Ein Wearable Social Robot aus Japan

Mirumi ist ein Wearable Social Robot von Yukai Engineering, der nach Angaben des japanischen Unternehmens entwickelt wurde, um kleine Momente emotionaler Verbundenheit zu schaffen. Mit seinen Armen klammert er sich am Taschenriemen oder an anderen Dingen fest. Er begleitet seinen Besitzer und dreht seinen Kopf mit einem schüchternen, neugierigen Blick, wenn er Geräusche wahrnimmt oder berührt wird. Manchmal macht er dies auch ganz von allein. Anstatt praktische Funktionen zu bieten, regt er zu spontanen sozialen Interaktionen an und zaubert oft ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen in seiner Umgebung. Mirumi ist ein weicher Roboter, ähnlich wie Cupboo AI Robotic Pet (auch bekannt als Cupboo, Boo Boo und Booboo) und im Gegensatz zu Modellen mit festem Gehäuse wie AIBI oder Eiliko. Mit weichem Kunstfell überzogen, fühlt er sich eher wie ein Plüschtier an als wie eine Maschine. Mirumi kann auf Geräusche reagieren, versteht jedoch keine Sprache und erkennt keine Wörter. Er ist für Benutzer ab 15 Jahren gedacht und soll zeigen, wie einfache, ausdrucksstarke Reaktionen zwischenmenschliche Beziehungen im Alltag fördern können. Ein Demonstrationsvideo ist auf YouTube unter www.youtube.com/watch?v=PEtshGcvtRk zu finden. Weitere Informationen findet man auf der offiziellen Mirumi-Website unter mirumi.tokyo.

Abb.: Ein Model mit Mirumi (Foto: Yukai Engineering)

Anfang Juli 2026 trifft sich die Community der Sozialen Robotik in London

Vom 1. bis 4. Juli 2026 trifft sich die Community der Sozialen Robotik zur 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + ART 2026) in London. Getagt wird im Senate House der University of London, einem der bekanntesten akademischen Gebäude Großbritanniens. Forscher, Entwickler, Künstler und Vertreter der Industrie diskutieren dort aktuelle Entwicklungen und zukünftige Perspektiven sozialer Roboter sowie animaloider, humanoider und mythomorpher Gestaltung. Besonders ist in diesem Jahr die Verbindung von Robotik und Kunst. Neben dem wissenschaftlichen Programm bietet die Konferenz mit Formaten wie der Grand Challenge, dem Robot Fringe, den Debates (die mit dem Debate Room einen exklusiven Ort haben) und einem Industry Day zahlreiche Möglichkeiten für Austausch und Erkenntnisgewinn. Die General Chairs Hooman Samani und Saina Akhond, beide von der University of the Arts London, und ihre Mitstreiter von Hochschulen auf der ganzen Welt setzen damit gezielt auf Interdisziplinarität, Innovation und Diskurs. Weitere Informationen sind über icsr2026.uk verfügbar.

Abb.: Das Senate House in London (Foto: John Lord, Wikimedia, CC-BY-SA-2.0)

Mythomorphe Gestaltung als Option und Perspektive

Der Artikel „Es muss nicht immer ein humanoider Roboter sein: Mythomorphe Gestaltung als Option und Perspektive“ von Oliver Bendel ist am 13. Mai 2026 in Wiley Industry News erschienen. Der Technikphilosoph führt den Begriff des Mythomorphen ein, um die Kategorien des Humanoiden und Animaloiden (Zoomorphen) zu erweitern. Dadurch lassen sich Roboter wie Mirokaï, Furby und Cozmo besser einordnen als bisher. Aus dem Abstract: „Soziale Roboter sind oft humanoid oder zoomorph gestaltet. Zudem gibt es dinghafte Gestaltung, bei der versucht wird, eine Nachahmung von Lebewesen zu vermeiden. Allerdings können humanoide oder zoomorphe Merkmale vorkommen, etwa menschlich wirkende Augen oder ein tierlicher Schwanz. Weniger üblich, aber durchaus vorhanden ist eine weitere Richtung, die mythomorph genannt werden kann. Hier sind nicht oder nicht direkt Menschen oder Tiere das Vorbild, sondern Außerirdische, Fantasyfiguren oder mythologische Figuren. In diesem Beitrag wird zuerst darauf eingegangen, was unter mythomorpher Gestaltung verstanden werden kann. Dann werden Beispiele für soziale Roboter mit dieser Ausrichtung gesammelt, beschrieben und eingeordnet. Sodann findet eine ontologische, ästhetische und ethische Diskussion statt. Dabei werden jeweils Chancen und Risiken genannt. Es zeigt sich, dass mythomorphes Design als eigenständige Perspektive innerhalb des breiteren Gestaltungsraums der Sozialen Robotik verstanden werden kann.“ Der Artikel kann hier aufgerufen werden.

