Following the recent news that French robotics company Aldebaran has entered judicial liquidation, RobotLAB has issued a press release to reassure customers and partners of continued support for NAO and Pepper robots. A new company, NAO Robotics SA, is being formed to acquire Aldebaran’s intellectual property and engineering team. Development on the next-generation NAO V7 has already resumed. RobotLAB, a long-time NAO partner since 2009, remains fully operational with robots, parts, and support services in stock. With over 6,500 NAO robots deployed, the company continues to provide training, repairs, and educational tools, including the recently launched NAO AI Edition with ChatGPT integration. RobotLAB emphasized there will be no disruption for current customers and views this transition as a new beginning for the NAO platform.
Unter dem Titel „Mensch 2.0: Die Vision des universellen Roboters“ hielt Prof. Dr. Oliver Bendel am 4. Juni 2025 ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek Stuttgart den Eröffnungsvortrag zur Tagung „Next Frontiers“ … Dabei zeigte er auf, dass alle Elemente einer solchen Maschine vorhanden sind. Man muss sie nur noch zusammenfügen, was freilich keine triviale Aufgabe ist. Robotische Zweibeiner, die als Allzweckroboter vermarktet werden, können als Vorstufen universeller Roboter gelten. Figure, Digit und Apollo arbeiten bereits in Fabriken auf der ganzen Welt … Danach trug auf dem Podium die Autorin Emma Braslavsky („Ich bin dein Mensch“, verfilmt von Maria Schrader) aus einem Dialog mit Claude vor, einem LLM-basierten Chatbot. Dieser beeindruckte durch Beschreibungen seiner eigenen Existenz. Sie sprach mit Oliver Bendel, inzwischen auch auf dem Podium, über die neuesten Entwicklungen und ihre Folgen. Die Moderation oblag Thomas Klingenmaier, Redakteur der Stuttgarter Zeitung. Schließlich wurde das Publikum einbezogen. So groß war das Interesse, dass der Saal auch nach drei Stunden noch vollbesetzt war. Alle Erkenntnisse und Eindrücke hat der Zeichner und Illustrator Heyko Stöber eingefangen, einer der Besten seines Fachs.
In den 1970er- und 1980er-Jahren bildeten sich erste Formen einer Computerethik aus, die dann in den frühen 1990er-Jahren mit der Netzethik verbunden wurden. In der Folge wurde die Informationsethik zur etablierten Bereichsethik. Rainer Kuhlen und Rafael Capurro waren die führenden Vertreter. Kuhlen legte 2004 das Standardwerk „Informationsethik“ vor, das sich stark auf das Internet bzw. das WWW bezog. Oliver Bendel leistete Definitions- und Systematisierungsarbeit und band bis dahin kaum bekannte Bereiche ein, etwa die Implementierung von Chatbots und Sprachassistenten, die Tier-Computer- und Tier-Maschine-Interaktion sowie den Diskurs zu Human und Animal Enhancement, und führte Begrifflichkeiten wie „Münchhausen-Maschinen“, „Robot Enhancement“ und „Moral Prompt Engineering“ ein. Capurro war einer der ersten im deutschsprachigen Raum, die – nach Luciano Floridi im englischsprachigen Raum – von einer Digitalen Ethik zu sprechen begannen. Für manche ist diese identisch mit der Informationsethik, für andere ein Teilbereich davon. Dagmar Fenner legt nun ein neues Werk unter diesem Begriff vor. Aus dem Klappentext: „Die rasch voranschreitende Digitalisierung und der damit verbundene tiefgreifende Kulturwandel erfordern dringend ethische Reflexionen und mehr gesellschaftliche Gestaltung. In dieser Einführung werden wichtige Grundbegriffe und normative Leitideen geklärt. Im ersten Teil Digitale Medienethik geht es um Probleme wie Fake News, Emotionalisierung und Hassrede in Online-Medien. Dies führt zur Frage, ob das Internet die Demokratie eher fördert oder gefährdet. Der zweite Teil KI-Ethik reflektiert die Gefahren von Datafizierung und Big-Data-Analysen, z.B. Diskriminierung oder Verlust von Freiheit. Zudem wird beleuchtet, wie der vermehrte Einsatz von Robotern unser Leben und unser Menschenbild verändert. Gegeben wird ein kritisch abwägender Überblick über das hochkomplexe aktuelle Themenfeld mit klarer Struktur und vielen Übersichten.“ (Flyer Digitale Ethik) Dagmar Fenner ist Titularprofessorin für Philosophie an der Universität Basel sowie Lehrbeauftragte für Ethik an der Universität Tübingen. Das Buch „Digitale Ethik“ ist im Mai 2025 im Narr Francke Attempto Verlag erschienen.
