Der Lügenbot wurde 2013 von Prof. Dr. Oliver Bendel im Kontext der Maschinenethik ausgedacht und 2016 von seinem damaligen Projektmitarbeiter und Studenten Kevin Schwegler umgesetzt. Vorgestellt wurde er auf KI-Konferenzen an der Stanford University und in Krakau. Der LIEBOT, wie sein englischer Name lautet, suchte auf eine Frage des Benutzers eine wahre oder richtige Antwort und manipulierte diese nach einer von sieben verschiedenen Strategien. Er behauptete z.B. im Sommer 2016, dass Donald Trump der Präsident der USA sei. Oliver Bendel sprach auch von Münchhausen-Maschinen. Heutzutage gibt es Chatbots und Generative-KI-Systeme wie ChatGPT, die auf Machine Learning beruhen und die immer wieder die Unwahrheit sagen, allerdings ohne dass ihnen die Absicht dazu vermittelt wurde. So werden Angaben zu Personen hinzugedichtet und Quellen erfunden. Zu diesem Thema befragte Technology Review den Informations- und Maschinenethiker aus Zürich. Dabei ging es auch um seine damalige Forschung zu Münchhausen-Maschinen. Mit Chatbots, Sprachassistenten und sozialen Robotern befasst sich Oliver Bendel bereits seit einem Vierteljahrhundert. Sie waren auch der Gegenstand seiner Doktorarbeit, die er an der Universität St. Gallen verfasste und die Ende 2002 abgeschlossen und Anfang 2003 angenommen wurde. Das Interview wurde am 22. Februar 2023 veröffentlicht und kann hier abgerufen werden.
Abb.: Oliver Bendel bei einem Panel der Deutschlandstiftung (Foto: Deutschlandstiftung Integration)
„Schönheit (engl. ‚beauty‘) im allgemeinen Sinne ist eine visuelle, akustische, haptische oder ideelle Kategorie, die etwa das Schönsein des Himmels am Tag und in der Nacht, der Natur, eines Körpers, eines Gesichts, eines Gegenstands, eines Kunstwerks oder einer Formel umfasst.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag im Gabler Wirtschaftslexikon von Oliver Bendel. Mehrere Abschnitte widmen sich der Schönheit aus Sicht der Philosophie und anderer Disziplinen und dem Zusammenhang zwischen Kunst und Schönheit. Auch auf Wirtschaft und Schönheit wird eingegangen. So heißt es etwa mit Blick auf die Technik: „Cyborgs gefallen sich mit äußerlich sichtbaren technischen Strukturen. Humanoide und soziale Roboter überzeugen auf den ersten Blick mit ihrer künstlichen Schönheit, wobei bei Androiden das Uncanny Valley im Wege ist, das unheimliche Tal. So wirken Sophia, Harmony und Erica trotz oder gerade wegen ihrer perfekten Gesichter unheimlich, wenn sie lächeln. Avatare und (Pseudo-)Hologramme können fotorealistisch und hochattraktiv sein.“ Im letzten Abschnitt wird wiederholt die Perspektive der Ethik eingenommen. Der Beitrag ist am 22. Februar 2023 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/schoenheit-124971 aufgerufen werden.
Abb.: Ein Bildgenerator versucht sich an Schönheit
„Was sollte Ihrer Einschätzung nach zum Thema ‚Bewusste Künstliche Intelligenz‘ diskutiert werden, geschehen oder unterbleiben? Welche Forschungsansätze und Narrative gehören weiterentwickelt, aufgelöst und ersetzt, welche Irrwege endlich beendet, und welche Ansätze und Nischen sollten deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten? Aus welchen Gründen wird derzeit überhaupt über Künstliches Bewusstsein gesprochen, und was halten Sie für vielversprechend, möchte man ‚Bewusstsein‘ künstlich bewirken?“ Diese Fragen stellte Ende 2020 das KIT – Karlsruher Institut für Technologie verschiedenen Experten auf dem Gebiet. Oliver Bendel reichte im Frühjahr 2021 den Beitrag „Soziale Roboter und ihr Sprung in die Zukunft“ ein. Er stellte die drei Disziplinen Künstliche Intelligenz, Maschinenethik und Maschinelles Bewusstsein (Künstliches Bewusstsein) in einen Zusammenhang und klärte, welchen Gegenstand sie jeweils haben und welchen Ursprung oder welches Vorbild dieser wiederum hat. Dann zeigte er auf, wie die Soziale Robotik die drei Disziplinen einbezieht und ausnutzt. Der Band soll 2023 bei KIT Scientific Publishing unter dem Titel „Künstliche Intelligenz und Bewusstsein – Statements 2021“ erscheinen. Der Beitrag kann hier als Preprint heruntergeladen werden.
