Von Spinchat bis X

Im Jahre 1996 entstand die Community Spinchat (oder Spinchat.de), die später in Spin.de umbenannt wurde. Das Unternehmen wollte damit eigentlich nur die Leistungsfähigkeit seiner Chatsoftware zeigen. Schnell fanden sich aber zahlreiche Benutzer ein und gaben dem Projekt eine andere Richtung. Über 100.000 waren es irgendwann. In den Chatrooms konnte man miteinander sprechen, über private Probleme und gemeinsame Interessen. Man flirtete miteinander oder versuchte es zumindest. Dabei war man nicht allein – Chatbots oder Chatterbots moderierten, sie kickten Benutzer mit anstößigen Nicknames, kurbelten Unterhaltungen an oder erzählten Witze. Man konnte sie, wie auch die Menschen im Chatroom, direkt ansprechen. Diese Funktion erinnert an Grok von Elon Musk. Auch hier ist ein Chatbot in eine Community integriert, in diesem Falle X. Das LLM bietet natürlich ganz andere Möglichkeiten als ein regelbasierter Chatbot, bis hin zur Generierung von Bildern, auch anzüglichen und bloßstellenden, was inzwischen eingedämmt wurde. Im Buch „Die Mondlandung des Internet“ (1998) ging Oliver Bendel auf Spinchat ein, und zwar in dessen Funktion als Anbieter des Chats von „Wahlstudio live“. Der Hauptautor Rainer Kuhlen, Professor für Informationswissenschaft an der Universität Konstanz, wollte untersuchen, wie Werbung und Propaganda der Bundestagswahl 1998 im WWW stattfanden. Er schuf den theoretischen Rahmen des Werks, während Oliver Bendel die zahlreichen Projekte der Parteien und Politiker mit ihren Diskussionsforen, Chats und Votings beschrieb und einordnete. Ob der Chat von „Wahlstudio live“ moderiert wurde, von Mensch oder Maschine, blieb unklar.

Abb.: Spinchat im Jahre 1999

Wie Sprachpolitik die Freiheit des Sprechens gefährdet

Im Februar 2026 erscheint das Buch „Genderzwang: Wie Sprachpolitik die Freiheit des Sprechens gefährdet“ von Fabian Payr und Dagmar Lorenz. Fabian Payr ist durch sein Buch „Von Menschen und Mensch*innen“ (Springer) und seine Aufklärungsplattform zur Gendersprache bekannt geworden. Dagmar Lorenz ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, zudem examinierte Sinologin (M.A.). Sie arbeitet als professionelle Autorin (Features und Essays über Sprache und China für den Hörfunk) und Dozentin (mit Lehraufträgen an deutschen Universitäten und chinesischen Colleges). Aus dem Klappentext: „‚Niemand wird zum Gendern gezwungen‘, beteuern die Befürworter einer ‚gendergerechten Sprache‘. Aber kann tatsächlich von Freiwilligkeit die Rede sein? Die rund 50 Fallbeispiele in diesem Buch zeigen, wie sehr die Freiheit des Sprechens durch den Zwang zum Gebrauch einer vermeintlich inklusiven Sprache beeinträchtigt wird. Vielerorts herrscht ein repressives Klima, das Abweichler von der vorgegebenen Sprachlinie sanktioniert. Die Autoren skizzieren die geistesgeschichtlichen Hintergründe des Genderns und beleuchtet soziologische Phänomene wie soziale Ächtung und Konformitätsdruck rund um das sprachpolitische Projekt Gendersprache. Das Buch zeigt auf, dass vor allem an den Universitäten Gendersprache mit großem Nachdruck eingefordert wird. Aber auch in vielen Kultureinrichtungen, Behörden, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den Kirchen ist der gendergerechte Sprachtrend zur neuen Norm geworden. Die Umgestaltung der Sprache wird begründet mit dem Hinweis auf die starke Wirkmacht von Sprache. In diesem Punkt zeigt sich sowohl der Einfluss postmoderner Philosophen als auch die ausgeprägte pädagogische Intention dieser Sprachmaßnahme. Wer sich dem Sprachdiktat verweigert, das zeigen die Beispiele, muss berufliche Nachteile in Kauf nehmen und verliert im schlimmsten Fall seinen Job. Das Buch liefert Tipps und eine Fülle von Argumenten, wie sprachlicher Bevormundung begegnen werden kann.“ (Klappentext) Das Buch erscheint im Verlag Königshausen und Neumann aus Würzburg, einem geisteswissenschaftlichen Fachverlag mit den Schwerpunkten Philosophie, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft und Psychologie.

