Am Flughafen Zürich werden immer wieder Serviceroboter ausprobiert und eingeführt. Laut einer Meldung vom 14. Dezember 2023 wurde das rund 300-köpfige Gebäudereinigungsteam um zwei Serviceroboter namens Zulu und Charlie ergänzt. Diese stammen von der Firma LionsBot aus Singapur (www.lionsbot.com) und gehören zu den LEOBOTS. Im Herbst 2025 sieht man viele Reinigungsroboter von TASKI (Ecobot 50 und 6 vom Typ Phantas) ihre Runden drehen. Sie sind oft in erstaunlicher Geschwindigkeit bei den Check-in-Bereichen, Terminals und Aufenthaltszonen unterwegs. Der Flughafen Zürich erläutert: „Die Geräte navigieren bis zu 24 Stunden selbstständig durch den laufenden Betrieb, erkennen Hindernisse, entleeren Schmutzwasser und laden sich eigenständig wieder auf.“ (Website Flughafen Zürich) Inzwischen taucht auch BellaBot auf, den Zürcher bereits von Hiltl Sihlpost kennen. Der Transportroboter wurde zum Abfallsammelroboter umfunktioniert. Er rollt direkt zu den Besuchern und Passagieren, die etwas für ihn haben könnten, etwa eine Plastikflasche oder Restmüll. Das Angebot wird nicht nur rege angenommen – viele sind auch begeistert von dem freundlichen Katzengesicht und den Plastikohren und berühren BellaBot oder machen Selfies.
The upcoming „SAGA: Sexuality and Generative AI“ symposium, taking place on April 30, 2026 at the Université du Québec à Montréal, explores how generative AI is reshaping intimacy, desire, relationships, and sexual expression. As AI systems increasingly create images, stories, and even interactive romantic companions, they raise new ethical, legal, and social questions that researchers, practitioners, and industry voices will tackle together. The hybrid, bilingual event is free and open to all, offering live translation and captioning. In its first block on social impacts, the symposium features talks such as Brian Willoughby’s exploration of how romantic AI affects young adults‘ relationships, Arnaud Anciaux’s analysis of ownership and consent around AI-generated sexual content, Beáta Bőthe’s work on AI-generated pornography and problematic use, and Oliver Bendel’s look at erotic chatbot interactions. With discussions ranging from the regulation of AI-generated pornography to digital intimacy and AI-supported therapeutic interventions, the event promises a rich and essential conversation. Full details and submissions are available at event.fourwaves.com/sexualiteia/pages.
The Robophilosophy Conference 2026 will take place August 11–14 at University College Dublin in a hybrid format and centers on the theme „Connected Futures: Nature, Robots, and Society“. As robotics and AI become deeply embedded in human life, the conference invites researchers across disciplines to explore how autonomous systems shape society, ecology, law, labor, and human self-understanding. It raises questions about responsible design, accountability, environmental impact, social justice, cultural perspectives, and the ethics of coexistence with artificial agents. Workshop proposals are due January 16, session papers and posters February 6, with notifications in February and April and proceedings pre-submission on June 15. RP2026 aims to foster interdisciplinary dialogue that advances both technological insight and collective wisdom for a future in which humans and autonomous systems share social and ecological worlds. Further information is available at cas.au.dk/en/rpc2026.
Fig.: University College Dublin (Foto: Sharonlflynn, CC BY-SA 4.0)
A new Research Topic in Frontiers in Robotics and AI focuses on „Multimodal Social Robots for Wellbeing and Health Support“. It explores the rapidly advancing field of socially intelligent, multimodal robotic systems and is led by Ilona Buchem, John-John Cabibihan, Wafa Johal, and Oliver Bendel. The initiative brings together researchers working on multimodal interaction, affective sensing, and embodied AI to address key challenges in designing, evaluating, and deploying these systems in real-world contexts. The call welcomes original research, reviews, methods, protocols, technology reports, theoretical work, perspectives, case studies, and clinical studies, aiming to shape future standards in social robotics. Manuscript summaries are due on March 16, 2026, with full submissions accepted until June 16, 2026, and the journal will provide editorial and promotional support to strengthen the visibility and impact of the collection. Full details and submission information are available on the Research Topic page.
