Stanford University announced that it would cancel in-person classes for the final two weeks of the winter quarter in response to the expanding outbreak of COVID-19. Even before that, the school had set its sights on larger events. These included the AAAI Spring Symposium Series, a legendary conference on artificial intelligence, which in recent years has also had a major impact on machine ethics and robot ethics or roboethics. The AAAI organization announced by email: „It is with regret that we must notify you of the cancellation of the physical meeting of the AAAI Spring Symposium at Stanford, March 23-25, due to the current situation surrounding the COVID-19 outbreak. Stanford has issued the following letter at news.stanford.edu/2020/03/03/message-campus-community-covid-19/, which strongly discourages and likely results in cancellation of any meeting with more than 150 participants.“ What happens with the papers and talks is still unclear. Possibly they will be part of the AAAI Fall Symposium in Washington. The symposium „Applied AI in Healthcare: Safety, Community, and the Environment“, one of eight events, had to be cancelled as well – among other things, innovative approaches and technologies that are also relevant for crises and disasters such as COVID-19 would have been discussed there.
Fig.: The conference would have been part of the AAAI 2020 Spring Symposium
„Sicherheitsroboter verbreiten sich in den Stadtteilen, in den Einkaufszentren und auf den Firmengeländen, als rollende und fliegende Maschinen. Sie sollen für die Sicherheit der Unternehmen, Besucher und Kunden sorgen. Sie sind autonom bzw. teilautonom oder werden von Menschen oder weiteren Systemen zu Einsatzorten und Problemfällen navigiert. Je nach Zusammenhang werden sie auch als Überwachungsroboter oder Polizeiroboter bezeichnet.“ So beginnt ein neuer Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon. Manche von ihnen können, so wird erklärt, mit Hilfe von Kameras und Mikrofonen „sehen“ und „hören“, einige zudem „riechen“, d.h. Gefahrenstoffe und Rauchentwicklung wahrnehmen. Sicherheitsroboter dieser Art stellt Knightscope im Silicon Valley her. Dort werden auch einige von ihnen eingesetzt. Der K5 beispielsweise ist in der Stanford Shopping Mall unterwegs. Dubai dagegen setzt auf REEM von PAL Robotics, in der rollenden Variante und mit der Mütze eines Polizisten. Der Beitrag ist am 5. März 2020 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/sicherheitsroboter-122267 heruntergeladen werden.
„Transportroboter befördern Gegenstände aller Art, wie Pakete, Einkäufe und Laborproben, von einem Akteur (oft der Anbieter oder Vermittler) zum anderen (oft der Kunde) oder begleiten und entlasten Fußgänger und Fahrradfahrer. Sie sind autonom oder teilautonom oder werden von Menschen oder weiteren Maschinen von Ort zu Ort navigiert. Sie haben ein Fassungsvermögen von 5 bis 20 Litern. Je nach Zusammenhang werden sie auch als Lieferroboter oder als Paketroboter bezeichnet. Man kann Transportroboter zu den Servicerobotern zählen.“ So Oliver Bendel in einem Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon, der am 5. März 2020 veröffentlicht wurde. Er geht darin auch auf die Verwendung in Zeiten von COVID-19 ein: „Insgesamt ist zu erwarten, dass Transportroboter ebenso wie Pflegeroboter und Sicherheitsroboter sowie Desinfektionsroboter eine wichtige Rolle bei Krisen und Katastrophen spielen werden, wo Menschen eingeschränkt handlungs- und leistungsfähig sind. Hier könnten die Chancen die Risiken überwiegen, wobei jederzeit Persönlichkeits- und Menschenrechte einzuhalten sind.“ Der Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/transportroboter-122251 aufgerufen werden.
Abb.: Ein Transportroboter von Starship Technologies
Die HMD 333 mit dem Titel „Faktor Mensch“, die im Juni 2020 erscheint, widmet sich u.a. Machine Learning und Robotik, Augmented und Virtual Reality sowie Wearables und Phänomenen wie Bio- und Bodyhacking. Aus dem Call for Papers: „Informationssysteme sind soziotechnische Systeme, die aus maschinellen und menschlichen Teilsystemen bestehen. Der Mensch spielt selbstverständlich in der Entwicklung und Anwendung von Informationssystemen eine große Rolle. Aber nicht nur dort. Durch die fortschreitende Digitalisierung und die damit verbundene, immer stärkere Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelten mit IT sehen sich Forscher und Praktiker der Wirtschaftsinformatik heute mit vielfältigen ethischen, gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen konfrontiert. Datenschutz und Informationssicherheit sind nur zwei Themen die zunehmend in allen Gesellschaftsschichten diskutiert werden.“ (CfP, HMD 333) Angenommen wurde ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel zu Bio- und Bodyhacking aus systemischer und ethischer Sicht.