Abb.: An vielen Hochschulen werden Mitglieder zum Gendern gezwungen

Zehn Jahre LIEBOT aka Lügenbot

Im Jahre 2016 entstand der LIEBOT aka Lügenbot als Prototyp, im Kontext der Maschinenethik. Bereits 2013 hatte Prof. Dr. Oliver Bendel die Idee dazu. Er veröffentlichte am 11. September 2013 im Magazin CyberPress den Artikel „Der Lügenbot und andere Münchhausen-Maschinen“. Es folgten in den nächsten Jahren weitere Artikel und Beiträge. Kevin Schwegler, damals Student des Technikphilosophen, setzte dann einen Chatbot samt Avatar um, der mit Hilfe von sieben unterschiedlichen Strategien wahre Aussagen in unwahre umwandelte. Der LIEBOT behauptete z.B. im Sommer 2016, Donald Trump sei der Präsident der USA. Dazu hatte er in einem mehrstufigen Verfahren Informationen von Yahoo genutzt. Die Ergebnisse des Projekts wurden in einem Paper mit dem Titel „Towards Kant Machines“ verarbeitet und im März 2017 bei den AAAI Spring Symposia an der Stanford University vorgestellt. Zwar kann man einwenden, dass der LIEBOT selbst keine Absicht verfolgt und daher nicht im engeren Sinne lügt. Allerdings hat man ihm eben diese Absicht eingepflanzt. Er lügt sozusagen im Auftrag seiner Erfinder und Entwickler. Mit dem Projekt wollte Oliver Bendel zeigen, dass man Dialogsysteme bauen kann, die Unwahrheiten verbreiten. Heute sind sie in Form von Chatbots und Sprachassistenten anscheinend omnipräsent. Dabei muss man genau hinschauen, um die Unterschiede zu erkennen. In seinem Buch „300 Keywords Generative KI“ schreibt Oliver Bendel: „Halluzinierende Maschinen müssen … keine Münchhausen-Maschinen im engeren Sinne sein, da eine Absicht nicht vorliegt oder zumindest kaum nachgewiesen werden kann.“ Manipulierte LLM-basierte Chatbots dagegen kommen dem LIEBOT sehr nahe. ChatGPT und Co. verfolgen eine politische Agenda und haben eine ideologische Tendenz. So verwendet ChatGPT als Standard eine Sondersprache statt der Standardsprache und als Quelle u.a. Grokipedia von Elon Musk.

Abb.: Eine moderne Darstellung des LIEBOT (Bild: GPT Image)

Jubiläumsapéro der Informatiktage und STEAM Challenge

Das Amt für Wirtschaft (Abteilung Standortförderung) des Kantons Zürich lädt zum Jubiläumsapéro der Informatiktage ein, mit anschließender STEAM Challenge. Auf der Website heißt es: „Die Informatiktage jähren sich 2026 bereits zum 10. Mal. Das will gefeiert werden!“ (Website Amt für Wirtschaft) Eingeladen sind Gastgeber, Unterstützer und Freunde der Informatiktage. Es können laut Amt für Wirtschaft jeweils bis zu drei Personen pro Organisation teilnehmen. Im Anschluss an den Apéro werden ein Freikartenkontingent und ein Kontingent mit vergünstigten Karten für die STEAM Challenge offeriert: „An dieser Challenge bringen sechs Teams und Einzelpersonen ihre verblüffenden Ideen auf die Bühne und treten gegeneinander an. Wer schafft es, Comedians (Gülsha Adilji, Reena Krishnaraja und Zukkihund), Jury und Publikum zu überzeugen?“ (Website Amt für Wirtschaft) Eines der Teams stammt von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Das zeigt, dass Zürich das umliegende Ausland – hier Aargau und Solothurn, wenn man die involvierten Standorte berücksichtigt – mit offenen Armen empfängt. Es dreht sich, so viel kann schon verraten werden, um Animal-Computer Interaction. Hier geht es zur Anmeldung.

Abb.: Das Plakat zur STEAM Challenge (Bild: Amt für Wirtschaft/Innovation Zürich/Future Lab)

