The Copernicus Science Centre’s exhibition „The Future is Now“ helps to face and understand the challenges of today’s world in all its complexity. „It shows different technological solutions and encourages to look at them in a critical way. It also takes notice of the relationships between our personal values and the values of others.“ (CSC website) The exhibition is divided into three parts. Two of them can already be visited: „Digital Brain?“ and „Mission: Earth“. The last part („Human 2.0“) is scheduled to open on 15 October 2024. Part of the „Digital Brain“ („#Relationships“) is BABYCLON, a robotic baby. According to the organizers, this will allow visitors to test the uncanny valley effect on themselves. „Are we ready to meet our machine lookalikes? Not really. It turns out that the more indistinguishable from humans a robot is, the weirder feelings it evokes. See for yourself if the ‚uncanny valley‘ effect works on you.“ (CSC website) This is not exactly what the uncanny valley thesis means. It is about very high expectations of very human-like robots, which are then disappointed by, for example, Sophie’s weird smile or BABYCLON’s strange behavior. More information at www.kopernik.org.pl/en/education-and-information-campaigns/exhibition-future-today.
Wie verschiedene Schweizer Medien melden, etwa Tages-Anzeiger und Watson, startet der Regionalverkehr Bern–Solothurn (RBS) im Oktober 2023 Testfahrten mit einem automatischen oder autonomen Zug. Dieser ist „nur auf Strecken unterwegs, wo es Leerfahrten gibt“ (Watson, 13. September 2023). Damit würde man laut Medien das geforderte Sicherheitsniveau erfüllen. „Den Testfahrten vorausgegangen seien – unter anderem zur Klärung dieser Frage – umfangreiche Abklärungen und Studien. Derzeit werde zusätzlich überprüft, ob eine Raumüberwachung des Bahnübergangs notwendig ist, der sich auf der Strecke zwischen dem Bahnhof Bätterkinden und dem Wendegleis befindet.“ (Watson, 13. September 2023) Weltweit verkehren viele U-Bahnen fahrerlos und weitgehend unfallfrei. Auch mit Shuttles, die auf virtuellen Schienen mit geringer Geschwindigkeit fahren, hat man seit Jahren gute Erfahrungen gemacht – hier wurde in der Schweiz mit dem SmartShuttle Pionierarbeit geleistet. Es liegt nahe, in diesem Land den Zugverkehr zu automatisieren. Ohne Zweifel wird in ein paar Jahren auch der Personentransport in dieser Form stattfinden.
Es entstehen immer mehr Leitfäden, Richtlinien und Verordnungen zu künstlicher Intelligenz (KI). Manche sind sehr allgemein, andere sehr konkret, bezogen auf einen Anwendungsbereich oder eine Nutzergruppe. Ein wesentlicher Aspekt bei der Durchführung von KI-Projekten und der Einführung von KI-Systemen ist Digital Trust. Die Entwickler müssen den Einrichtungen, die Leitfäden, Richtlinien und Verordnungen zu künstlicher Intelligenz verantworten und vorlegen, vertrauen können, und sie müssen den Regeln selbst vertrauen können. Die Anbieter und Benutzer müssen beim Betrieb der KI-Systeme darauf vertrauen können, dass alle Leitfäden, Richtlinien und Verordnungen beachtet wurden und das KI-System den Anforderungen entspricht. Die Endbenutzer müssen darauf vertrauen können, dass das KI-System den Anforderungen entspricht und es sich um vertrauenswürdige KI handelt. Der interaktive, webbasierte Digital-Trust-Radar schafft für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft spezifische Zugänge zu Leitfäden, Richtlinien und Verordnungen, fasst diese zusammen und bewertet sie. Dabei werden Bereiche wie Ethik und Recht, Cybersicherheit sowie Technik und Methodik unterschieden. Der Einstieg erfolgt über Themen, Branchen oder Rollen. Das Projekt dauert vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und wird von der Stiftung FHNW sowie vom Institut für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft FHNW gefördert. Projektleiter ist Prof. Dr. Oliver Bendel. Weitere Informationen sind über digitaltrust-competence.ch/projects erhältlich.
