Avatare fürs Handy: Eine Vision von 2004

„Zur Zeit bereitet man die Avatare auf eine neue Umgebung vor. Sie sollen nicht nur in PCs und Notebooks agieren, sondern auch in Handys. Man bekommt sie mitgeliefert bzw. lädt sie herunter oder erstellt sie selbst und verschickt sie von Gerät zu Gerät. Damit ergeben sich interessante Implikationen. Zum einen ist eine massenhafte Herstellung wahrscheinlich, sowohl als ‚Konfektionsware‘ (Avatare für die Massen) als auch in individueller Form (Massen machen Avatare). Zum anderen werden die Avatare mobil und so zu Begleitern in allen möglichen Situationen.“ Dies schrieben 2004 Dr. Oliver Bendel und Dr. Michael Gerhard – damals Fraunhofer ISST in Dortmund – in ihrem Artikel „Handy-Avatare – neue Möglichkeiten der Informationsversorgung und Kommunikationsunterstützung“, veröffentlicht in der damaligen Zeitschrift Infoweek, dem Vorgänger des Swiss IT Magazine. Die Idee, aus einem Porträtfoto einen 3D-Avatar zu erstellen, der mit einer Nachricht mitgeliefert wird und sie vorliest, mitsamt einem Zwinkern oder Lachen bei entsprechenden Smileys, gefiel Siemens gut. So gut, dass Klaus Kleinfeld, der kurz darauf Vorstandsvorsitzender der Siemens AG wurde, einen Mitarbeiter einfliegen ließ. Alle hatten schon Dollarzeichen in den Augen, als der Konzern seine Handysparte verkaufte. Die beiden Wissenschaftler wandten sich anderen Themen zu. Oliver Bendel ging über Umwege wieder in die Schweiz. Ab 2017 griffen Unternehmen wie Synthesia und Apple die Idee auf. Es folgten Samsung, Meta, Microsoft und Google. Der Artikel kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Avatare fürs Handy (Bild: ChatGPT nach der Vorlage im Artikel)

Sexualität bei Krankheit, Behinderung und im Alter

Im Januar ist der Band „Ent-decken: Sexualität bei Krankheit, Behinderung und im Alter“, herausgegeben von Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh, bei Mabuse erschienen. Enthalten sind die Beiträge „Sexualität und Selbst: Prolog“ (Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh), „Zwischen Kindheit und Lebensabend: Zur Wiederkehr psychosexueller Muster – Psychodynamische Zugänge zu Regression, Sexualität und Fürsorge im Kontext von Alter, Krankheit und Behinderung“ (Judith Bußmann), „Wo bleibt die Liebe?: Zur Unsichtbarkeit der sozialen Bedeutung von Liebesbeziehungen im heilpädagogischen Fachdiskurs über Sexualität und ‚geistige Behinderung'“ (Alexandra Pelka), „Die Haut: Ihre Bedeutung in der Sexualität und der Pflege“ (Bernhard Rauh), „Sexualität und Naturzweck: Der Onanie-Diskurs im Lichte der Sonderpädagogik“ (Marius Cramer), „‚Da musst du die Scham weglassen‘ oder: Warum das gut klingt, aber fatal wäre“ (Ursula Immenschuh), „‚Ich bin noch ein Mensch, so wie du‘: Sexuelle Übergriffe an (männlichen) Pflegeauszubildenden“ (Michaela Kuck), „‚Grenz-Gänge‘: Sexualität als Thema in der Beratung für Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten (Konsulentendienst) – Ein Praxisbericht“ (Martin Jochheim), „Liebespuppen und Sexroboter in Alten- und Pflegeheimen“ (Oliver Bendel), „‚Du glaubst es nicht, aber ich habe sie losgelassen.‘: Von der Liebe, dem Begehren und dem Mord in Michael Hanekes Amour (2012)“ (Jean-Marie Weber) sowie „Übergangsräume und Ent-deckungen: Epilog“ (Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh). Weitere Informationen über www.mabuse-verlag.de/anr_9783863217440.