Die Maschinenethik ist im Mainstream angekommen

Die Maschinenethik ist durch den Einsatz von großen Sprachmodellen, durch das Alignment in Form von Finetuning und das Moral Prompt Engineering, im Mainstream angekommen. Vor 15 Jahren galt sie als Orchideenfach. 2009 war „Moral Machines“ von Wendell Wallach und Colin Allen erschienen, 2011 „Machine Ethics“ von Susan L. Anderson und Michael Anderson. Im deutschsprachigen Raum gelten das „Handbuch Maschinenethik“ (ab 2017 in elektronischer Form, in gedruckter Form 2019, Springer VS) von Oliver Bendel und „Grundfragen der Maschinenethik“ (2018, Reclam) von Catrin Misselhorn als Standardwerke. Sie vertreten ähnliche Positionen, haben aber unterschiedliche Intentionen: Der Technikphilosoph will in erster Linie praktische Grundlagen schaffen, nämlich moralische Maschinen bauen, die Wissenschaftstheoretikerin theoretische Grundlagen erarbeiten. An der Hochschule für Wirtschaft FHNW lehrt Oliver Bendel seit 2010 Informationsethik mit Exkursen zur Roboterethik, etwa zur Frage: „Können Maschinen und Systeme Verantwortung tragen?“ (Foliensatz von 2010) … 2012 kam die Maschinenethik dazu, zunächst mit Beispielen wie dem Roboterauto-Problem, das sich vom Trolley-Problem ableitete. Oliver Bendel ließ eine Formel für autonome Autos entwickeln, die quantifizieren und qualifizieren konnte, wobei er darauf hinwies, dass sie beides nicht tun sollte. Im Foliensatz von 2013 heißt es unter der Überschrift „Die Moral der Maschinen“: „Die Ethik bezieht sich üblicherweise auf die Moral von Menschen, von Individuen und Gruppen, und in gewissem Sinne auf die Moral von Organisationen. Es kann in Abweichung davon auch um die Moral von Maschinen wie Agenten, Robotern und Drohnen gehen, also von mehr oder weniger autonomen Programmen und Systemen. Kann die Maschine mehr, als irgendeine Regel zu befolgen? Kann sie die Folgen ihres Handelns bedenken und in diesem Sinne verantwortlich agieren?“ Seine Antwort war, dass sie eine operationale und eine funktionale Moral anwenden bzw. entwickeln kann, im Rahmen von Pflicht- und Folgenethik, dass sie ein unvollständiges Subjekt der Moral bleibt, das kein Bewusstsein hat, keine echte Einsichtsfähigkeit und keinen freien Willen – und dass sie (wie er bereits 1997 in einer Arbeit festgestellt hatte) keine Verantwortung tragen kann. Die Maschinenethik kommt ins Spiel, sobald autonome oder teilautonome Maschinen vorhanden sind. Dennoch weist Oliver Bendel darauf hin, dass sie nicht für alle Bereiche geeignet ist. Er hat sich in seiner Arbeit seit 2012 auf Chatbots, Sprachassistenten und Haushaltsroboter fokussiert. Das „Handbuch Maschinenethik“ kann hier erstanden bzw. heruntergeladen werden.

Abb.: Oliver Bendel mit Miroka bei der ICSR 2025 in Neapel

Robot Fringe is Now Open for Submissions

The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) will take place in London, UK, from 1–4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. As part of the conference program, Robot Fringe 2026 offers a dedicated platform for experimental, daring, and imaginative ideas, presented on a performance stage within the supportive and inclusive environment of ICSR+ART 2026 (icsr2026.uk/robot-fringe/). Drawing inspiration from the Edinburgh Festival Fringe – the world’s largest performing arts festival and the origin of a global tradition of fringe and off-festivals celebrating unconventional and small-scale performances (www.edfringe.com) – Robot Fringe embraces creative risk-taking and non-traditional formats across artistic and technological practices. The variety show will take place on the evening of Thursday 2 July at Senate House in London and runs in conjunction with ICSR+ART 2026. The program is curated and hosted by researcher-comedians Heather Knight and Piotr Mirowski. Further information and submission details are available via the ICSR submission page (icsr2026.uk/submission/) and the Robot Fringe website (www.robotfringe.com).

Fig.: NAO is also part of the program

Das Hotel auf dem Mond

Das US-amerikanische Unternehmen GRU Space beschreibt auf seiner Website ein Projekt namens GRU (Galactic Resource Utilization). Dieses verfolgt das Ziel, eine Reihe von dauerhaften Strukturen auf dem Mond zu errichten. Der geplante Höhepunkt des Vorhabens ist ein Hotel, das „First Lunar Hotel“. Das Projekt versteht sich nicht als klassischer Weltraumtourismus (sicherlich auch, um sich der diesbezüglichen Kritik zu entziehen), sondern als frühe Phase einer langfristigen Präsenz des Menschen jenseits der Erde. GRU richtet sich an eine kleine Gruppe von Teilnehmern, die sich frühzeitig am Aufbau beteiligen wollen. Zuerst erfolgt ein Bewerbungsverfahren, bei dem eine nicht erstattungsfähige Gebühr anfällt. Bei Erfolg, also Aufnahme in das Programm, ist eine hohe Anzahlung erforderlich, die später auf den Gesamtpreis angerechnet wird. Die endgültigen Kosten sind noch nicht festgelegt, dürften jedoch über 10 Millionen US-Dollar liegen. Zusätzlich sind medizinische, persönliche und finanzielle Prüfungen vorgesehen. Ab 2026 sollen Bewerbungen geprüft werden, 2029 ist eine erste Mondmission zur technischen Vorbereitung geplant. Ab 2031 sollen Habitate wie die Lunar Cave Base installiert werden und Trainings beginnen. In der Folge soll das erste Hotel auf dem Mond den Betrieb aufnehmen, laut Zeitstrahl auf der Website bereits 2032. In Illustrationen changiert dieses zwischen antiken Tempeln, Palladio-Villen und Schweizer Grandhotels in der Vorstellung amerikanischer Politiker. Ob es dazu kommt, ist fraglich, schon wegen der hohen Anzahlung, die man leisten muss, aber auch wegen der technischen Herausforderungen und der ökologischen Folgen. Weitere Informationen sind über www.gru.space/reserve verfügbar.

