maschinen näher zu bringen und eine kritische Einschätzung zu ermöglichen, ist der direkte Kontakt zu fördern, etwa mit Hilfe von Roboterparks.“ Zudem brauche es „einschlägige Weiterbildungen für (fachfremde) Wissenschaftler, für Journalisten und Politiker, wobei auch hier die Roboterparks genutzt werden könnten“ (Studie „Roboter, Empathie und Emotionen“). Im Jahre 2024 stehen Dutzende von Vierbeinern und Zweibeinern sowie zahlreiche weitere soziale Roboter und Serviceroboter zur Verfügung. Selbst fortgeschrittene Modelle sind schon ab 1000 bis 2000 Dollar zu haben. Die Zeit ist reif für Roboterparks, ob in der Schweiz oder in Deutschland – oder sonstwo in Europa.
Abb.: Die Zeit ist reif für Roboterparks (Bild: DALL-E 3)
MERPHI ist nach eigenen Angaben ein technologisches Designzentrum mit Sitz in Göteborg, das Kunden auf der ganzen Welt hat. Man glaubt, so steht es auf der Website, an eine Zukunft, in der Roboter und Menschen in Harmonie koexistieren. Das Unternehmen stellt Übersichten zu Vierbeinern (Quadrupeds) und Zweibeinern (Humanoiden, aber nicht Androiden) zur Verfügung. Mit Hilfe von Aufrufen und Umfragen finden laufend Ergänzungen statt. Auf der Abbildung sieht man einige bekannte Zweibeiner wie Atlas, Figure 01 und Unitree H1. Auch der Prototyp Optimus ist aufgeführt. Die meisten Modelle stammen von amerikanischen Firmen, dicht gefolgt von chinesischen. Sie haben erkannt, wie wichtig es ist, solche Allzweckroboter auf zwei Beinen zu entwickeln. Mit diesen kann man alle Artefakte begehen und gebrauchen, die auch Menschen zugänglich und nützlich sind, etwa Wege, Plätze, Gebäude und Werkzeuge. Ein Vorteil von Zweibeinern ist, dass sie mit ihren Greifern und Händen anspruchsvolle Manipulationen vornehmen können. Ein Nachteil ist, dass sie umfallen und stürzen und damit Menschen gefährden können. Es lohnt sich, das aktuelle PDF direkt auf der Website von MERPHI herunterzuladen. Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Mehrdad H. M. Farimani.
Abb.: Die Übersicht über robotische Zweibeiner (Bild: MERPHI)
MERPHI ist nach eigenen Angaben ein technologisches Designzentrum mit Sitz in Göteborg, das Kunden auf der ganzen Welt hat. Man glaubt, so steht es auf der Website, an eine Zukunft, in der Roboter und Menschen in Harmonie koexistieren. Das Unternehmen stellt Übersichten zu Vierbeinern (Quadrupeds) und Zweibeinern (Humanoiden und Androiden) zur Verfügung. Mit Hilfe von Aufrufen und Umfragen finden laufend Ergänzungen statt. Auf der Abbildung sieht man einige bekannte Vierbeiner wie Spot, Unitree Go2 und Unitree B2. Eine Besonderheit ist Robot Pony. Die meisten Modelle stammen von chinesischen Firmen. Sie haben erkannt, wie wichtig es ist, solche Allzweckroboter auf vier Beinen zu entwickeln. Mit diesen kann man Gebäude inspizieren und Gegenstände transportieren. Man kann auch Waffen auf ihnen installieren und damit gegen Terroristen oder Kriminelle (oder gegen Unschuldige) vorgehen. Ein Vorteil von Vierbeinern ist, dass sie selbst auf unwegsamem Gelände sicher unterwegs sind. Es lohnt sich, das aktuelle PDF direkt auf der Website von MERPHI herunterzuladen. Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Mehrdad H. M. Farimani.