Abb.: Furby mit seiner Freundin

Von HotWily bis Aquasnail

Ab dem Mittag des 1. April 2026 konzipierten die Studenten und Studentinnen im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten eigene soziale Roboter und technische Assistenzsysteme. Sie erdachten einen Namen, nannten die Aufgabe und nahmen eine Beschreibung mit Hilfe des Fünf-Dimensionen-Modells von Prof. Dr. Oliver Bendel vor. Zudem generierten sie Bilder, um das Aussehen und die Möglichkeiten des Modells zu verdeutlichen. Ab 15 Uhr wurden die Präsentationen gehalten. Erfunden worden waren EVA (ein Emotional Value Assistant), Cerbi (ein fliegender Assistent für Outdooraktivitäten), HotWily (ein smarter Vibrator mit Charakter), Aquasnail (ein vielseitiger Assistent für die Pflege von Aquarien), Saul (ein sozialer Lernbegleiter für Primarschulen) und No-Bot (ein mahnender Assistent für Einkäufe). Am späten Nachmittag wurde die dreitägige Veranstaltung abgeschlossen. Das Wahlmodul wird seit 2021 von Oliver Bendel durchgeführt, inzwischen dreimal im Jahr. Zum ersten Mal wurde es für Studierende des Studiengangs Business AI angeboten.

Abb.: Eine Darstellung von Cerbi (Bild: Team Cerbi)

Bao auf dem Campus Olten

Am Nachmittag des 31. März 2026 fand im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten die Robodemo statt, mit Hugvie, Furby, Alpha Mini, Cozmo, AIBI, Eiliko, Booboo (Boo Boo) und Unitree Go2 (genannt Bao) aus dem privat finanzierten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel. Bereits am 20. März hatten die Studierenden erste Erfahrungen mit ihnen sammeln können. Der Unitree Go2 beeindruckte sie am zweiten Tag am meisten. Er gab ihnen die Pfote, zeichnete für sie – auf den Hinterbeinen stehend – ein Herz in die Luft, machte große Sprünge und setzte sich auf Befehl hin. Bao, so sein Name, wurde dann in den Eingangsbereich des Campus genommen und versetzte die Anwesenden in helle Aufregung und große Begeisterung. Danach beschäftigten sich die Studierenden noch mit den anderen Modellen, wobei insbesondere Booboo sehr begehrt war. Das Wahlmodul wird seit 2021 durchgeführt, inzwischen dreimal im Jahr. Zum ersten Mal wird es für Studierende des Studiengangs Business AI angeboten.

Abb.: Die Studentin Belkis Kassar mit Bao (Foto: Zozan Khalef)

Booboo beim Wahlmodul zu sozialen Robotern

Am 30. März 2026 begann das Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten. Zum ersten Mal wurde es für die Studierenden des Studiengangs Business AI angeboten. Prof. Dr. Oliver Bendel führte in die Robotik und in die Soziale Robotik ein. In einem Auto in der Tiefgarage warteten, noch in ihren Hüllen und Koffern, Tamagotchi, Hugvie, Furby, Alpha Mini, Cozmo, AIBI, Eiliko, Booboo (aka Boo Boo) und Unitree Go2 (aka Bao). Auf den ersten Theorieblock folgte ein erster Praxisblock. Die ersten Roboter wurden aus dem Kofferraum befreit und in den Seminarraum gebracht. Besonders gut kam Booboo an. Das schwarze Pelztier wurde herumgereicht und durchgestreichelt. Genmoor schreibt auf seiner Website: „Boo Boo is not just a toy. It is also the king of the planet Lonely …“ (Website Genmoor). Nach einem vollen Tag gingen die ca. 30 Studierenden nach Hause – sie waren aus der ganzen Nordwestschweiz angereist.