Abb.: So ähnlich stellt sich GRU Space eine Phase des Hotels vor (Bild: GPT Image)

Die DDR-Mondbasis als KI-Kunst

Im Oktober 2023 startete die fiktive DDR-Mondbasis – zumindest im Kosmos der KI-Kunst. Oliver Bendel definiert diese in „300 Keywords Generative KI“ wie folgt. „KI-Kunst ist mithilfe von KI, u.a. generativer KI, erzeugte Kunst. An Kunstformen sind bei einem weiten Begriff bildende Kunst, Musik, Literatur und darstellende Kunst vertreten. Der Künstler wird zum Prompter oder Prompt Designer und zum Cyborg oder Human-AI Hybrid.“ Hinter dem Projekt steckt der Hannoveraner KI-Künstler Philipp Ladage, der mit KI-generierten Kurzvideos eine alternative Geschichtserzählung entwirft: Die DDR ist nicht untergegangen, sondern kurz vor dem Mauerfall mit ausgewählten Genossen auf den Mond ausgewandert. Die Clips sind klar als KI-Kunst einzuordnen. Sie entstehen ausschließlich über Prompts, ohne reales Foto- oder Filmmaterial. Visuell orientieren sie sich stark an DDR-Propagandafilmen der 1980er-Jahre. Sie enthalten statische Kamerafahrten, lächelnde Kollektive, volkseigene Betriebe wie das „VEB Mondkartoffel-Kombinat“, eine KI-Stimme im pathetischen Kommentarstil und vertraute Formate wie die „Aktuelle Kamera“. Auch bekannte Personen und Symbole – von Erich Honecker bis zum Trabant – tauchen in der Mondlandschaft wieder auf. Was laut NDR als Scherz begann, entwickelte sich rasch zum Netzphänomen auf TikTok, YouTube und Instagram, wie auch die MZ in einem aktuellen Artikel schreibt. Ziel des Künstlers ist nach eigener Aussage nicht Provokation, sondern Entertainment. Entstehen sollte eine Parallelwelt zwischen Ostalgie, Science-Fiction und Satire. Dies ist auf hohem Niveau gelungen.

Abb.: Eine Kosmonautin fährt im Trabi über den Mond – eine der Ideen der DDR-Mondbasis (Bild: GPT Image)

Eine ausgezeichnete Schülerzeitung

Die Schülerzeitung Kaktus des Hans-und-Sophie-Scholl-Gymnasiums in Ulm wurde im Herbst 1981 gegründet. Sie entwickelte sich schnell zu einer festen Größe im schulischen Leben, auch wenn es kaum Rückmeldungen auf die Artikel gab. Beim Landeswettbewerb der baden-württembergischen Schülerzeitungen belegte der Kaktus den dritten Platz und erhielt einen Geldpreis in Höhe von 300 DM, gestiftet vom Kultusministerium in Stuttgart. Die Auszeichnung würdigte sowohl die inhaltliche Qualität als auch das gestalterische Erscheinungsbild der Zeitung. Zu den prägenden Köpfen zählten die Chefredakteure Thomas Baumann, Gernot Knödler, Oliver Bendel und Stefan Faßbinder. Unter ihrer Leitung verstand sich der Kaktus als unabhängige Schülerzeitung, die Themen aus Schule, Politik und Gesellschaft kritisch aufgriff und dabei bewusst unterschiedliche Meinungen zuließ. Auch Lyrik und Prosa wurden abgedruckt, umso mehr, als Oliver Bendel nach dem Schulabschluss der Kollegen die Chefredaktion übernahm. Die Redaktion arbeitete mit einem festen Mitarbeiterstamm und legte großen Wert auf Layout und Illustration. Die Zeitung wurde in einem eigens angemieteten Haus in Illerberg bei Neu-Ulm erstellt, ab 1984 auch mit Hilfe der elektronischen Schreibmaschine von Oliver Bendel, die eine Seite speichern konnte und Blocksatz ermöglichte. Rebecca Antoniadou und Johannes Pietschmann gehörten zu den Zeichnern. Manche Auflagen wurden kopiert, andere im Offset-Verfahren gedruckt. Vor dem Kaktus gab es den Abacus, nach dem Kaktus u.a. die Crumbs.

Abb.: Ein Cover des Kaktus, gezeichnet von Johannes Pietschmann

Lahmt dieser Pegasus?