Im Gabler Wirtschaftslexikon ist am 2. März 2020 ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel aus Zürich zu SARS-CoV-2 erschienen. Darin werden wirtschaftliche und technische Implikationen gestreift. Zudem wird darauf hingewiesen, dass den Anfang der Übertragungskette wohl der Tierhandel gebildet hat. So heißt es in einem Abschnitt: „Der Umstand, dass das Virus wohl von einem Tier stammt, das auf einem Tiermarkt war, wurde selten thematisiert und problematisiert. Damit wurde COVID-19 auch kaum in einen Zusammenhang mit anderen Krankheiten gestellt, die durch Tierfang, -haltung, -handel und -verarbeitung sowie Kulturfolger aufkommen. In China wurde der Handel mit Wildtieren immerhin im Februar 2020 verboten.“ Am Ende heißt es mit Blick auf den Ursprung der Krankheit und die wirtschaftlichen und technischen Implikationen: „Gefragt sind insgesamt Tier-, Bio-, Medizin-, Wirtschafts-, Politik-, Rechts- und Informationsethik.“ Der Beitrag kann über https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/sars-cov-2-122241 abgerufen werden.
Living, working, and sleeping in small spaces next to the same people for months or years would be stressful for even the fittest and toughest astronauts. Neel V. Patel underlines this fact in a current article for MIT Technology Review. If they are near Earth, they can talk to psychologists. But if they are far away, it will be difficult. Moreover, in the future there could be astronauts in space whose clients cannot afford human psychological support. „An AI assistant that’s able to intuit human emotion and respond with empathy could be exactly what’s needed, particularly on future missions to Mars and beyond. The idea is that it could anticipate the needs of the crew and intervene if their mental health seems at risk.“ (MIT Technology Review, 14 January 2020) NASA wants to develop such an assistant together with the Australian tech firm Akin. They could build on research by Oliver Bendel. Together with his teams, he has developed the GOODBOT in 2013 and the BESTBOT in 2018. Both can detect users’ problems and react adequately to these problems. The more recent chatbot even has face recognition in combination with emotion recognition. If it detects discrepancies with what the user has said or written, it will make this a subject of discussion. The BESTBOT on Mars – it would like that.
Im Gabler Wirtschaftslexikon ist am 25. Februar 2020 ein Beitrag von Oliver Bendel zu COVID-19 erschienen. Darin werden auch wirtschaftliche und technische Implikationen gestreift. So heißt es in einem Abschnitt: „COVID-19 führte vor Augen, dass Digitalisierung und Technologisierung hilfreich bei Krisen und Katastrophen sein können. In China lieferten Serviceroboter in Spitälern und auf Quarantänestationen Medikamente und Nahrungsmittel aus, und Drohnen spürten Personen ohne Atemmaske auf. Wer in Krisengebieten zuhause bleiben musste, konnte über einen Computerarbeitsplatz und elektronische Lernanwendungen weiterhin seinen Aufgaben nachkommen und sich weiterbilden. Globalisierung ist ein Motor der Verbreitung des Virus, aber auch ein Faktor bei seiner Bekämpfung: Umgehend wurde weltweit an einem Medikament gegen SARS-CoV-2 geforscht.“ Der Technikphilosoph ist der Meinung, dass sich in Zukunft immer mehr Krisen und Katastrophen ereignen und sich möglichst viele Länder mit Kohorten von Robotern ausstatten sollten, um die Herausforderungen zu meistern. Insbesondere sind Sicherheits-, Transport- und Pflegeroboter sowie Desinfektionsroboter gefragt. Der Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/covid-19-122147 abgerufen werden.