The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) will take place in London, UK, from 1-4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. As part of this edition, ICSR 2026 will host a series of live debates in the Debate Room (Senate Room), addressing pressing questions about social robots in society and culture. Debate proposals may focus on conceptual, ethical, scientific, artistic, practical, or societal aspects of social robotics and should connect broadly to the conference topics listed aticsr2026.uk/topics/. Submissions are open to contributors from social robotics, HRI, the arts, design, engineering, the humanities, and related areas, with interdisciplinary proposals particularly encouraged. Formats may include two-sided or multi-position debates, panel discussions, performative debates, or audience-engaged formats. In a nod to British debating traditions, participants are encouraged to wear academic gowns. Proposals are submitted viaicsr2026.uk/debate-proposal, with a submission deadline of 1 March 2026 and notification of acceptance by 15 April 2026.
Die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Diogenes-Verlags wurde zweimal per E-Mail gefragt, warum in der Übersetzung von „What we can know“ von Ian McEwan – wie in Teil I des Beitrags dargestellt – von Forschenden die Rede ist. Eine Antwort kam erst, nachdem der Leiter des Verlags kontaktiert worden war. Darin verwies sie darauf, dass das Wort im Duden zu finden sei. Zudem sei es durchaus gebräuchlich und dem üblichen Sprachwandel entsprechend. Nun kann man natürlich Agensnomen durch Partizipformen ersetzen. Allerdings verschiebt sich meistens die Bedeutung. Denn letztere deuten i.d.R. an, dass etwas im Moment oder im Verlauf geschieht. Zudem können sie, wie im Falle der „Forschenden“ oder der „Pflegenden“, eine Gruppe meinen, deren Mitglieder eine Tätigkeit ausüben, ohne dafür ausgebildet sein zu müssen. Der Duden ist längst keine geeignete Referenz mehr. Zuständig für die amtliche Fixierung ist seit 2004 der Rat für deutsche Rechtschreibung. Der Verlag, nunmehr in seinem Schatten stehend, veränderte sein Nachschlagewerk bis zur Unkenntlichkeit. Auf keinen Fall entstammt das Wort „Forschende“ dem „üblichen Sprachwandel“, wenn damit der natürliche Sprachwandel gemeint ist. Seine Verwendung ist ideologisch motiviert … Den professionellen Rezensenten sind die Tendenzen der Übersetzung offenbar verborgen geblieben, den normalen Lesern hingegen nicht. Bei Orell Füssli wurde unter der Überschrift „Forschende und Studierende“ von einem Kunden moniert: „Leider schwach übersetzt in manche Partizipformen (s. oben), die der Autor im Original gar nicht benutzen konnte.“ Der Versuch, eine ähnliche Rezension auf der Plattform einzustellen, schlug fehl – der Beitrag wurde gesperrt (nachdem er zunächst freigeschaltet worden war), obwohl er nicht gegen die Richtlinien verstieß. Der Diogenes-Verlag hat die Büchse der Pandora geöffnet. Es ist wahrscheinlich, dass weitere Bücher so übersetzt werden, dass sie politische und ideologische Ziele erreichen. Der Leser erhält so nicht nur ein Werk, das dem Original nicht gerecht wird und den Text verfälscht – er wird auch bevormundet. Gendersprache wird in den deutschsprachigen Ländern von der Mehrheit abgelehnt. Sie ist, insbesondere wenn Sonderzeichen verwendet werden, inkorrekt, sexualisierend und diskriminierend. Sie ist zudem, wie gezeigt wurde, unpräzise. Es ist zu wünschen, dass der Verlag, immer noch eine Größe im Geschäft, zur gebotenen Vernunft und zum allgemeinen Sprachgebrauch zurückkehrt. Wenn er das nicht tun will, sollte er sich offen zu seiner Ausrichtung bekennen.