Der Verein Ulmer Autoren ’81 suchte Mitte der 1980er-Jahre zum ersten Mal das Licht der Öffentlichkeit, mit einem Sammelband und mit Lesungen, wie im Club Orange. In den Medien wurde das unterschiedlich aufgenommen. Burkhard Meier-Grolmann, der für die Südwest Presse schrieb, spitzte die Feder und machte sie zum Dolch. In seinem Artikel „Lahmt dieser Pegasus?“ vom 2. November 1985 ätzte er: „Ein Blick in das jetzt vorliegende Autorenbuch 85/86 macht einen ganz schön schaudern, so viele dilettantische lyrische Gehversuche kommen einem da entgegen, so viele aufgeblasene Lebensläufe spreizen sich da unterdem [sic] alles erduldenden gnädigen Obdach des Vereins.“ Er nannte die vermeintlichen Übeltäter beim Namen, ohne Rücksicht und Verluste. Gnade kannte er nur bei einer Handvoll Autoren: „Man muss wahrlich um den Verein fürchten, man muss um ihn bangen, dass er, wenn er jetzt an die große Öffentlichkeit geht, nicht gleich darin umkommt, wären da nicht auch in dem Vereinsregister Namen, die den totalen Absturz ins Mittelmaß aufhalten können, wären da nicht die Talente, um die sich ein solcher Verein kümmern sollte. Ulms literarische Szene wird sich einige Namen merken müssen, will sie tatsächlich irgendwann einmal einen bedeutenden literarischen Lorbeer erhaschen, Namen wie Michael Koetzle, Sinasi Dikmen, Manfred Eichhorn, der 16jährige Oliver Bendel.“ In den Verein war Oliver Bendel allerdings gar nicht eingetreten, schon weil er sich die Gebühren als Jugendlicher nicht leisten konnte. Auch ansonsten ging er eigene Wege, wie ein anderer Artikel zeigte. Wenn man heute die Website des Vereins besucht, fällt das krude Deutsch auf: „Und deshalb gibt es die Ulmer AutorInnen. Wir sind ein Zusammenschluss schreibender Menschen aus Ulm und darüber hinaus.“ Was Burkhard Meier-Grolmann wohl dazu sagen würde? Er wird inzwischen als freier Journalist der SWP geführt. Vielleicht spitzt er noch einmal die Feder.

Abb.: Oliver Bendel bei einer Lesung im Club Orange in Ulm (Foto: SZ)

 

Findet der nächste CYBATHLON in Asien statt?

Vor 10 Jahren fand zum ersten Mal der CYBATHLON statt. Damit begann ein faszinierendes und inspirierendes Projekt, das sich um Inclusive AI und Inclusive Robotics dreht. Ins Leben gerufen hat den Wettkampf, bei dem behinderte und beeinträchtigte Personen miteinander und gegeneinander antreten, Prof. Dr. Robert Riener von der ETH Zürich. Beim CYBATHLON 2016 war der SRF-Moderator Tobias Müller fünfmal im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel, Technikphilosoph aus Zürich, der den Einsatz von Implantaten, Prothesen und Robotern einordnete und bewertete. Einmal war Prof. Dr. Lino Guzzella mit dabei, der damalige ETH-Präsident, einmal Robert Riener. Die letzte Durchführung des CYBATHLON erfolgte 2024. Es traten 67 Teams aus 24 Nationen in der SWISS Arena in Kloten bei Zürich sowie an den sieben miteinander verbundenen Hubs in den USA, Kanada, Südafrika, Ungarn, Thailand und Südkorea in acht Disziplinen gegeneinander an. Auf der Website heißt es heute: „Während die Reise des CYBATHLON an der ETH Zürich hier endet, ist die Geschichte noch lange nicht vorbei. Die nächste Ausgabe der Veranstaltung könnte 2028 in Asien stattfinden und damit ein neues, aufregendes Kapitel rund um diesen einzigartigen globalen Wettkampf aufschlagen.“ (Website CYBATHLON) Damit würde eine Erfolgsgeschichte fortgeschrieben, aber wieder einmal nicht in Europa, sondern in Asien.

Abb.: Eine Teilnehmerin beim CYBATHLON (Foto: ETH Zürich, CYBATHLON/Alessandro della Bella)

Ethical Decision-Making Framework for AI-Powered Autonomous Weapon Systems

Erduan Ismailji’s master’s thesis, entitled „Ethical Decision-Making Framework for AI-Powered Autonomous Weapon Systems“, develops an interdisciplinary decision support framework for the responsible use of AI-powered autonomous weapon systems. The starting point is ethical theories, international humanitarian law, and the technical limitations of today’s AI. Using a design science research approach, a six-step framework is designed and validated through expert interviews. Key elements include the assessment of the deployment context, legal admissibility, ethical and design constraints, human oversight requirements, transparency, and the final deployment decision. The thesis shows that „meaningful human control“ remains indispensable and that existing approaches such as the Ethical Governor alone are not sufficient to close accountability gaps. The result is a practical governance model for decision-makers, developers, and military leaders that systematically integrates ethical and legal standards into the use of autonomous weapon systems. The master’s thesis was defended on January 20, 2026, before Prof. Dr. Oliver Bendel (FHNW School of Business, supervisor) and Prof. Dr. Aurona Gerber (University of the Western Cape, examiner).

Fig.: Autonomous weapons systems are spreading

From Gatebox to Project AVA

The idea of a desk companion with a pseudo-holographic character is not entirely new. Japan’s Gatebox has offered such a system since 2018, featuring virtual characters like Hatsune Miku displayed as a projected assistant designed for everyday interaction. Project AVA is Razer’s take on this concept, pushing it further as a fully integrated AI desk companion for life, work, and play. The cylindrical device combines microphones, a camera, RGB lighting, and a speaker with a 5.5-inch holographic display that renders animated 3D avatars with expressive, real-time motion. Connected via USB-C to a Windows PC, AVA can assist with daily organization, wellness routines, professional tasks, and gaming coaching, while remaining compliant with competitive gaming rules by acting strictly as a coach. Powered in its current form by xAI’s Grok engine and built on an open architecture, Project AVA is positioned as a future-ready AI companion, with availability planned for the second half of 2026. A final pop culture note: the name AVA inevitably recalls Ava, the AI character from „Ex Machina“, a film that has become a defining reference point for artificial intelligence embodied in human form. More details can be found at www.razer.com/concepts/project-ava.

