Maxvision Acquires Aldebaran’s NAO and Pepper

Shenzhen-based Maxvision Technology Corp. has acquired the core assets of French robotics pioneer Aldebaran, including its iconic humanoid robots NAO and Pepper. This was reported by The Robot Report in its article „Maxvision buys core robot assets of Aldebaran, including Nao and Pepper“ from July 19, 2025. The move follows Aldebaran’s bankruptcy and receivership earlier this year. The company, founded in 2005, became known for designing approachable humanoid robots for education, healthcare, retail, and research. Maxvision stated that the acquisition will bolster its R&D in emotional interaction and motion control, expand its product portfolio into humanoid robotics, and support global expansion – particularly in Europe and North America. According to The Robot Report, strategic sectors include eldercare, education, border security, and emergency services. To honor Aldebaran’s legacy, Maxvision plans to establish a French subsidiary, retaining local teams and investing in continued innovation, especially in education and healthcare applications.

Fig.: Pepper during a lecture in Ladenburg (Photo: Daimler und Benz Stiftung)

Ein Chatbot für Sursilvan

Das Projekt IdiomVoice (2024 bis 2026) widmet sich dem Erhalt und der Förderung des rätoromanischen Idioms Sursilvan, einer bedrohten Sprache, die in der Surselva gesprochen wird. Ziel ist es, ein LLM mittels Finetuning zu optimieren sowie darauf basierende Chatbots zu implementieren, die Rätoromanisch auch im digitalen Alltag nutzbar machen. Ein erster Anwendungsfall ist ein Chatbot für die Pädagogische Hochschule Graubünden und Lia Rumantscha, mit dem einfache Alltagsdialoge auf Sursilvan geführt werden können. Dieser wird öffentlich und kostenfrei zugänglich sein. Das Sprachmodell wird zudem als Open-Access-Ressource veröffentlicht, um weiteren Institutionen und Unternehmen – etwa im Bereich Tourismus, Gemeindeverwaltung oder Bildung – die Integration in eigene Anwendungen zu ermöglichen. Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW unterstützt das Projekt mit seiner Expertise aus den Bereichen Maschinenethik und Moral Prompt Engineering. Er bringt zudem seine Erkenntnisse zu pädagogischen Agenten mit ein, also zu einem Thema, zu dem er um die Jahrtausendwende an der Universität St. Gallen promoviert hat. Nicht zuletzt war er 2023 der Initiator des ersten rätoromanischen Chatbots überhaupt, von @llegra für das Idiom Vallader. IdiomVoice leistet einen wichtigen Beitrag zur digitalen Vitalisierung der rätoromanischen Sprache – für die Region wie auch für die rätoromanische Diaspora in der ganzen Schweiz. Weitere Informationen sind über www.fhgr.ch/fh-graubuenden/angewandte-zukunftstechnologien/institut-fuer-multimedia-production-imp/idiomvoice/ verfügbar.