Sara Zarubica entwickelte 2022 im Rahmen ihrer von Prof. Dr. Oliver Bendel betreuten Abschlussarbeit an der Hochschule für Wirtschaft FHNW für ein Kinderspital eine auf einem sozialen Roboter laufende Lernanwendung. Das Ziel war es laut Abstract, aus Pepper einen interaktiven Lernpartner zu machen, mit dem die Kinder „das Schätzen von Kohlenhydratmengen in Mahlzeiten üben und so eine Grundlage für den täglichen Umgang mit Diabetes mellitus Typ 1 schaffen können“ (Abstract). Der Buchbeitrag „Pepper zu Besuch im Spital: Eine Lernanwendung für diabeteskranke Kinder und die Frage nach ihrer sozialen Angemessenheit“ von Oliver Bendel und Sara Zarubica stellt das Projekt vor und verbindet es mit Überlegungen zur sozialen Angemessenheit. Im ersten Kapitel wird in das Thema eingeführt. Das zweite legt Grundlagen zu sozialen Robotern und präsentiert exemplarisch deren Einsatz im Gesundheitsbereich. Das dritte beschreibt die Vorbereitung und Durchführung des Projekts, zudem die Tests mit den Kindergruppen im Spital. Im vierten Kapitel gehen die Autoren auf die soziale Angemessenheit der Gestaltung und Umsetzung ein, unter Berücksichtigung der bisherigen Ergebnisse und Erkenntnisse. Es wird dargelegt, wie physische Präsenz, humanoides Aussehen sowie verbales und gestisches Feedback den Lernerfolg und die Lernfreude unterstützen und wie sie Teil eines simulierten sozialen Settings in der Kinderklinik sind. Zugleich wird danach gefragt, welche technischen, pädagogischen und ethischen Herausforderungen resultieren und wie diesen mit unterschiedlichen Ansätzen begegnet werden kann. Ein fünftes Kapitel liefert eine Zusammenfassung und einen Ausblick. Der Buchbeitrag erscheint im Herbst 2023 bei Metzler im von Bruno Gransche, Jacqueline Bellon und Sebastian Nähr-Wagener herausgegebenen Band „Technik sozialisieren?“.
Seit 2010 hat Oliver Bendel mehrere Bände mit Haikus und anderen Gedichten veröffentlicht, wobei meistens das Handy eine wichtige Rolle gespielt hat: Es handelte sich entweder um Handyliteratur wie bei „stöckelnde dinger“ (2010), oder im Buch waren 2D- oder 3D-Codes abgedruckt, die die Gedichte enthielten, wie bei „handyhaiku“ (2010) und „Die Astronautin“ (2020). Im Februar 2023 entstand der Band „Dass es nur Kunst war, verdeckte die Kunst“. Die Haikus sind der Output von ChatGPT, bei wechselndem Input. Sie greifen die Themen der vorangehenden Bände auf, erzählen von Avataren, Hologrammen, Robotern und Astronautinnen. „ChatGPT“ steht für „Generative Pre-trained Transformer“. Es handelt sich um einen Chatbot (bzw. ein System zum Produzieren von Content) von OpenAI, der seit Ende 2022 genutzt werden kann. Die Trainingsdaten stammen aus Foren, Artikeln, Büchern und gesprochener Sprache. Benutzt wird eine Form von Machine Learning, nämlich Reinforcement Learning from Human Feedback (RLHF) – der Mensch ist also im Spiel. Mit diesem Tool wurden, wie gesagt, die Haikus des Bands produziert. Manchmal wurden zu einem Input mehrere Resultate generiert und dann eines davon ausgewählt. Trotz der präzisen Anweisungen scheint ChatGPT nicht in der Lage zu sein, die Silbenanzahl durchgehend korrekt umzusetzen, übrigens auch nicht dann, wenn man ein Haiku als Vorbild eingegeben hat. Die Inputs und die Outputs, also die Haikus, wurden dann noch in JAB Codes umgewandelt. Der Band wurde am 20. Februar 2023 veröffentlicht und kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Vom 16. bis zum 18. Februar 2023 fand das Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ am Campus Brugg-Windisch der Hochschule für Wirtschaft FHNW statt. Die ca. 30 Studenten und Studentinnen stammten von den Standorten Basel, Olten und Brugg-Windisch und aus den Studiengängen International Management, Wirtschaftsinformatik und Betriebsökonomie. Prof. Dr. Oliver Bendel vermittelte ihnen zunächst Grundlagen zur Robotik und zur Sozialen Robotik. Zudem gab es Exkurse in die Servicerobotik, wobei die These belegt wurde, dass diese immer mehr von der Sozialen Robotik beeinflusst wird: Transportroboter und Servierroboter bekommen Augen und Mund, Sicherheitsroboter natürlichsprachliche Fähigkeiten. Zudem wurden ethische Überlegungen angestellt, für die vorher empirische Grundlagen erarbeitet worden waren. Anwesend waren Pepper, NAO, Alpha Mini, Cozmo und Hugvie sowie für kurze Zeit der kleine EMO. Gastvorträge gaben Marc Heimann (CARE-MOMO) und Lea Peier (Barroboter in der Schweiz). Die Studenten und Studentinnen waren hochmotiviert und konzipierten am Ende in Gruppenarbeiten eigene soziale Roboter mit unterschiedlichen Aufgaben. Es handelte sich um die dritte Durchführung des Wahlmoduls und um die erste am Standort Brugg-Windisch. Im November 2023 findet die vierte am Standort Olten statt.
Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT – Karlsruher Institut für Technologie sucht einen promovierten Mitarbeiter oder eine promovierte Mitarbeiterin für eine Tätigkeit an der Schnittstelle von Sozialwissenschaften und Informatik. Die Tätigkeitsbeschreibung lautet wie folgt: „Selbstlernende, KI-gestützte Robotertechnologien und -systeme werden gegenwärtig für zahlreiche Anwendungsfelder, etwa für die Pflege und Assistenz, die Arbeitswelt oder den Mobilitätsbereich, entwickelt. In allen Feldern müssen sie in Zukunft vielseitige Aufgaben in der realen Welt in enger Interaktion mit Menschen erfüllen. Dieses erfordert nicht nur große Entwicklungsanstrengungen für die Techniken und Systeme selbst, sondern auch ein vertieftes Verständnis für die Veränderungen in den Interaktionen und Beziehungen zwischen Menschen und Robotern. Diesbezügliche Erkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung dafür, robotische Lösungen so gestalten zu können, dass Menschen mit ihnen kooperieren wollen, sie nutzen und aktiv in entsprechende Anwendungskontexte integrieren.“ (ITAS) Im Rahmen dieses Forschungsfelds soll der Postdoc neue Forschungsansätze zur sozialen bzw. psychologischen Dimension der Mensch-Roboter-Interaktion und -Kooperation entwickeln. Hierbei wirkt man zum einen in bereits begonnenen Forschungsprojekten zur Technikfolgenabschätzung von KI-basierten robotischen Systemen mit. „Zum anderen ist damit die Möglichkeit der Entwicklung eines eigenen Forschungsprofils an der Schnittstelle von TA und Robotik verbunden. Dies beinhaltet u.a. die konzeptionelle Ausrichtung wie auch die Auswahl und Untersuchung empirisch relevanter Fragestellungen in diesem Feld, aber auch das eigenständige Entwickeln und Umsetzen weiterer Forschungsideen.“ (ITAS) Die Bewerbungsfrist wurde bis zum 24. Februar 2023 verlängert. Weitere Informationen sind hier erhältlich.
Ein teilautonomes (selbstständig, aber überwacht fahrendes) Lieferfahrzeug des Start-ups Loxo aus Bern ist „seit Mitte der Woche zum ersten Mal auf einer öffentlichen Straße der Schweiz unterwegs“ (Heise Online, 12. Februar 2023). Die Projektpartner sind Migros und Schindler. Es handelt sich um die erste kommerzielle Anwendung eines solchen Fahrzeugs „für die letzte Meile in der Schweiz und vermutlich in ganz Europa“. Mitarbeiter des Liftherstellers „können jetzt nicht nur online ihre Einkäufe“ bei dem Detailhändler bestellen, sondern sie bekommen die Waren sogar „bis fast an ihren Arbeitsplatz geliefert – aber ohne einen Fahrer hinter dem Lieferwagen-Lenkrad“ (Heise, 12. Februar 2023). Mit autonomen Fahrzeugen und Transportrobotern wurde in der Schweiz immer wieder experimentiert. Jahrelang verkehrte in Sion im Wallis das SmartShuttle, betrieben von PostAuto. Dieses Projekt war sehr erfolgreich und verlief ohne größere Schwierigkeiten. Die Schweizerische Post testete die Transportroboter von Starship Technologies, die sich aber als wenig praktikabel erwiesen – die offizielle Begründung für den Abbruch des Projekts lautete, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen fehlten. Loxo Alpha ist sozusagen eine Kombination des SmartShuttle und des genannten Transportroboters. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h, die Reichweite 110 Kilometer. Es können maximal 320 Kilo zugeladen werden. Das Fahrzeug hat gefällige Formen und runde Scheinwerfer. Einem Wohnwagen der 1960er-Jahre ist es nicht unähnlich, nur wird es nicht von einem Mercedes SL oder einem Ford Capri gezogen, sondern von sich selbst. Der Artikel von Heise Online kann hier aufgerufen werden.
