Zwischen dem 8. und dem 19. Juni 2026 findet an der Hochschule für Technik und Umwelt FHNW (HTU) das Blockmodul „Pflegerobotik“ statt. Wissenschaftlich verantwortlich ist Prof. Dr. Roland Anderegg, Leiter Institut für Automation. Es werden Grundlagen zur Robotik, zur Künstlichen Intelligenz und zur Sozialen Robotik erarbeitet. Auch Marktentwicklung und Wirtschaftsumfeld spielen eine Rolle. Die Case Studies beziehen Praxisbeispiele aus Japan und der Schweiz ein. Vier Pflegeeinrichtungen fungieren als Fallgeber, das Regionale Alters- und Pflegezentrum Reiden, das Alterszentrum Am Bachgraben, das Pflegezentrum Süssbach und das Seniorenzentrum Untergäu. Das Inselspital Bern wird besucht, um die Sicht der Spitallogistik kennenzulernen. Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW vermittelte am 9. Juni die Grundlagen zur Sozialen Robotik und stellte Fragen aus Informationsethik und Maschinenethik heraus. Mit dabei war ein Teil seines privat finanzierten Social Robots Lab, namentlich Alpha Mini, Cupboo (Boo Boo), Eiliko und AIBI. Alle vier können wertvolle und zugleich niederschwellige Hilfen sein für beeinträchtigte und behinderte Personen. Insbesondere Eiliko und Aibi gelten als Wearable Social Robots.
The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) will take place in London, UK, from 1–4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. This year’s conference combines cutting-edge research in social robotics with a unique focus on artistic and creative applications of robotics. The programme features keynote lectures, paper presentations, workshops, special sessions, debates, exhibitions, competitions, and networking opportunities, reflecting both the scientific and cultural dimensions of the field. Hosted at the historic Senate House of the University of London, ICSR + Art 2026 brings together experts from academia, industry, healthcare, design, the arts, and related disciplines. The conference theme highlights how robots can move beyond traditional functional roles to become creative partners and collaborators. At the same time, the event remains open to the full spectrum of social robotics research, including human–robot interaction, artificial intelligence, ethics, education, assistive robotics, and design. Participants can look forward to a diverse programme that includes the Robot Fringe Festival, the Grand Challenge, artistic performances, industry events, and opportunities to engage with leading researchers and practitioners from around the world. Please note that the deadline for regular registration is 15 June 2026. Registration details are available at: icsr2026.uk/registration/.
Das Buch „300 Keywords Weltraum“ von Oliver Bendel ist am 28. August 2025 bei Springer Gabler erschienen. Inzwischen gibt es über 11.000 Accesses. Es handelt sich um ein Grundlagenwerk zur Raumfahrt und zum Weltraum. Es enthält zahlreiche Exkurse, etwa zur Weltraumlyrik und zur Weltraumkunst – oder zum mythologischen Hintergrund der Benennung von Himmelkörpern und Galaxien. Damit dringt man auch in die Randbereiche des Weltraums vor. Zentrale Themen, die sich durch das ganze Buch ziehen, sind Ethik, Robotik und Umwelt. In diesen Bereichen ist der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker aus Zürich zu Hause. Man kann sich entweder von A wie Anthropozän bis Z wie Zwergplanet durchlesen oder sich einen der über 300 Begriffe aussuchen und von diesem aus weiterspringen. Es ist das sechste „Keywords“-Buch von Oliver Bendel, wobei zwei davon bereits in zweiter Auflage vorliegen, nämlich das zur Informationsethik und das zur Digitalisierung. Zuletzt erschien in dieser Reihe „300 Keywords Generative KI“. Das Buch kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-49287-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es über den Buchhandel erhältlich.