Ab.: In Disentis wird Sursilvan gesprochen

Eine winzige Drohne als mächtiger Spion

Ein Robotiklabor an der National University of Defence Technology (NUDT) in der zentralchinesischen Provinz Hunan hat eine winzige Drohne für verdeckte Militäroperationen entwickelt. Dies berichteten am 24. Juni 2025 mehrere Medien, etwa The Defense Post. Auf manchen Fotos ähnelt sie einer Mücke, auf anderen einer Fliege. Damit wurde eine Idee umgesetzt, die in der Vergangenheit bereits in der Literatur zu finden war. 2009 erschien der Roman „Verlorene Schwestern“ von Oliver Bendel. Aus dem Klappentext: „Maik, ein 16-jähriger Junge, hat eine Drohne entwickelt, die einer Fliege gleicht und mit deren Hilfe er alles sehen kann, was er sehen will. Sein Plan ist, Prominente und Reiche auszuspionieren und, wenn er das ultimative Bild gefunden hat, zu erpressen. Nur seinem Tagebuch vertraut er sich an, einem digitalen Rekorder. Nancy, die früher als Mundmodell und für die Stasi gearbeitet hat, surft mit ihrer kleinen Maschine auf elektromagnetischen Wellen, bis sie auf Schallwellen trifft. Wie früher belauscht sie andere, aber ohne an verwanzte Räume gebunden zu sein – und nicht, um Böses zu schaffen, sondern um Böses zu verhindern. Maik und Nancy kommen über die ahnungslose Stadt. Sie wissen nichts voneinander, bis die Frau ein merkwürdiges Brummen hört. Fast eine Fliege. Aber eben nur fast.“ Der Roman kann als Teil einer Trilogie angesehen werden – der erste Roman ist „Nachrückende Generationen“ von 2007, der zweite „Künstliche Kreaturen“ von 2008. Wie „la mouche“, wie die Fliege im Roman auch heißt, ist auch die chinesische Drohne ein mächtiger Spion. Ob sie auf eine ehemalige Spionin wie Nancy – auch „la bouche“ genannt – trifft, wird die Zukunft zeigen.

Abb.: So stellt ChatGPT die winzige Drohne dar (Bild: ChatGPT/4o Image)

Bao Meets Pluto

Robotische Vierbeiner – oft als Roboterhunde bezeichnet – verbreiten sich immer mehr. In der Folge werden sie zunehmend echten Hunden begegnen. Die Frage ist, wie man den Roboter so konzipiert und konstruiert, dass die Tiere nicht überreagieren und weder Robotern noch Tieren oder Umstehenden irgendein Schaden zugefügt wird. Im Rahmen des „Robodog Project“ sollen kleinere Hunde mit dem gehenden, laufenden und springenden Unitree Go2 aus dem privaten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel konfrontiert werden. Es ist geplant, kontrollierbare Umgebungen wie Hundetrainingsplätze zu besuchen und Treffen und Gespräche mit Hundebesitzern zu arrangieren. Die Ergebnisse werden zu Vorschlägen für Gestaltung und Steuerung führen. Auch Robot Enhancement kann eine Rolle spielen. So haben Roboterliebhaber mit einem 3D-Drucker karikaturenhafte Köpfe für den Unitree Go2 hergestellt, die ihm ein völlig anderes Aussehen verleihen. Das Projekt – nach dem Kosenamen des robotischen Vierbeiners und der Disneyfigur auch „Bao Meets Pluto“ genannt – startete Ende März 2025 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Es ist Teil der Forschung von Oliver Bendel auf dem Gebiet der Tier-Maschine-Interaktion.

Abb.: Oliver Bendel mit Bao

On a Hike with the Cow Whisperer

At the end of April 2025, Prof. Dr. Oliver Bendel was on a hike on the Pfannenstiel with the Cow Whisperer. It is one of three GPTs that were developed in the „Animal Whisperer Project“ by August 2024 on the initiative of the technology philosopher by his student at the time, Nick Zbinden. The other two are the Horse Whisperer and the Dog Whisperer. On his way through the picturesque area near Zurich, Oliver Bendel came across a cow. The Cow Whisperer analyzed and evaluated her body language and came to the conclusion that she was not dangerous and that it was safe to proceed. It also pointed out that other cows were lying relaxed in this way and that this was a sign that the whole herd was relaxed and calm. The entire analysis and evaluation was extensive and included ear position, eye expression, head posture, body posture, tail posture, and surroundings. „The Animal Whisperer Project“ by Oliver Bendel and Nick Zbinden won the Honorable Mention Short Paper Award at the 2024 ACI Conference. The paper can be downloaded from the ACM Library.