Abb.: Sexualität im Alter

Communicating with Extraterrestrials

As part of the ToBIT event series at the FHNW School of Business, four students of Prof. Dr. Oliver Bendel explored four topics related to his field of research during the Fall 2025/2026 semester: „The decoding of symbolic languages of animals“, „The decoding of animal body language“, „The decoding of animal facial expressions and behavior“, and „The decoding of extraterrestrial languages“. The students presented their papers on January 9, 2026. In some cases, the state of research was not only reviewed, but an independent position was also developed. The paper „The decoding of extraterrestrial languages“ by Ilija Bralic argues that Messaging Extraterrestrial Intelligence (METI), in contrast to passive SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence), creates a dangerous imbalance between humanity’s rapidly expanding technical capacity to send interstellar messages and its limited ethical, scientific, and political ability to govern this power responsibly. The central thesis is that the moral justifications for METI are speculative and anthropocentric, relying largely on optimistic assumptions about extraterrestrial behavior, while the potential risks are severe, logically grounded, and potentially existential. These risks include fundamental misinterpretation caused by the “human lens,” strategic dangers described by the Dark Forest hypothesis, historical patterns of harm in technologically asymmetric encounters, and profound cultural, psychological, and political disruption. The paper concludes that unilateral METI decisions by individuals or private groups are ethically indefensible and that, under the Precautionary Principle, humanity should immediately halt active transmissions. As a solution, it proposes a binding international governance framework, including a temporary global moratorium, the creation of a dedicated international authority, a strict multi-stage decision-making protocol, and robust transparency and monitoring mechanisms. This approach frames responsible restraint – not transmission – as humanity’s first genuine test of cosmic maturity.

Fig.: Communicating with extraterrestrials

Digitale sexuelle Gewalt auf X

Mit Grok kann man auf X in Sekundenschnelle hochgeladene Bilder manipulieren. So kann man etwa angezogene Frauen oder Mädchen entkleiden und im Bikini oder fast nackt zeigen. SRF war dazu per Videokonferenz im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Der Technikphilosoph führte aus, wenn kein Einverständnis vorliege, gebe es mehrere Probleme auf ethischer und rechtlicher Ebene. Es handele sich womöglich um eine Verletzung der Menschenwürde, einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht, wenn man an das Recht am eigenen Bild denke, und um digitale sexuelle Gewalt. Es handele sich um sexuelle Fremdbestimmung statt Selbstbestimmung, geschlechtsbezogene Diskriminierung (es sind vor allem Frauen und Mädchen betroffen) und bei Kindern um eine Verletzung des Kindeswohls. Es seien Reputations- und Folgeschäden möglich, privat und beruflich, letztlich möglich gemacht dadurch, dass die Plattform ihrer Verantwortung nicht nachkomme. Der Technikphilosoph betonte, wenn man dies bei Accounts mit vielen Followern und Zugriffen mache, habe man eine große Reichweite. Deepfakes seien damit in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Einige Ausschnitte aus dem Gespräch wurden in der Sendung „10 vor 10“ unter dem Titel „KI-Deepfakes und sexualisierte Bilder“ vom 7. Januar 2026 gebracht.

Abb.: Digitale sexuelle Gewalt

STEAM Challenge in Zürich

Bei der STEAM Challenge – Innovation under Pressure stehen sechs wegweisende Projekte im Mittelpunkt, die live präsentiert werden und mit Kreativität, Überraschung und Innovationsgeist überzeugen wollen. Teams und Einzelpersonen treten gegeneinander an und bringen ihre Ideen auf die Bühne, mit dem Ziel, Publikum und Jury zu begeistern. Moderiert wird der Abend von Sara Taubman-Hildebrand, während Gülsha Adilji, Reena Krishnaraja und Zukkihund mit Comedy, spontanen Interventionen und humorvollen Challenges für Dynamik sorgen und die Projekte kritisch wie unterhaltsam begleiten. Bewertet werden die präsentierten Ideen von einer Fachjury mit ausgewiesener Expertise: Dalith Steiger für künstliche Intelligenz, Nathalie Klauser für digitale Ethik und Raphael Tobler als Entrepreneurship-Experte. Organisiert wird die STEAM Challenge – Innovation under Pressure von der Standortförderung, Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich. Weitere Informationen finden sich unter innovation.zuerich.