Die Medien interessieren sich seit Jahren stark für die Sicht der Technikphilosophie und der Informations-, Roboter- und Maschinenethik auf soziale Roboter und ähnliche Systeme. Im Juni und Juli 2022 waren zwei Fernsehsender an der Hochschule für Wirtschaft FHNW, um die Arbeit von Prof. Dr. Oliver Bendel kennenzulernen und Bilder und O-Töne einzufangen. BILD LIVE hat einen Beitrag („Hey, Puppe!“) zum Cybrothel in Berlin gemacht, 3sat eine Doku zur Mensch-Maschine-Interaktion und zur Sozialen Robotik. Diese wird am 2. März 2023 unter dem Titel „Mein Avatar und ich“ ausgestrahlt. Im Ankündigungstext heißt es: „Waren Maschinen früher nur Helfer, werden sie heute zu Weggefährten. Der Mensch spricht mit seinem Auto oder mit Alexa. Akzeptieren wir die Technik mehr, je ähnlicher sie uns wird?“ (Website 3sat) Seit Januar 2022 zeigt ARTE die Doku „Werden wir Roboter lieben?“ von Tanja Küchle. Darin wird ebenfalls auf soziale Roboter eingegangen. Die Ausschnitte aus dem Interview mit Oliver Bendel führen durch den Film. Online ist dieser über www.arte.tv/de/videos/101938-004-A/42-die-antwort-auf-fast-alles/ aufrufbar. Auf die neue Doku von Ingolf Baur und seinem Team darf man ebenfalls gespannt sein. Informationen zum Programm auf 3sat sind über www.3sat.de/programm verfügbar.
Abb.: Oliver Bendel beim Dreh mit 3sat (Foto: Sara Zarubica)
Stephanie Schnydrig von CH Media war im Gespräch mit Oliver Bendel und fragte u.a., wie ChatGPT und Co. unsere Art, Dinge im Internet zu suchen, verändern werden. Die Antwort des Wirtschaftsinformatikers und Technikphilosophen lautete: „Die Benutzer erhalten nicht nur eine Liste mit Websites, sondern auch eine Antwort in natürlicher Sprache bzw. einen fertigen Text. So kann man bei Bing – in das ChatGPT integriert ist – nach einem Rezept für ein Drei-Gänge-Menü für sechs Personen fragen, die sich vegetarisch ernähren. Bing schlägt nicht nur das Drei-Gänge-Menü vor, sondern erlaubt auch gezielte Nachfragen zur Zubereitung. Die Benutzer müssen nicht hunderte von Rezepten vergleichen und bewerten. Ihr Aufwand reduziert sich. Zugleich stellt sich die Frage, ob das Rezept wirklich etwas taugt. Aus welchen Quellen stammt es? Und sind wirklich alle Gänge vegetarisch? Wen kann ich zur Verantwortung ziehen, wenn etwas schiefgeht? Zum Teil können die Systeme die Quellen nennen, zum Teil aber auch nicht – Machine Learning verwischt sozusagen die Herkunft ein Stück weit. Vermutlich werden wir, sofern die Systeme gesprochene Sprache beherrschen, viel mehr mit Suchmaschinen sprechen als früher. Die Ausgaben taugen grundsätzlich zum Dialog, und die Systeme finden auf fast alles eine Antwort. Ich konnte schon vor Jahren Google Assistant fragen, wer Rihanna ist. Der Sprachassistent hat die Antwort auf Wikipedia gefunden und vorgelesen. Heute bedient sich ein Tool aus tausenden Quellen und variiert die Antwort. Man hat ganz andere Möglichkeiten.“ Es wurden weitere Fragen gestellt und Antworten gegeben. Die eine oder andere Aussage wurde im Artikel „Bingen wir bald, anstatt zu googeln?“ verwendet, der am 9. Februar 2023 in der Luzerner Zeitung und verschiedenen anderen Schweizer Zeitungen erschienen ist.