Fig.: The Cow Whisperer in action

Der ID. Buzz AD soll in LA unterwegs sein

Volkswagen ADMT, LLC und Uber Technologies haben eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben. Gemeinsam wollen sie in den nächsten zehn Jahren eine Flotte von tausenden vollelektrischen, autonomen Fahrzeugen des Modells ID. Buzz AD – vorgestellt bereits auf der IAA 2021 – in mehreren US-Märkten etablieren. Der kommerzielle Betrieb findet laut Medienmitteilung von MOIA – der auf autonome Mobilitätslösungen spezialisierten Marke des Konzerns – ab 2026 in Los Angeles statt. In der Anfangsphase werden geschulte Sicherheitsfahrer an Bord sein, „um die Technologie weiter zu verbessern und ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten“. „Jeder Schritt erfolgt dabei unter Vorbehalt der jeweils erforderlichen behördlichen Genehmigungen.“ (Medienmitteilung MOIA)

Abb.: Der ID. Buzz AD (Foto: VW)

14 Animal-Related Concepts and Artifacts

Since 2012, Oliver Bendel has developed 14 concepts and artifacts in the field of animal-computer interaction (ACI) or animal-machine interaction (AMI) together with his students. They can be divided into three categories. The first are animal- and nature-friendly concepts. The second are animal-friendly machines and systems (i.e., forms of moral machines). The third are animal-inspired machines and systems that replace the animals or bring them closer to you. Articles and book chapters have been published on many of the projects. The names of the developers can be found in these. A few prototypes made it into the media, such as LADYBIRD and HAPPY HEDGEHOG. Oliver Bendel repeatedly refers to Clara Mancini, the pioneer in the field of animal-computer interaction. Recently, ethicists such as Peter Singer have also turned their attention to the topic. Current projects include „Robodog“ (in which a robot dog meets real dogs) and „VISUAL“ (which is designed to enable photo safaris for the blind).

Fig.: 14 Animal-related concepts and artifacts

Ein Kolibriroboter zur Schädlingsbekämpfung

Im Wahlmodul „Soziale Roboter“ von Prof. Dr. Oliver Bendel im Frühjahrssemester 2025 haben Annina Waldmeier, Leunora Ristemi, Vivien Aregger, Yoani Wenger und Joël Häfeli einen sozialen Roboter konzipiert. Der BioWing Robot ist ein kleiner, leiser, fliegender Roboter, der sich wie ein Kolibri durch die Natur bewegt, ohne dabei Tiere zu stören. Ausgestattet mit Kameras, Sensoren und künstlicher Intelligenz (KI) erkennt er Tierarten, generiert und dokumentiert Umweltdaten und hilft bei der Früherkennung von Schädlingen. Für Naturschutz, Forschung und Landwirtschaft liefert er wertvolle Echtzeitdaten – und das auf sanfte, nichtinvasive Weise. Dank Sprachsteuerung, lernfähiger KI und tierfreundlichem Design ist er mehr als nur ein Messgerät – er ist ein sozialer Roboter im Dienste der Natur. Damit folgten die Studenten der Wirtschaftsinformatik technischen und ethischen Überlegungen von Oliver Bendel, die er u.a. in seinen Papers „Towards Animal-friendly Machines“ und „Active, and Proactive Systems and Machines for the Protection and Preservation of Animals and Animal Species“ angestellt hat. Zudem werden die Ansätze aus „Annotated Decision Trees for Simple Moral Machines“ und überhaupt aus Beiträgen im Bereich der Animal-Computer Interaction (ACI) und insbesondere zu umwelt- und tierfreundlichen Maschinen seit 2012 einbezogen. Das Team leistete durch das bionische Design und den Fokus auf Schädlingsbekämpfung sowie Erkennung und Bekämpfung von Pilzbefall eine ebenso originelle wie inspirierende Weiterentwicklung.