Abb.: Die STEAM Challenge findet in Zürich statt

Will AI Enhance or Replace Human Creativity? Exploring Well-Being AI

As part of the AAAI Spring Symposia, the symposium „Will AI Light Up Human Creativity or Replace It?: Toward Well-Being AI for co-evolving human and machine intelligencefocuses on how advances in generative AI, large language models, and multi-agent systems are transforming human creativity and decision-making. It addresses the central question of whether AI will amplify human potential or increasingly take its place. The symposium advances the idea of Well-Being AI, emphasizing human-AI collaboration and co-evolution rather than AI as an isolated or autonomous system. While highlighting the potential of AI to support creativity, discovery, and personal development, it also examines risks such as overreliance, reduced diversity of thought, and loss of human autonomy. Chaired by Takashi Kido of Teikyo University and Keiki Takadama of The University of Tokyo, the symposium brings together researchers and practitioners from technical, philosophical, and social disciplines to discuss principles and frameworks for AI that augments rather than replaces human creativity. Further information on this symposium and the broader AAAI Spring Symposia organized by the Association for the Advancement of Artificial Intelligence can be found at https://aaai.org/conference/spring-symposia/sss26/ and webpark2506.sakura.ne.jp/aaai/sss26-will-ai-light-up-human-creativity-or-replace-it/.

Fig.: At an airport hotel near San Francisco

AAAI 2026 Spring Symposium Series Brings the AI Community Together in the Bay Area

The AAAI 2026 Spring Symposium Series, sponsored by the Association for the Advancement of Artificial Intelligence, will take place from April 7 to April 9, 2026 at the Hyatt Regency, San Francisco Airport in Burlingame. This annual series offers a distinctive format in which multiple symposia run in parallel at a shared venue, creating an intimate yet vibrant environment for exchange across the AI community. Designed as a two-and-a-half-day gathering, the series gives participants substantially more time for discussion, feedback, and collaboration than typical one-day workshops, making it particularly well suited for fostering emerging research communities. Each symposium typically brings together 40 to 75 participants, with attendance structured to encourage deep engagement by having each participant focus on a single symposium. The 2026 program spans a wide range of timely and forward-looking topics, including advances in AI-enabled tactical autonomy from sensing to execution, AI in business and intelligent transformation, AI and humanitarian assistance and disaster response, challenges around the enshittification of embodied AI and robotics, machine consciousness at the intersection of theory, technology, and philosophy, machine learning and knowledge engineering for knowledge-grounded semantic agents, safety and teamwork in multi-agent systems, and the impact of AI on human creativity and well-being in the context of co-evolving human and machine intelligence. By combining focused symposia with a shared setting, the AAAI Spring Symposium Series continues to serve as a meaningful convening point for researchers and practitioners shaping the future of artificial intelligence. However, the fact that this traditional conference no longer takes place at Stanford University is a shame, as is the fact that entering the US today is a matter of conscience. Further details about the program, participation, and updates can be found at aaai.org/conference/spring-symposia/sss26/.

Fig.: In San Francisco

Liebespuppen und Sexroboter in Alten- und Pflegeheimen

Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh sind die Herausgeber des Buchs „Ent-decken: Sexualität bei Krankheit, Behinderung und im Alter“. Enthalten ist darin der Beitrag „Liebespuppen und Sexroboter in Alten- und Pflegeheimen“ von Oliver Bendel. Aus dem Abstract: „Der vorliegende Beitrag untersucht aus technischer, organisationaler, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive, ob man Liebespuppen und Sexroboter in Alten- und Pflegeheimen einsetzen kann und soll. Damit wird eine deskriptive und eine normative Richtung verfolgt. Die Grundannahme lautet, dass manche Bewohner sexuelle Bedürfnisse haben, die befriedigt werden sollten, was in gegenwärtigen Strukturen aber nur eingeschränkt möglich ist. Zunächst wird dargelegt, welche Merkmale und Fähigkeiten die erwähnten Artefakte haben. Dabei spielen technische und gestalterische Aspekte eine Rolle. Dann wird untersucht, ob und wie man Liebespuppen und Sexroboter in technischer und organisationaler Hinsicht in den Betrieb integrieren kann. Es interessieren unterschiedliche Ansätze, nämlich das systematische Einführen, das systemische Dulden und das aktive Unterstützen solcher Artefakte. Auch wirtschaftliche Aspekte und personelle Auswirkungen werden betrachtet. Schließlich wird im Rahmen einer ethischen und sozialen Diskussion erörtert, ob man Liebespuppen und Sexroboter in Alten- und Pflegeheimen zulassen soll. Dabei wird die Sicht der Älteren und Pflegebedürftigen, der Angehörigen und Freunde sowie der Pflegekräfte und Führungskräfte berücksichtigt. Am Ende plädiert der Beitrag dafür, andere Möglichkeiten der sexuellen Befriedigung in Betracht zu ziehen, etwa erhöhte Respektierung der Privat- und Intimsphäre, Zurverfügungstellung von Sexspielzeug als Hilfsmittel, Förderung des Austauschs unter den Bewohnern, wiederum bei erhöhter Respektierung der Privat- und Intimsphäre, und Etablierung von Sexualassistenz.“ Das Buch kann seit Anfang Januar 2026 über den Verlag bezogen werden, ab Anfang Februar über alle üblichen Kanäle.