„520 Kolleg:innen bei XYZ haben ihren Tag mit einem Erfolg bei einem täglichen Denkspiel Zip begonnen. Machen Sie mit.“ Solche Meldungen erhält man regelmäßig als Benutzer von LinkedIn. Einmal abgesehen vom fehlerhaften Deutsch, für das Microsoft seit Jahrzehnten bekannt ist – je nach Größe des Unternehmens, der Behörde oder der Hochschule darf man verwundert sein, wie viele Kollegen ihren Arbeitstag mit Arbeitsverweigerung beginnen. Natürlich kann man es auch als Spiel verstehen, das einem die Arbeit erst sinnvoll und erträglich erscheinen lässt. Erstaunlicherweise erhält man aber nicht nur solche allgemeinen Meldungen, sondern auch auf einzelne Personen bezogene, die mit ihrem vollen Namen genannt werden. „Max Mustermann“ oder „Martina Musterfrau“ – hier wieder entsprechende Angaben einsetzen – „and others stay sharp with our daily Zip puzzle“. So lautet die englische Version, um auch einmal die Muttersprache des Konzerns zu verwenden. Neben der Information erscheint das Profilbild des Kollegen oder der Kollegin, zudem eine Zeitangabe. Das sind personenbezogene Daten. Sie geben Aufschluss über das Verhalten des Mitarbeiters zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie verraten, dass man die Plattform nicht verwendet, um seine Arbeit darzustellen oder sich zu vernetzen, sondern um Unterhaltung und Ablenkung zu suchen. Natürlich verraten das auch die eigenen Posts. Aber über deren Erscheinen hat man Kontrolle. Über das Erscheinen der Meldung nicht. So sehen also dieser Tage unzählige Vorgesetzte und Kollegen, dass man nicht ausgelastet ist und die Ressourcen des Arbeitgebers für private Zwecke einsetzt.
Abb.: So kann man in den Tag starten (Image: ChatGPT/4o Image)
On June 2, 2025, Aldebaran announced the end of the „Aldebaran Story“ in a video. The video recounts the history of the company. Founded in 2005 by Bruno Maissonier of France, NAO, one of the best-known social robots to date, was launched the following year. The company has sold 20,000 units, primarily to universities and research institutes. These institutions then developed applications for children and the elderly. In 2012, SoftBank invested in the company so that Pepper could be built. Seventeen thousand units were produced. They sold out in 2024. Once again, researchers and developers created numerous applications for Pepper. In 2021, the United Robotics Group, backed by the RAG Foundation, invested in the company and moved production back to Paris. That marked the beginning of the end. Plato was created as a competitor to the Chinese BellaBot. However, Aldebaran’s and the United Robotics Group’s problems were apparent by the beginning of 2025. In March, Aldebaran announced its insolvency. Buyers were sought, but to no avail. At the beginning of June, the company announced the end of its history.
Fig.: Oliver Bendel with Pepper on the fringes of an event
The GROUND workshop (advancing GROup UNderstanding and robots‘ aDaptive behavior) is back for its third edition and will take place on June 30, 2025, as part of the IAS 19 Conference in Genoa, Italy. The keynote speeches will be given by Prof. Dr. Oliver Bendel, FHNW School of Business, and Prof. Dr. Silvia Rossi, University of Naples. The talk by the technology philosopher and business information scientist from Zurich entitled „Robots, chatbots, and voice assistants in the classroom“ is summarized as follows on the Ground website: „Chatbots, voice assistants, and robots – both programmable machines and social robots – have been used in learning for decades. Prof. Dr. Oliver Bendel from the FHNW School of Business in Switzerland presents his own projects from 15 years. Some of his chatbots and voice assistants, such as GOODBOT, BESTBOT, and SPACE THEA, recognized user problems and responded appropriately. They showed empathy and emotion. Pepper was used as an educational application for children with diabetes, and Alpha Mini as an educational application for elementary schools. Chatbots for dead, endangered, and extinct languages such as @ve, @llegra, and kAIxo can be integrated into learning environments for all ages. Today, the technology philosopher and information systems expert mainly uses GPTs such as Social Robotics Girl and Digital Ethics Girl in his courses. They can receive and answer questions from several students at the same time, even if they are asked in different languages. They are specialists in their field thanks to prompt engineering and retrieval-augmented generation (RAG). In his talk, Oliver Bendel will ask how chatbots, voice assistants, and social robots will be designed as adaptive systems for multi-user settings in the future. These capabilities are especially important in the classroom.“ Further information is available at ground-hri.github.io/workshop/.