The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) will take place in London, UK, from 1–4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. The preliminary programme, now available, offers four days of scientific exchange, artistic exploration, and community building, featuring keynote lectures, paper presentations, special sessions, workshops, debates, a Grand Challenge, exhibitions, and a variety of networking opportunities. Reflecting the conference theme ICSR + Art, the programme highlights the growing intersections between social robotics and creative practice through events such as the Robot Fringe Festival, the Rising Stars in Social Robotics event, the premiere performance of Quantwin by Silke Grabinger, the 1001 Nights with Robots Show, Argos, and the Robot Fashion Show, while also covering the full breadth of contemporary social robotics research. Participants will have opportunities to engage with leading experts from academia, industry, healthcare, design, the arts, and other fields. Full details of the programme are available at icsr2026.uk/programme/.
Die Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (ASSH) bieten seit 1994 einen monatlichen Vortrag für die ältere Generation aus Hinwil und Umgebung an. Zu den Referenten gehörten Claude Nicollier, Astronaut und Wissenschaftler, Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent, Franz Hohler, Schriftsteller, und Erich von Däniken, Bestsellerautor. Am 17. Juni 2026 ist Oliver Bendel zu Gast. Im Anmeldeflyer heißt es im Teaser: „Professor Oliver Bendel ist laut Tages-Anzeiger der Schweizer Roboter-Flüsterer. Er erklärt uns, wie Roboter bei uns einziehen werden. Mit hilfreichen Fähigkeiten, aber auch zukünftigen Abhängigkeiten.“ Der Titel des Vortrags lautet „Soziale Roboter, Assistenzroboter und Allzweckroboter“. In seinem Vortrag beleuchtet Prof. Dr. Oliver Bendel die Rolle sozialer Roboter, gegenwärtiger Assistenzroboter und künftiger Allzweckroboter in der Pflege. Anhand zahlreicher aktueller Beispiele aus Forschung und Praxis zeigt er, wie Robotersysteme bereits heute Pflegekräfte unterstützen, Pflegebedürftige aktivieren und bei alltäglichen Aufgaben helfen können. Dabei geht es sowohl um soziale Interaktion und Unterhaltung als auch um konkrete Assistenzleistungen wie Handreichungen, Mobilisierung oder Unterstützung im Pflegealltag. Darüber hinaus widmet sich der Vortrag den ethischen und gesellschaftlichen Fragen, die mit dem Einsatz von KI-gestützten Robotern verbunden sind. Die Anmeldung erfolgt bis zum 12. Juni 2026 über www.hinwil-assh.ch. In seinem Buch „300 Keywords Weltraum“ hatte Oliver Bendel übrigens geschrieben: „Der schweizerische Autor Erich von Däniken nahm … an, dass Stonehenge als Landeplattform für Außerirdische gedient hat, was man als Unsinn bezeichnen darf.“
Since 2012, Prof. Dr. Oliver Bendel (FHNW School of Business) has initiated and implemented a wide variety of chatbots and voice assistants. These systems have been covered by the media and have even attracted the interest of NASA. His theoretical foundation and practical expertise stem from his doctoral dissertation on this topic, which dates back a quarter of a century. Since 2022, his focus has been on dialogue systems for dead and endangered languages. This work has resulted in @ve, a chatbot for Latin (implemented by Karim N’Diaye), @llegra, a voice-enabled chatbot for Vallader, a variety of Romansh (implemented by Dalil Jabou), and kAIxo, a voice-enabled chatbot for Basque (implemented by Nicolas Lluis Araya). In addition, Oliver Bendel is experimenting with chatbots for extinct languages such as Egyptian and Akkadian. On April 8, 2026, his article „Chatbots for Dead, Endangered, and Extinct Languages: Possibilities and Limitations of Generative AI for Continuing Education“ was published in Wiley Industry News. The article focuses on the question of how chatbots based on generative AI can contribute to the preservation and promotion of dead, endangered, and extinct languages in continuing education, as well as in formal education. Oliver Bendel is also involved in the University of Applied Sciences of the Grisons‘ IdiomVoice project, which will be presented on June 17, 2026, at the GRdigital Project Showcase during an evening networking reception. Visitors to the showcase will have the opportunity to explore the current prototype and interact directly in Sursilvan with the two chatbot characters, Lina and Brida. With @llegra, Lina, and Brida, Graubünden has gained several digital ambassadors for its Romansh idioms.