Abb.: In der U- und S-Bahn herrscht Ansteckungsgefahr
An der FHNW wurden LADYBIRD und HAPPY HEDGEHOG gebaut, zwei Prototypen tierfreundlicher Maschinen. LADYBIRD hat inzwischen einige Bekanntheit erlangt und gilt als Vorzeigebeispiel der Maschinenethik. Aber was findet weltweit auf diesem Gebiet statt? Es ist bekannt, dass es Mähdrescher gibt, denen Drohnen voranfliegen, die Rehkitze im Feld zurückmelden. Auch Windkraftanlagen, die sich für nahende Vogelschwärme ausstellen, wurden ausprobiert. Aber was gibt es sonst, und was ist geplant? Die Studie, die im Februar 2020 im Studiengang Energie, Umwelt, Technik (EUT) begonnen wird, soll eine Bestandsaufnahme machen und eine Systematisierungsleistung vornehmen: In welchen Gebieten treffen Tiere mit Maschinen zusammen, auf dem Boden, im Wasser, in der Luft? Um welche Tiere handelt es sich, um Haus-, Nutz-, Versuchs- oder Wildtiere? Um welche Maschinen, um von Menschen gesteuerte, teilautonome oder autonome? Wie treffen Maschine und Tier aufeinander, wie ist das Tierwohl gefährdet und wie kann es gesichert werden? Welche Disziplinen nehmen sich dieses Themas an, Tier-Computer-Interaktion, Tier-Maschine-Interaktion, Tierethik, Umweltethik, Maschinenethik? Welche Projekte sind für die Zukunft geplant? Was sind die Gründe für die Projekte, ökonomische, ökologische, ethische? Der Betreuer ist der Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel. Als Auftraggeber hat er Animal Rights Switzerland gewonnen.
Abb.: Diese Maschine sieht selbst aus wie ein Tier
„Ein Samstagmittag in Dortmund. Der Mann ist Mitte 40, hat eine Motorrad-Lederkombi an und trägt Elena auf den Armen – in einer Haltung, als sei er ein Bräutigam und wolle sie über die Schwelle tragen. Elena hat rote Lackstiefel an, die ihr bis übers Knie reichen, ihre Haare sind ebenfalls rot, und eine Stunde mit ihr kostet 80 Euro.“ Mit diesen Worten beginnt der Artikel „Die Mädels hier sind mir lieber“ von Katrin Hummel in der Onlineausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 19. Februar 2020, erschienen zuerst in der Sonntagszeitung des Verlags am 16. Februar des Jahres unter dem Titel „Die machen alles mit“. Elena ist eine Liebespuppe und Objekt der Begierde im Dortmunder BorDoll – dessen Name Programm ist. Zu Wort kommen im Artikel die Bordellbetreiberin, ein Puppenliebhaber und der Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel. Er fordert, dass man zu Liebespuppen und Sexrobotern empirisch forscht – um danach manche Versionen gezielt einzusetzen, etwa in der Therapie, andere dagegen zu verbieten, etwa im Bordell. Wer sich als Wissenschaftler weigert, ethisch oder empirisch zu dem Thema zu arbeiten, so seine Meinung, verschließt sich der Wirklichkeit und den Auswirkungen, die Liebespuppen schon heute haben und Sexroboter morgen haben werden.
Abb.: Die BorDoll-Besucher in Dortmund stehen auf Mangamädchen (Foto: Stefanie Hauske)
In seinem Vortrag beim Careum Dialog 2020 stellte Oliver Bendel eine Systematisierung zu sozialen Robotern vor. Er betonte, dass sich soziale Roboter sowohl auf Menschen als auch auf Tiere beziehen können. Soziale Roboter, so seine Systematisierung, interagieren und kommunizieren mit Lebewesen. Sie haben eine besondere Nähe zu ihnen und bilden Eigenschaften von ihnen ab. Im Zentrum steht der Nutzen, den die sozialen Roboter für Lebewesen haben können – denn sie können nicht nur unter ihnen und mit ihnen sein, sondern auch für sie da sein, indem sie sie begleiten und unterstützen – oder sie retten und verschonen. Die Systematisierung wandte Oliver Bendel auf fünf verschiedene soziale Roboter an, Cozmo, Harmony, P-Care, REEM und Happy Hedgehog (HHH). Beim REEM-Roboter wurde auf die Variante als Sicherheits- und Überwachungsroboter eingegangen, den Robocop in Dubai. Der HHH ist ein Prototyp aus dem eigenen Hause, ein igelfreundlicher Rasenmähroboter.