Abb.: So stellt sich Ideogram ein Magazin zu Digital Trust vor
Wie Golem am 11. September 2023 meldete, zeigt der Zirkus Roncalli Tiere nur noch als Hologramme. Damit dürfte neben die berühmten ABBA-Shows mit ihren humanoiden ABBAtaren neue Spektakel mit animaloiden Darstellern treten. Es handelt sich wie bei „Voyage“ in London um Pseudo- oder Quasihologramme. Das Magazin schreibt hierzu: „Als technisch besonders herausfordernd habe sich dabei die Tatsache erwiesen, dass das Publikum im Zirkus in einer kreisförmigen Anordnung um die Show herum sitze. Um die verschiedenen Sichtperspektiven zu erfassen, kommen letztendlich elf um die Manege herum platzierte Hochleistungsbeamer zum Einsatz. Die hochauflösenden 3D-Bilder projiziere der Zirkus auf ein feinmaschiges Netz, das den Aufführungsraum umgebe und das, sobald das Licht ausgehe, nahezu unsichtbar sei.“ (Golem, 11. September 2023) Als Tierschützer hat sich Roncalli schon seit geraumer Zeit positioniert – nun kommt der Status des Technikförderers dazu. Tatsächlich haben Hologramme enormes Potenzial und dürften nicht nur Shows und Events, sondern auch die Zusammenarbeit in und zwischen Unternehmen sowie die Ausstattung von Smart Homes verändern. Zudem könnten sie – wie im Buchbeitrag „Hologram Girl“ beschrieben – zu neuen Objekten der Begierde werden.
Abb.: Ein mit Ideogram generiertes Bild eines Elefanten
Zu @llegra, einem Chatbot für Vallader, liegt seit 10. September 2023 ein Video vor. Vorgeführt wird ein kurzes Gespräch mit Texteingabe und -ausgabe sowie Sprachausgabe. Conversational Agents sind seit einem Vierteljahrhundert ein Forschungsgegenstand von Prof. Dr. Oliver Bendel. Ihnen widmete er seine Doktorarbeit an der Universität St. Gallen. An der Hochschule für Wirtschaft FHNW entstanden sie von 2012 bis 2022 vor allem im Kontext der Maschinenethik und Sozialen Robotik. Der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker widmet sich seit einiger Zeit verstärkt toten, ausgestorbenen und gefährdeten Sprachen. Nach @ve (2022), einem auf GPT-3 basierenden Chatbot für Latein, startete im März 2023 ein weiteres Projekt. Entwickelt wurde bis August 2023 der Chatbot @llegra von Dalil Jabou für das rätoromanische Idiom Vallader, das im Unterengadin zwischen Martina im Nordosten und Zernez im Südwesten sowie im Val Müstair auftritt und gefährdet ist. Der Chatbot beruht auf dem Sprachmodell GPT-4. Das hat den Vorteil, dass er von Haus aus mächtig ist, und den Nachteil, dass man ihn noch nicht mit eigenem Material trainieren kann – was sich erst Ende des Jahres ändert. Entsprechend rutscht @llegra immer wieder in Sursilvan und Rumantsch Grischun, wenn sie auf Vallader nicht weiterweiß. Das kann freilich auch Menschen passieren, die gerade von Flims nach Scuol gezogen sind und regelmäßig RTR gesehen oder gehört haben. Das Video kann über YouTube aufgerufen werden.
Abb.: Eine junge Frau benutzt einen Chatbot in den Alpen
Ideogram ist ein Bildgenerator, der Gesichter und Körper meist schlechter als Midjourney darstellt, Texte aber oft besser. Er kann über ideogram.ai aufgerufen werden. Jedes Bild ist öffentlich auf der Website sichtbar. Die Community nutzt diese Voraussetzungen und Bedingungen, um miteinander und vor allem mit dem Anbieter zu kommunizieren. So sind seit Tagen Protestierende mit Schildern zu sehen, auf denen „You need more servers“ und ähnliche Sätze stehen. Damit wird darauf angespielt, dass der Dienst inzwischen so beliebt ist, dass er nur noch selten zur Verfügung steht. Andere Generatoren hat in der Vergangenheit ein ähnliches Schicksal ereilt, bis nachgebessert wurde. Immer mehr werden auch konkrete Funktionen gefordert, etwa eine Suchfunktion oder eine Uploadfunktion für Bilder. Da solche Tafeln von vielen Benutzern gelikt werden, sind sie in der standardmäßig eingestellten Rubrik „Trending“ sichtbar. Dort war dann auch eine Gegenstimme, eine Demonstrantin, die ein Schild mit der leicht fehlerhaft generierten Aufschrift „IT’S FREE UNGRATEFUL PEEOPLE“ trug. Ob undankbar oder nicht – wichtig wäre noch eine höhere Auflösung, denn im Moment ist man auf Upscaler angewiesen, wenn man das Bild in einer bestimmten Größe auf der Website oder im Print verwenden will. Ein Grund für die Beliebtheit von Ideogram ist, dass man ohne Anmeldung und andere Hürden einfach loslegen kann. Und eben, dass man Texte einfügen kann, was u.a. die Covergestaltung ermöglicht.