Der Wissenschaftsjournalist Tim Reinboth hat am 30. Mai 2026 in Golem den Artikel „Aus Hirndaten mentale Bilder dekodieren“ veröffentlicht. Der Teaser lautet: „Gedanken aus unserem Gehirn auszulesen, gilt als Science-Fiction. Neue Forschung zeigt jedoch, dass so etwas Ähnliches langsam funktioniert.“ Der Text beginnt mit den Worten: „Keine Gehirn-Computer-Schnittstelle und kein neurowissenschaftlicher Ansatz kann Gedanken lesen. Daher weiß auch Tomoyasu Horikawa nicht genau, was im Kopf seiner Probanden vorgeht. Allerdings hat er mit einer neuen Methode Szenen rekonstruiert, die sich Probanden in einem Magnetresonanztomografen (MRT) vorstellten, und ließ sie einen Computer in Worte fassen.“ (Golem, 30. Mai 2026) Zu Wort kommt Prof. Dr. Oliver Bendel, der sich seit Jahren mit Brain-Computer-Interfaces beschäftigt – und schon als Student ein wenig Geld dazuverdiente, indem er Psychologen an der Universität Konstanz seine Gehirnaktivitäten messen ließ, während er verstörende Bilder anschauen musste. Die Möglichkeit des Gedankenlesens schließt er nicht grundsätzlich aus – man befindet sich im Moment ganz am Anfang, macht aber erstaunliche und beunruhigende Fortschritte, die Informationsethik und KI-Ethik auf den Plan rufen. Der Artikel kann hier aufgerufen werden.
Unter dem Titel „KI trifft Autismus“ veranstaltete autismus schweiz am 30. Mai 2026 eine Fachtagung, die sich der Rolle künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft und im Kontext von Autismus widmete. Fachliche Impulse lieferten Maximilian Popp (No Isolation), Matthias Schüssler (Tages-Anzeiger), Dr. Maya Schneebeli (KJPP), Prof. Dr. André Frank Zimpel (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW). Eine Referentin fiel aus. In seinem Vortrag „Soziale Roboter und Physical AI bei Autismus“ stellte Oliver Bendel mehrere Beispiele und Prototypen vor und ordnete diese aus technischer und ethischer Perspektive ein. Dabei erläuterte er auch, was unter Inclusive Robotics und Inclusive AI zu verstehen ist. Moderator war der bekannte SRF-Redakteur Bernard Senn. Die Teilnahme war sowohl vor Ort als Live-Anlass im großen Hörsaal Nord des Universitätsspitals Zürich als auch zeitversetzt über eine On-Demand-Version möglich. Die Aufzeichnung steht etwa zehn Tage nach dem Anlass bis Ende Juli 2026 über das Veranstaltungsportal zur Verfügung. Weitere Informationen sind über portal.autismus.ch/veranstaltungen/202 abrufbar.
Vom 1. bis 4. Juli 2026 trifft sich die Community der Sozialen Robotik zur 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + ART 2026) in London. Getagt wird im Senate House der University of London, einem der bekanntesten akademischen Gebäude Großbritanniens. Forscher, Entwickler, Künstler und Vertreter der Industrie diskutieren dort aktuelle Entwicklungen und zukünftige Perspektiven sozialer Roboter sowie animaloider, humanoider und mythomorpher Gestaltung. Besonders ist in diesem Jahr die Verbindung von Robotik und Kunst. Neben dem wissenschaftlichen Programm bietet die Konferenz mit Formaten wie der Grand Challenge, dem Robot Fringe, den Debates (die mit dem Debate Room einen exklusiven Ort haben) und einem Industry Day zahlreiche Möglichkeiten für Austausch und Erkenntnisgewinn. Die General Chairs Hooman Samani und Saina Akhond, beide von der University of the Arts London, und ihre Mitstreiter von Hochschulen auf der ganzen Welt setzen damit gezielt auf Interdisziplinarität, Innovation und Diskurs. Weitere Informationen sind über icsr2026.uk verfügbar.