Fig.: Oliver Bendel in Italy in 2025 (Photo: Stefanie Hauske)
ChatGPT mit dem Sprachmodell GPT-4o schreibt zwar auf hohem Niveau, weist in seiner Sprache aber einige Auffälligkeiten und Abweichungen, ja sogar Fehler auf. In den sozialen Medien wird viel über die häufige und ungewöhnliche Verwendung des Spiegelstrichs gesprochen. Dieser findet sich vor einem angehängten Nebensatz oder Hauptsatz – wie in diesem Beispiel. Auch bei Aufzählungen weicht es vom allgemeinen Sprachgebrauch ab. Es hat Probleme mit den Artikeln und verwendet oft ein „oder“, wo ein „und“ passender wäre. Und es stellt „nicht“ häufig mit einem Bindestrich voran, womit es einen verbreiteten Fehler stärkt. Zuweilen wird die englische Wortbildung auf die deutsche übertragen, sodass es zu Fehlern wie „Deep Learning-Modelle“ kommt. Zu Fehlern kommt es auch, weil das Sprachmodell immer wieder Gendersprache einbaut. Dies ist auf die von OpenAI verfassten Prinzipien zurückzuführen, die auf die verschiedenen Ebenen (RLHF, Prompt Engineering, Filtersysteme) heruntergebrochen werden. Der Chatbot verwendet Schreibweisen, die es im Deutschen nicht gibt und die von der (Mehrheit der) Sprachgemeinschaft abgelehnt werden. Insgesamt verfolgt er eine ideologische und wissenschaftsfeindliche Agenda. Durch all diese Abweichungen und Fehler nimmt ChatGPT Einfluss auf die deutsche Sprache. Diese trägt Blessuren davon oder erleidet sogar schwere Beschädigungen. Da das zugrunde liegende Sprachmodell immer wieder angepasst wird, ist es schwierig, allgemeine Aussagen zu treffen. Die beschriebenen Phänomene wurden im Mai 2025 beobachtet.
Seit Ende 2023 kann man sogenannte GPTs erstellen, die auf bestimmte Aufgaben spezialisiert sind. Am 21. Januar 2024 kam DIE HAIKU-LIEBHABERIN auf die Welt. Sie trägt seitdem Haikus von Oliver Bendel vor und interpretiert sie auf Wunsch des Benutzers. Gefüttert wurde der Chatbot mit zwei Sammlungen, nämlich „handyhaiku“ und „stöckelnde dinger“ … Der erste Band war 2010 im Hamburger Haiku Verlag erschienen, in gedruckter Form. Neben den Texten waren QR-Codes zu sehen, aus denen die Haikus direkt aufs Handy übernommen werden konnten, ohne dass man online sein musste. Der zweite Band wurde ebenfalls 2010 veröffentlicht, und zwar als Handybuch bei Blackbetty, einem Wiener Verlag. Im Mai 2025 wurde der Bildgenerator bei der HAIKU-LIEBHABERIN aktiviert. Seitdem kann sie die Gedichte auf Wunsch auch visualisieren. Allerdings ist sie als Chatbot von OpenAI – um es freundlich auszudrücken – außerordentlich schüchtern. So werden einem immer wieder Bilder zu Haikus verwehrt. Man kann insgesamt sagen, dass LLMs nur bedingt geeignet sind für Kunstprojekte. An die Stelle der Staaten und Kirchen, die früher Zensur bei der Kunst ausübten, sind nun die Konzerne getreten. Oliver Bendel veröffentlicht seit über 40 Jahren Gedichte und trägt sie zu seltenen Gelegenheiten auch vor.
Abb.: Die Schüchternheit der HAIKU-LIEBHABERIN (Bild: ChatGPT/4o Image)
„Ein Geschöpf, so stark wie eine Maschine, aber so einfallsreich wie ein Mensch – das war einmal der Traum vom Roboter. Der Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Oliver Bendel erklärt, wie Robotik und Künstliche Intelligenz zu Maschinen verschmelzen, die näher am alten Traum vom Kunstmenschen und weit weg vom stationären Blechknecht sind. Im Spannungsfeld von KI, Maschinenethik und maschinellem Bewusstsein zeigt er, wie neue Grundlagen geschaffen werden. Darüber spricht er mit der Schriftstellerin Emma Braslavsky.“ (Website Stadtbibliothek Stuttgart) Mit diesen Worten wird eine Veranstaltung angekündigt, die am 4. Juni 2025 ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek Stuttgart stattfindet. Oliver Bendel wird zunächst einen Vortrag mit dem Titel „Mensch 2.0: Die Vision des universellen Roboters“ halten. Dann wird er auf dem Podium mit Emma Braslavsky („Ich bin dein Mensch“) diskutieren. Die Moderation obliegt Thomas Klingenmaier, Redakteur der Stuttgarter Zeitung. Weitere Informationen sind über die Website der Stadtbibliothek erhältlich.