Abb.: Ein Kommunikationsbild von „engel“, zugeschnitten für diesen Post (Bild: Ideogram)
Mit generativer KI (engl. „generative AI“) beschäftigte sich Prof. Dr. Oliver Bendel ab 2019, zunächst in Bezug auf Dialogsysteme sozialer Roboter, dann in Bezug auf Text- und Bildgenerierung. In dem von ihm herausgegebenen Band „Maschinenliebe“ geht einer seiner Autoren, Kino Coursey von Realbotix, auf die Verwendung von Sprachmodellen bei sozialen Robotern wie Harmony ein. Es folgten weitere Artikel in diesem Kontext von Oliver Bendel selbst, etwa „Die Mächtigkeit von Sprachmodellen: Anwendungsmöglichkeiten für Service- und Industrieroboter“, erschienen im Frühjahr 2023 in messtec drives Automation. 2023 war der Technikphilosoph zu Gast bei „Scobel“ zu diesem Thema, u.a. zusammen mit Doris Weßels, und Referent an der TU Darmstadt. Für Ende 2023 und Anfang 2024 sind weitere Papers und Buchbeiträge zu Text- und Bildgeneratoren geplant, u.a. bei Kohlhammer und Schäffer-Poeschel und in AI & Society. Der Artikel „Image Synthesis from an Ethical Perspective“ ist nun bei Springer in die Produktion gegangen. Er war bereits im April 2023 bei AI & Society eingereicht worden und enthält eine der wenigen systematischen Untersuchungen von Bildgeneratoren aus ethischer Sicht. Das Abstract ist schon über diese Plattform verfügbar.
Abb.: Mit Ideogram generiertes Bild einer Superheldin
Die Maschinenethik widmet sich maschineller oder künstlicher Moral bzw. moralischen Maschinen. Üblicherweise werden moralische Regeln in Maschinen gepflanzt, an die sich diese strikt halten. Seit einiger Zeit verwendet man auch Machine Learning, etwa im Kontext der Pflege. Die Maschine lernt aus ihren Erfahrungen bzw. aus den Daten und passt ihr Verhalten an. Unter dem Begriff der Constitutional AI erhält diese Richtung nun Auftrieb. Im Vordergrund stehen Sprachmodelle wie GPT-3 und GPT-4, die mit Leitlinien, Richtlinien und Gesetzen trainiert werden. An der Hochschule für Wirtschaft FHNW beginnt am 19. September 2023 das zweiteilige Projekt „CAIBOT: Der Chatbot, der auf Constitutional AI beruht“. Initiiert hat es Prof. Dr. Oliver Bendel, der seit vielen Jahren im Bereich der Maschinenethik forscht und mit seinen wechselnden Teams zahlreiche Prototypen gebaut hat. Für das Projekt konnte Cédric Rico Wespi gewonnen werden. Er wird im Rahmen seiner Bachelor Thesis Grundlagen zu Constitutional AI erarbeiten und vergleichbare Anwendungen studieren. Im zweiten Teil, den ein Entwickler übernimmt, wird der CAIBOT prototypisch implementiert. Die ersten Ergebnisse werden im Januar 2024 präsentiert.
„GPT als Lösung für Phishing-Erkennung“ ist der Titel einer Abschlussarbeit, die ab März 2023 von Noeh Pertoldi unter der Betreuung von Prof. Dr. Oliver Bendel geschrieben und im August abgeschlossen wurde. Auftraggeber war eine Schweizer Privatbank. Untersucht wurde, ob Sprachmodelle gegenüber traditionellen Ansätzen zur Identifizierung von Phishing-E-Mails einen signifikanten Vorteil aufweisen. Dabei fokussierte der Student der Hochschule für Wirtschaft FHNW auf GPT von OpenAI. „Zudem wurde ein Konzept erstellt, wie diese neuartige Methode angewendet und in ein E-Mail-Programm eingebunden werden kann.“ (Management Summary) Die Tests haben ergeben, dass GPT die Phishing-E-Mails, welche durch die traditionellen Filter rutschen, mit einer hohen Genauigkeit erkennen kann. Es spricht demnach viel dafür, Sprachmodelle auch in diesem Bereich einzusetzen. Das Ergebnis der Abschlussarbeit ist, „dass die Erkennung von betrügerischen E-Mails durch Sprachmodelle effektiv ist, doch nur das Zusammenspiel mit den traditionellen Methoden für die maximale Sicherheit sorgt“ (Management Summary). Inwieweit es Sinn ergibt, dass Unternehmen als Anwender selbst Lösungen zur Bekämpfung von Phishing mit GPT vorantreiben, sei dahingestellt. Die Anbieter sind bereits dabei, ihre Office-Lösungen mit generativer KI zu ergänzen.