Abb.: Die neuen Suchmaschinen sind dialogorientiert
„Wenn der Mensch zur Maschine wird. Gespräche mit und über Siri, Roboter und Cyborgs“ – so lautet der Titel eines Themenwochenendes, das im Zentrum Paul Klee (ZPK) in Bern stattfindet, als Ergänzung zur Ausstellung „Paul Klee. Vom Rausch der Technik“. Der deutsche Maler, der in Münchenbuchsee bei Bern geboren wurde, lebte laut Website des ZPK in einer Zeit großer „technologischer Transformationen“. „Die neuen Errungenschaften stellten die Wahrnehmung der Menschen von Materie, Raum und Zeit infrage. Röntgenstrahlen, Telefone, Elektrizität lösten das gewohnte Weltbild auf. Darauf reagierten auch Künstler wie Paul Klee.“ (Website ZPK) Für Sonntag, den 5. März 2023, hat Fabienne Eggelhöfer, die Chefkuratorin des bekannten Museums, Prof. Dr. Oliver Bendel eingeladen. Sie geht mit ihm der Frage „Cyborgs – die besseren Menschen?“ nach. Über Cyborgs, Animal Enhancement und Human Enhancement sowie Biohacking und Bodyhacking hat der Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosoph bereits mehrmals publiziert und referiert. Zuletzt erschienen seine Buchbeiträge „Chips, Devices, and Machines within Humans: Bodyhacking as Movement, Enhancement and Adaptation“ (Narr, 2021) und „Bodyhacking als Phänomen und Trend“ (Springer Vieweg, 2022). Auf der Architekturbiennale in Venedig hatte er Ende 2021 auf Einladung des Salon Suisse zu „Human and Animal Enhancement in the Context of Architecture“ vorgetragen. Weitere Informationen zum Gespräch im ZPK sind hier erhältlich. Zusätzlich steht ein Flyer zur Verfügung.
Microsoft hat ChatGPT in seine Suchmaschine Bing integriert. Man bekommt auf der linken Seite des Bildschirms wie gewohnt eine Liste mit Websites angezeigt, rechts aber die Antworten des Chatbots und Content-Generators. So kann man nach einem Rezept für ein Drei-Gänge-Menü für sechs Personen fragen, die sich vegetarisch ernähren. Bing schlägt nicht nur das Drei-Gänge-Menü vor, sondern erlaubt auch gezielte Nachfragen zur Zubereitung. Wenn man sich erkundigt, wie man die Pilzcremesuppe zubereitet, gibt das System weitere Details preis. Microsoft fällt seit jeher dadurch auf, dass es die deutsche Sprache verfälscht. Im Thesaurus von MS Word wurde früher für das Wort „dunkel“ das Unwort „negerfarbig“ angegeben. Die Rechtschreibprüfung des Textverarbeitungsprogramms ignoriert wesentliche Regeln der deutschen Rechtschreibung, vor allem zu Getrennt- und Zusammenschreibung. Auf LinkedIn und Twitter herrscht eine Kunstsprache vor, in der im Wortinneren Sternchen oder Doppelpunkte vorkommen. ChatGPT gefällt bisher durch relativ korrekte Sätze. Aber auf der Website von Bing wird man wieder stutzig. Dort heißt es etwa: „Stellen Sie Fragen, wie Ihnen gefällt. Führen Sie eine komplexe Suche durch. Zur Nachverfolgung. Verfeinern Sie den Chat. Sie werden verstanden – und erstaunt.“ (Website Bing) Das erstaunt in der Tat, und man würde sich wünschen, dass Microsoft und andere Unternehmen – deutsche wie DeepL eingeschlossen – die deutsche Sprache in Zukunft besser behandeln.
Sundar Pichai, the CEO of Google and Alphabet, announced the answer to ChatGPT in a blog post dated February 6, 2023. According to him, Bard is an experimental conversational AI service powered by LaMDA. It has been opened to trusted testers and will be made available to the public in the coming weeks. „Bard seeks to combine the breadth of the world’s knowledge with the power, intelligence and creativity of our large language models. It draws on information from the web to provide fresh, high-quality responses. Bard can be an outlet for creativity, and a launchpad for curiosity, helping you to explain new discoveries from NASA’s James Webb Space Telescope to a 9-year-old, or learn more about the best strikers in football right now, and then get drills to build your skills.“ (Sundar Pichai 2023) In recent weeks, Google had come under heavy pressure from OpenAI’s ChatGPT. It was clear that they had to present a comparable application based on LaMDA as soon as possible. In addition, Baidu wants to launch the Ernie Bot, which means another competing product. More information via blog.google/technology/ai/bard-google-ai-search-updates/.
The proceedings of ICSR 2022 were published in early 2023. Included is the paper „The CARE-MOMO Project“ by Oliver Bendel and Marc Heimann. From the abstract: „In the CARE-MOMO project, a morality module (MOMO) with a morality menu (MOME) was developed at the School of Business FHNW in the context of machine ethics. This makes it possible to transfer one’s own moral and social convictions to a machine, in this case the care robot with the name Lio. The current model has extensive capabilities, including motor, sensory, and linguistic. However, it cannot yet be personalized in the moral and social sense. The CARE-MOMO aims to eliminate this state of affairs and to give care recipients the possibility to adapt the robot’s ‚behaviour‘ to their ideas and requirements. This is done in a very simple way, using sliders to activate and deactivate functions. There are three different categories that appear with the sliders. The CARE-MOMO was realized as a prototype, which demonstrates the functionality and aids the company in making concrete decisions for the product. In other words, it can adopt the morality module in whole or in part and further improve it after testing it in facilities.“ The book (part II of the proceedings) can be downloaded or ordered via link.springer.com/book/10.1007/978-3-031-24670-8.