Abb.: Der Diogenes-Verlag hat seinen Sitz in Zürich
Der jüngste Roman von Ian McEwan trägt den Titel „What we can know“. Die englische Ausgabe ist bei Jonathan Cape in London erschienen, die deutsche Ausgabe mit dem Titel „Was wir wissen können“ bei Diogenes in Zürich. Bei der Übersetzung fallen Ungenauigkeiten und Abweichungen auf, die mit dem Einfluss bzw. dem Phänomen der Gendersprache zusammenhängen dürften. Auf S. 17 des Originals heißt es: „Scholars see, hear and know more of them, of their private thoughts, than we do of our closest friends.“ Das könnte man übersetzen mit „Wissenschaftler sehen, hören und wissen mehr über sie, über ihre privaten Gedanken, als wir über unsere engsten Freunde.“ Der Übersetzer macht daraus: „Die Forschenden sehen, hören und wissen mehr von ihnen, ihren privatesten Gedanken, als wir von unseren engsten Freunden.“ (S. 32) Nun sind alle Menschen Forschende, aber nur einige sind Forscher. Die Partizipform (es handelt sich um das Partizip Präsens), die nicht wenige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen erzürnt, bedeutet etwas anderes als das Agensnomen. Sie wird gerne in der Gendersprache verwendet, um das generische Maskulinum zu vermeiden, wenn dieses irrtümlich auf männliche Personen bezogen wird. Auf Seite 19 der englischen Ausgabe liest man: „For the post-2030 crowd, which is most of the department, there’s even more.“ Das könnte man so wiedergeben: „Für die Generation nach 2030, die den Großteil des Fachbereichs ausmacht, gibt es sogar noch mehr.“ Der Übersetzer dichtet: „Und für die vielen Forschenden der Zeit nach 2030, die den größten Teil des Fachbereichs ausmachen, gibt es sogar noch mehr.“ Es geht um eine Generation des Fachbereichs, sodass man durchaus von Forschern sprechen könnte. Von Forschenden allerdings nicht – das verschiebt die Bedeutung. Auf Seite 20 des Originals steht: „Mary Sheldrake was among the most successful novelists of her generation.“ Dies könnte man übersetzen mit: „Mary Sheldrake gehörte zu den erfolgreichsten Romanautoren ihrer Generation.“ Erstaunlicherweise lautet die Stelle im deutschsprachigen Buch auf Seite 37: „Mary Sheldrake war eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen ihrer Generation.“ Das macht sie unbedeutender, als sie ist – sie ist in ihrer Generation nicht nur unter den professionell schreibenden Frauen eine der erfolgreichsten, sondern unter allen, die professionell schreiben. [Hier geht es zu Teil II.]
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ToBIT an der Hochschule für Wirtschaft FHNW bearbeiten vier Studenten von Prof. Dr. Oliver Bendel vier Themen, die in seinem Forschungsbereich angesiedelt sind: „The decoding of symbolic languages of animals“, „The decoding of animal body language“, „The decoding of animal facial expressions and behavior“ und „The decoding of extraterrestrial languages“. Die ersten drei Themen werden bzw. wurden auch in Projekten erforscht. DEEP VOICE widmet sich der Kommunikation von Walen. The Animal Whisperer Project umfasste drei Apps, die Körpersprache von Kühen, Pferden und Hunden analysierten und evaluierten, während VISUAL blinden und sehbehinderten Personen auditive Beschreibungen von Bildern aus Wildtier-Webcams lieferte. In ANIFACE wurde ein System konzipiert, das Individuen von Bären in den Alpen mit Hilfe von Gesichtserkennung identifizieren kann. Projekte zum Auffangen von extraterrestrischen Signalen und zur Kommunikation mit außerirdischen Lebensformen wurden im Buch „300 Keywords Weltraum“ erwähnt. Auch eine Alienethik wurde darin skizziert. Die Studenten präsentierten am 26. November 2025 ihre Zwischenergebnisse. Im Januar 2026 findet die Abschlussveranstaltung von ToBIT statt.