Nach generativer KI ist Robotik das Thema der Stunde, und natürlich kann man beides verbinden. Am 21. Mai 2026 lud Walder Wyss im Rahmen von „Off the Record“ ab 18 Uhr zu einem Robotikevent ins Kraftwerk Zürich ein. Es waren Freunde und Kunden der Anwaltskanzlei eingeladen. Es ging um klassische Serviceroboter ebenso wie um Allzweckroboter – und um soziale Roboter. Auf dem Panel waren Prof. Dr. Oliver Bendel, Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker, der sich seit einem Vierteljahrhundert intensiv mit Chatbots, Sprachassistenten und sozialen Robotern beschäftigt, und Sylvia Stocker, CEO von Arabesque. Es moderierten Ramona Wyss und Florian Gunz. Seit 27. Mai 2026 stehen die Fotos zur Veranstaltung zur Verfügung. Zu sehen sind auf ihnen nicht nur die genannten Personen, sondern auch die Roboter, die im Raum waren, wie Unitree G1, Mars und Pepper. Im Imageflyer schreibt die Anwaltskanzlei über sich: „We are a dynamic law firm with flat structures and a very friendly atmosphere. More than 300 legal experts make Walder Wyss one of the most successful Swiss commercial law firms. Our clients include national and international companies, publicly held corporations and family businesses as well as public law institutions and individuals.“ (Imageflyer Walder Wyss)
Abb.: Florian Gunz, Sylvia Stocker und Oliver Bendel (Foto: Walder Wyss)
Wie Golem am 28. Mai 2026 meldete, soll Tesla laut einem Reuters-Bericht die Fähigkeiten seiner Robotaxis und des Systems „Full Self Driving“ deutlich übertreiben. Ehemalige Mitarbeiter und ein früherer Ingenieur erklärten demnach, dass die Fahrzeuge nur mit großem Zusatzaufwand in bestimmten Gebieten wie Austin eingesetzt werden könnten und keineswegs überall zuverlässig funktionierten. Besonders problematisch seien weiterhin gefährliche Situationen im Straßenverkehr: Mitarbeiter hätten Videos gesehen, in denen die Fahrzeuge etwa Katzen, Hunde oder Rehe anfuhren. Zudem habe es Beinaheunfälle mit spielenden Kindern gegeben. Auch grundlegende Fahrmanöver wie das Anhalten für Einsatzfahrzeuge oder das Einhalten von Sicherheitsabständen hätten oft nicht funktioniert. Mehrere frühere Mitarbeiter erklärten laut Reuters, sie würden selbst nicht in einem Robotaxi von Tesla mitfahren, weil sie dem System nicht vertrauten.
Das Kundenmagazin Centaur von Rossmann gibt es seit März 2002. Das Heft hat über 100 Seiten und liegt in den Filialen des Unternehmens aus. Es erreicht bei einer Druckauflage von über 900.000 Exemplaren und mit seiner Onlinepräsenz ca. 2,5 Millionen Interessierte. In der Ausgabe vom Juni 2026 gibt es ein eineinhalbseitiges Interview mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Der Technikphilosoph und Maschinenethiker äußert sich im Beitrag „Der Reiz der Realität“ zu Gegenbewegungen im Zeitalter der Digitalisierung und zur Frage, wann Roboter – Pflegeroboter ebenso wie Allzweckroboter – selbstverständlicher Teil unseres Alltags sein werden. Anna Kentrath, die Leiterin der Unternehmenskommunikation von Rossmann, schreibt in ihrem Editorial: „Wir spüren einer wachsenden Sehnsucht nach: der Lust am Analogen, an echten Begegnungen und haptischen Erlebnissen. Das ist keine Flucht vor der digitalen Welt, die uns ja auch Freiheiten schenkt. Es ist eine bewusste Ergänzung, ein ‚Korrektiv‘, wie es unser Experte Prof. Oliver Bendel nennt.“ Das Kundenmagazin für den Monat Juni kann seit dem 27. Mai 2026 über www.rossmann.de/de/kataloge/centaur/index.html aufgerufen und heruntergeladen werden.