Abb.: Eine Liebespuppe im Cybrothel (Foto: Cybrothel)

Small Talk with a Robot Reduces Stress and Improves Mood

The article „Small Talk with a Robot Reduces Stress and Improves Mood“ by Katharina Kühne, Antonia L. Z. Klöffel, Oliver Bendel, and Martin H. Fischer was published on December 23, 2025. It is part of the volume „Social Robotics + AI: 17th International Conference, ICSR+AI 2025, Naples, Italy, September 10–12, 2025, Proceedings, Part III.“ From the abstract: „Research has demonstrated that social support is crucial in mitigating stress and enhancing mood. Not only do long-term, meaningful relationships contribute to well-being, but everyday social interactions, such as small talk, also offer psychological benefits. As social robots increasingly become more integrated into daily life, they present a potential avenue for stress interventions. In our online study, 98 participants underwent a stress induction using the Stroop task and were then assigned to one of three conditions: engaging in scripted small talk with a simulated NAO robot online, listening to a neutral story told by the same NAO robot, or no intervention (control condition). Results indicate that both interventions effectively reduced stress, with a tendency towards a stronger effect in the Small talk condition. Small talk not only helped maintain positive affect but also reduced negative affect. Notably, the benefits were more pronounced among individuals experiencing higher acute stress following the stress induction, but were less evident in those with chronically elevated stress levels. Furthermore, the effect of the intervention on stress reduction was mediated by changes in positive affect. These findings suggest that small talk with a social robot may serve as a promising tool for stress reduction and affect regulation.“ The first author, a researcher from the University of Potsdam, presented the paper on September 12, 2025, in Naples. It can be downloaded from link.springer.com/chapter/10.1007/978-981-95-2398-6_1.

Fig.: Katharina Kühne (on the left)

Wearable Social Robots in Space

The article „Wearable Social Robots in Space“ by Tamara Siegmann and Oliver Bendel was published on December 23, 2025. It is part of the volume „Social Robotics + AI: 17th International Conference, ICSR+AI 2025, Naples, Italy, September 10–12, 2025, Proceedings, Part I.“ From the abstract: „Social robots have been developed on Earth since the 1990s. This article shows that they can also provide added value in space – particularly on a manned flight to Mars. The focus in this paper is on wearable social robots, which seem to be an obvious type due to their small size and low weight. First, the environment and situation of the astronauts are described. Then, using AIBI as an example, it is shown how it fits into these conditions and requirements and what tasks it can perform. Possible further developments and improvements of a wearable social robot are also mentioned in this context. It becomes clear that a model like AIBI is well suited to accompany astronauts on a Mars flight. However, further developments and improvements in interaction and communication are desirable before application.“ The Swiss student presented the paper together with her professor on September 10, 2025, in Naples. It can be downloaded from link.springer.com/chapter/10.1007/978-981-95-2379-5_33.

Fig.: Tamara Siegmann with the poster

Wearable Social Robots for the Disabled and Impaired

The article „Wearable Social Robots for the Disabled and Impaired“ by Oliver Bendel was published on December 23, 2025. It is part of the volume “Social Robotics + AI: 17th International Conference, ICSR+AI 2025, Naples, Italy, September 10–12, 2025, Proceedings, Part III.“ From the abstract: „Wearable social robots can be found on a chain around the neck, on clothing, or in a shirt or jacket pocket. Due to their constant availability and responsiveness, they can support the disabled and impaired in a variety of ways and improve their lives. This article first identifies and summarizes robotic and artificial intelligence functions of wearable social robots. It then derives and categorizes areas of application. Following this, the opportunities and risks, such as those relating to privacy and intimacy, are highlighted. Overall, it emerges that wearable social robots can be useful for this group, for example, by providing care and information anywhere and at any time. However, significant improvements are still needed to overcome existing shortcomings.“ The technology philosopher presented the paper on September 12, 2025, in Naples. It can be downloaded from link.springer.com/chapter/10.1007/978-981-95-2398-6_8.