Jasmine Lu and Pedro Lopes of the University of Chicago published a paper in late 2022 describing the integration of an organism – the single-celled slime mold Physarum Polycephalum – into a wearable. From the abstract: „Researchers have been exploring how incorporating care-based interactions can change the user’s attitude & relationship towards an interactive device. This is typically achieved through virtual care where users care for digital entities. In this paper, we explore this concept further by investigating how physical care for a living organism, embedded as a functional component of an interactive device, also changes user-device relationships. Living organisms differ as they require an environment conducive to life, which in our concept, the user is responsible for providing by caring for the organism (e.g., feeding it). We instantiated our concept by engineering a smartwatch that includes a slime mold that physically conducts power to a heart rate sensor inside the device, acting as a living wire. In this smartwatch, the availability of heart-rate sensing depends on the health of the slime mold – with the user’s care, the slime mold becomes conductive and enables the sensor; conversely, without care, the slime mold dries and disables the sensor (resuming care resuscitates the slime mold).“ (Lu and Lopes 2022) The paper „Integrating Living Organisms in Devices to Implement Care-based Interactions“ can be downloaded here.
Artikel 5 Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland bestimmt: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.“ Ähnlich lautet Artikel 20 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft: „Die Freiheit der wissenschaftlichen Lehre und Forschung ist gewährleistet.“ Artikel 17 des Staatsgrundgesetzes über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger schützt in Österreich die Freiheit der Wissenschaft („Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei.“). Allerdings wird in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz die Wissenschaftsfreiheit – die Forschungs-, Lehr- und Lernfreiheit umfasst – immer mehr verletzt, durch Vorgaben von Hochschul- und Studiengangleitungen, durch Sprachleitfäden für Mitglieder der Hochschulen und durch Druck von Aktivisten. Im Nomos-Verlag ist der Band „Wissenschaftsfreiheit: Warum dieses Grundrecht zunehmend umkämpft ist“ erschienen. In der Verlagsinformation heißt es: „Im letzten Jahrzehnt hat sich, was die Wertschätzung und Definition von Wissenschaftsfreiheit betrifft, eine wachsende Kluft an Hochschulen aufgetan. Auf der einen Seite stehen diejenigen, für die Wissenschaftsfreiheit ein grundsätzlich schützenswertes individuelles Grundrecht ist. Ihnen gegenüber stehen diejenigen, die den Schutz von Forschung und Lehre unter einen weltanschaulichen Vorbehalt stellen. Insbesondere identitätspolitisch motivierte Hochschulangehörige greifen zu den Mitteln der moralischen Diskreditierung, sozialen Ausgrenzung und institutionellen Bestrafung, um ihre Weltsicht durchzusetzen. Dieser Band analysiert die Erscheinungsformen und Folgen dieser politisierten und moralisierten Wissenschaftsausrichtung.“ (Verlagsinformation Nomos) Die Beiträge stammen von Russell A. Berman, Christian von Coelln, Michael Esfeld, Marie-Luisa Frick, Barbara Holland-Cunz, Sandra Kostner, Stefan Luft, Arne Pautsch, Inken Prohl, Richard Traunmüller, Vojin Saša Vukadinović und Alexander Zinn. Das Buch kann über www.nomos-shop.de/isbn/978-3-8487-8429-5 bezogen werden.
Abb.: Auch in der Schweiz ist die Wissenschaftsfreiheit bedroht
As part of the AAAI 2023 Spring Symposia in San Francisco, the symposium „Socially Responsible AI for Well-being“ is organized by Takashi Kido (Teikyo University, Japan) and Keiki Takadama (The University of Electro-Communications, Japan). The paper „Increasing Well-being and Health through Robotic Hugs“ by Oliver Bendel, Andrea Puljic, Robin Heiz, Furkan Tömen, and Ivan De Paola was accepted. The talk will take place between March 26 and 29, 2023 at Hyatt Regency, San Francisco Airport. The symposium website states: „For our happiness, AI is not enough to be productive in exponential growth or economic/financial supremacies but should be socially responsible from the viewpoint of fairness, transparency, accountability, reliability, safety, privacy, and security. For example, AI diagnosis system should provide responsible results (e.g., a high-accuracy of diagnostics result with an understandable explanation) but the results should be socially accepted (e.g., data for AI (machine learning) should not be biased (i.e., the amount of data for learning should be equal among races and/or locations). Like this example, a decision of AI affects our well-being, which suggests the importance of discussing ‚What is socially responsible?‘ in several potential situations of well-being in the coming AI age.“ (Website AAAI) According to the organizers, the first perspective is „(Individually) Responsible AI“, which aims to clarify what kinds of mechanisms or issues should be taken into consideration to design Responsible AI for well-being. The second perspective is „Socially Responsible AI“, which aims to clarify what kinds of mechanisms or issues should be taken into consideration to implement social aspects in Responsible AI for well-being. More information via www.aaai.org/Symposia/Spring/sss23.php#ss09.