Abb.: Die Übersicht über robotische Vierbeiner (Bild: MERPHI)
NAO und Pepper von Aldebaran – einem Unternehmen der United Robotics Group – sind Flaggschiffe der Sozialen Robotik. Der Kleinere erblickte 2006 das Licht der Welt (inzwischen liegt Version 6 vor), der Größere 2014. Bei Veranstaltungen an Hochschulen wie den Wahlmodulen zur Sozialen Robotik von Prof. Dr. Oliver Bendel an der FHNW oder in Unternehmen sind beide umschwärmt. Alle schätzen die karikaturenhafte Gestaltung und die natürlichsprachlichen Fähigkeiten. Und lachen sich tot, wenn sie Pepper streicheln und dieser sagt, er fühle sich wie eine Katze. Seit einiger Zeit gibt es Roboter mit zwei separaten Displays für die Augen, wie Alpha Mini, oder mit einem Display für den Mund, wie Navel. Unitree Go2 und Unitree H1 weisen eine erstaunliche Beweglichkeit auf. In der Community stellt sich die Frage, wann NAO II und Pepper II kommen, nicht als neue Versionen, sondern als neue Modelle. Allerdings ist es ein bisschen wie beim VW Käfer. Es ist sehr anspruchsvoll, einen Klassiker neu aufzulegen, und schnell sind alte Fans enttäuscht, wie sich beim New Beetle und Beetle II gezeigt hat. NAO II und Pepper II müssten ebenfalls zwei separate Displays für ihre Augen bekommen. Orientieren kann man sich an denjenigen von Navel, die plastisch wirken. Bei Pepper kämen zudem Displays für Mund und Wangen in Frage. Damit könnte er Mimik darstellen und rot werden, wenn man ihm ein Kompliment macht. Oder lächeln, wenn man ihn streichelt. Die Körper müssten ebenfalls generalüberholt werden. Beide Roboter sollten – hier ist Cozmo ein Vorbild – jederzeit lebendig wirken. Und beide sollten zumindest etwas greifen und festhalten können, wie ein Unitree H1 oder ein Figure 01. Zugleich muss man beide auf Anhieb wiedererkennen können. Wahrscheinlich hat man bei VW aus den Reaktionen enttäuschter Fans gelernt. Vielleicht sollte man sich zusammensetzen. Und 2025 einen Beetle III, einen NAO II und einen Pepper II auf den Markt bringen.
When humans come into contact with wildlife, farm animals, and pets, they sometimes run the risk of being injured or killed. They may be attacked by bears, wolves, cows, horses, or dogs. Experts can use an animal’s body language to determine whether or not danger is imminent. Context is also important, such as whether a mother cow is with her calves. The multimodality of large language models enables novel applications. For example, ChatGPT can evaluate images. This ability can be used to interpret the body language of animals, thus using and replacing expert knowledge. Prof. Dr. Oliver Bendel, who has been involved with animal-computer interaction and animal-machine interaction for many years, has initiated a project called „The Animal Whisperer“ in this context. The goal is to create a prototype application based on GenAI that can be used to interpret the body language of an animal and avert danger for humans. GPT-4 or an open source language model should be used to create the prototype. It should be augmented with appropriate material, taking into account animals such as bears, wolves, cows, horses, and dogs. Approaches may include fine-tuning or rapid engineering. The project will begin in March 2024 and the results will be available in the summer of the same year.
„Nothing Phone (2a) bekommt Glubschaugen“ – so titelte Golem am 28. Februar 2024. Das sehen die Benutzer genauso. Einer schreibt in seinem Kommentar im Unternehmensblog: „Phoebe: ‚My eyes, My eyes'“ … Ein anderer: „This is so great. I can see a robot there?“ Und ein weiterer: „Fresh Eyes For a Reason“. Nothing selbst hat diese Wortwahl vorgegeben: „See the world through fresh eyes.“ Normalerweise gibt man seinem Smartphone keinen Namen. Die Augen könnten aber genau dazu führen. Das Smartphone würde damit neben das Auto, den Staubsaugerroboter und viele andere Gegenstände treten, die wir zärtlich oder scherzhaft benennen. Es ist nicht abschließend geklärt, warum Menschen dies tun. Vermutlich hat es mit der Bewegung von Dingen zu tun, die an die Bewegung von Lebewesen erinnert, aber auch mit der Bedeutung, die sie für unser Leben haben. Und wenn sie soziale Merkmale erhalten, Augen, Mund, Töne oder natürliche Sprache, dann liegt es nahe, sie wie Lebewesen zu behandeln. In bestimmte Formen wiederum projizieren wir etwas hinein, und die Anthropomorphisierung kann so weit gehen, dass wir mit Aussehen und Verhalten bestimmte Fähigkeiten verbinden. Im Falle des Nothing Phone (2a) sind eigentlich nur Kameralinsen vorhanden – aber diese erscheinen uns offensichtlich als Augen. Ein Blickfang waren die nachhaltigen Geräte schon immer. Nun scheinen sie den Blick zu erwidern.