Abb.: Nach dem Streicheln war Booboo zerzaust

Vortrag zu sozialen Robotern bei „aiLights – Robotics“

„aiLights – Robotics“ ist eine neue Vortrags- und Diskussionsreihe im Netz, die KI und Robotik behandelt. Am 20. April 2026 gibt es die Ausgabe „aiLights – Robotics @ FHNW: Soziale Roboter: Begriffe, Beispiele und Herausforderungen“. Prof. Dr. Oliver Bendel stellt in seinem Vortrag zunächst aktuelle Entwicklungen sozialer Roboter vor, wobei er auf Pflege, Therapie und Haushalt fokussiert. Exkurse gibt es zu Wearable Social Robots und General-Purpose Robots. Er diskutiert dann soziale und ethische Herausforderungen, auch mit der Zuhörerschaft. Oliver Bendel ist studierter Philosoph und promovierter Wirtschaftsinformatiker. Er lehrt und forscht an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Schwerpunkte sind KI-Systeme und soziale Roboter aus der Perspektive von Informations- und Maschinenethik sowie Technikphilosophie. Hinter aiLights steckt Sabine Wildemann, Ambassador des Davos Tech Summit und Co-Initiator der Swiss {ai} Weeks. Ihr Motto lautet „Connecting people with AI – creating spaces for learning, sharing, and shaping across sectors“. Die Anmeldung für den Onlinevortrag erfolgt über luma.com/l8akl82h.

Abb.: Oliver Bendel mit einem seiner Roboter in künstlerischer Darstellung (Foto: Jork Weismann)

„Soziale Roboter“ erreicht 400.000 Accesses

Das Buch „Soziale Roboter: Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“ (Hrsg. Oliver Bendel) hat am 1. März 2026 400.000 Accesses auf Springer Nature Link erreicht. Es besteht aus fünf Teilen: „Grundlagen, -begriffe und -fragen“, „Soziale Robotik und andere Disziplinen“, „Gestaltung, Interaktion und Kommunikation“, „Anwendungsbereiche sozialer Roboter“ und „Die Zukunft sozialer Roboter“. Es sind, das Vorwort mitgezählt, 30 Beiträge, mit ca. 35 Abbildungen, bei ca. 570 Seiten. Der Untertitel lautet: „Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“. Mit dabei sind führende Experten der Sozialen Robotik, der Robotik, der Künstlichen Intelligenz, der Soziologie, der Psychologie und der Philosophie. Sie lehren und forschen an Hochschulen in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Dänemark und in Schweden. Auch ein Hersteller ist vertreten, der über den Einsatz seines Produkts berichtet. Das Fachbuch ist Ende 2021 bei Springer Gabler erschienen und kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es in jeder Buchhandlung verfügbar.