Das Schäfchenplakat der Schweizerischen Volkspartei (SVP) von 2007 wurde für die Ausschaffungsinitiative erstellt. Es zeigte drei weiße Schafe, die ein schwarzes Schaf von einer roten Fläche mit weißem Kreuz kicken. Wegen seiner Nähe zur Bildsprache der NS-Propaganda sowie seiner fremdenfeindlichen und rassistischen Ausrichtung wurde es international stark kritisiert. Fast 20 Jahre später erlebt man rund um die 10-Millionen-Initiative ein Déjà-vu. Das Egerkinger Komitee lancierte ein von Gewalt und Rassismus geprägtes Computerspiel. Eine Spielfigur an der Grenze muss dafür sorgen, dass bestimmte Ausländer nicht in die Schweiz einreisen. Man „schlägt mit dem Stoppschild auf die Personen ein, diese zerploppen“ (Blick, 21. Mai 2026). Neu ist, dass Schweizer Hochschullehrer und wissenschaftsnahe Experten die Initiative ganz offen unterstützen. Wie blicken sie auf ihre Kollegen an den Hochschulen? Soll man auch diese hinauskicken oder schlagen, bis sie zerploppen? Immerhin haben sich swissuniversities und der ETH-Rat klar gegen die Initiative positioniert. Nun wäre noch zu wünschen, dass sich die Hochschulleitungen direkt an ihre ausländischen Arbeitskräfte wenden und ihnen ihre Solidarität zusichern.
Abb.: In der Schweiz gab es wiederholt fremdenfeindliche und rassistische Kampagnen
Am 21. Mai 2026 lud Walder Wyss im Rahmen von „Off the Record“ ab 18 Uhr zu einem Robotikevent ins Kraftwerk Zürich ein. Es waren Freunde und Kunden der Zürcher Anwaltskanzlei eingeladen. Es ging um Serviceroboter ebenso wie um Allzweckroboter. Auf dem Panel waren Prof. Dr. Oliver Bendel, Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker, und Sylvia Stocker, CEO von Arabesque. Es moderierten Ramona Wyss und Florian Gunz. Zusammen durcheilte man zweieinhalbtausend Jahre der Ideen- und Entwicklungsgeschichte der künstlichen Kreatur, von Talos und Pandora über die Androiden der Barockzeit bis hin zu Figure 03, Optimus und NEO. Vor und nach der Diskussion waren im Raum verschiedene Roboter unterwegs, etwa Unitree G1, Mars und Pepper. Draußen auf der Straße wartete ein Eisroboter, Marvelboy, auf seine Kunden. Umgesetzt ist er als Kiosksystem, ähnlich wie der Robobarista von Smyze. Marvelboy bereitete für Oliver Bendel ein Eis zu und tanzte zu „APT.“ von Bruno Mars und Rosé. Erst gegen 22 Uhr ging die Veranstaltung allmählich zu Ende.