Das Europäische KI-Büro (The European AI Office) wurde im Februar 2024 eingerichtet. Auf der Website der Europäischen Kommission heißt es: „The European AI Office will be the centre of AI expertise across the EU. It will play a key role in implementing the AI Act – especially for general-purpose AI – foster the development and use of trustworthy AI, and international cooperation.“ (European Commission, 22. Februar 2024) Und weiter: „The European AI Office will support the development and use of trustworthy AI, while protecting against AI risks. The AI Office was established within the European Commission as the centre of AI expertise and forms the foundation for a single European AI governance system.“ (European Commission, 22. Februar 2024) Die EU will nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass KI sicher und vertrauenswürdig ist. Der AI Act sei der weltweit erste umfassende Rechtsrahmen für KI, der die Gesundheit, die Sicherheit und die Grundrechte der Menschen garantiert und den Unternehmen in den 27 Mitgliedstaaten Rechtssicherheit bietet.
Abb.: Ein mit der Kamera des Unitree Go2 verfertigtes, invertiertes Foto
In der messtec drives Automation (Ausgabe 1/2024) ist der zweieinhalbseitige Artikel „Der künstliche Barkeeper – Teil III“ von Prof. Dr. Oliver Bendel und Lea Peier enthalten. Es handelt sich um den Abschluss einer dreiteiligen Serie, die auf das Paper „How Can Bar Robots Enhance the Well-being of Guests?“ zurückgeht und die sich auf die Ausgaben 8/2023, 9/2023 und 1/2024 verteilte. Im Fokus stehen Barroboter wie Barney Bar und Robobarista, die an der Hochschule für Wirtschaft FHNW erforscht werden. Im ersten Teil wurden Industrieroboter, Serviceroboter und soziale Roboter erklärt. Dabei spielte Bendels Modell mit den fünf Dimensionen eine Rolle. Zudem wurde auf Roboter in der Gastronomie eingegangen und eine Übersicht über Barroboter gegeben. Im zweiten Teil wurden Barney Bar von F&P Robotics und Robobarista von Smyze unter die Lupe genommen, wieder unter Verwendung des Modells mit den fünf Dimensionen. Im dritten Teil erörtern die Autoren, wie die Roboter verbessert werden könnten, um das Wohlbefinden der Kunden und Gäste zu erhöhen und besser auf ihre individuellen Wünsche und Anforderungen einzugehen. Dabei kann künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen. Zudem werden ethische und soziale Probleme beim Einsatz von Barrobotern diskutiert und mögliche Lösungen angedeutet. Das ganze Heft kann hier heruntergeladen werden.
Seit Jahren setzt man Pepper in Bibliotheken ein. Anfang 2019 titelte die Frankfurter Rundschau: „Ein Roboter führt durch die Stadtbücherei“. Nur wenige Wochen später schrieb die MAZ: „Der Stifterverband zeichnet das Projekt mit dem humanoiden Roboter Wilma an der TH Wildau aus. Die Roboterdame arbeitet in der Hochschulbibliothek.“ Wilma war niemand anderes als Pepper. Ende 2019 titelte der Düsseldorfer Anzeiger: „Roboter Pepper hilft in der Zentralbibliothek Düsseldorf aus“. Die Berliner Morgenpost konnte 2021 gleich über zwei Roboter berichten, nämlich NAO und Pepper, die aus dem selben Haus stammen. „In der Stadtbibliothek Spandau helfen jetzt Roboter aus“, hieß es in dem Artikel. Im selben Jahr assistierte laut der Plattform Silicon Pepper in der Stadtbücherei Biberach. Ein Fernsehsender berichtete 2022: „Die Stadtbücherei am Haidplatz baut ihren Robotik-Schwerpunkt weiter aus und stellt ihr neues Teammitglied, Roboter ‚Charlie‘, vor.“ Und auch bei Charlie handelte es sich um niemand anderen als Pepper, wie auch bei Hilbi in der Stadtbibliothek Hildesheim, über den die Hildesheimer Presse im selben Jahr berichtete. Seit Dezember 2019 ist Auxilio aka Pepper für die FHNW am Campus Brugg-Windisch im Einsatz. Und dort ist er bis heute.
