Talking Robot Dog for Blind Users

According to a Golem article published on April 12, 2026, researchers at Binghamton University have developed an AI-powered robotic guide dog designed to assist blind people through spoken interaction. Unlike traditional systems that rely on leash signals, the robotic dog uses large language models to understand voice commands, suggest different route options with estimated travel times, and verbally describe surroundings while guiding its user. As it moves, the robot continuously explains nearby hallways, obstacles, and environmental details to improve situational awareness. In tests with seven legally blind participants navigating an office environment, users responded very positively and especially appreciated the combination of route planning and real-time commentary. The research team plans to further improve the robot’s autonomy and expand testing in both indoor and outdoor settings, highlighting the technology’s potential as a future alternative or supplement to traditional guide dogs. An important practical consideration will also be how real dogs react to the robotic guide dog. This was examined in the Robodog project by Prof. Dr. Oliver Bendel and his student Selina Rohr.

Fig.: The Unitree Go2 in an elective module by Oliver Bendel (Photo: Belkis Kassar)

Der Allzweckroboter im Haushalt

In der Sonderbeilage „Wohnen“ der Sonntagszeitung vom 12. April 2026 kommt Prof. Dr. Oliver Bendel zu Wort. Der Technikphilosoph forscht zu sozialen Robotern und Servicerobotern. Seit 2024 hat er auch mehrere Artikel zu Allzweckrobotern geschrieben, die als Vorformen von echten universellen Robotern gelten. Diese werden oft fälschlicherweise mit humanoiden Robotern gleichgesetzt, zu denen beispielsweise Pepper und Alpha Mini gehören. Allzweckroboter wie Digit, Apollo und Figure 03 sind in Fabriken mit sehr eingeschränkten Tätigkeiten zu finden. Figure 03 und NEO sind unter anderem wegen ihrer textilen Oberfläche interessant und dafür gedacht, sich in Haushalten nützlich zu machen. Oliver Bendel glaubt, dass dies in zwei Wellen erfolgen könnte. Zunächst werden Tausende Exemplare verkauft, die dann in realen Umgebungen lernen. Nach den entsprechenden Fortschritten könnten womöglich Millionen von Exemplaren ausgeliefert werden. Dem könnten allerdings Sicherheitsrisiken und Datenschutzprobleme sowie Akzeptanz- und Platzprobleme entgegenstehen. Einst gab es die Vision, dass in jedem Haushalt ein Computer stehen würde. Daraus wurden mehrere in unterschiedlichen Formen. Ob soziale Roboter und Serviceroboter ein ähnliches Schicksal teilen werden, wird die Zukunft zeigen.

Abb.: NEO im Haushalt (Foto: 1X/Courtesy of 1X)

Die FAZ im freien Fall III

Was für die einen das Kreuzworträtsel ist, ist für die anderen das Zählen von Rechtschreib- und Grammatikfehlern in Zeitungen. In der einst so sprachsicheren FAZ findet man kaum noch fehlerfreie Teaser. Und auch die Texte lassen immer mehr zu wünschen übrig. Über Deklinationsfehler und Fehler bei Zusammen- und Getrenntschreibung wurde schon berichtet, ebenso über andere Fehler bei der Wortbildung. Eine weitere Kategorie sind redundante Geschlechtsspezifizierungen. In der Ausgabe vom 9. April 2026 heißt es über Averil Cameron: „Die Pionierin inspirierte ganz besonders ihre weiblichen Kolleginnen.“ („Die Erste ihrer alten Schule“). Hängt dieser Missgriff mit den Bemühungen um eine Gendersprache zusammen? In anderen Fällen gibt es darüber keinen Zweifel. Am 8. April begann ein Satz mit den Worten „Die Forschenden sind …“ – dabei hatte der Titel korrekt „Forscher entdecken unbekannte Insel in der Antarktis“ gelautet. Alle Menschen sind Forschende, aber nur wenige sind Forscher. Diese forschen von Berufs wegen. Und keinesfalls ständig. „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ ist seit den 1960er-Jahren der Werbespruch der FAZ. Damit waren schon immer die Leser gemeint und nicht die Redakteure. Und schon gar nicht die Praktikanten, die für die Teaser zuständig sind.