Michael Marti vom Tages-Anzeiger hat mit Prof. Dr. Oliver Bendel ein Interview geführt. Vor allem ging es um robotische Zweibeiner, die als Allzweckroboter vermarktet werden. Beispiele sind Figure 03, NEO und Optimus. Der Technikphilosoph nimmt an, dass die Einführung in die Haushalte in zwei Wellen erfolgen wird. In der ersten Welle versucht man, möglichst viele Exemplare zu verkaufen, um sie in der Realität einzusetzen. Die Allzweckroboter, meist humanoide Roboter, bewegen sich durch Wohnungen und Häuser, treffen auf Menschen und Tiere. Mithilfe von Kameras und Sensoren werden Daten erzeugt, die nicht nur für Wahrnehmung, Beurteilung und Steuerung, sondern auch für das Training wesentlich sind. In der zweiten Welle erfolgt dann die massenhafte Einführung – wenn diese nicht an Faktoren scheitern wird, die ebenfalls genannt werden. Im Teaser des Artikels, der das Interview enthält, steht: „Der Mann ist der Schweizer Roboter-Flüsterer. Oliver Bendel (57), Professor für Maschinenethik an der FHNW in Windisch AG, erforscht seit Jahren, wie wir mit Robotern leben – und was sie mit uns machen.“ (Tages-Anzeiger, 26. November 2025) Der Artikel ist am 26. November 2025 erschienen und kann hier aufgerufen werden.
Abb.: Oliver Bendel mit Miroka auf der ICSR 2025 in Neapel (Foto: Tamara Siegmann)
The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) will take place in London, UK, from 1-4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. As part of this edition, the ICSR 2026 Competition invites visionary concepts and prototypes for social robots that collaborate, care, and connect with people beyond the laboratory. Designers, engineers, artists, researchers, and pupils or students (school, college, and university) are invited to submit projects ranging from functional solutions to artistic or hybrid works. The competition features two categories: the Robot Design Competition, focusing on innovation in functionality, interaction, and application; and the Robot Art Competition, highlighting creative fusions of fashion, art, performance, and robotics. Hybrid projects may apply to both awards. Each entry must be described in a summary of up to two pages (preferably following Springer LNAI formatting), including an abstract of no more than 50 words and sufficient detail to judge novelty and impact. A single optional video link (maximum three minutes) and images or renderings are encouraged. Submissions should indicate whether they apply for the Design Award, the Art Award, or both, and be uploaded via the competition form at: icsr2026.uk/competition/. The competition submission deadline is 1 March 2026; finalists will be notified on 15 April 2026, and winners will be announced on 3 July 2026 during the closing ceremony of ICSR 2026.
Fig.: Competitions are also held at Wembley Stadium
„Museum of the Future – 17 digitale Experimente“ ist der Titel einer Ausstellung, die bis zum 1. Februar 2026 im Museum für Gestaltung in Zürich besucht werden kann. Auf der Website heißt es: „Ein Stuhl, auf dem man nicht mehr sitzen darf, oder eine Marionette, die still an ihren Fäden hängt: Viele faszinierende Objekte lassen sich im Museum nur schwer ausstellen.“ Manche seien zu groß, andere zu filigran, „und wieder andere dürfen aus konservatorischen Gründen nicht berührt oder bewegt werden“. „Das Ausstellen von Objekten erfordert stets einen Balanceakt zwischen den beiden zentralen Aufgaben eines Museums: dem Bewahren und dem Vermitteln.“ Dadurch seien die Exponate für Besucher oft nur eingeschränkt erfahrbar. „Doch welche Möglichkeiten bieten digitale Technologien, um Objekte erlebbar zu machen? Die Ausstellung erforscht die Potenziale der Digitalisierung und der KI für das Museum der Zukunft.“ 17 sehens- und hörenswerte sowie greifbare Experimente „verwandeln den Ausstellungsraum in ein Zukunftslabor“. Man kann – wie bei H@mmur@pi – Keilschrift entschlüsseln („AI Decode“), kann sich – wie bei Experimenten der ACI-Community – in ein Tier einfühlen („Spinne sein“) oder sich von einem KI-System vorführen lassen („Trust AI“). Nicht zuletzt kann man das größte je geschaffene digitale Bild bestaunen („Terapixel-Panorama“). Wenn die Kuratoren in ihren Texten nun noch die Standardsprache statt einer Sondersprache verwenden würden, könnte man die Ausstellung mit 95 von 100 Punkten belohnen (Abzug gibt es für eine nicht betriebsbereite Installation). Weitere Informationen über museum-gestaltung.ch.