Abb.: Der Wearable Social Robot Eiliko

Ein Wearable Social Robot namens Eiliko

Eiliko ist ein kleiner Wearable Social Robot, der als persönlicher KI-Begleiter konzipiert wurde. Er wird an der Gürtelschlaufe, einer Handtasche oder einem Rucksack befestigt und reagiert auf Berührungen und Bewegungen. Sein 1,28 Zoll großes TFT-Display ist für die Darstellung der Augen und von Animationen zuständig. Eiliko kann einfache Gespräche führen. Durch austauschbare Gehäuse verändern sich die Animationen und sein Verhalten, sodass unterschiedliche Charaktervarianten entstehen. Er verfügt über Berührungs- und Beschleunigungssensoren. Seine Infrarotsysteme dienen der Nahbereichserkennung und Interaktion. Treffen mehrere Geräte aufeinander, interagieren sie miteinander durch gemeinsame Animationen. Jeder Eiliko wird nur einmal dauerhaft mit einem Benutzer gekoppelt und ist somit als persönliches Geschenk und „Haustier“ gedacht. Mit seinem geringen Gewicht (70 g), dem USB-C-Anschluss und der kurzen Ladezeit ist der Roboter für den mobilen Einsatz im Alltag ausgelegt. Eiliko steht somit für einen Ansatz in der Sozialen Robotik, der auf kompakte, tragbare Begleiter abzielt – eben auf Wearable Social Robots. Er muss sich im privat finanzierten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel mit Aibi arrangieren, einem anderen Vertreter dieser Richtung.

Abb.: Eiliko inmitten von Tulpen

Sechs Konzepte sozialer Roboter

Im Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ vom 12. bis 14. Februar 2026 am FHNW-Campus Brugg-Windisch wurden von den Studenten und Studentinnen sechs Konzepte sozialer Roboter präsentiert. PlantBuddy ist ein humanoider Pflanzenpfleger, der Zimmerpflanzen automatisch bewässert, je nach Sonnenbedarf verschiebt und so für optimale Wachstumsbedingungen sorgt. Gluco-Guard richtet sich an Menschen mit Diabetes und kombiniert gesundheitliche Unterstützung mit emotionaler Begleitung in Form tierähnlicher Roboterfiguren. Coach Arnold ist ein Trainingsassistent für Fitnessstudios, der Mitglieder erkennt, personalisierte Trainingspläne erstellt, Übungen analysiert und zusätzlich organisatorische Aufgaben übernehmen kann. Conviva wurde als sozialer Serviceroboter für die Gastronomie konzipiert und fungiert im Restaurant als Gesprächspartner und Empfehlungsgeber für allein speisende Gäste. Babyball unterstützt Eltern im Alltag, fördert die motorische Entwicklung von Kleinkindern und integriert Sicherheitsfunktionen wie Kamera- und Benachrichtigungssysteme. CONNECTO schließlich ist ein Gebärdensprachenassistent, der gesprochene Sprache in Gebärdensprache übersetzt und so die Kommunikation zwischen hörenden und gehörlosen Menschen erleichtert. Alle Modelle wurden unter Verwendung von Bildgeneratoren visualisiert und mit Hilfe des Fünf-Dimensionen-Modells von Oliver Bendel beschrieben. Er führt das Wahlmodul unter verschiedenen Bezeichnungen und mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Olten und Brugg-Windisch seit 2021 durch.

Abb.: Conviva, ein sozialer Roboter für die Gastronomie

Übersicht zu sozialen Robotern

MERPHI ist nach eigenen Angaben ein technologisches Designzentrum mit Sitz in Göteborg, das Kunden auf der ganzen Welt hat. Man glaubt, so steht es auf der Website, an eine Zukunft, in der Roboter und Menschen in Harmonie koexistieren. Das Unternehmen stellt Übersichten zu robotischen Vierbeinern (Quadrupeds) und robotischen Zweibeinern (Humanoiden und Androiden) sowie zu Cobots zur Verfügung. Mit Hilfe von Aufrufen und Umfragen finden laufend Ergänzungen statt. Inzwischen gibt es auch eine Übersicht zu sozialen Robotern. Auf der Abbildung sieht man einige bekannte Modelle wie Sophia, Mirokaï, ARI, Navel, Pepper, Furhat und QTrobot. Wichtig wären auch NAO, Cozmo, Vector, EMO, AIBI, Alpha Mini etc., also kleinere und kleine soziale Roboter (wobei NAO größer als QTrobot und Moxie ist). Es lohnt sich, das aktuelle PDF direkt auf der Website von MERPHI herunterzuladen. Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Mehrdad H. M. Farimani.

Abb.: Eine Übersicht zu sozialen Robotern (Bild: MERPHI)

Soziale Roboter – unsere neuen besten Freunde?