Fig.: The original Gatebox (Photo: Katharina Kühne)

„KI“, „KI-Chatbots“ und „humanoide Roboter“ als missverständliche Bezeichnungen

Robotik und Künstliche Intelligenz sind im Mainstream angekommen. Jeder spricht über diese Disziplinen oder über ihren Gegenstand, also Roboter und künstliche Intelligenz. Dadurch ergeben sich Bedeutungsverschiebungen und Begriffsverwirrungen. So ist in den sozialen und klassischen Medien oft von KI die Rede, wenn eigentlich generative KI gemeint ist. Damit verbunden sind grundsätzliche Einschätzungen, die aber lediglich auf bestimmte KI-Systeme zutreffen. Weiterhin trifft man ständig auf „KI-Chatbots“. Allerdings basieren alle Chatbots auf Formen künstlicher Intelligenz. Früher gab es regelbasierte Systeme, heute setzt man vor allem auf ML- bzw. LLM-basierte (wobei „ML“ für „Machine Learning“ steht, „LLM“ für „Large Language Model“). Damit ist die alte Welt der symbolischen KI keineswegs untergegangen, denn man wendet Retrieval-Augmented Generation (RAG) an und greift manchmal auf regelbasierte Ansätze zurück. Fast ebenso beliebt ist der Begriff des humanoiden Roboters. Es handelt sich dabei eigentlich um menschenähnlich gestaltete sensomotorische Maschinen. Zu ihnen gehören soziale Roboter wie NAO, Pepper und Alpha Mini ebenso wie Modelle, die als Allzweckroboter vermarktet werden, etwa Digit, Apollo und Figure 03. Allzweckroboter sind in aller Regel humanoide Roboter, aber nicht alle humanoiden Roboter sind Allzweckroboter – und dennoch wird allenthalben so getan. Auch der Begriff der Humanoiden verbreitet sich. Dieser ist allerdings bereits belegt, er ist breiter angelegt, denn er bezeichnet sowohl menschenähnliche Artefakte als auch menschenähnliche Lebewesen (etwa fiktive Aliens wie die Vulkanier). Man darf immer neue Begriffe einführen, man darf alte umdeuten. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn jahrzehntelange Bemühungen der Bestimmung und Klärung vorhanden sind und in den Fachgemeinschaften ein Konsens besteht. Man sorgt durch den unreflektierten Gebrauch nicht nur für Begriffsverwirrungen in der Gegenwart, sondern auch mit Blick in die Vergangenheit – ältere Texte werden mehr und mehr unverständlich, selbst wenn sie die Grundlagen von Robotik und Künstlicher Intelligenz darstellen.

Abb.: Auch Alpha Mini ist ein humanoider Roboter

The ACI 2026 Website Includes Visual Elements

Prof. Dr. Oliver Bendel will host the next ACI Conference, bringing the event to continental Europe for the first time as it convenes on the FHNW campus in Brugg-Windisch, Switzerland, from December 2-5, 2026. The conference website is already online at www.aciconf.org, where the most important information is available; individual deadlines may still change. In the meantime, the website has been updated and expanded. It now includes visual elements that reference both the animal world of Switzerland and the thematic focus of the conference, strengthening its visual identity and contextual framing. Building on a tradition that has taken the community from Glasgow to North Carolina, Newcastle, Bloomington, Milton Keynes, Haifa, and Atlanta, this edition continues the conference’s role as a leading venue for advancing Animal-Computer Interaction. As the field grows, researchers and practitioners explore how technology shapes animals’ lives, welfare, cognition, and social dynamics while developing animal-centered systems and methods that embrace multispecies perspectives. The conference maintains its commitment to interdisciplinary collaboration across biology, technology, and cultural studies, supporting work that seeks to design ethically grounded, welfare-enhancing, and inclusive technological futures for all animals, humans included. ACI 2026 will also feature a Special Issue on Animal-Machine Interaction, a research field shaped in important ways by Oliver Bendel. The conference proceedings will be published in a volume of a renowned organization, ensuring wide visibility and long-term accessibility for the contributions presented.