Abb.: GPT kann betrügerische E-Mails erkennen (Bild: Ideogram)
The online event „Artificial Intelligence & Animals“ will take place on 16 September 2023. „AI experts and attorneys will discuss the intersection of AI and animals in this UIA Animal Law Commission and GW Animal Law webinar“ (Website Eventbrite) Speakers are Prof. Dr. Oliver Bendel (FHNW University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland), Yip Fai Tse (University Center for Human Values, Center for Information Technology Policy, Princeton University), and Sam Tucker (CEO VegCatalyst, AI-Powered Marketing, Melbourne). Panelists are Ian McDougall (Executive Vice President and General Counsel, LexisNexis London), Jamie McLaughlin (Animal Law Commission Vice President, UIA), and Joan Schaffner (Associate Professor of Law, George Washington University). Oliver Bendel „has been thinking on animal ethics since the 1980s and on information and machine ethics since the 1990s“. „Since 2012, he has been systematically researching machine ethics, combining it with animal ethics and animal welfare. With his changing teams, he develops animal-friendly robots and AI systems.“ (Website Eventbrite) Yip Fai Tse co-wrote the article „AI ethics: the case for including animals“ with Peter Singer. Sam Tucker is an animal rights activist.
Am 31. August 2023 fand im „Careum Auditorium“ in Zürich die Innocare 2023 statt. Bei dem Event zu Pflegerobotern sprachen Prof. Dr. Oliver Bendel, Sylvia Stocker, Alexander Pröll, Prof. Dr. David Matusiewicz, Beat Sommerhalder und Sari Wettstein. Partner der Veranstaltung waren United Robotics Group (URG), Arabesque, Achermann und HPE Aruba Networks. Die Vorträge wurden von zwei Avataren angekündigt. Ein Pepper-Roboter von Arabesque assistierte auf der Bühne und begann mit dem einen oder anderen Referenten ein Gespräch. So fragte er Oliver Bendel, ob er Gefühle für ihn habe. Der Informations- und Maschinenethiker betonte, dass Pepper selbst keine Gefühle habe (sondern nur zeige), der Roboter aber natürlich sein Herz höher schlagen lasse. In den Pausen konnten die ca. 100 Besucher mit zwei weiteren Pepper-Modellen von URG, zwei Plato-Modellen von URG und einem Temi von Arabesque interagieren und kommunizieren. Plato wurde zunächst als Alternative zu Transport- und Servierrobotern wie BellaBot lanciert, ist inzwischen aber auch in Pflegeheimen und Krankenhäusern zu finden. Er bringt verlässlich Abfall und Getränke von A nach B. Für heikle Transporte kann man auch geschlossene Systeme wie Relay von Savioke heranziehen. Plato gehört zu den Servicerobotern, die soziale Merkmale und Fähigkeiten erhalten haben – ein Trend, den Oliver Bendel immer wieder beschreibt. Weitere Informationen über inno-care.ch.
„Das CAS Zukunftsorientierte Polizeiarbeit vermittelt das notwendige Wissen und Verständnis, um die moderne Polizeiarbeit in ihrer Komplexität zu erfassen und mitzugestalten, die sich wandelnden Anforderungen an den Berufsalltag mitzutragen und jederzeit professionell handeln zu können. Es legt die Basis zum Verständnis der heutigen digitalen Komponenten im Beruf und bereitet die Absolventinnen und Absolventen auf die digitale Zukunft vor. Es behandelt die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Polizeiarbeit und die polizeiliche Selbstreflexion. Die Teilnehmerinnen reflektieren Veränderungen, die sich für das Verständnis von Kriminalität im digitalen Raum ergeben.“ So lautet die Beschreibung der Weiterbildung an der Hochschule für Wirtschaft FHNW, die am 3. März 2023 gestartet ist. Prof. Dr. Oliver Bendel verantwortet die Kurse „Sicherheit und Überwachung“ und „Künstliche Intelligenz“. Beim zweiten Kurstag am 2. September 2023 wird ausführlich auf Grundlagen und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz sowie auf Roboter in der Polizeiarbeit eingegangen. Zudem findet eine ethische Reflexion statt. Im August 2022 trug der Informations- und Maschinenethiker auf der Robophilosophy 2022 über Polizeiroboter vor. Sein Beitrag „Robots in Policing“ ist Ende des Jahres im Proceedingsband „Social Robots in Social Institutions“ erschienen. Weitere Informationen zum CAS über https://www.fhnw.ch/de/weiterbildung/wirtschaft/cas-zukunftsorientierte-polizeiarbeit.