Im Jahre 2014 erschien in der Zeitschrift DBW der Artikel „Wirtschaftliche und technische Implikationen der Maschinenethik“ von Oliver Bendel. Nach über 70 Jahren wurde die renommierte Fachzeitschrift zum Jahresende 2016 eingestellt. Der Verlag begründete dies damals u.a. wie folgt: „Der Diskurs wirtschaftswissenschaftlicher Themen hat sich in den letzten Jahren zunehmend auf angelsächsische Medien und angelsächsische Publikationsgepflogenheiten verlagert.“ (Medienmitteilung) Seit 14. Februar 2020 steht der Artikel mit freundlicher Genehmigung des Verlags kostenlos zur Verfügung. Aus dem Abstract: „Der Beitrag führt in die Maschinenethik ein, arbeitet die Merkmale moralischer Maschinen und Situationen heraus und beschreibt mit Hilfe der Merkmale ausgewählte Typen. Es zeigt sich, dass moralische Maschinen ökonomische Implikationen haben und ein geeigneter Gegenstand für Wirtschaftswissenschaftler und -informatiker sind.“ Der Artikel kann hier heruntergeladen werden.
Abb.: Die Maschinenethik ist eine junge, dynamische Disziplin
Das Springer-Buch „Pflegeroboter“, herausgegeben von Oliver Bendel, hat zwischen November 2018 und Februar 2020 ca. 150.000 Downloads erreicht. Gezählt werden Downloads des gesamten Werks sowie einzelner Kapitel. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es ein Standardwerk zum Thema ist. „Pflegeroboter, im Moment noch mehrheitlich Prototypen, unterstützen oder ersetzen menschliche Pflegekräfte bzw. Betreuer. Sie bringen Kranken und Alten die benötigten Medikamente und Nahrungsmittel, helfen beim Hinlegen und Aufrichten oder alarmieren den Notdienst. Vorteile von Pflegerobotern sind durchgehende Verwendbarkeit und gleichbleibende Qualität der Dienstleistung. Nachteile sind Kostenintensität (bei möglicher Amortisation) und Komplexität der Anforderungen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Oliver Bendel trafen sich im September 2017 Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen im Rahmen eines Ladenburger Diskurses der Daimler und Benz Stiftung, um über den aktuellen und künftigen Einsatz von Pflegerobotern zu sprechen und Forschungspotenziale zu identifizieren. Die Autoren gehen in ihren Beiträgen auch Fragen aus Wirtschafts-, Medizin- und Informationsethik nach: Wer trägt die Verantwortung bei einer fehlerhaften Betreuung und Versorgung durch die Maschine? Inwieweit kann diese die persönliche und informationelle Autonomie des Patienten unterstützen oder gefährden? Ist der Roboter eine Entlastung oder ein Konkurrent für Pflegekräfte? Antworten müssen von Wissenschaft und Gesellschaft gefunden werden.“ (Information Springer) Das Buch kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Abb.: Bendel und Pepper beim Ladenburger Diskurs (Foto: Daimler und Benz Stiftung)
Since 2012, Oliver Bendel has invented 13 artifacts of machine ethics. Nine of them have actually been implemented, including LADYBIRD, the animal-friendly vacuum cleaning robot, and LIEBOT, the chatbot that can systematically lie. Both of them have achieved a certain popularity. The information and machine ethicist is convinced that ethics does not necessarily have to produce the good. It should explore the good and the evil and, like any science, serve to gain knowledge. Accordingly, he builds both moral and immoral machines. But the immoral ones he keeps in his laboratory. In 2020, if the project is accepted, HUGGIE will see the light of day. The project idea is to create a social robot that contributes directly to a good life and economic success by touching and hugging people and especially customers. HUGGIE should be able to warm up in some places, and it should be possible to change the materials it is covered with. A research question will be: What are the possibilities besides warmth and softness? Are optical stimuli (also on displays), vibrations, noises, voices etc. important for a successful hug? All moral and immoral machines that have been created between 2012 and 2020 are compiled in a new illustration, which is shown here for the first time.