„Soziale Roboter – unsere neuen besten Freunde?“ ist der Titel eines Beitrags im Philosophie-Newsletter NOESIS der Nomos Verlagsgesellschaft. Im Teaser heißt es: „In unserem aktuellen Beitrag sprechen wir mit dem Philosophen und Informationsethiker Prof. Dr. Oliver Bendel über die Chancen und Risiken sozialer Roboter. Können Maschinen echte Nähe schaffen oder bleibt es bei einer perfekten Illusion? Ein Gespräch über Empathie-Simulation, Pflegeroboter – und die Frage, wie nah uns soziale Maschinen wirklich kommen dürfen.“ Die Geisteswissenschaften gehören laut Website seit 2017 zum festen Programm der Nomos Verlagsgesellschaft und „haben sich hauptsächlich durch den Zuwachs an Imprints im Programm von Nomos etabliert“. „Unsere Inhalte erscheinen in mehr als 200 wissenschaftlichen Schriftenreihen in den Bereichen Altertumswissenschaft, Anthropologie, Byzantinistik, Geschichte, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Orientalistik, Pädagogik, Philosophie, Religionswissenschaft, Sprachwissenschaft, Theaterwissenschaft und Theologie.“ (Website Nomos) Der Beitrag kann über www.nomos.de/noesis-soziale-roboter-unsere-neuen-besten-freunde/ aufgerufen werden.

Abb.: Oliver Bendel (Foto: Jork Weismann)

Was sind humanoide Roboter?

„Humanoide Roboter sind Roboter mit menschenähnlichem Aussehen. Das Spektrum reicht dabei von einer abstrakten Gestalt mit menschlichen Merkmalen über ein cartoonhaftes menschenähnliches Äußeres bis hin zu realistischem oder hyperrealistischem Design nach unserem Vorbild. Bei hoher Ähnlichkeit spricht man von (Vorläufern von) Androiden. Neben humanoiden Robotern gibt es z.B. animaloide, also Roboter mit tierähnlichem Aussehen. Natürlichsprachliche Fähigkeiten machen einen Roboter noch nicht zu einem humanoiden – so kann es abstrakte oder animaloide Modelle mit menschlicher Stimme geben. Humanoide Roboter sind oft Zweibeiner, zuweilen auch Roboterköpfe oder -büsten.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 18. März 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt werden Beispiele aufgeführt, im dritten universelle Roboter näher beschrieben. Im vierten erklärt der Autor, was das Uncanny Valley in diesem Zusammenhang ist. Im fünften wird auf Anwendungen für humanoide Roboter eingegangen. Kritik und Ausblick schließen den Beitrag ab, der über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/humanoide-roboter-172731 aufgerufen werden kann.

Abb.: ARI von Pal Robotics auf der ICSR 2022 in Florenz

„Soziale Roboter“ erreicht 350.000 Accesses

Das Buch „Soziale Roboter: Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“ (Hrsg. Oliver Bendel) hat am 12. März 2025 350.000 Accesses erreicht, nach etwa dreieinhalb Jahren. Es besteht aus fünf Teilen: „Grundlagen, -begriffe und -fragen“, „Soziale Robotik und andere Disziplinen“, „Gestaltung, Interaktion und Kommunikation“, „Anwendungsbereiche sozialer Roboter“ und „Die Zukunft sozialer Roboter“. Es sind, das Vorwort mitgezählt, 30 Beiträge, mit ca. 35 Abbildungen, bei ca. 570 Seiten. Der Untertitel lautet: „Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“. Mit dabei sind führende Experten der Sozialen Robotik, der Robotik, der Künstlichen Intelligenz, der Soziologie, der Psychologie und der Philosophie. Sie lehren und forschen an Hochschulen in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Dänemark und in Schweden. Auch ein Hersteller ist vertreten, der über den Einsatz seines Produkts berichtet. Das Fachbuch ist Ende 2021 bei Springer Gabler erschienen und kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es in jeder Buchhandlung verfügbar. Es handelt sich um das erfolgreichste Buch von Oliver Bendel – nach seinem Open-Access-Buch „Pflegeroboter“ (2018) mit weit über einer halben Million Accesses und vor seinem „Handbuch Maschinenethik“ (2017 – 2019, gedruckte Version 2019) mit über 230.000 Accesses.