Abb.: Auch diese Einteilung wird im CAS präsentiert
The idea of a Babel Fish comes from the legendary novel or series of novels „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“. Douglas Adams alluded to the Tower of Babel. In 1997, Yahoo launched a web service for the automatic translation of texts under this name. Various attempts to implement the Babel Fish in hardware and software followed. Meta’s SeamlessM4T software can handle almost a hundred languages. In a blog post, the American company refers to the work of Douglas Adams. „M4T“ stands for „Massively Multilingual and Multimodal Machine Translation“. Again, it is a language model that makes spectacular things possible. It has been trained on four million hours of raw audio. A demo is available at seamless.metademolab.com/demo. The first step is to record a sentence. The sentence is displayed as text. Then select the language you want to translate into, for example Japanese. The sentence is displayed again in text form and, if desired, in spoken language. A synthetic voice is used. You can also use your own voice, but this is not yet integrated into the application. A paper by Meta AI and UC Berkeley can be downloaded here.
Vom 1. März bis 11. August 2023 erstellte Dali Jabou im Rahmen seiner Bachelorarbeit den Chatbot @llegra, mit dem man im rätoromanischen Idiom Vallader kommunizieren kann. Es handelt sich um ein von Prof. Dr. Oliver Bendel initiiertes und finanziertes Low-Budget-Projekt, für das bisher ca. 300 CHF ausgegeben wurden. Die Ausgangsfrage ist, ob sich Sprachmodelle wie GPT für den Bau von Chatbots eignen, die tote, gefährdete oder ausgestorbene Sprachen beherrschen, und ob sie für die Spracherhaltung taugen (etwa im Rahmen des Unterrichts). Mit @llegra entstand ein Chatbot mit Sprachausgabe, der die Stärken und Schwächen von GPT-4 widerspiegelt. Er verfügt über Weltwissen und gibt mehrheitlich korrekt Auskunft, auch zu Einrichtungen im Unterengadin. Manchmal halluziniert er und erfindet Personen oder Werke – ein bekanntes Problem von Sprachmodellen, an dem die Entwickler bei OpenAI, Microsoft, Google und Co. arbeiten. Ein weiteres Problem ist, dass er manchmal vom Idiom abweicht und sich in Sursilvan und Rumantsch Grischun verirrt. Er wird sich weiter verbessern lassen, sobald man GPT-4 (wie im Falle von GPT-3) direkt mit Sprachmaterial trainieren kann – was noch nicht der Fall ist (eine Wissensdatenbank, angereichert mit Vallader-Kinderbüchern, zur Verfügung gestellt von der Lia Rumantscha, war aber hilfreich). Die Text-to-Speech-Engine für Vallader, die von SlowSoft kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, erfüllt ihren Zweck. Man darf sie nicht mit einer professionellen Lösung verwechseln, wie sie heute mit Hilfe von Machine Learning möglich wäre. Der Chatbot stand auf allegra-bot.ch zur Verfügung, damit eingeladene Tester unkompliziert darauf zugreifen und auch Versuche im Feld (etwa direkt im Unterengadin) stattfinden konnten. Nachdem mehrere Medien über den Chatbot berichtet und den Link verbreitet hatten, nahmen die Zugriffe stark zu. Um die Kosten nicht zu stark anwachsen zu lassen und deutlich zu machen, dass es sich um ein wissenschaftliches Projekt und eine unfertige Vorstufe – einen Prototyp – handelt, nicht um einen öffentlichen Dienst und nicht um ein fertiges Produkt, wurde der Chatbot mit einer entsprechenden Information auf der Seite am 11. August vorerst stillgelegt. Er wird intern weiter getestet und verbessert, bis er Ende des Jahres (sofern die Annahme erfolgt) auf einer internationalen Konferenz vorgestellt wird. Im Rahmen der Begutachtung findet eine Freischaltung von September bis Dezember statt. Oliver Bendel wünscht sich, dass weitere Entwickler den Ansatz aufgreifen und irgendwann eine @llegra entsteht, die im Unterricht eingesetzt werden kann. Dafür müssten Unternehmen die Sache in die Hand nehmen, oder es müsste ein finanziertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt aufgelegt werden. In letzterer Richtung unternimmt die FH Graubünden, mit der man in Kontakt ist, seit einiger Zeit Anstrengungen. Bei der Abschlusspräsentation der Bachelorarbeit am 11. August waren neben einer Vertreterin dieser Hochschule auch zwei Vertreter der Lia Rumantscha zugegen, die sich beeindruckt zeigten und wohlwollend äußerten. @llegra hat eine Zukunft – wenn man dies im rätoromanischen Sprachraum will.