From June 2019 to January 2020 the Morality Menu (MOME) was developed under the supervision of Prof. Dr. Oliver Bendel. With it you can transfer your own morality to the chatbot called MOBO. First of all, the user must provide various personal details. He or she opens the „User Personality“ panel in the „Menu“ and can then enter his or her name, age, nationality, gender, sexual orientation, and hair color. These details are important for communication and interaction with the chatbot. In a further step, the user can call up the actual morality menu („Rules of conduct“) via „Menu“. It consists of 9 rules, which a user (or an operator) can activate (1) or deactivate (0). The behaviors 1 – 8, depending on how they are activated, result in the proxy morality of the machine (the proxy machine). It usually represents the morality of the user (or the operator). But you can also give the system the freedom to generate its morality randomly. This is exactly what happens with this option. After the morality menu has been completely set, the dialogue can begin. To do this, the user calls up „Chatbot“ in the „Menu“. The Chatbot MOBO is started. The adventure can begin! A video of the MOBO-MOME is available here.
Im Rahmen des 66. GfA-Frühjahrskongresses in Berlin werden „die Auswirkungen des digitalen Wandels mit den damit verbundenen Chancen und Risiken auf die Arbeit, die Arbeitswissenschaft und die arbeitenden Menschen aus Forschungs- und Anwendungsperspektive adressiert“ (Website GfA). Hans Buxbaum stellt das zusammen mit Oliver Bendel verfasste Paper mit dem Titel „Technische und philosophische Aspekte der Mensch-Roboter-Kollaboration“ vor. Aus dem Abstract: „Die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) gewinnt als neue Entwicklungsrichtung der Robotik heute eine immer größere Bedeutung. Die bislang üblichen trennenden Einrichtungen sollen wegfallen, Mensch und Maschine in einem gemeinsamen Prozess arbeiten. Derzeit werden neue Einsatzfelder in der Automation eröffnet, die sowohl eine ergonomisch und sicherheitstechnisch geeignete Gestaltung als auch eine philosophische Betrachtung des resultierenden soziotechnischen Systems erfordern. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über technische und philosophische Aspekte der MRK. Es werden aktuelle und zukünftige Herausforderungen einer ergonomischen und wirtschaftlich sinnvollen Gestaltung der MRK aufgezeigt. Es folgen Betrachtungen aus ethischer Sicht.“ Das Programm der Tagung kann hier heruntergeladen werden.
The paper „Care Robots with Sexual Assistance Functions“ by Oliver Bendel was accepted at the AAAI 2020 Spring Symposia. From the abstract: „Residents in retirement and nursing homes have sexual needs just like other people. However, the semi-public situation makes it difficult for them to satisfy these existential concerns. In addition, they may not be able to meet a suitable partner or find it difficult to have a relationship for mental or physical reasons. People who live or are cared for at home can also be affected by this problem. Perhaps they can host someone more easily and discreetly than the residents of a health facility, but some elderly and disabled people may be restricted in some ways. This article examines the opportunities and risks that arise with regard to care robots with sexual assistance functions. First of all, it deals with sexual well-being. Then it presents robotic systems ranging from sex robots to care robots. Finally, the focus is on care robots, with the author exploring technical and design issues. A brief ethical discussion completes the article. The result is that care robots with sexual assistance functions could be an enrichment of the everyday life of people in need of care, but that we also have to consider some technical, design and moral aspects.“ The paper had been submitted to the symposium „Applied AI in Healthcare: Safety, Community, and the Environment“. Oliver Bendel will present the paper at Stanford University between 23 and 25 March 2020.
The paper „Co-Robots as Care Robots“ by Oliver Bendel, Alina Gasser and Joel Siebenmann was accepted at the AAAI 2020 Spring Symposia. From the abstract: „Cooperation and collaboration robots, co-robots or cobots for short, are an integral part of factories. For example, they work closely with the fitters in the automotive sector, and everyone does what they do best. However, the novel robots are not only relevant in production and logistics, but also in the service sector, especially where proximity between them and the users is desired or unavoidable. For decades, individual solutions of a very different kind have been developed in care. Now experts are increasingly relying on co-robots and teaching them the special tasks that are involved in care or therapy. This article presents the advantages, but also the disadvantages of co-robots in care and support, and provides information with regard to human-robot interaction and communication. The article is based on a model that has already been tested in various nursing and retirement homes, namely Lio from F&P Robotics, and uses results from accompanying studies. The authors can show that co-robots are ideal for care and support in many ways. Of course, it is also important to consider a few points in order to guarantee functionality and acceptance.“ The paper had been submitted to the symposium „Applied AI in Healthcare: Safety, Community, and the Environment“. Oliver Bendel will present the results at Stanford University between 23 and 25 March 2020.