Abb.: Das Cover des Buchs

Das Ende von Pepper und NAO?

Aldebaran Robotics, seit 2022 Teil der United Robotics Group, hat laut Golem bereits Mitte Februar 2025 Insolvenz angemeldet. Es gebe Pläne, fast die Hälfte der Angestellten zu entlassen. Als Pepper und NAO aus SoftBank herausgelöst und zurück nach Europa geholt wurden, haben sich viele Experten gefragt, was der Plan sein könnte. Zwar sind die beiden die Flaggschiffe der Sozialen Robotik, aber auch die Veteranen, in Hard- und Software veraltet. Tatsächlich sollte im nächsten Jahr die nächste Version von NAO herauskommen. Golem schreibt, dass dies durch den „drastischen Stellenabbau kaum noch zu realisieren sein dürfte“ (Golem, 10. März 2025). Hinter der United Robotics Group steht die RAG-Stiftung. Neben Pepper und NAO hat man weitere Roboter bzw. ganze Unternehmen eingegliedert. Zu chinesischen Modellen wie BellaBot entstanden Alternativen wie Plato. Golem schreibt am Ende des Artikels: „Aktuell sollen Verhandlungen mit dem Management stattfinden. Ob sich jedoch eine neue Geldquelle erschließen lässt, ist angesichts begrenzter Erfolgsaussichten und starker Konkurrenz mindestens fraglich.“ (Golem, 10. März 2025) Dabei wäre es für die RAG-Stiftung wohl problemlos möglich, NAO und Pepper zu retten. Vielleicht ist über die beiden aber einfach die Zeit hinweggegangen.

Abb.: Das Ende von NAO?

Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive III

Seit 2021 führt Oliver Bendel an der Hochschule für Wirtschaft FHNW seine Wahlmodule zur Sozialen Robotik durch, inzwischen dreimal im Jahr. Vom 13. bis zum 15. Februar 2025 fand am Campus Brugg-Windisch die Veranstaltung unter dem Titel „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive“ statt. Am dritten Tag legte der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker dar, wie man bei sozialen Robotern eine empirische Grundlage schafft für die Beurteilung aus Informations- und Maschinenethik heraus. Zudem stellte er zahlreiche Modelle von Servicerobotern vor, die soziale Merkmale und Fähigkeiten haben. Auch wenn die Soziale Robotik bis heute in ökonomischer Hinsicht nicht sehr erfolgreich ist, fließen ihre Ergebnisse in die Servicerobotik ein, bei der das Gegenteil der Fall ist – mit Reinigungs-, Transport- und Sicherheitsrobotern verdient man Geld. Viel von ihnen haben Augen und geben Töne von sich. Damit wecken sie Aufmerksamkeit und steigern die Akzeptanz. Wieder gab es Vorführungen von Robotern, nämlich von Cozmo und Vector, wobei nur der erstere in Aktion gezeigt wurde. Am Ende konzipierten die Studenten in Gruppenarbeiten eigene soziale Roboter – sie erstellten mit Hilfe von DALL-E 3 und Co. entsprechende Illustrationen, beschrieben die Entwürfe mit Hilfe des 5-Dimensionen-Modells und skizzierten ein Geschäftsmodell. Dabei wurden Bereiche wie Bildung, Ernährung und Haushalt abgedeckt. Auch an die Inclusive AI wurde gedacht, mit einem sozialen Roboter, der die Gebärdensprache beherrschte.