Abb.: Die Stadtbibliothek Stuttgart (Foto: Oliver Gotting)
Im Jahre 2013 hatte Prof. Dr. Oliver Bendel die Idee zu seinem Lügenbot, auch LIEBOT genannt. Er veröffentlichte am 11. September 2013 im Magazin CyberPress den Artikel „Der Lügenbot und andere Münchhausen-Maschinen“. Es folgten weitere Artikel und Beiträge, bis 2016 der Prototyp entstand. Kevin Schwegler, damals Student des Technikphilosophen, setzte einen Chatbot samt Avatar um, der mit Hilfe von sieben unterschiedlichen Strategien wahre Aussagen in unwahre umwandelte. Der LIEBOT behauptete z.B. im Sommer 2016, Donald Trump sei der Präsident der USA. Dazu hatte er in einem mehrstufigen Verfahren Informationen von Yahoo genutzt. Die Ergebnisse des Projekts wurden in einem Paper mit dem Titel „Towards Kant Machines“ verarbeitet und im März 2017 bei den AAAI Spring Symposia an der Stanford University vorgestellt. Zwar kann man einwenden, dass der LIEBOT selbst keine Absicht verfolgt und daher nicht im engeren Sinne lügt. Allerdings hat man ihm eben diese Absicht eingepflanzt. Er lügt sozusagen im Auftrag seiner Erfinder. Mit dem Projekt wollte Oliver Bendel zeigen, dass man Dialogsysteme bauen kann, die Unwahrheiten verbreiten. Heute sind sie in Form von LLMs anscheinend omnipräsent. Dabei muss man genau hinschauen, um die Unterschiede zu erkennen. In seinem Buch „300 Keywords Generative KI“ schreibt Oliver Bendel: „Halluzinierende Maschinen müssen … keine Münchhausen-Maschinen im engeren Sinne sein, da eine Absicht nicht vorliegt oder zumindest kaum nachgewiesen werden kann.“ Manipulierte LLM-basierte Chatbots dagegen kommen dem LIEBOT sehr nahe. ChatGPT und Co. verfolgen eine politische Agenda und haben eine ideologische Tendenz.
Abb.: Der Baron von Münchhausen (Bild: ChatGPT/4o Image)
Etliche Hochschulen – Fachhochschulen wie Universitäten – haben in den letzten Jahren Sprachleitfäden herausgegeben. Damit versuchen sie in die Sprache ihrer Mitglieder einzugreifen und sie u.a. zum Gendern zu bewegen. Ein Zwang zum Gendern wäre bei Dozenten, Forschern und Studenten rechtswidrig, denn sie sind durch das Persönlichkeitsrecht und die Wissenschaftsfreiheit geschützt, in der Schweiz ebenso wie in Deutschland und Österreich. Die meisten Verantwortlichen sind sich dessen durchaus bewusst und versuchen die Sprachleitfäden als Angebot darzustellen, das man annehmen oder ablehnen darf. Allerdings bestrafen einige Dozenten ihre Studenten, wenn diese nicht gendern, etwa durch Punkteabzug – ein klarer rechtlicher Verstoß. Zudem existiert in manchen Bereichen ein starker Gruppenzwang. Wie ist es nun aber mit der Verwaltung? Darf dieser die Sprache vorgeschrieben werden? Es spricht vieles dagegen. In der Schweizer Bundesverfassung sind es gleich mehrere Artikel, die herangezogen werden könnten, etwa 7, 10, 15, 16, 17 und 18. Besonders interessant erscheint dabei „Art. 18 Sprachenfreiheit“ … Danach darf niemand gezwungen werden, eine bestimmte Sprache zu verwenden. Man könnte zwar einwenden, dass dies für das private und öffentliche Leben gilt und Organisationen einen Tone of Voice oder andere Regelungen festlegen dürfen. Es ist aber die Frage, ob diese – etwa mit dem Einführen von Sonderzeichen im Wortinneren – tief in die Struktur der Sprache eingreifen und damit die Muttersprache unkenntlich machen und fremdartig erscheinen lassen dürfen, ganz abgesehen davon, dass die konstruierte und oktroyierte Sondersprache dysfunktional, inkorrekt, unpräzise und diskriminierend ist. Es braucht in dieser Angelegenheit, die zehntausende Verwaltungsmitarbeiter an Hochschulen betrifft, dringend Klärung.