Abb.: Der Kolibriroboter im Wald

Fotosafaris für Blinde

Am 20. März 2025 fand das Kick-off-Meeting des Projekts VISUAL statt. Initiiert wurde dieses von Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. „VISUAL“ steht für „Virtual Inclusive Safaris for Unique Adventures and Learning“. Überall auf der Welt gibt es Webcams, die wilde Tiere zeigen. Sehende können sie nutzen, um bequem vom Sofa aus auf Foto- oder Videosafari zu gehen. Blinde und sehbehinderte Menschen sind dabei im Nachteil. Im Rahmen von Inclusive AI – eines Ansatzes und einer Bewegung, zu der auch Apps wie Be My Eyes mit der Funktion Be My AI gehören – soll eine Lösung für sie gefunden werden. Ziel des Projekts ist es, bis August 2025 einen Prototyp zu entwickeln, der es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglicht, sich Webcam-Bilder oder -Videos von Wildtieren beschreiben zu lassen. Das System analysiert und evaluiert sie mit Hilfe eines multimodalen LLM. Es präsentiert die Ergebnisse in gesprochener Sprache über eine integrierte Text-to-Speech-Engine. Als Nebenprodukt können Wilderei, Busch- und Waldbrände und andere Ereignisse erkannt werden. Das Projekt dürfte eines der ersten sein, das Inclusive AI mit neuen Ansätzen der Animal-Computer Interaction (ACI) verbindet. Als Projektmitarbeiterin konnte Doris Jovic gewonnen werden, die ihren Bachelor in Business Information Technology (BIT) macht.

Abb.: Fotosafaris für Blinde (Bild: Ideogram)

Apollo kommt nach Berlin-Marienfelde

Mercedes-Benz bringt laut Medienmitteilung vom 18. März 2025 mit Apollo „einen der fortschrittlichsten kommerziellen humanoiden Roboter der Welt“ nach Berlin-Marienfelde, das sich 2022 mit dem Mercedes-Benz Digital Factory Campus (MBDFC) als globales Kompetenzzentrum für die Digitalisierung der Produktion etablierte. Der Hersteller Apptronik sitzt in Austrin und wurde 2016 aus dem Human Centered Robotics Lab der University of Texas heraus gegründet. Apollo ist laut Website „the first commercial humanoid robot that was designed for friendly interaction, mass manufacturability, high payloads and safety“ (Website Apptronik). Er ist ca. 172 cm groß und wiegt ca. 72 kg. Anders als vergleichbare robotische Zweibeiner hat er kein Display im Gesichtsbereich, sondern lediglich zwei Augen. Der Kopf wirkt eher wie der von sozialen Robotern wie ARI oder P-Care. Apollo ist ein modulares System und kann stationär oder mobil betrieben werden. Mercedes-Benz schreibt in der Medienmitteilung zum Vorgehen: „Die Apollo-Roboter haben in einer Produktionsumgebung Daten gesammelt, um für spezifische Anwendungsfälle … zu trainieren.“ Mitarbeiter von Mercedes-Benz „mit Praxiserfahrung in der Produktion haben ihr Wissen mithilfe von Teleoperations-Prozessen und Augmented Reality auf Apollo übertragen“. „Nun vollzieht Mercedes-Benz im MBDFC in Berlin den nächsten entscheidenden Entwicklungsschritt: Die Apollo-Roboter lernen hier, autonom zu agieren – ein technologischer Meilenstein auf dem Weg zu einem flexiblen, intelligenten Assistenzsystem für die Produktion.“ (Medienmitteilung Mercedes-Benz)

Abb.: Apollo im Einsatz (Foto: Mercedes-Benz Group)