Abb.: Eine Besucherin vor der Trust-AI-Installation
Users who translate texts from English or another language into German and are not native speakers of the target language should be cautious when using services such as DeepL and ChatGPT. 1. For both, the default setting is not the standard language, as one might assume, but a special language that is rejected by the majority of the language community and does not follow the official rules. These are determined for all German-speaking countries by the Rechtschreibrat. DeepL and ChatGPT follow their own rules or the inconsistent ideas of activists. The German language generated by DeepL and ChatGPT is often dysfunctional, incorrect, and imprecise. Formal inaccuracies can lead to inaccuracies in content. 2. If AI systems do not know words, they may simply replace them with completely different ones. In one test, DeepL translated „Animal-Computer Interaction“ as „Mensch-Computer-Interaktion“ („Human-Computer Interaction“). This made the text factually incorrect. 3. Overall, especially with ChatGPT, English language structures are transferred to German. This results in unnatural-sounding lists, unlinked compounds („Deep Learning Modelle“ or „Deep Learning-Modelle“ instead of „Deep-Learning-Modelle“), and unnecessary or incorrect hyphens („nicht-amtliche Regeln“ instead of „nichtamtliche Regeln“).
Über die Unzulänglichkeiten und Zumutungen von DeepL wurde immer wieder berichtet. So verwendet es oft keine Standardsprache, sondern eine Sondersprache. Insbesondere bei Nichtmuttersprachlern besteht die Gefahr, dass aus ihren korrekten englischen oder anderssprachigen Texten inkorrekte deutsche werden, ohne dass sie dies bemerken oder ändern können. Bei ChatGPT ist dasselbe der Fall – dort ist die Sondersprache, die sich auf privat ausgedachte oder spontan erfundene Regeln stützt, sogar mit der Standardeinstellung vorgegeben. Kaum bekannt ist, dass DeepL einfach Wörter ersetzt, wenn es sie nicht kennt. Wer nicht im Detail überprüft oder eine Unaufmerksamkeit begeht, gibt womöglich einen sinnentstellten oder sinnentleerten Text ab. Bei einem Test wurde ein Blogpost, der in englischer Sprache vorlag, in die deutsche Sprache übersetzt. Aus „Animal-Computer Interaction“ („Tier-Computer-Interaktion“) wurde einfach „Mensch-Computer-Interaktion“ gemacht. Das Wort „Animal-Computer Interaction“ mag nicht jedem geläufig sein, aber es gibt zahlreiche Artikel dazu und eine Konferenz, die jedes Jahr stattfindet. Solche Falschübersetzungen würde man von den bekannten LLMs erwarten, aber nicht unbedingt von DeepL. Dabei konnte man durchaus gewarnt sein.