Abb.: So stellen sich Bildgeneratoren Chatbots vor
Soziale Roboter wie NAO und Pepper werden im Unterricht von Schulen und Universitäten eingesetzt. NAO ist sehr wendig und gelenkig und daher unterhaltsam. Pepper hat den großen Vorteil, dass er ein integriertes Tablet im Brustbereich hat, auf dem Lernsoftware aller Art ausgeführt werden kann. Ein Nachteil bei beiden ist der hohe Preis. Vor allem Schulen können sich solche Roboter kaum leisten. Dieses Problem war der Ausgangspunkt für das hier beschriebene Projekt, das ab Februar 2023 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW stattfand. Initiator und Betreuer war Prof. Dr. Oliver Bendel, Entwickler Andrin Allemann. Ziel war es, eine Lernanwendung mit einem kostengünstigen sozialen Roboter zu erstellen, der über die gleichen motorischen Fähigkeiten wie NAO und die gleichen Fähigkeiten zur Wissensvermittlung wie Pepper verfügt. Die Wahl fiel auf den kleinen Alpha Mini. Es war mit einigem technischen Aufwand möglich, ihn mit einem externen Gerät, einem Microsoft Surface, zu koppeln. Auf diesem läuft ein Lernspiel, das für den Unterricht in der Primarschule geeignet ist. Das Projekt wurde am 11. August 2023 abgeschlossen. In einem Video wird gezeigt, wie ein Mädchen die Lernanwendung ausprobiert und der soziale Roboter Feedback und Erklärungen gibt, in sprachlicher Form und mit Hilfe seiner mimischen und gestischen Fähigkeiten. Es kann abschließend gesagt werden: Soziale Roboter wie Alpha Mini sind eine interessante Lösung für die Wissensvermittlung in Schulen, wenn sie mit anderen Geräten gekoppelt werden können.
Abb.: Eine Schülerin mit der Lernanwendung (Foto: Andrin Allemann)
Erneut berichten Schweizer Medien über Trickbetrug mit synthetisierten Stimmen lebender Personen. Die Basler Zeitung interviewte am 7. August 2023 Prof. Dr. Oliver Bendel dazu, wie solche synthetischen Stimmen entstehen. Er forscht seit einem Vierteljahrhundert zu KI-Systemen und Robotern und seit sieben Jahren speziell auch zu synthetischen Stimmen. Grundsätzlich werden in solchen Fällen neuronale Netzwerke benutzt. Man kann sie mit der individuellen Stimme trainieren. Dafür braucht es 15 – 30 Minuten an Material. Die Zeit verkürzt sich auf wenige Sekunden, wenn man vorher ein Sprachmodell mit einigen tausend Stimmen trainiert hat und einige Voraussetzungen erfüllt sind. Zu diesen Voraussetzungen gehört, dass die individuelle Stimme einen Verwandten im Trainingsmaterial hat. Die Resultate können so oder so täuschend echt sein. Oft sind aber nicht die gewohnten Hintergrundgeräusche vorhanden, oder es fehlen typische Verhaltensweisen der Person, etwa das Nasehochziehen oder ein Stühlerücken. Es lohnt sich also, gut hinzuhören und im Zweifel auch einen Rückruf zu verlangen. Mehrere Aussagen aus dem Interview wurden in den Beitrag „Betrüger können mit KI die Stimmen lebender Personen imitieren“ aufgenommen, der am 9. August 2023 in der gedruckten Ausgabe der Basler Zeitung erschien. Bereits am Vortag war er in die Onlineauftritte von Tamedia aufgenommen worden.