Serviceroboter aus technischer und ethischer Perspektive

Prof. Dr. Oliver Bendel hält am 10. April 2025 bei der Veranstaltung „Wenn Roboter zu Kollegen werden: Wer arbeitet in der Produktion von morgen?“ im MAC Museum Art & Cars in Singen einen Vortrag mit dem Titel „Serviceroboter im Praxiseinsatz: Zwischen smarter Innovation und ethischer Verantwortung“. Serviceroboter haben sich als Reinigungs-, Transport- und Sicherheitsroboter verbreitet. Als Saug- und Wischroboter sind sie im Haushalt, am Flughafen und auf der Hotelanlage anzutreffen. Als Transportroboter fahren sie in der Fabrik und in Lagerhallen umher, verkehren im Restaurant zwischen Buffet und Küche oder bringen in Städten die Bestellungen zum Kunden. Als Sicherheitsroboter bewachen sie Betriebsgelände und Gleisanlagen. In der Form sozialer Roboter beraten und bedienen sie uns in Shopping Malls oder unterhalten unsere Kinder, während wir einkaufen. Vor der Tür stehen universelle Roboter, menschenähnliche Maschinen, die morgens in Produktion und Logistik helfen, nachmittags den Garten umgraben und abends mit uns Tennis spielen. Verbunden werden sie mit großen Weltmodellen (World Foundation Models, WFMs) und multimodalen großen Sprachmodellen (Multimodal Large Language Models, MLLMs), die ihr Training, ihre Steuerung und ihre Wahrnehmung ermöglichen bzw. verbessern. Der Vortrag stellt Anwendungsfälle der genannten Art vor, ordnet sie aus technischer und ethischer Perspektive ein und wirft einen Blick in die Zukunft. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts TIM (Transformation – Innovation – Mobilität) statt, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. Weitere Informationen sind in Kürze über cyberlago.net verfügbar.

Abb.: Oliver Bendel bei einem Vortrag im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart (Foto: Daimler und Benz Stiftung)

The Robodog Project

Robotic four-legged friends – often referred to as robot dogs – are becoming more and more widespread. As a result, they will also encounter more and more real dogs. The question is how to design, control, and program the robot in such a way that the animals do not overreact and cause no harm to robots, animals, or bystanders. As part of “The Robodog Project”, smaller dogs are to be confronted with a walking, running, and jumping Unitree Go2. The plan is to visit controllable environments such as dog training grounds and arrange meetings with dog owners. The findings will lead to suggestions for design and control. Robot enhancement can also play a role here. For example, hobbyists have produced heads for Unitree Go2 using a 3D printer, giving the robot a completely different look. Suggestions for programming will also be made. The project is due to start at the FHNW School of Business in March 2024. It is part of Prof. Dr. Oliver Bendel’s research in the field of animal-machine interaction.

Fig.: Oliver Bendel with his Unitree Go2

Lab-Grown Whole Cow’s Milk To Debut

The U.S.-based startup Brown Foods is planning to launch UnReal Milk, the world’s first lab-grown whole milk produced without cows. This was reported by Daphne Ewing-Chow, senior contributor to Forbes, in an article published on Feb 24, 2025. The milk is created using mammalian cell culture and is designed to have the same nutritional composition, taste, and texture as conventional cow’s milk. It can be processed into butter, cheese, and ice cream, offering a sustainable, animal-free alternative. According to Brown Foods, the production of UnReal Milk reduces CO₂ emissions by 82%, water consumption by 90%, and land use by 95%. The company was founded in 2021 by Sohail Gupta, Bhavna Tandon, and Avhijeet Kapoor and has secured $2.36 million in funding from investors, including Y Combinator and AgFunder. Currently, UnReal Milk is undergoing laboratory validation. Tests conducted by the MIT Whitehead Institute have confirmed that it contains all essential dairy proteins, making it structurally identical to cow’s milk. Brown Foods emphasizes that its production method is scalable and controllable, operating independently of climatic conditions.

Fig.: This could be milk from the lab

Automatisiertes Fahren in der Schweiz rechtlich möglich

„Ab dem 1. März 2025 ist automatisiertes Fahren in der Schweiz rechtlich möglich.“ (ASTRA, 27. Februar 2025) Dies meldete das Bundesamt für Strassen ASTRA am 27. Februar 2025. Zum Begriff selbst schreibt es in seinem Blog: „Automatisiertes Fahren bedeutet, dass Systeme unter bestimmten Bedingungen das Fahrzeug selbständig lenken, ohne menschliche Interaktion. Ein automatisiert fahrendes Fahrzeug kann insbesondere die Längs- und Querführung (lenken, beschleunigen, bremsen) übernehmen.“ (ASTRA, 27. Februar 2025) Allerdings ändert sich für die Schweiz durch die Regelung im Moment nichts. Wie im Blog lapidar festgestellt wird, gibt es bisher „kein Fahrzeug, das über ein in der Schweiz zugelassenes automatisiertes Fahrsystem verfügt“ (ASTRA, 27. Februar 2025). Die Autohersteller müssen ihre automatisierten Fahrzeuge also für die Schweizer Straßen genehmigen lassen. Es ist anzunehmen, dass dies in den nächsten Monaten geschieht.