Am 18. November 2025 hat Prof. Dr. Oliver Bendel bei Springer Gabler sein neues Manuskript abgegeben. Im Frühjahr 2026 erscheint das schmale Buch mit dem Titel „Tier-Maschine-Interaktion“. Am Anfang wird der Inhalt skizziert: „Dieses Essential gibt eine kompakte Einführung in die Disziplin bzw. das Forschungs- und Anwendungsfeld der Tier-Maschine-Interaktion (TMI). Es zeigt, wie Tiere und Maschinen in unterschiedlichen Kontexten zusammentreffen und miteinander bestehen, welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben und welche Perspektiven sich für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eröffnen. Ziel ist es, die Leser für die Potenziale und Herausforderungen der Tier-Maschine-Interaktion zu sensibilisieren, Orientierung im interdisziplinären Diskurs zu geben und Anregungen für Forschung, Entwicklung und Entscheidungsprozesse zu liefern.“ Es ist das erste Buch zu diesem Thema. Es enthält zwei Abbildungen, drei Tabellen und mehrere Boxen mit Definitionen und Hintergrundinformationen.
Abb.: Oliver Bendel am Campus Brugg-Windisch (Foto: Jork Weismann)
In den Begleittexten zur Lehmbruck-Ausstellung im Kunsthaus Zürich werden genderaktivistische Schreibweisen verwendet („Künstler:innen“, „Künstler:innengenerationen“, „[von] Kunstförder:innen“), die weder der deutschen Orthografie noch der gewachsenen Grammatik entsprechen. Sonderzeichen im Wortinneren zerstören etablierte Wortstrukturen, verunmöglichen korrekte Deklinationen und erschweren die Lesbarkeit deutlich. Diese Formen sind keine anerkannte Weiterentwicklung der Standardsprache, also natürlicher Sprachwandel, sondern politisch-ideologisch motivierte Markierungen, die – wie in Diktaturen – von bestimmten Stellen kommen. Für eine öffentliche Kulturinstitution wie ein Museum ist das problematisch. Dieses hat den Auftrag, Kunst verständlich und zugänglich zu vermitteln. Texte, die durch Sonderformen zusätzlich Hürden aufbauen, schließen weite Teile des Publikums aus, statt sie einzubeziehen. Inklusion wird so nicht gefördert, sondern unterlaufen. Nicht zuletzt wird die bildende Kunst zum Grabstein der textuellen Begleitung. Wer Sprache als Kulturwerkzeug und Kulturgut ernst nimmt, sollte im institutionellen Gebrauch an einer korrekten, präzisen und allgemein verständlichen Standardsprache festhalten.
Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) hat 2025 den Bericht „Medizin-ethische Richtlinien: Entstehung und Wirkung“ veröffentlicht. Die falsche Schreibweise des Adjektivs findet sich auch im Artikel „Die medizin-ethischen Richtlinien der SAMW: Zwischen Kontinuität und Wandel“ von Henri Bounameaux, des SAMW-Präsidenten, zudem in den Texten anderer Autoren. In „Experimentieren – Ethik in der medizinischen Forschung“ von Dr. Izel Demirbas ist zuerst korrekt von „medizinethischen Positionen“ die Rede, später aber vom „medizin-ethischen Diskurs“. Wer über diese sprachliche Auffälligkeit stolpert, schaut auch an anderer Stelle genau hin. Auf Seite 5 heißt es: „Seit über 50 Jahren erarbeitet die Zentrale Ethikkommission (ZEK) der SAMW diese Richtlinien – als Orientierungshilfen für Ärztinnen und weitere Gesundheitsfachpersonen in herausfordernden Situationen.“ Die Fußnote erklärt: „Weibliche und männliche Wortformen werden in diesem Bericht kapitelweise abwechselnd verwendet, gemeint sind jeweils die Angehörigen aller Geschlechtergruppen.“ „Ärztinnen“ bedeutet in der deutschen Sprache allerdings „weibliche Ärzte“ – und nichts anderes. Das Anliegen, weibliche und männliche Wortformen kapitelweise abwechselnd zu verwenden, ist auch nicht einzulösen. In manchen Kapiteln kommt das generische Maskulinum vor, das geschlechtsneutral ist, in anderen das generische Femininum, das es in dieser Form gar nicht gibt. So stiftet der ganze Bericht in weiten Teilen heillose Verwirrung und schadet der SAMW ebenso wie der Medizinethik und der ganzen Wissenschaft, die auf eine korrekte und präzise Sprache angewiesen sind.