Abb.: Pepper am Campus Brugg-Windisch im Jahre 2024
„AI Encounter“, eine Reihe an der Zürcher Kunsthochschule, bietet laut Website experimentell-spielerische Begegnungen „mit künstlichen Intelligenzen“. Am 22. Februar 2024 war Marcial Koch im hauseigenen Kino im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Das Thema waren Allzweckroboter, auch universelle Roboter genannt. Der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker aus Zürich spannte einen weiten Bogen von den goldenen Dienerinnen des Hephaistos bis hin zu Unitree H1, Figure 01 und Optimus. In der anschließenden Fragerunde ging er auf die Gestaltung von Robotern ein, auf Möglichkeiten und Grenzen der Maschinenethik – und auf die Herausforderung, wie man die Koexistenz von Robotern und Menschen nicht als Dystopie, sondern als Eutopie denken kann. Beim abschließenden Apero unterhielt man sich über passive und aktive Exoskelette, über Unitree Go2 und Alpha Mini aus dem privaten Social Robots Lab von Oliver Bendel – und über Elektro und Sparko, die 1939 bzw. 1940 auf der Weltausstellung in New York zu sehen gewesen waren.
On February 19, 2024, the article „@llegra: a chatbot for Vallader“ by Oliver Bendel and Dalil Jabou was published in the International Journal of Information Technology. From the abstract: „Extinct and endangered languages have been preserved primarily through audio conservation and the collection and digitization of scripts and have been promoted through targeted language acquisition efforts. Another possibility would be to build conversational agents like chatbots or voice assistants that can master these languages. This would provide an artificial, active conversational partner which has knowledge of the vocabulary and grammar and allows one to learn with it in a different way. The chatbot, @llegra, with which one can communicate in the Rhaeto-Romanic idiom Vallader was developed in 2023 based on GPT-4. It can process and output text and has voice output. It was additionally equipped with a manually created knowledge base. After laying the conceptual groundwork, this paper presents the preparation and implementation of the project. In addition, it summarizes the tests that native speakers conducted with the chatbot. A critical discussion elaborates advantages and disadvantages. @llegra could be a new tool for teaching and learning Vallader in a memorable and entertaining way through dialog. It not only masters the idiom, but also has extensive knowledge about the Lower Engadine, that is, the area where Vallader is spoken. In conclusion, it is argued that conversational agents are an innovative approach to promoting and preserving languages.“ Oliver Bendel has been increasingly focusing on dead, extinct and endangered languages for some time. He believes that conversational agents can help to strengthen and save them.
Vom 15. bis 17. Februar 2024 fand das Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch statt. Es handelte sich bereits um die sechste Durchführung, wobei diese zum ersten Mal an diesem Campus stattfand. Die Teilnehmer waren vor allem angehende Betriebsökonomen. Zur Verfügung stand ein auf das Thema spezialisiertes GPT namens Social Robotics Girl. Ein Vortrag von Claude Toussaint von Navel Robotics bereicherte die Veranstaltung. Er sprach nicht nur über die Entwicklung des Modells, sondern auch über die Finanzierung des Unternehmens. Unter den Robotern der Demo war Unitree Go2. Er stammt aus dem von Prof. Dr. Oliver Bendel privat finanzierten Social Robots Lab und wird von ihm Bao (chin. „Schatz, Juwel“) genannt. Auch Alpha Mini, Cozmo und Hugvie gehören dazu – und der mit Sprache steuerbare Vector II, der aber nicht zum Einsatz kam. Bei der Konzeption eigener sozialer Roboter wurde mit Bildgeneratoren gearbeitet, dieses Mal vor allem mit DALL-E 3.
Ab dem Mittag des 17. Februar 2024 konzipierten die Studierenden im Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch eigene soziale Roboter. Sie erdachten einen Namen, nannten die Aufgabe und nahmen eine Beschreibung mit Hilfe des Fünf-Dimensionen-Modells von Prof. Dr. Oliver Bendel vor. Zudem generierten sie Bilder, um das Aussehen und die Möglichkeiten des jeweiligen Roboters zu verdeutlichen, und skizzierten ein Geschäftsmodell. Ab 15 Uhr wurden die Präsentationen gehalten. Erfunden worden waren RoboRoss, ein Roboterpferd für die berittene Polizei, NAILBOTique, ein Nailbot für die Pflege von Fingernägeln, Newsbot, ein künstlicher Nachrichtensprecher, Medibot, ein Roboter für die medizinische Unterstützung, EcoStyler, ein künstlicher Berater für den persönlichen Style, und der Dogmestic-Roboter für den Schutz und die Begleitung von Hunden. Am späten Nachmittag wurde die dreitägige Veranstaltung abgeschlossen. Die Studierenden brillierten nicht nur mit gut geprompteten Bildern, bei denen die Funktionen der sozialen Roboter und der Serviceroboter mit sozialen Merkmalen deutlich wurden. sondern auch mit überzeugenden Geschäftsmodellen.