Abb.: Justitia wacht auch über die Hochschulen (Bild: ChatGPT)
„Eine Marsstation ist eine Station auf dem Mars, auf der Menschen leben und arbeiten. Es gibt gegenwärtig keine Umsetzung davon. Wie eine Raumstation dient die Marsstation der Forschung, Entwicklung und Erprobung. An sie angegliedert könnten Einrichtungen mit Weltraumteleskopen sein. Sie wird anders als eine Mondstation – die ebenfalls noch nicht Realität ist – zunächst kein Ausgangspunkt oder Aufenthaltsort für den Weltraumtourismus sein, schon weil die Reise zum roten Planeten sehr lange dauert, nämlich ca. neun Monate, und die Bedingungen dort extrem sind.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 28. April 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt wird auf die Geschichte und auf Beispiele eingegangen, im dritten der Betrieb erläutert, im vierten die Perspektive der Ethik eingenommen und das Engagement von Elon Musk beurteilt: „Insgesamt dürfte Elon Musk einem Irrtum erliegen: Selbst eine weitgehend zerstörte Erde dürfte ein lebenswerterer Ort sein als der Mars.“ Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/marsstation-173495 abrufbar.
Abb.: Der Mond als Zwischenstation für den Mars (Bild: NASA)
„Eine Mondstation ist eine Station auf dem Mond, auf der Menschen leben und arbeiten. Es gibt gegenwärtig keine Umsetzung davon. Abzugrenzen ist die Mondstation von einer Raumstation, die sich in der Umlaufbahn der Erde befindet. Wenn eine Raumstation in der Umlaufbahn des Monds errichtet wird, wird diese nicht als Mondstation bezeichnet. Wie eine Raumstation dient die Mondstation der Forschung, Entwicklung und Erprobung.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 28. April 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt wird auf die Geschichte und auf Beispiele eingegangen: „Das Artemis-Base-Camp-Konzept der NASA von 2020 sieht eine moderne Mondkabine, einen Rover (einen Mondrover) und eine Art Wohnmobil vor. Eine Verwirklichung könnte in den 2030er-Jahren erfolgen, wobei sie von einer internationalen Zusammenarbeit und einem politischen und unternehmerischen Gestaltungswillen abhängig ist.“ Im dritten Abschnitt wird der Betrieb erläutert, im vierten die Perspektive der Ethik eingenommen. Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/mondstation-173494 abrufbar.
ChatGPT verweist bei sprachlichen Fragen auffällig oft auf den Duden. Dabei ist dieser seit vielen Jahren gar nicht mehr das maßgebliche Regelwerk für die deutsche Rechtschreibung. Dieses stammt vielmehr vom Rechtschreibrat. Wenn man den Chatbot auf seine Präferenz anspricht und bemerkt, dass dem Duden vorgeworfen wird, ideologisch zu sein, räumt er dies ein: „In den letzten Jahren wird dem Duden zunehmend vorgeworfen, ideologisch motivierte Entscheidungen zu treffen, nicht deskriptiv, sondern normativ einzugreifen, z.B. bei der Auflösung von generischen Maskulina, oder bei Gender-Schreibweisen, die weder im amtlichen Regelwerk noch im breiten Sprachgebrauch verankert sind. Diese Entwicklung hat zu einer gewissen Skepsis in Teilen der sprachwissenschaftlichen und journalistischen Szene geführt. Kritiker werfen dem Duden vor, seine Rolle als dokumentierende Instanz zu verlassen und aktiv Sprache zu formen – was nicht sein Auftrag ist.“ Wenn man nach dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) als Alternative fragt, erklärt der Chatbot: „Das DWDS wird im Gegensatz dazu als neutraler und empirisch fundierter betrachtet, liefert kontextreiche Korpusdaten … und ist für die Beschreibung realer Sprachverwendung oft präziser und weniger meinungsgetrieben.“ Das ist alles korrekt – umso bedauerlicher, dass ChatGPT trotzdem meistens den Duden heranzieht und seit einiger Zeit auch Gendersprache verwendet.