Abb.: Ein Auto in der Schweiz

Photo Safaris for the Blind

The VISUAL project will be launched in March 2025 at the FHNW School of Business. It was initiated by Prof. Dr. Oliver Bendel. „VISUAL“ stands for „Virtual Inclusive Safaris for Unique Adventures and Learning“. There are webcams all over the world showing wild animals. Sighted people can use them to go on photo safaris from the comfort of their sofa. Blind and visually impaired people are at a disadvantage. As part of inclusive AI – a movement that includes apps like Be My Eyes with the Be My AI feature – a solution is to be found for them. The project aims to develop a prototype by August 2025 that will allow blind and visually impaired people to have webcam images of wildlife described to them. The system takes regular snapshots of the videos and analyzes and evaluates them using a multimodal LLM. It presents the results in spoken language via an integrated text-to-speech engine. As a byproduct, poaching, bush and forest fires, and other events can be detected. The project is likely to be one of the first to combine inclusive AI with new approaches of animal-computer interaction (ACI).

Fig.: Photo safaris for the blind

Miss Tammy as a Use Case for Moral Prompt Engineering

The paper „Miss Tammy as a Use Case for Moral Prompt Engineering“ by Myriam Rellstab and Oliver Bendel from the FHNW School of Business was accepted at the AAAI 2025 Spring Symposium „Human-Compatible AI for Well-being: Harnessing Potential of GenAI for AI-Powered Science“. It describes the development of a chatbot that can be available to pupils and de-escalate their conflicts or promote constructive dialogues among them. Prompt engineering – called moral prompt engineering in the project – and retrieval-augmented generation (RAG) were used. The centerpiece is a collection of netiquettes. On the one hand, these control the behavior of the chatbot – on the other hand, they allow it to evaluate the behavior of the students and make suggestions to them. Miss Tammy was compared with a non-adapted standard model (GPT-4o) and performed better than it in tests with 14- to 16-year-old pupils. The project applied the discipline of machine ethics, in which Oliver Bendel has been researching for many years, to large language models, using the netiquettes as a simple and practical approach. The eight AAAI Spring Symposia will not be held at Stanford University this time, but at the San Francisco Airport Marriott Waterfront, Burlingame, from March 31 to April 2, 2025. It is a conference rich in tradition, where innovative and experimental approaches are particularly in demand.

Fig.: Miss Tammy

Staunende Blicke auf die moderne Welt

Experimentelle Literatur schreibt Oliver Bendel seit über 40 Jahren. Ab 2007 erschienen drei Romane von ihm, die eher klassisch daherkommen, aber spezielle Themen haben. „Nachrückende Generationen“ (2007) erzählt von zwei Mädchen, deren Leben aus der Bahn gerät, wobei mehrere Perspektiven eingenommen werden. Zur Eskalation kommt es, als sie Cybersex mit einem Erwachsenen haben. In „Künstliche Kreaturen“ (2008) wird anhand der Vorlesung einer Professorin die Ideen- und Entwicklungsgeschichte der künstlichen Kreatur von der Antike bis zur Gegenwart entfaltet. Eine Grundlage dafür war die Vorlesung „Die künstliche Kreatur – Menschmaschinen“ an der PH Weingarten, durchgeführt ab dem Wintersemester 2005. „Verlorene Schwestern“ (2009) handelt von einem Jungen, der mit einer winzigen Fotodrohne – „la mouche“ – in die Häuser von Prominenten fliegt, um sie erpressen zu können. Nicht auf dem Plan hat er die ehemalige Stasiagentin, die „la bouche“ genannt wird. Obwohl die drei Romane nicht als Trilogie konzipiert waren, hängen sie schon durch ihren Fokus auf Technik und Technikfolgen miteinander zusammen. Sie sind aber keineswegs verbrämte wissenschaftliche Abhandlungen oder gar moralische Einlassungen, sondern staunende Blicke auf die moderne Welt.