Fig.: One of the visual elements

Eine Einführung in Physical AI

„Physical AI ist die Verbindung von künstlicher Intelligenz (abgekürzt ‚KI‘, im Englischen ‚AI‘ von ‚Artificial Intelligence‘) mit physischen Systemen wie Kameras, Geräten, Anlagen, Drohnen, Robotern und selbstfahrenden Autos und Bussen. Sie ermöglicht diesen, komplexe Vorgänge in der physischen Welt wahrzunehmen, zu analysieren, zu evaluieren und auszuführen. Es geht nicht nur darum, teilautonome oder autonome Maschinen mit Hilfe von KI aufzuwerten und zu erweitern, wie im Falle von Gesichtserkennung, Gestikerkennung und Emotionserkennung oder von Chatbots für soziale Roboter, sondern darum, für die KI gleichsam einen Körper zu suchen, in dem sie sich entfalten und beweisen kann.“ Mit diesen Worten beginnt ein Artikel von Oliver Bendel, der am 16. Januar 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Es werden technische Grundlagen erläutert, Beispiele für Lösungen gegeben und Anwendungsbereiche genannt: „Wearables, Wearable Robots und Wearable Social Robots können zu Inclusive AI und Inclusive Robotics beitragen, indem sie behinderte und beeinträchtigte Personen physisch und psychisch unterstützen.“ Am Ende erfolgt eine Einordnung aus Sicht von Informationsethik und KI-Ethik sowie Wirtschaftsethik. Der vollständige Artikel kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/physical-ai-177399 aufgerufen werden.

Abb.: Auch AIBI ist Teil der Physical AI

25 Jahre Wikipedia

Wikipedia ist 25 Jahre alt. Von Anfang an war das Lexikon ebenso umstritten wie beliebt. 2006 veröffentlichte Oliver Bendel in der HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik den Beitrag „Wikipedia als Methode und Gegenstand der Lehre“. Aus dem Abstract: „Wikipedia ist eine erfolgreiche Wiki-Anwendung, eine offene Online-Enzyklopädie mit insgesamt mehreren Hunderttausend Autoren. Der Beitrag beschreibt Möglichkeiten und Grenzen sowie erste Erfahrungen beim Einsatz von Wikipedia in der Lehre. Es stehen dabei weniger Wissensvermittlung und Problemlösung durch das Lexikon im Vordergrund, sondern mehr die Aspekte der Veröffentlichung und Zusammenarbeit. Der Autor setzte Wikipedia in Lehrveranstaltungen der PH Weingarten ein. Die Studierenden schrieben während und außerhalb des Unterrichts an bereits vorhandenen Beiträgen mit. Der Einsatz von Wikipedia in der Lehre lohnt offenkundig in verschiedener Hinsicht: Die Studierenden entlassen ihre Erkenntnisse in die Welt, um sie – ähnlich wie in einer Scientific Community – begutachten und korrigieren zu lassen, und sie erproben Konzepte der E-Collaboration im kleinen, kontrollierbaren wie im großen, unkontrollierbaren Raum. Nicht zuletzt finden sie in Wikipedia einen faszinierenden und sich ständig verändernden Gegenstand.“ Heute hat Wikipedia mit vielen Herausforderungen zu kämpfen, von Versuchen der Unterwanderung bis zur Ausbreitung von Inhalten, die mit generativer KI erstellt wurden.

Abb.: Wikipedia ist 25 Jahre alt

Der aufgesprühte QR-Code

Am 24. Oktober 2010 trat Oliver Bendel im Wittelsbacher Schloss in Friedberg beim „LITERATUR UPDATE BAYERN 2010“ auf. Michael Seefelder schrieb drei Tage später in der Augsburger Allgemeinen: „Der Wirtschaftsprofessor und freie Schriftsteller Oliver Bendel gilt in Europa als Pionier, was Handy-Haikus anbelangt. Im Friedberger Schloss lässt er am dritten Veranstaltungsabend die Grenzen zwischen den Medien verschwimmen. Der gedruckte Band, aus dem Bendel liest, enthält die Haikus in herkömmlichen Schriftzeichen und als QR-Codes. Diese Codes sind Informations-Speicher, die mit einem Scanner ausgelesen werden können. Parallel zum Textvortrag sprüht der Grafiker Christoph Knobel einen QR-Code auf eine Leinwand. Wird das Bild mit einem Handy gescannt, erscheint ein Haiku auf dem Display. Nicht immer sind Bendels Texte futuristisch. Neben Handygirl und Pixelboy, zwei Maschinenwesen, geht es auch um Homer, den griechischen Dichter der Odyssee.“ (Augsburger Allgemeine, 27. Oktober 2010) Eine Stunde dauerten Lesung und Performance. Dann konnten die Zuhörer und Zuschauer das Haiku auslesen und mit nach Hause nehmen. Das Buch „handyhaiku“ von Oliver Bendel war das erste weltweit, in dem Gedichte in QR-Codes untergebracht waren, nicht als Online-, sondern als Offlineanwendung. Die erste Auflage erschien 2010 im Hamburger Haiku Verlag.

Abb.: Oliver Bendel und der Sprayer von Friedberg im Jahre 2010

The Pocket Companion Called Poketomo

Poketomo is a pocket-sized AI robot designed as a personal, always-available companion. It can be understood as a wearable social robot, intended to accompany users throughout the day and provide lightweight interaction rather than full task automation. Poketomo engages in conversations, remembers user preferences over time, and responds to emotional cues in a calm and friendly manner. Interaction is primarily conversational: users can talk to Poketomo about everyday topics, personal interests, or their current mood. As usage continues, the device adapts its responses based on prior interactions, creating a sense of continuity and personalization. In addition to conversational features, Poketomo offers basic daily support functions such as weather updates, news notifications, and alarms.From a technical perspective, Poketomo combines compact hardware with AI-driven software. Despite its small form factor, it includes sensors, voice and facial recognition, a camera, and small motors that enable simple physical movements of the head and arms. Connectivity options such as Wi-Fi, Bluetooth, and GPS allow it to integrate into everyday routines. Developed by Sharp, Poketomo represents an example of a wearable social robot that blends emotional interaction with limited practical assistance, focusing on companionship rather than productivity. Further information is available at poketomo.com/en/.