In Article 50, „Transparency Obligations for Providers and Deployers of Certain AI Systems“, of the EU Artificial Intelligence Act, it is stated: „Providers shall ensure that AI systems intended to interact directly with natural persons are designed and developed in such a way that the natural persons concerned are informed that they are interacting with an AI system, unless this is obvious from the point of view of a natural person who is reasonably well-informed, observant and circumspect, taking into account the circumstances and the context of use.“ On this subject, the European Parliament had already been advised ten years earlier by Oliver Bendel. In his lecture „Moral and Immoral Machines – Moralische und unmoralische Maschinen“ in Brussels on September 8, 2016, he presented GOODBOT, a chatbot initiated by him in 2013 in the context of machine ethics, which featured several escalation levels while repeatedly making clear that it was merely a machine. At the Digital Europe Working Group Conference Robotics on November 8, 2017, Bendel also spoke online about related questions in machine ethics. In connection with a care robot, he raised the question: „Should the robot make clear that it’s just a machine?“ The transparency obligations set out in Article 50 will enter into force on August 2, 2026.
Fig.: The main building of the European Parliament in Brussels
WhereIsIt, an object reminder assistant for blind and severely visually impaired people initiated by Prof. Dr. Oliver Bendel and implemented by Damian Huckele, reached its mid-term presentation on May 19, 2026. The inclusive AI project focuses on a lightweight speech-based system that allows users to store and retrieve object locations without continuous camera use. The work completed so far includes the literature review, problem analysis, requirements definition and the first system design concept. An important milestone was an expert interview with Steve Weidel, blind developer, founder of INKLUTEC and specialist in accessibility and assistive AI technologies. The interview confirmed the practical relevance of the project and highlighted key requirements such as simple voice interaction, portability, reminder functions and optional Bluetooth tags with acoustic tracking. The planned prototype architecture is Python-based and combines speech recognition, language processing, local object-location storage and text-to-speech output. The next project phases include prototype development, testing and the evaluation of Bluetooth integration.
Fig.: WhereIsIt can help both blind and sighted people (Image: GPT Image 2)
On April 30, 2026, Prof. Dr. Oliver Bendel gave a talk on „Physical AI and the Future of Intimacy“ at the SAGA Conference in Montreal. From the abstract: „The presentation begins with the Tamagotchi, the iconic digital pet that demonstrated how simple interactive systems can evoke emotional attachment. It then turns to social robots, wearable social robots, and AI-enhanced sex toys, love dolls, and sex robots. Today, large language models (LLMs) and multimodal language models (MLLMs) enable dialogue, perception, and evaluation in these systems. Such capabilities may also benefit people with disabilities, including blind users, by facilitating communication and interaction. At the same time, the physical dimension remains crucial. Embodied systems create presence and proximity: they can be touched, held, and stroked, and experienced through movement, vibration, or sound. The talk argues that future intimate technologies will emerge from the convergence of generative intelligence and physical embodiment, combining conversational AI with the sensory experience of a physically present companion.“ On May 19, 2026, the photos from the event, taken by Maison Toki, an independent art agency in Montreal, were made available.
Fig.: Oliver Bendel during his talk (Photo: Maison Toki)
Im Jahre 1977 erschien das Album „News of the World“ von Queen. Das Cover dürfte viele Jugendliche und Erwachsene dieser Zeit beeindruckt oder verstört haben, was auch in der Popkultur aufgegriffen wurde, etwa in der animierten Sitcom „Family Guy“, wo Stewie panische Angst davor hat. Es zeigt einen riesenhaften humanoiden Roboter, der zwei tote Menschen in seiner Rechten hält, während Blut von seiner Linken tropft. Der Science-Fiction-Künstler Frank Kelly Freas hatte ein ähnliches Motiv bereits in einer früheren Arbeit verwendet. Brian May betonte mehrfach, dass „News of the World“ eine bewusste stilistische Neuorientierung der Band war, direkter, roher und moderner. Das Cover passte offensichtlich genau dazu. Der Gitarrist war Science-Fiction ebenso zugetan wie der Realität des Weltraums. 2007 schloss er am Imperial College London nach langer Unterbrechung seine Doktorarbeit über interplanetaren Staub ab. Vor einigen Monaten wurde er für das Buch „RE:VIEW: Wozu die Menschheit retten?“ interviewt. Dieses bietet im ersten Teil umfangreiches Bildmaterial der ESA von der KI-gestützten Planetenschutzmission Hera, ergänzt um Werke der KI-Kunst. Im zweiten Teil wird das KI-System der Hera selbst zum Interviewer und „führt dreißig tiefgreifende Gespräche mit Personen aus Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Gesellschaft“ (Verlagsinformation). Neben Brian May, der sich damit sowohl der Science-Fiction als auch der „Space-Reality“ widmen durfte, sind das z.B. die erste Weltraumtouristin Anousheh Ansari, der „Interstellar“-Visionär Paul Franklin, die PETA-Gründerin Ingrid Newkirk, der Ex-Gitarrist von Guns N‘ Roses Ron Bumblefoot Thal, der Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach, der Künstler Jonathan Meese und der Technikphilosoph und Maschinenethiker Oliver Bendel. Das Buch wird vom Verlag We Mind Publishing und von der Agentur Jung von Matt umgesetzt, ist bereits bei Amazon verzeichnet und kommt im September 2026 heraus.