Die HMD ist eine traditionsreiche Fachzeitschrift für Wirtschaftsinformatik. Diejenigen Schwerpunkthefte, die besonderes Interesse wecken, werden in der Edition HMD in Buchform nochmals aufgelegt, indem ihre Beiträge modifiziert, aktualisiert und dann gebündelt werden. Anfang August 2023 ist der Band „Robotik in der Wirtschaftsinformatik“ erschienen. Herausgeber sind Sara D’Onofrio und Stefan Meinhardt. Prof. Dr. Oliver Bendel ist mit seinem Beitrag „Serviceroboter als klassische und als soziale Roboter“ vertreten. Aus dem Abstract: „Serviceroboter verbreiten sich stark, vor allem in den Bereichen Sicherheit, Transport und Reinigung, aber auch in Pflege und Therapie. Soziale Roboter sind ebenfalls auf dem Vormarsch, als Companion Robots oder als Unterhaltungs- und Spielzeugroboter. Das vorliegende Kapitel liefert zunächst eine Definition und Einteilung von Servicerobotern. Zudem werden soziale Roboter erklärt, unter Verwendung einer Systematisierung, die als Abbildung umgesetzt wurde, und es wird auf Robot Enhancement verwiesen. Dann geht das Kapitel auf ausgewählte Typen von Servicerobotern ein. Es werden Merkmale behandelt und Beispiele genannt, bis hin zu konkreten Produkten und Einsatzorten. Bei jedem Typ wird die Frage gestellt, ob man manche Beispiele den sozialen Robotern zuordnen kann oder ob künftige Beispiele mit sozialen Fähigkeiten denkbar sind.“ Das Buch kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-39621-3 heruntergeladen bzw. bezogen werden.
Abb.: Oliver Bendel mit Alpha Mini (Foto: Pascal Mora)
Der Chatbot @llegra, mit dem man im rätoromanischen Idiom Vallader kommunizieren kann, wurde im Jahre 2023 auf Basis von GPT-4 entwickelt. Er kann Text verarbeiten und ausgeben und verfügt dank einer Text-to-Speech-Engine von SlowSoft über eine Sprachausgabe. Zusätzlich wurde er mit einer manuell erstellten Wissensbasis ausgestattet. Darin finden sich Sätze aus Kinderbüchern, die von der Lia Rumantscha bereitgestellt wurden. Zur Seite stand immer wieder die FH Graubünden, mit der man kollegial verbunden ist. Nach Inside IT und Tages-Anzeiger hat nun SRF über das Projekt berichtet, das von Prof. Dr. Oliver Bendel initiiert wurde. Der Informations- und Maschinenethiker ist Sponsor des Low-Budget-Projekts. Implementiert hat den Prototyp sein Student Dalil Jabou, der zahlreiche technische Schwierigkeiten gemeistert hat. Es werden bis 11. August 2023 noch laufend Verbesserungen durchgeführt. Der Beitrag kann hier aufgerufen werden.
Abb.: Bei der Shift erwähnte Oliver Bendel den Chatbot bereits (Foto: Shift/Louis Rafael)
Ausgestorbene und gefährdete Sprachen werden in erster Linie durch Audiokonservierung und die Sammlung und Digitalisierung von Schriften bewahrt und durch gezielte Maßnahmen zum Spracherwerb gefördert. Eine weitere Möglichkeit wäre die Entwicklung von Conversational Agents, die diese Sprachen beherrschen. Damit hätte man einen interaktiven Gesprächspartner, mit dem man auf eine andere Art und Weise lernt. Der Chatbot @llegra, mit dem man im rätoromanischen Idiom Vallader kommunizieren kann, wurde im Jahre 2023 auf Basis von GPT-4 entwickelt. Er kann Text verarbeiten und ausgeben und verfügt über eine Sprachausgabe. Zusätzlich wurde er mit einer manuell erstellten Wissensbasis ausgestattet. Nach Inside IT hat nun der Tages-Anzeiger, die wichtigste Schweizer Zeitung neben der NZZ, über das Projekt berichtet, das von Prof. Dr. Oliver Bendel initiiert wurde. Der Informations- und Maschinenethiker ist auch Sponsor des Low-Budget-Projekts. Implementiert hat den Prototyp sein Student Dalil Jabou, der zahlreiche technische Schwierigkeiten gemeistert hat. Es werden bis 11. August 2023 noch laufend Verbesserungen durchgeführt. Der Artikel kann hier aufgerufen werden.