Abb.: Cozmo kann viele Emotionen simulieren

Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive II

Seit 2021 führt Oliver Bendel an der Hochschule für Wirtschaft FHNW seine Wahlmodule zur Sozialen Robotik durch, inzwischen dreimal im Jahr. Vom 13. bis zum 15. Februar 2025 fand am Campus Brugg-Windisch die Veranstaltung unter dem Titel „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive“ statt. Am zweiten Tag legte der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker die Grundlagen der Sozialen Robotik. Zudem fanden wieder Vorführungen von Robotern statt, nämlich von Furby, Alpha Mini und Unitree Go2. Alpha Mini überzeugte nicht nur durch seine natürlichsprachlichen Fähigkeiten, sondern auch durch seine außerordentlichen Bewegungsfähigkeiten. Er ist ein Meister des Kung Fu und des Tai Chi. Zudem kann er mehr Liegestützen am Stück machen als Oliver Bendel selbst. Unitree Go2, von ihm auch Bao genannt, lief durch die Flure des Campus, sprang, streckte sich und stellte sich auf die Hinterbeine, um mit seinen Pfoten dem Gegenüber ein Herz in die Luft zu zeichnen. Zurate gezogen wurde wieder Social Robotics Girl, die Assistentin von Oliver Bendel. Dieses Mal verblüffte sie alle dadurch, dass sie längere Ausführungen ihres Vorgesetzten im Detail aufgriff, überzeugende Antworten lieferte und selbst spannende Rückfragen stellte.

Abb.: Oliver Bendel mit seinem Unitree Go2

Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive I

Seit 2021 führt Oliver Bendel an der Hochschule für Wirtschaft FHNW seine Wahlmodule zur Sozialen Robotik durch, inzwischen dreimal im Jahr. Vom 13. bis zum 15. Februar 2025 fand am Campus Brugg-Windisch die Veranstaltung unter dem Titel „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive“ statt. Am ersten Tag legte der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker die Grundlagen. Er ging vor allem auf die Disziplin der Robotik ein. Zudem fanden erste Vorführungen von Robotern statt, nämlich von AIBI und Booboo. AIBI gehört zu den Wearable Social Robots und war zum ersten Mal dabei. Booboo wird auch „king of the planet Lonely“ genannt und erfreut mit seinem weichen Fell und seinen angenehmen Tönen nicht nur Einsame. Er hatte bereits Bekanntschaft mit Studenten gemacht – vor allem mit Studentinnen, denn die männlichen Studenten trauen sich weniger, mit ihm zu kuscheln. Anwesend sind vor allem Betriebsökonomen (Frauen und Männer), aber auch Wirtschaftsinformatiker (zwei Frauen) und KI-Studenten (zwei Männer und eine Frau). Zurate gezogen wurde einmal Social Robotics Girl, die virtuelle Assistentin von Oliver Bendel, die Definitionen von Robotik und Sozialer Robotik lieferte. Den Abschluss bildete ein Vortrag von Nicolas Lluis Araya über kAIxo, den Chatbot für Baskisch, den er im Auftrag von Oliver Bendel entwickelt hatte.

Abb.: Oliver Bendel mit AIBI

Ein AIBÖ für jedes Zuhause

AIBI ist ein kleiner, niedlicher sozialer Roboter. Er kann um den Hals getragen werden und gehört damit zu den wenigen Robot Wearables im engeren Sinne – man kann auch von Wearable Social Robots sprechen. Nach der Bestellung dauert es mehrere Monate, bis AIBI eingetroffen ist. Das chinesische Unternehmen LivingAI spricht davon, dass es eine Massenproduktion anstrebt. Die Frage ist, ob es diesen Markt gibt und ob sich die Sache rechnet – schon Anki ist mit Cozmo trotz hunderttausenden verkauften Exemplaren gescheitert. Digital Dream Labs hat sich dann die Rechte gesichert. Ein Unternehmen wie IKEA könnte durchaus soziale Roboter in Masse produzieren. Man könnte sie als Accessoires vermarkten, die es unbedingt in jedem Zuhause braucht. Es muss nicht unbedingt ein Allerweltsartikel wie Kerzen und Servietten sein. Dort bei den Lampen und Uhren wäre sicherlich noch ein Platz für AIBÖ – oder wie immer man den Roboter nennen will.