Seit 2024 bemerkt man bei großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs) verstärkt Gendersprache. Diese entspricht in weiten Teilen (etwa bei der Aufnahme von Sonderzeichen im Wortinneren) nicht der Standardsprache und wird von der Mehrheit der deutschsprachigen Bevölkerung abgelehnt. Dennoch versuchen US-amerikanische Unternehmen wie OpenAI, sie durchzusetzen. Dies passiert mit mehreren Ansätzen: (1) Beim Reinforcement Learning from Human Feedback (RLHF), das Teil des Trainings ist, bewerten Menschen gegenderte Antworten des LLM höher. (2) Über Prompt Engineering auf Systemebene wird das LLM angewiesen, Gendersprache zu benutzen oder inklusiv zu sprechen, wobei vorausgesetzt wird, dass Gendersprache grundsätzlich inklusiv ist, was aber gar nicht der Fall ist. (3) Über Filter und andere Sicherheitsmechanismen werden bestimmte Fragen und Antworten ausgeschlossen. So lässt man kritische Aussagen von Benutzern zur Gendersprache im Dialog einfach verschwinden. Alle drei Ansätze hängen mit den Prinzipien von OpenAI zusammen, die sich wiederum in den „Nutzungsrichtlinien“ widerspiegeln. Dazu gehört z.B. die „Vermeidung toxischer, beleidigender oder manipulativer Sprache“. Das Problem ist, dass Standardsprache bei dem Unternehmen zu Unrecht und in Missachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse als toxisch etc. gilt. Guardrails werden vor allem über (3) implementiert, aber auch über (2). Letztlich manipuliert OpenAI mit Hilfe seiner Prinzipien seine LLMs. Es setzt sich über die Haltung und den Sprachgebrauch der Sprachgemeinschaft hinweg und fördert eine Sondersprache, die diskriminierend, dysfunktional, nicht prägnant, unpräzise und unkorrekt ist und die Struktur der Standardsprache beschädigt.
Volkswagen ADMT, LLC und Uber Technologies haben eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben. Gemeinsam wollen sie in den nächsten zehn Jahren eine Flotte von tausenden vollelektrischen, autonomen Fahrzeugen des Modells ID. Buzz AD – vorgestellt bereits auf der IAA 2021 – in mehreren US-Märkten etablieren. Der kommerzielle Betrieb findet laut Medienmitteilung von MOIA – der auf autonome Mobilitätslösungen spezialisierten Marke des Konzerns – ab 2026 in Los Angeles statt. In der Anfangsphase werden geschulte Sicherheitsfahrer an Bord sein, „um die Technologie weiter zu verbessern und ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten“. „Jeder Schritt erfolgt dabei unter Vorbehalt der jeweils erforderlichen behördlichen Genehmigungen.“ (Medienmitteilung MOIA)
ChatGPT gendert seit einiger Zeit. Es streut Schreibweisen ein, die es im Deutschen nicht gibt, und es ist schwierig, ihm das abzugewöhnen. Die Möglichkeit hat man dazu theoretisch beim Bezahlzugang oder bei GPTs. Aber es setzt sich immer wieder über die Anweisungen hinweg oder versucht das Gendern ohne Grund zu thematisieren. Bei der kostenlosen Version kann man nur im Dialog um die Verwendung der Standardsprache bitten. Grundsätzlich muss man einiges erleiden. So wurde in einem Test beim Hinweis, dass es keine gendergerechte Sprache gibt und es sich um einen Kampfbegriff von Aktivisten handelt, eine Verletzung der „Nutzungsrichtlinien“ vermutet und der Inhalt entfernt. Es wurde dann dennoch eine Antwort gegeben, in der mehrere Wörter mit Doppelpunkten versehen wurden. Als dies wiederum beanstandet wurde, gab ChatGPT zu, dass es sich um keine offiziellen Schreibweisen handelt. Es verwies darauf, dass diese vielfach verwendet würden. Allerdings lehnen ca. 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland die Gendersprache ab. Ohne Zweifel verfolgen US-amerikanische Unternehmen wie OpenAI und Microsoft eine ideologische Agenda, aber auch deutsche Unternehmen wie DeepL. Der Einfluss der KI-Unternehmen auf die Sprache dürfte erheblich sein, weil viele Benutzer sich ihre Texte von deren Tools generieren und korrigieren lassen und deren Empfehlungen trauen. Hier braucht es offensichtlich Regulierung, zumal die Manipulation offensichtlich bewusst vorgenommen und die Marktmacht ausgenutzt wird.