Abb.: Das Album erschien im Jahre 1977 (Bild: GPT Image 2)
„Bei AI Slop oder AI-Slop … handelt es sich um minderwertige, massenhaft verbreitete Inhalte (Text, Bild, Video, Audio) mit generativer KI als Ursprung. Er kann Teil von Marketing oder Propaganda sein, zum Meme werden und ins Triviale, Kuriose und Groteske reichen. Man spricht auch von Slop, KI-Müll … oder KI-Schrott.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 15. Mai 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf den Abschnitt über „Hintergrund und Anwendungen“ kommt einer mit „Kritik und Ausblick“: „AI Slop ist eine jüngere Entwicklung nach Spam und Junk. Mit all diesen Phänomenen wird zur Vermüllung des Internets, des Computers bzw. des Accounts und speziell von Onlinemedien (selten von Offlinemedien) beigetragen. Beeinträchtigt wird sowohl die Glaubwürdigkeit von Angeboten als auch die Produktivität von Einzelnen und Unternehmen, was das Thema von Medienethik, Informationsethik und Wirtschaftsethik ist.“ Geschlossen wird mit der Perspektive der KI-Ethik, die man der Informationsethik zuordnet oder als eigenständige Bereichsethik versteht. Der vollständige Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ai-slop-177861 aufgerufen werden.
Abb.: Eine Ausstellung in der Wüste bei Palm Springs mit Schrott
Das Buch „Maschinenliebe“, herausgegeben von Oliver Bendel, erschien 2020. Es enthält Beiträge von international bekannten Experten und Expertinnen sowie Interviews mit einer Bordellbetreiberin und einer Sexarbeiterin. Aus dem Klappentext: „Sexroboter sind ein Thema, das die Medien mit Vorliebe behandeln und die Gesellschaft spaltet. Es gibt einige Modelle wie Emma und Harmony. Viel verbreiteter sind allerdings einfache Liebespuppen mit überzeugender Haut und auswechselbaren Körperöffnungen. Sie finden sich in zahlreichen Bordellen und können problemlos bei Amazon und Co. bestellt werden. Zwischen Liebespuppen und Sexrobotern sind die Grenzen fließend. Sobald Liebespuppen sprechen können oder Sensoren und Aktoren haben, werden sie zu Sexrobotern. Weiterentwickelte Varianten weisen mimische Fähigkeiten auf und können den Kopf bewegen. Das Buch erklärt Grundbegriffe, geht auf technische Details ein und diskutiert psychologische, soziologische und philosophische Erkenntnisse und Herausforderungen. Es beleuchtet die Praxis der Sexarbeit und liefert Stellungnahmen von Herstellern und Benutzern.“ (Klappentext „Maschinenliebe“) Das Werk hat nach gut fünf Jahren 50.000 Accesses erreicht – keine 568.000 wie „Pflegeroboter“, 408.000 wie „Soziale Roboter“ oder 251.000 wie „Handbuch Maschinenethik“ – aber ein Achtungserfolg ist es allemal. Eine Besonderheit ist es auch, weil in „Speaking with Harmony“ (Kino Coursey) geschildert wird, wie bereits 2019 bei diesem Sexroboter ein LLM eingesetzt wurde. Oliver Bendel hatte den KI-Experten in jenem Jahr an der Universität Potsdam getroffen und ihn zu einem Beitrag eingeladen, nachdem ihn seine künstliche Begleiterin mit ihren natürlichsprachlichen Fähigkeiten beeindruckt hatte. Weitere Informationen über www.springer.com/de/book/9783658298630.