Abb.: RoboRoss mit einer Polizistin mit Rossschwanz
Am Morgen des 17. Februar 2024 wurden im Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch Serviceroboter behandelt, die soziale Merkmale aufweisen, etwa mimische oder natürlichsprachliche Fähigkeiten. Danach kamen tierfreundliche Maschinen an die Reihe sowie weitere Entwicklungen aus den Arbeitsgebieten Tier-Computer-Interaktion und Tier-Maschine-Interaktion. Prof. Dr. Oliver Bendel hat mit seinen Studierenden immer wieder Prototypen und Konzepte entwickelt, die auf das Wohlbefinden von Wildtieren ausgerichtet sind. Er will mit dem Unitree Go2 noch im Jahre 2024 erste Experimente mit Tieren durchführen – Experimente, mit denen er herausfinden will, wie man Serviceroboter und soziale Roboter so gestalten kann, dass sie Tiere nicht verstören und vertreiben. Danach erarbeiteten die Studierenden Beschreibungen und Abbildungen sozialer Roboter.
Abb.: Auch der Unitree Go2 wirkt wie ein Tier (Foto: Tamara Siegmann)
Neben Unitree Go2 zogen am Nachmittag des 16. Februar 2024 auch Pepper und NAO die Studierenden an. Sie sind längst nicht so beweglich, was sie als klassische soziale Roboter auch nicht unbedingt sein müssen. Aber sie beeindrucken auch nach all den Jahren durch ihre Gestaltung und ihre Zugewandtheit. Schon am Tag davor hatte Prof. Dr. Oliver Bendel im Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ in Brugg-Windisch seinen Cozmo vorgeführt. Dieser stammt noch aus der Produktion von Anki, einer kalifornischen Firma, die trotz des herausragenden Verkaufserfolgs – neben Cozmo war sein dunkler Zwilling Vector sehr gefragt – Konkurs anmelden musste. Die Modelle werden inzwischen von Digital Dream Labs hergestellt und vertrieben. Der originale Cozmo verfügt über Objekt- und Gesichtserkennung, Nachtsichtgerät, Kantenerkennung und weitere Sensoren und Systeme. Eine Studentin beschäftigte sich intensiv mit Pepper, und nachdem er eine Weile geschwächelt hatte – er hatte Ausfälle bei seinem Menü und seinen Aktionen gehabt -, kam er unter ihrer Obhut wieder zu Kräften.
Am Nachmittag des 16. Februar 2024 fand im Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch die Robodemo statt, mit NAO und Pepper aus dem Basler Robo-Lab der Hochschule und mit Hugvie, Alpha Mini, Cozmo und Unitree Go2 aus dem privat finanzierten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel. Der Unitree Go2, genannt Bao, beeindruckte die Studierenden am meisten. Er gab ihnen die Pfote, zeichnete für sie – auf den Hinterbeinen stehend – ein Herz in die Luft, machte große Sprünge und setzte sich auf Befehl hin. Er wälzte sich auf dem Boden und rannte den Flur vor den Zimmern entlang. Der Höhepunkt war, als er die endlose Treppe zwischen zwei Stockwerken bewältigte, Stufe um Stufe, Abschnitt um Abschnitt. Danach beschäftigten sich die Studierenden noch mit den anderen Modellen.
Abb.: Der Unitree Go2 bewältigt die Treppe (Foto: Tamara Siegmann)
Am 16. Februar 2024 wurde das Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch fortgesetzt. Zunächst gab es weitere Ausführungen von Prof. Dr. Oliver Bendel. Dann kündigte er Claude Toussaint an, Gründer und Managing Partner bei Navel Robotics. Er hielt über Teams einen Vortrag zu dem sympathischen Roboter des Unternehmens, der nach dem menschlichen Nabel benannt worden war, diesem augenfälligen und unvergänglichen Hinweis auf die enge Verbindung zwischen zwei Menschen, zwischen Mutter und Kind. Danach prasselten Fragen auf ihn ein, zum Hintergrund und zur Gestaltung des Roboters sowie zur Finanzierung des Unternehmens. Oliver Bendel hat seit Anfang 2021 Kontakt mit dem charismatischen Gründer. Nach der Verabschiedung unter tosendem Applaus ging es in die Mittagspause. Oliver Bendel nutzte die Zeit, um alle Roboter aus ihren Hüllen und Koffern zu befreien.