Abb.: Oliver Bendel im Jahre 2005 (Foto: Stefanie Hauske)

Das Ende der Telefonauskunft

Die Telefonauskunft der Telekom (des früheren Fernmeldeamts) ist Geschichte. Seit dem 1. Dezember 2024 ist die Nummer 11833 nicht mehr erreichbar. In Spitzenzeiten arbeiteten in einer Telefonauskunft wie der von Ulm dutzende Frauen und Männer gleichzeitig. Dabei waren es fast nur Frauen. Einer der wenigen Männer in den 1980er-Jahren war Oliver Bendel, der den Gebrauch der Mikrofichegeräte und den Umstieg auf Computer in seinem Buch „Die Rache der Nerds“ (2012) schilderte. Er wies darauf hin, dass wie in vielen Projekten der Digitalisierung die Qualität erst einmal abnahm: „Vorher konnten wir, wie in einem Telefonbuch, eine Spalte absuchen. Wir konnten den Anrufern Vornamen oder Straßen oder gar eine andere Schreibweise des Nachnamens vorschlagen. In solchen Fällen hatte das Nachfragen häufig Erfolg gehabt; man erinnerte sich auf der anderen Seite der Leitung und ergänzte seine Angaben nach Möglichkeit. Mit dem Computer konnten wir nur den Nachnamen und die Stadt eintippen, und entweder es kam etwas dabei heraus oder es kam nichts dabei heraus. Bei einer unklaren oder falschen Schreibweise des Namens war nichts zu machen, selbst wenn im Telefonbuch der Name gleich daneben zu finden war.“ (Bendel 2012) Damals finanzierte Oliver Bendel sein Studium der Philosophie an der Universität Konstanz. Um die Jahrtausendwende promovierte er an der Universität über Chatbots, Sprachassistenten und frühe soziale Roboter in Lernumgebungen, sogenannte pädagogische Agenten. Seit 2009 ist er Professor an der Hochschule für Wirtschaft FHNW.

Abb.: Frauen an Mikrofichegeräten (Foto: Wikimedia, Friedrich Magnussen, Stadtarchiv Kiel, CC BY-SA 3.0 DE)

Wahlmodul „Soziale Roboter“ im HS 2024

Das Wahlmodul „Soziale Roboter“ von Prof. Dr. Oliver Bendel wird auch im Herbst- und Frühjahrsemester 2024/2025 durchgeführt, vom 4. bis 6. November 2024 und vom 15. bis 17. April 2025 an der FHNW in Olten sowie vom 13. bis 15. Februar 2025 am Campus Brugg-Windisch (unter dem Titel „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive“). Das eine richtet sich vor allem an angehende Wirtschaftsinformatiker, das andere an angehende Betriebsökonomen. Als Gastreferenten für die Herbstausgabe konnten Tamara Siegmann (mit der Onlinepräsentation des Papers „Social and Collaborative Robots in Prison“) und Andreas Urech (Vor-Ort-Präsentation von NAO) gewonnen werden. Vor Ort werden auch Pepper und NAO aus den Robo-Labs der FHNW sowie Unitree Go2, Alpha Mini, Cozmo, Furby und Booboo aus dem Social Robots Lab von Oliver Bendel sein. Als Tutorin steht Social Robotics Girl durchgehend zur Verfügung, ein GPT, das auf dieses Thema spezialisiert ist. Grundlagenwerke sind „Soziale Roboter“ (2021) und „300 Keywords Soziale Robotik“ (2021). Am Ende des Wahlmoduls entwerfen die Studenten und Studentinnen – auch mit Hilfe generativer KI – soziale Roboter, die sie nützlich, sinnvoll oder einfach nur anziehend finden. Die Wahlmodule werden seit 2021 angeboten und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Abb.: Cozmo wird auf seinen Auftritt vorbereitet