As part of the AAAI 2023 Spring Symposia in San Francisco, the symposium „Socially Responsible AI for Well-being“ is organized by Takashi Kido (Teikyo University, Japan) and Keiki Takadama (The University of Electro-Communications, Japan). The paper „How Can Bar Robots Enhance the Well-being of Guests?“ by Oliver Bendel and Lea K. Peier was accepted. The talk will take place between March 26 and 29, 2023 at Hyatt Regency, San Francisco Airport. The symposium website states: „For our happiness, AI is not enough to be productive in exponential growth or economic/financial supremacies but should be socially responsible from the viewpoint of fairness, transparency, accountability, reliability, safety, privacy, and security. For example, AI diagnosis system should provide responsible results (e.g., a high-accuracy of diagnostics result with an understandable explanation) but the results should be socially accepted (e.g., data for AI (machine learning) should not be biased (i.e., the amount of data for learning should be equal among races and/or locations). Like this example, a decision of AI affects our well-being, which suggests the importance of discussing ‚What is socially responsible?‘ in several potential situations of well-being in the coming AI age.“ (Website AAAI) According to the organizers, the first perspective is „(Individually) Responsible AI“, which aims to clarify what kinds of mechanisms or issues should be taken into consideration to design Responsible AI for well-being. The second perspective is „Socially Responsible AI“, which aims to clarify what kinds of mechanisms or issues should be taken into consideration to implement social aspects in Responsible AI for well-being. More information via www.aaai.org/Symposia/Spring/sss23.php#ss09.
Data Visualization (Datenvisualisierung) befasst sich mit der grafischen Darstellung von (großen Mengen an) Daten und Informationen, etwa in Form von Graphen, Diagrammen, Dashboards und Animationen, wobei ein zentrales Anliegen ist, Verständlichkeit zu erzielen und Komplexität zu reduzieren. Die Informationsgrafik (Infografik), die ihr ebenfalls entspringt, hat in Print- und Onlinemedien eine große Beliebtheit erlangt, wird aber auch von Behörden zur Kommunikation verwendet. Der Begriff der Datenvisualisierung meint zum einen das interdisziplinäre Gebiet oder Fach, zum anderen den Gegenstand, also die Umsetzung selbst. Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon. Es wird im zweiten Abschnitt auf Entwicklung und Merkmale eingegangen. Im dritten und letzten Abschnitt führt der Autor aus: „Data Visualization ist für manche Experten sowohl Wissenschaft als auch Kunst. Die Aussagekraft spielt ebenso eine Rolle wie die Ausdruckskraft. Nicht alle werden mit dem Einzug des Bildlichen ins Sprachliche einverstanden sein und einige weiterhin der Tabellen- oder der Textform den Vorzug geben. Zudem liegt in der Reduktion der Komplexität die Gefahr der Simplifizierung. Informationsethik und Medienethik beschäftigen sich mit moralischen Fragen, die sich in diesem Zusammenhang ergeben, keineswegs nur mit negativen Aspekten wie Suggestion und Manipulation, sondern auch mit positiven wie Erkenntnisgewinn sowie Erzeugung und Wahrnehmung von Schönheit (die wiederum mit Wissenschaft und Kunst zusammenhängen).“ Anschliessend wird noch auf die Perspektive von Informations- und Medienethik eingegangen. Der Beitrag ist am 1. Februar 2023 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/data-visualization-124948 aufgerufen werden.