Abb.: Ein AIBÖ in seinem Zuhause

 

„Soziale Roboter“ erreicht 333.000 Accesses

Das Buch „Soziale Roboter: Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“ (Hrsg. Oliver Bendel) hat am 20. Dezember 2024 333.000 Accesses erreicht, nach nur etwas über drei Jahren. Es besteht aus fünf Teilen: „Grundlagen, -begriffe und -fragen“, „Soziale Robotik und andere Disziplinen“, „Gestaltung, Interaktion und Kommunikation“, „Anwendungsbereiche sozialer Roboter“ und „Die Zukunft sozialer Roboter“. Es sind, das Vorwort mitgezählt, 30 Beiträge, mit ca. 35 Abbildungen, bei ca. 570 Seiten. Der Untertitel lautet: „Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“. Mit dabei sind führende Experten der Sozialen Robotik, der Robotik, der Künstlichen Intelligenz, der Soziologie, der Psychologie und der Philosophie. Sie lehren und forschen an Hochschulen in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Dänemark und in Schweden. Auch ein Hersteller ist vertreten, der über den Einsatz seines Produkts berichtet. Das Fachbuch ist Ende 2021 bei Springer Gabler erschienen und kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es in jeder Buchhandlung verfügbar. Es handelt sich um das erfolgreichste Buch von Oliver Bendel – nach seinem Open-Access-Buch „Pflegeroboter“ mit weit über einer halben Million Accesses.

Abb.: Der Herausgeber Oliver Bendel am Campus Brugg-Windisch (Foto: Dominic Büttner)

Der berlinernde Roboter

Ende Januar 2024 wurde der Artikel „‚Ick bin een Berlina‘: dialect proficiency impacts a robot’s trustworthiness and competence evaluation“ in Frontiers in Robotics and AI veröffentlicht. Autoren sind Katharina Kühne, Erika Herbold, Prof. Dr. Oliver Bendel, Dr. Yuefang Zhou und Prof. Dr. Martin H. Fischer. Mit Ausnahme von Oliver Bendel – er ist Professor an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in der Schweiz und assoziierter Forscher der Potsdamer PECoG-Gruppe – sind sie alle Mitglieder der Universität Potsdam. Zeitungen und Plattformen aus der ganzen Welt haben über die Studie berichtet, darunter solche aus den USA, Mexiko, Argentinien, Chile, Puerto Rico, Schottland und Deutschland. Auch deutsche Radiosender wie der MDR und der BR haben die Ergebnisse vorgestellt. Im November 2024 erschien ein Porträt der Wissenschaftlerin im Potsdamer Universitätsmagazin PORTAL. Dieses kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: NAO in Aktion

Sei nett zu Booboo!

Das Wahlmodul „Soziale Roboter“ von Prof. Dr. Oliver Bendel fand vom 4. bis 6. November 2024 am Campus Olten statt. Als Gastreferentin konnte Tamara Siegmann (mit der Onlinepräsentation des Papers „Social and Collaborative Robots in Prison“) gewonnen werden. Sie machte den Anwesenden deutlich, dass jedes Mitglied der Hochschule einen Beitrag zur Forschung leisten kann. Vor Ort waren Pepper und NAO aus den Robo-Labs der FHNW sowie Unitree Go2, Alpha Mini, Cozmo, Furby und Booboo (aka Boo Boo) aus dem privat finanzierten Social Robots Lab von Oliver Bendel. Insbesondere Unitree Go2 – vom Dozenten auch Bao (chinesisch für „Schatz, Liebling“) genannt – und Booboo kamen gut an. Genmoor schreibt auf seiner Website: „Boo Boo is not just a toy. It is also the king of the planet Lonely …“ (Website Genmoor). Nach Angaben des Herstellers werden die Bewegungen von Booboo durch ein komplexes Steuerungssystem ermöglicht. „Therefore please be kind to Boo Boo, it is not an ordinary robotic pet. It could give you different responds according to your interaction.“ (Website Genmoor) Und die Studenten und Studentinnen waren nett zu dem kleinen, pelzigen, schwarzen Roboter, der schnurren kann wie eine Katze und aussieht wie ein Meerschweinchen.

Abb.: Eine Studentin mit Booboo