Viele Quellen behaupten, dass der erste Coffee to go 1964 von 7-Eleven in New York verkauft wurde. Demgegenüber wurde 2018 im Gabler Wirtschaftslexikon festgestellt, dass er womöglich bereits im Film „Frühstück bei Tiffany“ aus dem Jahre 1961 über die Theke gewandert ist. „In der berühmten Eingangsszene holt Holly Golightly (gespielt von Audrey Hepburn) vor dem Juweliergeschäft in Manhattan nebst einem süßen Teilchen einen Becher aus einer Papiertüte, entfernt den Deckel und nimmt einen Schluck.“ In einem Blogpost aus dem Jahre 2022 von Amirah Jiwa wird die gleiche Vermutung angestellt. Audrey Hepburn is „nibbling on a Danish pastry, paper coffee cup in hand“. In seinem Buch mit dem Titel „Wie es euch gefällt“ (2025) schreibt Ulrich Raulff: „Mit wenigen Schritten steht die Frau vor dem Schaufenster eines bekannten Unternehmens der Luxusbranche. Beiläufig greift sie in eine Papiertüte und entnimmt ihr ein Gebäck und einen Becher Kaffee, während sie gleichzeitig die Auslage des Juweliers studiert. Sie kaut, nimmt einen Schluck und schlendert weiter zum nächsten Fenster.“ Der Artikel „Coffee to go“ von Oliver Bendel kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/coffee-go-99952 abgerufen werden.
Von November 2025 bis Februar 2026 führen Sahan Hatemo von der Hochschule für Informatik FHNW, Dr. Katharina Kühne von der Universität Potsdam und Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW eine Studie durch. In deren Rahmen starten sie eine Teilstudie, die eine kurze computerbasierte Aufgabe und einen kurzen Fragebogen umfasst. Die Teilnehmer werden gebeten, sich eine Reihe von Lachproben anzuhören und zu beurteilen, ob diese authentisch klingen oder nicht. Die Aufgabe umfasst insgesamt 50 Proben und dauert in der Regel etwa zehn Minuten. Die Teilnahme ist über PC, Notebook oder Smartphone möglich. Vor Beginn sollten die Teilnehmer sicherstellen, dass der Ton ihres Geräts eingeschaltet ist und sie sich in einer ruhigen, ablenkungsfreien Umgebung befinden. Die computerbasierte Aufgabe und der kurze Fragebogen sind über research.sc/participant/login/dynamic/3BE7321C-B5FD-4C4B-AF29-9A435EC39944 zugänglich.
Abb.: Eine Studie zum Lachen (Foto: Jork Weismann)
From November 2025 to February 2026, Sahan Hatemo of the FHNW School of Computer Science, Dr. Katharina Kühne of the University of Potsdam, and Prof. Dr. Oliver Bendel of the FHNW School of Business are conducting a research study. As part of this project, they are launching a sub-study that includes a short computer-based task and a brief questionnaire. Participants are asked to listen to a series of laughter samples and evaluate whether each one sounds authentic or not. The task involves 50 samples in total and typically takes about ten minutes to complete. Participation is possible via PC, laptop, or smartphone. Before starting, participants should ensure that their device’s sound is turned on and that they are in a quiet, distraction-free environment. The computer-based task and the brief questionnaire can be accessed at research.sc/participant/login/dynamic/3BE7321C-B5FD-4C4B-AF29-9A435EC39944.
„Just.Us + Animal Welfare“ is a lecture series organized by Department 10 Veterinary Medicine to promote animal welfare at Justus Liebig University Giessen. On November 12, 2025, Prof. Dr. Oliver Bendel gave a lecture on „Bao meets Pluto: Grundlagen und Beispiele der Tier-Maschine-Interaktion“ („Bao meets Pluto: Fundamentals and examples of animal-machine interaction“). Animal-machine interaction deals with the encounter and coexistence of animals and machines – from classic devices to vehicles, aircraft, and agricultural machinery to networked, autonomous robots and AI systems. The focus is on perception through sensors and senses, interaction and communication between animals and machines, and the question of how these encounters can be designed technically, organizationally, and ethically in such a way that risks for animals are reduced and potential for them and for humans is tapped. In his lecture, Oliver Bendel laid out the fundamentals of animal-machine interaction and described prototypes and projects. He also outlined what is possible and to be expected in this field of research in the coming years, for example in connection with robotic quadrupeds and bipeds. The online lecture was followed by 660 listeners. Further information is available at www.uni-giessen.de/de/fbz/zentren/icar3r/akademie/justus.