Abb.: Henry, der Bruder von Harmony (Foto: Realbotix)
Der Artikel „Es muss nicht immer ein humanoider Roboter sein: Mythomorphe Gestaltung als Option und Perspektive“ von Oliver Bendel ist am 13. Mai 2026 in Wiley Industry News erschienen. Der Technikphilosoph führt den Begriff des Mythomorphen ein, um die Kategorien des Humanoiden und Animaloiden (Zoomorphen) zu erweitern. Dadurch lassen sich Roboter wie Mirokaï, Furby und Cozmo besser einordnen als bisher. Aus dem Abstract: „Soziale Roboter sind oft humanoid oder zoomorph gestaltet. Zudem gibt es dinghafte Gestaltung, bei der versucht wird, eine Nachahmung von Lebewesen zu vermeiden. Allerdings können humanoide oder zoomorphe Merkmale vorkommen, etwa menschlich wirkende Augen oder ein tierlicher Schwanz. Weniger üblich, aber durchaus vorhanden ist eine weitere Richtung, die mythomorph genannt werden kann. Hier sind nicht oder nicht direkt Menschen oder Tiere das Vorbild, sondern Außerirdische, Fantasyfiguren oder mythologische Figuren. In diesem Beitrag wird zuerst darauf eingegangen, was unter mythomorpher Gestaltung verstanden werden kann. Dann werden Beispiele für soziale Roboter mit dieser Ausrichtung gesammelt, beschrieben und eingeordnet. Sodann findet eine ontologische, ästhetische und ethische Diskussion statt. Dabei werden jeweils Chancen und Risiken genannt. Es zeigt sich, dass mythomorphes Design als eigenständige Perspektive innerhalb des breiteren Gestaltungsraums der Sozialen Robotik verstanden werden kann.“ Der Artikel kann hier aufgerufen werden.
The Animal-Computer Interaction International Conference 2026 (ACI 2026) invites contributions for its thirteenth edition. The conference seeks theoretical, methodological, empirical, and ethical work that advances dialogue around animal-centered research and the design of computing-enabled systems. ACI brings together perspectives from computer science, informatics, engineering, interaction design, animal behavior and welfare science, veterinary science, ecology, sociology, philosophy, and related disciplines, with the aim of further developing Animal-Computer Interaction as a field. In an increasingly networked world shaped by pervasive technologies, animals – both human and nonhuman – are entangled in complex webs of interaction. These interactions may be direct or indirect, physical or cognitive, distributed or dyadic, synchronous or asynchronous. Contributions are encouraged that critically examine how technology shapes human-animal relationships, how large-scale technological deployments affect animals, and how future systems can be designed responsibly and ethically. The conference also welcomes submissions in Animal-Machine Interaction (AMI), which explores interaction and communication between animals and machines, including autonomous systems such as drones and robots. AMI focuses on designing machines that benefit animals and safeguard their interests, supporting survival and well-being. The submission deadline for Research Papers and Emerging Work Papers has been extended by one week and is now May 22, 2026. The deadline for Workshop Proposals remains unchanged at June 1, 2026. All submissions will be peer-reviewed. Further information is available at www.aciconf.org, and submission details can be found at www.aciconf.org/call-for-contributions.
Fig.: Extension of the submission deadline for ACI 2026