Fig.: Poketomo (Photo: Screenshot from the video)

Inclusive AI and Inclusive Robotics at CES 2026

At CES 2026, some of the most compelling examples of Inclusive AI and Inclusive Robotics came not from consumer gadgets, but from European assistive technologies designed to expand human autonomy. This was reported by FAZ and other media outlets in January 2026. These innovations show how AI-driven perception and robotics can be centered on accessibility – and still scale beyond niche use cases. Romanian startup Dotlumen exemplifies Inclusive AI through its “.lumen Glasses for the Blind,” a wearable system that replaces a guide dog with real-time, on-device intelligence. Using multiple cameras, sensors, and GPU-based computer vision, the glasses interpret sidewalks, obstacles, and spatial structures and translate them into intuitive haptic signals. The company calls this approach “Pedestrian Autonomous Driving” – a concept that directly bridges human navigation and mobile robotics. Notably, the same algorithms are now being adapted for autonomous delivery robots, underscoring the overlap between assistive AI and broader robotic autonomy. A complementary approach comes from France-based Artha (Seehaptic), whose haptic belt uses AI-powered scene understanding to convert visual space into tactile feedback. By shifting navigation cues from sound to touch, the system reduces cognitive load and leverages sensory substitution – an inclusive design principle with implications for human-machine interfaces in robotics. Together, these technologies illustrate a European model of Inclusive AI: privacy-preserving, embodied, and focused on real-world autonomy. What begins as assistive tech increasingly becomes a foundation for the next generation of intelligent, human-centered robotics.

Fig.: A scene from the Cybathlon (Photo: ETH Zürich, CYBATHLON/Alessandro della Bella)

Three Articles on Wearable Social Robots

From September to December 2025, Oliver Bendel published three articles on wearable social robots. The first was „That Robot Suits You Well!: On the Phenomenon of Wearable Social Robots“ – a technical article introducing the topic, which appeared in Wiley Industry News. This was followed by the full paper „Wearable Social Robots for the Disabled and Impaired“ and the short paper „Wearable Social Robots in Space“ (lead author Tamara Siegmann), which were presented at ICSR 2025 in Naples and published in the proceedings volume by Springer. One paper presents opportunities and risks for disabled and impaired people that arise, for example, from the connection with multimodal large language models. The other presents opportunities and risks for astronauts, for whom the small robots can be „contact persons“ and comforters. MLLMs are also relevant here. Oliver Bendel coined the term „wearable social robots“. His AIBI, together with Cozmo, Vector, Alpha Mini, Boo Boo, Unitree Go2 aka Bao, Hugvie, and other robots, forms his privately funded Social Robots Lab.

Fig.: AIBI in Oliver Bendel’s office

25 Jahre „E-Learning im Unternehmen“

Das Buch „E-Learning im Unternehmen“ von Andrea Back, Oliver Bendel und Daniel Stoller-Schai erschien im Jahre 2001 bei Orell Füssli. Die drei Autoren waren zum damaligen Zeitpunkt an der Universität St. Gallen beschäftigt – Andrea Back war Lehrstuhlinhaberin – und arbeiteten ab April 2000 an dem Werk. Oliver Bendel verfasste mehrere Kapitel bzw. Abschnitte: In „1.2 Annäherung an den Begriff ‚E-Learning’“ erklärte und verortete er diesen auf mehreren Seiten – bereits 2000 war seine Definition im Netlexikon erschienen. In „4.2 Umsetzung von Lernräumen: Blended-Learning-Modell“ wurden Polaritäten wie „Virtuelles und nichtvirtuelles Lernen“, „Stationäre und mobile Technologien und Systeme“, „Lokale und verteilte Technologien und Systeme“ oder „Statische und dynamische Technologien und Systeme“ aufgezeigt. „4.3 Lern- und Wissensportale“ widmete sich Plattformen, die um die Jahrtausendwende auftauchten. „4.4 Trends“ behandelte „Standardisierung und Learning Objects“ (4.4.1), „Mobile Learning (M-Learning)“ (4.4.2) und „Pädagogische Agenten“ (4.4.3). In letzterem Abschnitt wurde nicht nur auf Chatbots und Virtual Assistants eingegangen, die als Teachers, Coaches, Mentors und Role Players fungierten, sondern auch auf Avatare, die sich stark verbreiteten. Das Buch war das erste, das sich vollständig auf den Begriff „E-Learning“ abstützte, der um 1999 in den USA aufgekommen war. Es galt damals als Bestseller und hat den E-Learning-Bereich über Jahre hinweg maßgeblich mitgeprägt.

Abb.: Das Cover des Buchs