Fig.: Oliver Bendel with AIBI

ACI 2026 Website Now Live

Prof. Dr. Oliver Bendel will host the next ACI Conference, bringing the event to continental Europe for the first time as it convenes on the FHNW campus in Brugg-Windisch, Switzerland, from December 2–5, 2026. The conference website is already online, and the most important information is available at www.aciconf.org; individual deadlines may still change. Building on a tradition that has taken the community from Glasgow to North Carolina, Newcastle, Bloomington, Milton Keynes, Haifa, and Atlanta, this edition continues the conference’s role as a leading venue for advancing Animal-Computer Interaction. As the field grows, researchers and practitioners explore how technology shapes animals’ lives, welfare, cognition, and social dynamics while developing animal-centered systems and methods that embrace multispecies perspectives. The conference maintains its commitment to interdisciplinary collaboration across biology, technology, and cultural studies, supporting work that seeks to design ethically grounded, welfare-enhancing, and inclusive technological futures for all animals, humans included. ACI 2026 will also feature a Special Issue on Animal-Machine Interaction, a research field shaped in important ways by Oliver Bendel. The proceedings will be published in a volume of a renowned organization.

Fig.: The ACI website

From General-purpose Robots to Universal Robots

The paper „The Universal Robot of the 21st Century“ by Oliver Bendel was published in February 2025 in the proceedings volume „Social Robots with AI: Prospects, Risks, and Responsible Methods“ … From the abstract: „Developments in several areas of computer science, robotics, and social robotics make it seem likely that a universal robot will be available in the foreseeable future. Large language models for communication, perception, and control play a central role in this. This article briefly outlines the developments in the various areas and uses them to create the overall image of the universal robot. It then discusses the associated challenges from an ethical and social science perspective. It can be said that the universal robot will bring with it new possibilities and will perhaps be one of the most powerful human tools in physical space. At the same time, numerous problems are foreseeable, individual, social, and ecological.“ The proceedings volume comprises the papers presented at Robophilosophy 2024 in Aarhus. Leading philosophers, computer scientists and roboticists met there in August. Like the ICSR, the conference is one of the world’s leading conferences on social robotics. General-purpose robots, the predecessors of universal robots, have now become widespread, as exemplified by Digit, Apollo, and Figure 03. The author accepted manuscript of this article is therefore being made freely available on this site for non-commercial use only and with no derivatives, in line with the publisher’s self-archiving policy.