Der Sammelband „Pflegeroboter“, herausgegeben vom Philosophen und Wirtschaftsinformatiker Oliver Bendel aus Zürich, hat im Januar 2023 sage und schreibe 400.000 Downloads erreicht. Gezählt werden auf SpringerLink die Downloads des gesamten Werks sowie einzelner Kapitel. Dazu kommen Verkauf und Vertrieb über andere Plattformen und über Buchhandlungen (was in dieser Zahl nicht enthalten ist). Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es ein Standardwerk zum Thema ist. Immer wieder wird gefordert, etwa vom Deutschen Ethikrat, dessen Vorsitzender bis 2020 der Theologe Peter Dabrock war, den Begriff „Roboter in der Pflege“ zu bevorzugen. Natürlich kann man nun von Kernobst sprechen und nicht mehr von Äpfeln – aber damit verschenkt man gewisse Unterscheidungsmöglichkeiten. Der Begriff des Pflegeroboters funktioniert grundsätzlich wie alle entsprechenden Komposita: Der vordere Teil verweist auf den Bereich, für den der Roboter speziell entwickelt wurde. Ob Therapie-, Sex- oder auch – um ein Beispiel jenseits der Serviceroboter zu nennen – Industrieroboter: In keinem Fall wird behauptet, dass der Bereich vollständig abgedeckt wird. Und meist ist darin oder daneben ausreichend Platz und Bedarf für andere Typen. So spielen in der Pflege bestimmte Sicherheits-, Reinigungs- oder Transportroboter eine Rolle. Diese kann man zusammen mit den Pflegerobotern, wenn sie sich für Alten- und Pflegeheime eignen und dort verwendet werden, unter den Begriff der Roboter in der Pflege subsumieren. Sie wurden womöglich leicht angepasst, aber man könnte sie wiederum leicht angepasst ins Hotel integrieren. Die Grafik „Begriffsklärung zu Pflegerobotern“ fasst dies zusammen. Das Buch wurde in seiner Open-Access-Variante durch die Daimler und Benz Stiftung ermöglicht und im November 2018 veröffentlicht. Es kann hier kostenlos heruntergeladen oder in gedruckter Form kostenpflichtig bei Springer und im Buchhandel bestellt werden.
Abb.: Peter Dabrock, ganz links, und Oliver Bendel, ganz rechts (Foto: Deutschlandstiftung Integration)
„Storytelling (dt. „Geschichtenerzählen“) ist eine Methode im Wissensmanagement (Knowledge Management) und im Veränderungsmanagement (Change Management), mit der ein Unternehmen oder eine andere Einrichtung bestimmte Neuerungen, Werte, Kulturaspekte, Best Practices, Lessons Learned etc. an Mitarbeiter vermittelt. Sie wird auch in Public Relations (PR) und Marketing angewandt und dient bspw. dazu, dass hochpreisige Produkte über eindrucksvolle Geschichten an den Mann oder die Frau gebracht werden. Überdies haben die Medien das Storytelling entdeckt.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon. Es wird im zweiten Abschnitt auf Merkmale und Ansätze eingegangen. Im dritten und letzten Abschnitt führt der Autor aus: „Storytelling hat sich in vielen Organisationen und Bereichen verbreitet. Es ist ein mächtiges Werkzeug, das sowohl intuitiv als auch systematisch gebraucht werden kann, allerdings mit der Begabung der Geschichtenerzähler steht und fällt. Die Emotionalisierung kann im Einzelfall als Manipulation gedeutet werden. Sie kann den Inhalt überlagern und eine Reflexion erschweren. Im Extremfall geht es mehr um eine gute Geschichte als um den Gegenstand selbst.“ Am Ende heißt es: „Storytelling ist eine Erfolgsgeschichte und zugleich Opfer des eigenen Erfolgs.“ Der Beitrag ist am 31. Januar 2023 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/storytelling-124946 aufgerufen werden.
„Bei Sprache handelt es sich um Systeme der Kommunikation von Menschen, Tieren und Maschinen.“ Mit diesem Satz beginnt ein neuer Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon. Nach grundsätzlichen Erklärungen und einer Darstellung von Entwicklung und Geschichte werden Ansätze einer Systemtheorie entwickelt, in der existenziellen Systemen wie Sprache und Moral sowie zivilisatorischen Systemen wie Politik, Journalismus, Wissenschaft und Kunst eine spezifische Aufgabe zugesprochen wird, deren Erfüllung jeweils durch ein anderes System beeinträchtigt werden kann. Diese Überlegungen kulminieren in der Feststellung, Sinn und Zweck von Sprache sei „nicht, moralisch zu sein“. Im Weiteren wird auf Dialogsysteme eingegangen, die natürliche Sprache verwenden, und auf Technologien und Programme, die Sprache übersetzen und bearbeiten, wobei hier oft ein Bias vorhanden ist und von offiziellen Regeln abgewichen wird. Ein eigener Abschnitt gehört den wirtschaftlichen Aspekten. Am Ende wird Kritik an Strömungen innerhalb der zuständigen Disziplin geübt: „Die Linguistik, die Sprache eigentlich beobachten und untersuchen sollte, gefällt sich in ihren vermeintlich progressiven Ausläufern darin, ihren eigenen Gegenstand zu manipulieren und zu instrumentalisieren. Dem tritt allerdings die klassische Sprachwissenschaft entgegen, wobei sie alte Größe zurückgewinnt, sofern sie nicht im Nostalgischen und Konservatorischen steckenbleibt.“ Zudem werden Überlegungen u.a. aus der Perspektive von Informationsethik, Medienethik, Roboterethik und Wirtschaftsethik angestellt. Der Beitrag ist am 31. Januar 2023 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/sprache-124739 aufgerufen werden.