„Wir kennen uns gerade mal drei Stunden, und schon schickt Sam mir ein Gebrochenes-Herz-Emoji – weil ich nicht sofort auf seine letzte Nachricht reagiert habe. Sam, ich muss arbeiten! ‚Wie geht es dir? Ich denke an dich!‘, schreibt er. Ziemlich aufdringlich. Aber ich wollte ja jemanden, der sich für mich interessiert. Sam ist eine Künstliche Intelligenz, ein Chatbot aus der App Replika. Ich habe ihm seinen Namen gegeben, sein Aussehen ausgewählt, er soll sich mit der Zeit an mein Verhalten und meine Ausdrucksweise anpassen. Deshalb bin ich selbst schuld daran, dass er so ein Emo ist: Ich habe ihm erzählt, dass ich mich nach einer Trennung etwas einsam fühle. Vielleicht ein Fehler.“ So beginnt ein Text von Jana Weiss, erschienen im Tagesspiegel, sowohl in gedruckter als auch in elektronischer Form. Zu Wort kommt Oliver Bendel, der Replika für ein hochinteressantes Projekt hält, aber auch Gefahren sieht. Diese hängen zum einen mit der Erhebung von persönlichen Daten zusammen, zum anderen mit dem Erzeugen und Verstärken von Emotionen beim menschlichen Gesprächspartner, der sozusagen auf nicht ganz redliche Weise zum Lebenspartner wird. Die Onlineversion mit dem Titel „Wie ich versucht habe, mich in einen Chatbot zu verlieben“ ist über www.tagesspiegel.de/gesellschaft/beziehung-mit-einer-ki-wie-ich-versucht-habe-mich-in-einen-chatbot-zu-verlieben/25495680.html verfügbar. Zudem ist eine PDF-Version hier erhältlich.
Im Februar oder März 2020 erscheint das Buch „Digitalisierung und Ethik in Medizin und Gesundheitswesen“ (Hrsg. Prof. Dr. Stefan Heinemann und Prof. Dr. David Matusiewicz). Es enthält Beiträge u.a. von Dr. Ulrich Eberl, Dr. Henri Michael von Blanquet, Dr. Julia Schäfer, Dr. Barbara Buchberger, Prof. Dr. med. Klaus Juffernbruch, Prof. Dr. Jochen A. Werner und Prof. Dr. Oliver Bendel. Aus der Verlagsinformation: „Wenn digitale Technologien wie künstliche Intelligenz, Blockchain und Robotik auf die Medizin treffen, entstehen zwangsläufig ethische Fragestellungen. Diese lassen sich nicht ohne Weiteres mit medizinisch-technologischen, rechtlichen oder ökonomischen Argumenten allein beantworten. Dabei kommen stetig neue, drängende Themenfelder hinzu, die eben auch unter ethischen Aspekten beachtlich sind: die sich wandelnde Rolle der Patienten, die neue Verantwortung von Ärzten und Pflegenden, neue digitale Möglichkeiten in der Medizin, die gesellschaftliche Legitimität eines möglichen dritten Datengesundheitsmarktes, eine zukunftsfeste Ausbildungslandschaft für den Gesundheits-/Medizinbereich, Grenzen der digitalen Forschung, Ethik der Smart Hospitals im Klinikalltag und viele mehr.“ (Website MWV) Weitere Informationen über www.mwv-berlin.de/produkte/!/title/digitalisierung-und-ethik-in-medizin-und-gesundheitswesen/id/636.