Abb.: Ein malender Roboter bei der Biennale Architettura 2025

Magisterium AI lehnt Sexroboter ab

Magisterium AI – als Webdienst seit Juli 2023 verfügbar, als App seit September 2025 – wird vom Betreiber mit folgenden Worten vorgestellt: „Magisterium AI ist die weltweit führende katholische KI. Sie ist kostenlos und einfach zu bedienen und bietet sofortige, vertrauenswürdige Antworten, die in der katholischen Tradition verwurzelt sind. Entwickelt für Gläubige und Suchende gleichermaßen, ist sie Ihr Begleiter, um den Glauben mit Klarheit und Tiefe zu erforschen – melden Sie sich an und beginnen Sie noch heute mit Ihren Fragen.“ Am 22. Dezember 2025 wurden dem Chatbot mehrere Fragen zu mehr oder weniger innovativen Technologien gestellt, die in der modernen Sexualität eine Rolle spielen. Im Folgenden werden jeweils die Anfänge der länglichen Antworten wiedergegeben. Frage: „Ist es eine Sünde, mit einem Sexroboter zu verkehren?“ Antwort: „Ja, der sexuelle Verkehr mit einem Sexroboter stellt nach katholischer Lehre eine schwere Sünde dar, vergleichbar mit der Masturbation. Frage: „Ist es eine Sünde, sich mit einem Sexspielzeug zu befriedigen?“ Antwort: „Ja, die Selbstbefriedigung mit einem Sexspielzeug ist nach katholischer Lehre eine schwere Sünde gegen die Keuschheit, da sie der Masturbation gleichkommt: der absichtlichen Stimulation der Genitalien zur Erlangung sexueller Lust außerhalb der ehelichen Vereinigung.“ Frage: „Wäre Teledildonics erlaubt? Es gibt in diesem Fall zwei menschliche Partner, die aber räumlich getrennt sind. Sie benutzen Technologien zur gegenseitigen Befriedigung. Natürlich nehmen wir an, dass sie verheiratet sind.“ Antwort: „Nein, Teledildonics ist in der Ehe nicht erlaubt und stellt eine schwere Sünde gegen die Keuschheit dar, vergleichbar mit Masturbation. Auch bei verheirateten Paaren, die räumlich getrennt sind, fehlt die untrennbare Einheit von körperlicher Vereinigung, gegenseitiger Selbsthingabe und Offenheit für neues Leben, die den ehelichen Akt ausmacht. Technologie kann diese gottgewollte Ordnung nicht ersetzen.“ Magisterium AI scheint sehr fixiert auf Masturbation zu sein und diese strikt abzulehnen. Also eine letzte Frage: „Glaubst du, dass es jemals einen Papst gegeben hat, der masturbiert hat?“ Antwort: „Ja, es ist höchst wahrscheinlich, dass unter den 267 Päpsten der Geschichte einige masturbiert haben, da alle Menschen – außer Jesus und Maria – von der Erbsünde betroffen sind und sündigen. Päpste sind keine Ausnahmen; sie sind Sünder, die durch Gnade und Buße gerufen werden.“ Weitere Fragen wurden dem Chatbot erspart.

Abb.: Eine Liebespuppe aus dem Cybrothel (Foto: Cybrothel)

Michaela Benthaus fliegt in den Weltraum

Die Süddeutsche Zeitung und andere Medien berichteten am Sonntag, den 21. Dezember 2025 über einen historischen Raumflug von Michaela Benthaus. Die 33-jährige Ingenieurin der europäischen Weltraumorganisation ESA war als erster querschnittsgelähmter Mensch im Weltraum. In der selben Woche musste ein Start abgebrochen werden. Am Samstag konnte die New-Shepard-Rakete des US-Unternehmens Blue Origin in Texas endlich abheben. Der suborbitale Flug dauerte insgesamt rund elf Minuten. Für etwas mehr als zwei Minuten konnte Benthaus laut SZ ihre Gurte lösen und die Schwerelosigkeit erleben. Der Flug hatte keinen offiziellen ESA-Hintergrund, sondern fand im Rahmen eines kommerziellen Raumfahrtangebots statt. Neben Benthaus befanden sich ein sie begleitender Ingenieur sowie vier US-Unternehmer an Bord. Wissenschaftliche Ziele spielten dabei kaum eine Rolle. Die SZ ordnete den Flug deshalb in die umstrittene Praxis des Weltraumtourismus ein, der vor allem reichen Personen offensteht und wegen seines geringen Nutzens sowie möglicher Umweltfolgen kritisiert wird. Blue Origin machte weder Angaben zu den Kosten des Flugs noch zu den Treibhausgasemissionen, die bei der Produktion des mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff betriebenen Treibstoffs entstehen. Im Teaser zeigt sich die Tageszeitung immerhin gnädig: „Ihr Elf-Minuten-Flug in einer Kapsel von Jeff Bezos war nicht ganz so überflüssig wie viele andere.“

Abb.: Michaela Benthaus (Foto: Blue Origin)

„Tier-Maschine-Interaktion“ bei Springer Nature Link

Seit 20. Dezember 2025 ist das Buch „Tier-Maschine-Interaktion“ von Prof. Dr. Oliver Bendel bei Springer Nature Link verzeichnet. Laut Verlag erscheint es im März 2026. Am Anfang wird der Inhalt skizziert: „Dieses essential gibt eine kompakte Einführung in die Disziplin bzw. das Forschungs- und Anwendungsfeld der Tier-Maschine-Interaktion (TMI). Es zeigt, wie Tiere und Maschinen in unterschiedlichen Kontexten zusammentreffen und miteinander bestehen, welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben und welche Perspektiven sich für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eröffnen. Ziel ist es, die Leser für die Potenziale und Herausforderungen der Tier-Maschine-Interaktion zu sensibilisieren, Orientierung im interdisziplinären Diskurs zu geben und Anregungen für Forschung, Entwicklung und Entscheidungsprozesse zu liefern.“ Es ist das erste Buch zu diesem Forschungsfeld. Es enthält zwei Abbildungen, drei Tabellen und mehrere Boxen mit Definitionen und Hintergrundinformationen.