Am 14. Juli 2023 war die Abschlusspräsentation des Projekts „Little Teacher“, in dem Alpha Mini eine Hauptrolle spielt. Initiator war Prof. Dr. Oliver Bendel, der seit einem Vierteljahrhundert über Conversational Agents und soziale Roboter forscht. Andrin Allemann trug im Rahmen seiner Abschlussarbeit zum Projekt bei und hat die Implementierung durchgeführt. Alpha Mini ist in dieser Anwendung für die Schule oder das Lernen im Kinderzimmer gedacht. Er wurde mit einem Tablet bzw. Laptop (einem Microsoft Surface) verbunden. Er kann mit Hilfe von Bildern und Texten auf dem Display einfachen Lernstoff zu Geografie und Biologie vermitteln und die Kinder durch verbales, gestisches und mimisches Feedback motivieren. Es handelt sich also um einen kleinen Lehrer mit großen Möglichkeiten. Alpha Mini ist ein sozialer Roboter, der sich durch geringe Größe (und damit gute Transportfähigkeit) und weitgehende natürlichsprachliche und motorische Fähigkeiten auszeichnet. Er ist wesentlich günstiger als andere humanoide Roboter mit vergleichbaren Möglichkeiten. Allerdings hat er anders als Pepper kein integriertes Tablet. Im Projekt konnte gezeigt werden, dass eine Verbindung zwischen verschiedenen Komponenten einer Lernumgebung möglich ist und man damit Lernerfolg und Lernfreude unterstützen kann. Das Projekt war am 8. März 2023 gestartet. Projektabschluss ist am 11. August 2023. Bis dahin werden noch kleinere Fehler behoben und mehrere Tests durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem Paper veröffentlicht.
Seit März 2023 wird im Auftrag von Prof. Dr. Oliver Bendel der Chatbot @llegra für das rätoromanische Idiom Vallader entwickelt, das im Unterengadin zwischen Martina im Nordosten und Zernez im Südwesten sowie im Val Müstair auftritt und gefährdet ist. Der Entwickler Dalil Jabou hat auf das Sprachmodell GPT-4 gesetzt und alle wesentlichen technischen Probleme gelöst. Der Benutzer kann Text in Englisch, Deutsch oder Rätoromanisch eintippen und bekommt Text in Vallader ausgegeben. Zudem spricht @llegra das Idiom mit Hilfe eines Text-to-Speech-Systems der Firma SlowSoft aus Zürich. Ein kleiner Test mit einem Experten fand bereits statt und führte zu einer ersten Verbesserung. Oliver Bendel war am 9. Juli mit @llegra im Unterengadin unterwegs und suchte nach einer Testperson mit Vallader als Muttersprache. In Tarasp Fontana bei Scuol sprach er mehrere ältere Frauen an. Eine verwies auf eine Dame von vielleicht 78 Jahren, die sich in der Nähe befand und gerade vom Nordic Walking kam. Die Vallader-Sprecherin hörte sich die Antwort des Chatbots auf eine Frage zu Tarasp an und begann ungefragt, das Gesprochene ins Deutsche zu übersetzen. Dann wurde @llegra gefragt, ob sie Scuol kennt. Sie gab wiederum in Vallader eine längere Auskunft. Die ältere Dame bestätigte, dass die Aussprache gut und der Inhalt verständlich ist. Sie begann zu strahlen und fragte, ob es sich um künstliche Intelligenz handle. Oliver Bendel bestätigte dies, strahlte ebenfalls, fuhr weiter und ließ sich von @llegra in Scuol noch Informationen zum dortigen Museum d’Engiadina Bassa geben. Das Projekt wird im August 2023 abgeschlossen. Die Ergebnisse werden danach veröffentlicht.
Abb.: In einem Café beim Museum in Scuol mit @llegra
The Robotics Innovation Center (RIC) at the German Research Centre for Artificial Intelligence (DFKI) in Bremen wants to clear the seabed of discarded ammunition in the North Sea and Baltic Sea. This was reported by the online magazine Golem. The researchers are using the autonomous underwater vehicle Cuttlefish, developed at DFKI, as a test platform. According to Golem, the robot has been equipped with two deep-sea-capable gripper systems. These are designed to enable flexible handling of objects under water, even difficult objects such as explosive devices. The AI-based control system allows the robot to change its buoyancy and centre of gravity during the dive. According to the online magazine, the AUV is equipped with numerous sensors such as cameras, sonars, laser scanners, and magnetometers. This is how it is supposed to approach an object without colliding with it. The system will certainly be effective – whether it is efficient remains to be seen.