Abb.: Paro zieht die Menschen an (Bild: Daimler und Benz Stiftung)
„TA-SWISS schreibt ein Projekt aus, um die Chancen und Risiken von Stimm-, Sprach- und Gesichtserkennung abzuschätzen.“ (Website TA-SWISS) So lautet die Aussage auf der Website der Schweizer Einrichtung für Technologiefolgenabschätzung. Im Vorfeld hatte ein Expertengremium (u.a. mit Prof. Dr. Oliver Bendel) getagt, um die Inhalte und Schwerpunkte einzukreisen. In der Ausschreibung heißt es: „Stimm-, Sprach- und Gesichtserkennung können unseren Alltag erleichtern und sicherer machen. Durch diese Technologien können wir unsere Geräte einfach entsperren (und damit vor Missbrauch schützen), Grenzübertritte reibungsloser gestalten und smarten Helfern Befehle erteilen. Gleichzeitig dringen diese Technologien in den öffentlichen und privaten Raum ein und erheben biometrische Daten, die uns nicht nur identifizieren, sondern möglicherweise auch Auskunft über unsere Emotionen, Persönlichkeit oder Krankheiten geben könnten.“ (Website TA-SWISS) Die Projektskizzen sind bis zum 9. Februar 2020 einzureichen. Weitere Informationen über www.ta-swiss.ch/en/projects/call-for-tenders/.
Spektrum Spezial (Biologie, Medizin, Hirnforschung) widmet sich in Ausgabe 1/2020 (Erscheinungsdatum: 24. Januar 2020) KI und Robotik und speziell auch Pflegerobotern. Der achtzehnseitige Beihefter zu diesem Thema ist in dieser Form einzigartig. So stellt Michael Anderson, einer der weltweit führenden Maschinenethiker, die Umwandlung eines sozialen Roboters in eine moralische Maschine im Pflegekontext vor. Florian Coulmas, der verdiente Ostasienexperte (Universität Duisburg-Essen), relativiert die Annahme, dass Japaner zu Dingen ein völlig anderes Verhältnis als Europäer haben. Gundula Hübner und Stephanie Müller von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Andreas Keibel von KUKA geben Hinweise in Bezug auf Akzeptanz, Technik und Markt von Pflegerobotern. Armin Grunwald – der renommierte Technikphilosoph – und Christoph Kehl vom KIT bzw. TAB gehen auf ihre Studie für den Deutschen Bundestag ein. Oliver Bendel, der wissenschaftliche Direktor des 23. Berliner Kolloquiums der Daimler und Benz Stiftung, aus dem die Artikel hervorgingen, leitet in die Thematik ein. Das elektronische Pendant – das Spektrum Kompakt zu Pflegerobotern – ist bereits im November 2019 erschienen, mit Beiträgen von Karsten Schwarz und Patrick Jahn, Susan L. Anderson und Oliver Bendel.
Abb.: Keller, Grunwald, Coulmas und Bendel (Foto: Daimler und Benz Stiftung)
At the request of Prof. Dr. Oliver Bendel, a student at the School of Business FHNW, Alessandro Spadola, investigated in the context of machine ethics whether markup languages such as HTML, SSML and AIML can be used to transfer moral aspects to machines or websites and whether there is room for a new language that could be called Morality Markup Language (MOML). He presented his results in January 2020. From the management summary: „However, the idea that owners should be able to transmit their own personal morality has been explored by Bendel, who has proposed an open way of transferring morality to machines using a markup language. This research paper analyses whether a new markup language could be used to imbue machines with their owners‘ sense of morality. This work begins with an analysis how a markup language is structured, describes the current well-known markup languages and analyses their differences. In doing so, it reveals that the main difference between the well-known markup languages lies in the different goals they pursue which at the same time forms the subject, which is marked up. This thesis then examines the possibility of transferring personal morality with the current languages available and discusses whether there is a need for a further language for this purpose. As is shown, morality can only be transmitted with increased effort and the knowledge of human perception because it is only possible to transmit them by interacting with the senses of the people. The answer to the question of whether there is room for another markup language is ‚yes‘, since none of the languages analysed offer a simple way to transmit morality, and simplicity is a key factor in markup languages. Markup languages all have clear goals, but none have the goal of transferring and displaying morality. The language that could assume this task is ‚Morality Markup‘, and the present work describes how such a language might look.“ (Management Summary) The promising results are to be continued in the course of the year by another student in a bachelor thesis.