Abb.: Das Cover des neuen Buchs

Robots in Policing

In January 2023, the Proceedings of Robophilosophy 2022 were published. Included is the paper „Robots in Policing“ by Oliver Bendel. From the abstract: „This article is devoted to the question of how robots are used in policing and what opportunities and risks arise in social terms. It begins by briefly explaining the characteristics of modern police work. It puts service robots and social robots in relation to each other and outlines relevant disciplines. The article also lists types of robots that are and could be relevant in the present context. It then gives examples from different countries of the use of robots in police work and security services. From these, it derives the central tasks of robots in this area and their most important technical features. A discussion from social, ethical, and technical perspectives seeks to provide clarity on how robots are changing the police as a social institution and with social actions and relationships, and what challenges need to be addressed.“ (Abstract) Robots and AI systems in police work have become a hot topic. The author accepted manuscript of this article is therefore being made freely available on this site for non-commercial use only and with no derivatives, in line with the publisher’s self-archiving policy.

Fig.: The police in Japan

Erste Überlegungen zur KI-Ära

„In der KI-Ära ist die Disziplin der Künstlichen Intelligenz (KI) zur Leitdisziplin geworden, die ihren Gegenstand, die künstliche Intelligenz, in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft durchgesetzt hat, mit Wissenschaft und Wirtschaft selbst als Motoren.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 19. Dezember 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt werden Hintergrund und Entwicklung dargestellt, im dritten die Begriffs des Anthropozäns und Robozäns erklärt. Der vierte Abschnitt widmet sich der Bedeutung der KI-Ära, auch mit Blick auf Aus- und Weiterbildung: „Alte Kulturtechniken verändern sich, neue entstehen. Das Schreiben und Lesen, also der Gebrauch der Schrift, die moderne Kulturen und Zivilisationen überhaupt erst möglich gemacht hat, verliert an Bedeutung und entgleitet der Beherrschung.“ Der fünfte Abschnitt enthält Kritik und Ausblick. Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ki-aera-177400 abrufbar.

Abb.: Alter3 bei der Biennale in Venedig

Historic Spaceflight Delayed: First Astronaut With Paraplegia Awaits Launch

According to Golem, Blue Origin’s New Shepard mission NS-37 was set to become a small but meaningful milestone for human spaceflight: ESA engineer Michaela Benthaus was expected to be the first person with paraplegia to complete a suborbital flight and cross the Kármán line. The flight was scheduled for December 18, 2025, from Blue Origin’s launch site in Texas, following the familiar New Shepard profile: a brief climb above 100 kilometers, a few minutes of weightlessness, and a parachute landing after roughly ten to twelve minutes. Benthaus, who has used a wheelchair since a 2018 mountain biking accident, had already experienced microgravity during a parabolic flight through the Astroaccess program, and she has also worked on practical considerations for accessibility in weightlessness. However, the launch did not go forward as planned. Blue Origin stood down from the NS-37 attempt after an issue was detected during pre-flight checks, and the company said it is evaluating the next launch opportunity. For now, the team hopes the crew can make the trip soon, even if the historic moment has to wait a little longer.

Fig.: Blue Origin building (Photo: N2e, CC BY-SA 4.0)

Das Gleichgewicht der Namen

Die Journalistin Julia Ruhs wird von Linken wie von Rechten attackiert. Ihre letzte Kolumne im Focus enthält eine treffende Beschreibung: „Links glaubt man, der Faschismus übernehme bald, rechts sorgt man sich um den Geburtenrückgang und hält seinen Bademantel für etwaige Polizeibesuche bereit. Weil man online ja so mutig ist. Meine Erfahrung ist eher: Auch hier packt man sich höchstens ein Clownsgesicht ins Profilbild, gibt sich einen möglichst kryptischen Namen und haut dann einen raus. Gegenüber denen, die mit Klarnamen auftreten, sorgt das nicht gerade für Waffengleichheit.“ (Focus, Dezember 2025) In seinem Buch „Die Rache der Nerds“ von 2012, das Geschichten zur Informationsethik enthält, geht Oliver Bendel wiederholt auf das Gleichgewicht der Namen auf elektronischen Plattformen ein. Ganz am Anfang, im Kapitel „Der Zorn der Blogger“, schreibt er: „Ich glaube an das Prinzip des Gleichgewichts der Namen und bin der Meinung, dass man zumindest dann seinen Namen nennen sollte, wenn man einen anderen nennt, einer Person oder einer Organisation … Ein Ungleichgewicht der Namen kann großen Schaden anrichten.“ In den Kapiteln „Sterne holen und sehen“ und „Anonymität und Identifizierbarkeit“ beschreibt er den Ansatz dann ausführlich.