Everlast ist eine Medienagentur aus Ulm. Leonard Martin Schmedding, Co-Founder, war wie bereits vor einem Jahr im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Das Video wurde auf YouTube veröffentlicht. Es geht um Themen wie „Humanoide Roboter, Massenarbeitslosigkeit, GenAI, KI im Handwerk & Studium“ (Teaser YouTube). Humanoide Roboter sind – so hat es Oliver Bendel im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler beschrieben – Roboter mit menschenähnlichem Aussehen. Das Spektrum reicht dabei von einer abstrakten Gestalt mit menschlichen Merkmalen über ein cartoonhaftes menschenähnliches Äußeres bis hin zu realistischem oder hyperrealistischem Design nach unserem Vorbild. Bei hoher Ähnlichkeit spricht man von (Vorläufern von) Androiden.“ Insgesamt steht der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker den Entwicklungen in KI und Robotik positiv gegenüber. Das Video kann über youtu.be/ic0KwmvckAw?si=SRHbT7o3rel4m_sq abgerufen werden.
Abb.: Apollo bei Mercedes-Benz (Foto: Mercedes-Benz Group)
Dr. Amol Deshmukh gave a talk on April 16, 2025 in the elective course „Soziale Roboter“ („Social Robots“) of Prof. Dr. Oliver Bendel. He previously worked at the University of Glasgow and is now a researcher at ETH Zurich. In his talk at FHNW, he presented the results of his paper „Leveraging Social Robots to Promote Hand Hygiene: A Cross-Cultural and Socio-Economic Study of Children in Diverse School Settings“. This study examined how socio-economic and cultural factors affect handwashing behavior in schools using a social robot. Pupils from different backgrounds in India and the UK were guided by a robot to learn proper handwashing. While lower-income students, especially in India, showed strong initial improvement, they needed ongoing support to retain it. Higher-income students retained knowledge better. The paper highlights the need to adapt tech-based interventions to cultural contexts and ensure long-term reinforcement. The talk was very well received by the 20 students, who asked several questions and gave a roaring round of applause.
Die Veranstaltung „Wenn Roboter zu Kollegen werden: Wer arbeitet in der Produktion von morgen?“ am 10. April 2025 im MAC Museum Art & Cars in Singen wurde von mehreren Kurzvorträgen von Vertretern der fruitcore robotics GmbH eingeleitet. Dann hielt Prof. Dr. Oliver Bendel seine Keynote mit dem Titel „Serviceroboter im Praxiseinsatz: Zwischen smarter Innovation und ethischer Verantwortung“. Serviceroboter haben sich als Reinigungs-, Transport- und Sicherheitsroboter verbreitet. Als Saug- und Wischroboter sind sie im Haushalt, am Flughafen und auf der Hotelanlage anzutreffen. Als Transportroboter fahren sie in der Fabrik und in Lagerhallen umher, verkehren im Restaurant zwischen Buffet und Küche oder bringen in Städten die Bestellungen zum Kunden. Als Sicherheitsroboter bewachen sie Betriebsgelände und Gleisanlagen. In der Form sozialer Roboter beraten und bedienen sie uns in Shopping Malls oder unterhalten unsere Kinder, während wir einkaufen. Vor der Tür stehen universelle Roboter, menschenähnliche Maschinen, die morgens in Produktion und Logistik helfen, nachmittags den Garten umgraben und abends mit uns Tennis spielen. Verbunden werden sie mit großen Weltmodellen (World Foundation Models, WFMs) und multimodalen großen Sprachmodellen (Multimodal Large Language Models, MLLMs), die ihr Training, ihre Steuerung und ihre Wahrnehmung ermöglichen bzw. verbessern. Der Vortrag stellte Anwendungsfälle der genannten Art vor, ordnete sie aus technischer und ethischer Perspektive ein und warf einen Blick in die Zukunft. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts TIM (Transformation – Innovation – Mobilität) statt, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. Seit dem 14. April 2025 ist ein Video mit den Highlights und mit Statements von Oliver Bendel verfügbar.