OpenAI o1 mit Reasoning

OpenAI hat nach eigenen Angaben unter dem Namen OpenAI o1 eine neue Reihe von KI-Modellen entwickelt, die mehr Zeit zum Nachdenken aufwenden, bevor sie eine Ausgabe generieren. Sie können komplexe Aufgaben durchdenken und schwierigere Probleme lösen als frühere Modelle. In den Tests schneidet das Update bei anspruchsvollen Aufgaben in Physik, Chemie und Biologie angeblich ähnlich gut ab wie Doktoranden, eine ebenso allgemeine wie gewagte Aussage. Man habe außerdem festgestellt, dass es in Mathematik und Programmierung überragend sei. Das Unternehmen spricht von „reasoning models for solving hard problems“ (Website OpenAI, 12. September 2024). Wenn es sich nicht nur um leere Versprechungen handelt, machen nicht nur Chatbots einen Sprung vorwärts, sondern auch Allzweckroboter, für die Reasoning von hoher Bedeutung ist.

Abb.: OpenAI steht in Konkurrenz mit anderen Anbietern

KI-Ethik an der FHNW

Prof. Dr. Oliver Bendel unterrichtet seit ca. 15 Jahren an der FHNW in Informationsethik, KI-Ethik, Roboterethik und Maschinenethik. Im neuen Studiengang Business AI an der Hochschule für Wirtschaft in Olten ist er verantwortlich für das Modul „Ethik und Technologiefolgenabschätzung“. Hier rückt die KI-Ethik in den Vordergrund, aber die Studenten und Studentinnen werden auch Anliegen der Roboterethik und Ansätze der Maschinenethik – darunter Annotated Decision Trees und Moral Prompt Engineering – kennenlernen. Und sie werden mit Hilfe der Informationsethik, einschließlich der Datenethik, die Herkünfte und Flüsse von Daten und Informationen analysieren und evaluieren und Bias-Diskussionen führen. Nicht zuletzt taucht man in die Technologiefolgenabschätzung ein (in Deutschland spricht man auch von Technikfolgenabschätzung). Oliver Bendel lehrt ansonsten im Modul „Ethik und Recht“ im Studiengang Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten (von ihm 2010 übernommen als „Informatik, Ethik und Gesellschaft“, später umbenannt in „Informationsethik“), im Modul „Recht und Ethik“ im Studiengang Geomatik an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW in Muttenz sowie „Ethisches Reflektieren“ und „Ethisches Implementieren“ im Studiengang Data Science an der Hochschule für Technik FHNW in Brugg-Windisch. Sehr beliebt sind seine Wahlmodule zur Sozialen Robotik.

Abb.: In der Mensa der FHNW in Olten (Foto: Pati Grabowicz)

H2-0 gießt im Schlosspark Pillnitz

Forscher der TU Dresden und des Barkhausen-Instituts haben gemäß Schlösserland Sachsen in den vergangenen zweieinhalb Jahren den Prototyp eines halbautonomen Gießroboters entwickelt. In der Medienmitteilung vom 13. August 2024 heißt es: „Die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG) forscht seit 2022 im Rahmen des vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen geförderten Projekts ‚Klimawandel in historischen Gärten‘ an Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels. Als wichtige Kulturdenkmale stehen historische Park- und Gartenanlagen besonderen Herausforderungen gegenüber. Sterben zu viele Bäume, sind die Denkmale gefährdet. Im Schlosspark Pillnitz und dem Großen Garten Dresden sucht das Projekt stellvertretend nach Lösungen. Die Entwicklung des Gießroboters ist ein wichtiger Baustein …“ (Medienmitteilung Schlösserland Sachsen, 13. August 2024) Nach einem Namen wird noch gesucht. Ohne Zweifel wäre H2-0 passend.

Abb.: Schloss Pillnitz bei Dresden