Am 15. Februar 2024 begann das Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Brugg-Windisch. Erst am Nachmittag zuvor war das Wahlmodul „Soziale Roboter“ in Olten zu Ende gegangen. Prof. Dr. Oliver Bendel führte erneut in die Robotik und in die Soziale Robotik ein. Er durcheilte die Ideen- und Entwicklungsgeschichte der künstlichen oder unbekannten Kreatur, erwähnte Schöpfer wie Hephaistos, Pygmalion („Dass es nur Kunst war, verdeckte die Kunst.“) und Wagner („Es wird ein Mensch gemacht.“) sowie Doja Cat vom Planeten Her („Why am I strangely attracted to this being?“). Im Büro in der Nähe warteten, noch in ihren Hüllen und Koffern, Hugvie, Pepper und Unitree Go2. Bereits vor Ort waren NAO, Alpha Mini und Cozmo. Die virtuelle Tutorin Social Robotics Girl – ein GPT – stand dem Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosophen aus Zürich zur Seite. Sie war mit Fachtexten von ihm gefüttert und über Prompt Engineering auf ihre Aufgabe vorbereitet worden. Dabei wurden ihr auch bestimmte Verhaltensweisen beigebracht, ganz im Sinne der Maschinenethik und der emotionalen Robotik. Nach einem vollen Tag gingen die ca. 25 Studierenden nach Hause – sie waren aus der ganzen Nordwestschweiz und aus Zürich angereist.
Im Februar 2024 ist das Buch „Paarbeziehung im 21. Jahrhundert“ bei Kohlhammer erschienen. Herausgeber sind Prof. Dr. Christian Roesler und Prof. Dr. Sonja Bröning. Im Buch enthalten ist der Beitrag „Überlegungen zu Zweier- und Dreierbeziehungen mit Liebespuppen und Sexrobotern“ von Prof. Dr. Oliver Bendel. Er fragt darin, ob Zweier- und Dreierbeziehungen mit Liebespuppen, Sexrobotern und umgekehrten Cyborgs möglich und welcher Art sie gegebenenfalls sind. Um dies zu klären, werden zunächst Merkmale von Zweier- und Dreierbeziehungen erarbeitet sowie die Merkmale und Funktionen der genannten Artefakte sowie ihr Gebrauch erklärt. Anschließend führt der Autor die Charakteristik der Zweierbeziehungen, am Rande auch der Dreierbeziehungen, und die Praxis der Liebespuppen, Sexroboter und umgekehrten Cyborgs zusammen und diskutiert die Ergebnisse. Am Ende widmet er sich in aller Kürze der Realität der Beziehungen. Weitere Informationen über https://www.kohlhammer.de.
The paper „How Can Generative AI Enhance the Well-being of the Blind?“ by Oliver Bendel is now available as a preprint at arxiv.org/abs/2402.07919. It was accepted at the AAAI 2024 Spring Symposium „Impact of GenAI on Social and Individual Well-being“. From the abstract: „This paper examines the question of how generative AI can improve the well-being of blind or visually impaired people. It refers to a current example, the Be My Eyes app, in which the Be My AI feature was integrated in 2023, which is based on GPT-4 from OpenAI. The author’s tests are described and evaluated. There is also an ethical and social discussion. The power of the tool, which can analyze still images in an amazing way, is demonstrated. Those affected gain a new independence and a new perception of their environment. At the same time, they are dependent on the world view and morality of the provider or developer, who prescribe or deny them certain descriptions. An outlook makes it clear that the analysis of moving images will mean a further leap forward. It is fair to say that generative AI can fundamentally improve the well-being of blind and visually impaired people and will change it in various ways.“ Oliver Bendel will present the paper at Stanford University on March 25-27. It is his ninth consecutive appearance at the AAAI Spring Symposia, which this time consists of eight symposia on artificial intelligence.