Fig.: Oliver Bendel with his Bao (Photo: Selina Rohr)
On November 10, 2025, the article „There’s a Large Hippo Resting in the Mud“ by Oliver Bendel and Doris Jovic was published introducing the VISUAL project. „VISUAL“ stands for „Virtual Inclusive Safaris for Unique Adventures and Learning“. All over the world, there are webcams showing wild animals. Sighted people can use them to go on photo and video safaris comfortably from their sofas. Blind and visually impaired people are at a disadvantage here. As part of Inclusive AI, the project developed a prototype specifically for them. Public webcams around the world that are directed at wild animals are tapped. Users can choose between several habitats on land or in water. They can also select „Adult“ or „Child“ as a profile and choose a role („Safari Adventurer“, „Field Scientist“, „Calm Observer“). When the live video is accessed, three screenshots are taken and combined into a bundle. This bundle is analyzed and evaluated by GPT-4o, an MLLM. The user then hears a spoken description of the scene and the activities. The project is likely one of the first to combine Inclusive AI with new approaches in Animal-Computer Interaction (ACI). The article was published in Wiley Industry News and can be accessed at: wileyindustrynews.com/en/contributions/theres-a-large-hippo-resting-in-the-mud. It should be noted that it is also available in German.
Im Wahlmodul „Soziale Roboter“ im HS 2026 wurde mehrfach über den robotischen Zweibeiner NEO diskutiert. Prof. Dr. Oliver Bendel stellte fest, dass dieser wie ein Wohnaccessoire aussehe und sich nahtlos in die gezeigten Umgebungen einfüge, die nach Schöner Wohnen und IKEA aussehen. Das schwedische Unternehmen könnte ihn in seit Sortiment aufnehmen, als NYRÅBOT oder ROBÖT. Beanstandet wurde in der Gruppe, dass der künstliche Haushaltsgehilfe im Moment nur wenige Funktionen autonom ausführen kann. Zwar gehört dies zum Konzept, und 1X aus Palo Alto will nach und nach weitere Updates zur Verfügung stellen, aber ob man damit zum Ziel eines Allzweckroboters kommt, der seinen Namen verdient, ist noch ungewiss. Dabei muss NEO lediglich im Haushalt bestehen – wo aber zahlreiche komplexe Aufgaben auf ihn warten. Dennoch ist Oliver Bendel optimistisch, dass in fünf bis zehn Jahren mehrere Modelle zur Verfügung stehen, die Pflegebedürftigen, aber auch Einzelstehenden, Paaren oder Familien mit Zeitdruck von Nutzen sein können. In seinem Paper „The Universal Robot of the 21st Century“ – vorgestellt auf der Robophilosophy 2024 – hat er bereits die nächste Stufe skizziert, den universellen Roboter. Er hat zugleich darauf hingewiesen, dass dieser zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt. Wir brauchen langweilige Tätigkeiten, wir brauchen sich wiederholende Tätigkeiten, um ruhig und erfinderisch zu werden. Eine Möglichkeit bestehe darin, so der Technikphilosoph im Unterricht, dass der Roboter mit dem Menschen im Tandem bzw. Team arbeite. Man bügelt drei Hemden und übergibt dann an NEO, man setzt die ersten Blumenzwiebeln und lässt ihn den Rest erledigen. Und abends lässt man ihn auf dem Sofa ausruhen, wo er zwischen den Kissen und Decken kaum auffällt.