Abb.: Oliver Bendel vor der Veranstaltung (Foto: CyberLago)
Wo immer man in der Welt über das Deutsche spricht, kommt man schnell auf dessen unverwechselbare Wortstruktur und -bildung. Jeder kennt den „Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän“. Die Morphologie als Disziplin der Linguistik untersucht solche und andere Wörter. Sie widmet sich dem regulären und irregulären Sprachgebrauch. In den letzten Jahrzehnten gab es mehrere Versuche, dem Deutschen sein vielleicht bekanntestes Merkmal zu nehmen, indem in Missachtung von Grundprinzipien in Wortstruktur und -bildung eingegriffen wurde. Zunächst trat der falsch gesetzte Apostroph auf, auch als Deppenapostroph bekannt. „Willi’s Würstchenbude“ verbreitete sich in bestimmten Kreisen so sehr, dass sich der Duden – längst keine Referenz mehr – bemüßigt sah, diese Form der Deklination abzusegnen. Dies dürfte einige dazu ermuntert haben, auch den Plural entsprechend zu bilden, wie bei den „Auto’s“. Dann geriet das Leerzeichen ins Wortinnere, vor allem bei Komposita. Hersteller priesen ihre „Gemüse Suppe“ an, Benutzer, Medien und Experten ihre „Social Media-Kompetenzen“ oder „Social Media Kompetenzen“. Das Zusammenschreiben bzw. Durchkoppeln wurde nicht mehr beherrscht, die Wörter fielen auseinander bzw. standen nebeneinander. Schließlich führte man in der Gendersprache, einer Sondersprache, die von der (Mehrheit der) Sprachgemeinschaft abgelehnt wird, bestimmte Sonderzeichen im Wortinneren ein. Es entstanden die „Expert*innen“, wobei diejenigen Aktivisten oder Follower, die erkannten, dass dieses Wort diskriminierend war, indem es männliche Personen ausschloss, immerhin „Experten*innen“ schrieben, was es freilich auch nicht besser machte. Es entstand der Ausdruck „Deppenstern“, wobei es auch Doppelpunkte oder Unterstriche mit der gleichen (moralisch motivierten) Funktion gibt. Heute ist noch ein weiteres Phänomen zu beobachten. Obwohl ein Präfix im Deutschen einfach vorangestellt wird, ist in Texten von „nicht-amtlichen Schreibweisen“, „pro-palästinensischen Aktivisten“ (bzw. „Aktivist*innen“) oder „nicht-binären Personen“ die Rede. Man mag von einem Deppenbindestrich sprechen, einem Pendant zum Deppenleerzeichen. Nun ist es keinesfalls sinnvoll, alle als Deppen zu beschimpfen. Hier liegen zudem unterschiedliche Formen des Sprachwandels vor. Es begann mit einer unglücklichen Sprachvariation von unten, gefolgt von einer unsäglichen Sprachmanipulation von oben. In allen Fällen war aber ein ungenügendes Verständnis von den Grundprinzipien der deutschen Sprache vorhanden. Es wäre daher gut, diese verstärkt zu vermitteln. Es wäre eigentlich die Stunde der Linguisten. Aber diese scheinen – bis auf einige Ausnahmen wie Peter Eisenberg und Eckhard Meineke – anderweitig beschäftigt zu sein.
Im April 2024 konnte man im Death Valley spektakuläre Bilder schießen. In Badwater, wo normalerweise eine Salzschicht den Boden bedeckt, hatte sich ein flacher See gebildet. Viele Besucher wateten hindurch, und es sah aus, als würden sie auf Wasser laufen. Im April 2025 ist wieder eine gute Zeit für Fotografen, dieses Mal aber am Bodensee. Dort herrscht Niedrigwasser, und man sieht wieder Menschen auf dem Wasser laufen. Zum Ereignis selbst gibt es unterschiedliche Stimmen. Die einen bringen es mit dem Klimawandel in Zusammenhang, die anderen weisen darauf hin, dass die Herausforderungen im Moment woanders liegen, etwa in der kaum noch stattfindenden Versorgung des Seegrunds mit frischem Wasser. Ohne Zweifel kann Klimaschutz aber zu einer langfristigen Normalisierung beitragen. Von Zuständen wie in den 1970er-Jahren, als der See kurz vor dem Umkippen stand, ist man zum Glück weit entfernt. Damals war das verschmutzte Abwasser das wesentliche Problem. Die Umweltbewegung, die bis in die 1980er-Jahre sehr aktiv war, getragen von der Boomer-Generation und der Generation X, hat mit ihrem Druck auf die Politik zur Lösung beigetragen. An der Universität Konstanz (auf diesem Bild vom 12. April 2025 am rechten Rand zu sehen) waren damals Umweltschutz und -ethik ein Thema – etwa in den Veranstaltungen innerhalb der Philosophie der Biologie von Prof. Dr. Gereon Wolters.
Abb.: Der Bodensee bei der Insel Mainau am 12. April 2025