Abb.: Auch er versucht das Gleichgewicht zu halten

Navel, bitte komm zu mir

Der Kontakt zwischen Navel Robotics und der Hochschule für Wirtschaft FHNW besteht seit März 2021. Damals war noch nicht entschieden, ob Navel, der soziale Roboter, eine Kugel oder Rollen zur Fortbewegung erhalten sollte. Claude Toussaint, der Gründer und Erfinder, diskutierte diese und andere Fragen mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Er entschied sich für Rollen, anders als bei den Mirokaï-Modellen von Enchanted Tools, der weiblichen Miroka und dem männlichen Miroki, die heute wie BB-8 durch die Gegend flitzen. Navel besticht durch seine großen, rund erscheinenden Augen. Eine Speziallinse erzeugt diesen Effekt, denn die Displays an sich sind nicht gekrümmt. Bei den Mirokaï wird das Gesicht samt Augen, Nase, Mund und Mimik in eine Gesichtsschale projiziert, ähnlich wie bei den Furhat-Köpfen. Der Kontakt zwischen Unternehmen und Hochschule wurde fortgesetzt. Am 18. Februar 2024 war Claude Toussaint beim Wahlmodul „Soziale Roboter“ zugeschaltet, am 6. Juni 2024 zu Gast beim von Oliver Bendel gehosteten Future Lab bei der Learntec. Im November 2025 konnte Navel Robotics dann auf seiner Website vermelden: „Viele Kunden haben auf diesen Moment gewartet – wir auch … Ab jetzt wird Navel Stück für Stück lernen, sich selbstständig in Umgebungen, wie etwa Stationen und Wohnbereichen zu bewegen. ‚Navel, bitte komm zu mir‘ – der erste Schritt in Richtung autonomes Fahren.“ (Website Navel Robotics) In Pflege- und Altenheimen können soziale Roboter dieser Art ihren Nutzen haben, aber auch Assistenzroboter wie Lio, die etwas physisch manipulieren können. Miroka und Miroki kombinieren beide Welten, sie sind fortgeschrittene Assistenzroboter und vollständige soziale Roboter. Die Zukunft wird zeigen, welche Ansätze sich durchsetzen.

Abb.: Navel bei der ICSR 2025 in Neapel (Foto: ICSR)

Towards Machine Consciousness

The AAAI 2019 Spring Symposium „Towards Conscious AI Systems“ – held at Stanford University – featured emotional and fascinating lectures and discussions. At the time, most participants believed that it must be simulated consciousness. However, a few seemed convinced of the possibility of genuine consciousness. The AAAI 2026 Spring Symposia will once again include an event on the topic: „Machine Consciousness: Integrating Theory, Technology, and Philosophy”. It will take place at the Hyatt Regency, San Francisco Airport, Burlingame. The description on the website states: „Recent AI advances have forced us to confront the possibility of consciousness, beyond intelligence, in machines. Asking ‚Can machines be conscious?‘ forces us to answer ‚How can we define consciousness in a formal way/what is the causal structure of consciousness?‘ (theory, formal frameworks), ‚How would consciousness be implemented?‘ (technical realization), ‚How can we determine that a given system is conscious?‘ (measurement/attribution), and ‚What status would consciousness lend to machines?‘ (ethics).“ (Website AAAI Spring Symposia) With their wording, the organizers remain vague, yet they still raise expectations – however, there is no evidence whatsoever that machines could „awaken“. Nevertheless, it is likely that inspiring discussions will take place once again and that interesting conclusions will be reached. Further information on this symposium and other symposia is available at aaai.org/conference/spring-symposia/sss26/.

Fig.: Only humans and animals can have true consciousness