Abb.: Die FAZ hat ihren Sitz in Frankfurt (Foto: Bücherradfahrer, Wikimedia, CC BY-SA 4.0)

Chatbots für tote, gefährdete und ausgestorbene Sprachen

Am 8. April 2026 ist der Artikel „Chatbots für tote, gefährdete und ausgestorbene Sprachen: Möglichkeiten und Grenzen generativer KI für die Weiterbildung“ von Oliver Bendel bei Wiley Industry News erschienen. Im Zentrum steht die Frage, wie Chatbots auf der Basis generativer KI zur Erhaltung und Förderung toter, gefährdeter und ausgestorbener Sprachen in der Weiterbildung (sowie in der Ausbildung) beitragen können. Nach einer Einführung in die technischen und konzeptionellen Grundlagen werden mehrere Projekte an der Hochschule für Wirtschaft FHNW vorgestellt und in technischer, ethischer und didaktischer Hinsicht diskutiert. Diese Dimensionen werden im nächsten Abschnitt wiederaufgenommen und ins Allgemeine und Übergreifende geführt. Am Ende werden mögliche und notwendige Schritte skizziert, die über den rein technologischen Diskurs hinausweisen. Zudem wird ein Ausblick auf künftige Möglichkeiten gegeben, die mit neuen Versionen von großen Sprachmodellen zusammenhängen. Mit dem Artikel liegt zum ersten Mal eine Gesamtschau zu den von Oliver Bendel initiierten Projekten vor, die sich toten, gefährdeten und ausgestorbene Sprachen widmen, darunter @ve (für Latein), @llegra (für Vallader) und kAIxo (für Baskisch) sowie Cleop@tr@ (Ägyptisch). Er kann über die Website des Verlags aufgerufen oder hier als PDF heruntergeladen werden.

Abb.: Oliver Bendel auf dem Nil (Foto: Stefanie Hauske)

Automatische Übersetzungen ins Deutsche auf X

X bietet nun automatische Übersetzungen englischsprachiger Tweets ins Deutsche an. Die Ergebnisse sind verheerend, wie eine Stichprobe zeigt. Der Tweet „The first image taken from the Moon’s far side, showing Earth rising beyond the lunar horizon, captured by Orion.“ wird übersetzt mit „Das erste Bild, das von der mondabgewandten Seite des Mondes aufgenommen wurde und den aufsteigenden Erdball jenseits des Mondhorizonts zeigt, aufgenommen von Orion.“ … Aus „HMND 01 Alpha received tasks via the SAP Joule agent layer” wird „HMND 01 Alpha hat Aufgaben über die SAP Joule Agent-Schicht erhalten“, aus „A landmark peer-reviewed study just dropped. Here’s what it found.“ wird „Eine bahnbrechende, peer-reviewed Studie ist gerade erschienen. Hier ist, was sie gefunden hat.“ Auffällig auch die Übersetzung von „Don’t throw your children’s drawings away!“: „Wegwerfen Sie nicht die Zeichnungen Ihrer Kinder!“ … Man findet also u.a. fehlerhafte Übertragungen und falsche Wortbildungen und insgesamt eine zu starke Orientierung an der englischen Syntax. Und fragt sich, ob das das Werk von Grok oder ein noch unbekanntes Experiment von Elon Musk ist.

Abb.: Ein Blick ins Wörterbuch würde helfen

Sonderausgabe von „Die Astronautin“

Am 8. März 2026 ist zu Ehren von Artemis II eine Sonderausgabe von „Die Astronautin“ von Oliver Bendel erschienen. Das Cover zeigt die Heldin in einer Collage, bei der ein aktuelles Bild der NASA verwendet wurde. Am 3. Juli 2020 war die erste Auflage des weltweit wohl ersten Buchs herausgekommen, in dem längere Gedichte in 3D-Codes enthalten sind. Von Oliver Bendel stammt auch der Band „handyhaiku“ (2010, Hamburger Haiku Verlag), der mit QR-Codes (also bestimmten 2D-Codes) mit japanischen Kurzgedichten aufwartete. Seit Sommer 2020 ist mit dem JAB Code des Fraunhofer SIT ein 3D-Code verfügbar, der eine höhere Speicherkapazität als ein 2D-Code hat. Möglich macht das eben die dritte Dimension, die Farbe. Die Gedichte im Band „Die Astronautin“, entstanden zwischen 2013 und 2015, wurden Anfang Juli 2020 über jabcode.org umgewandelt und können über jabcode.org auch zurückverwandelt werden, in für Menschen lesbaren Text. Am besten eignet sich ein Smartphone. Es muss keine App heruntergeladen werden. Es genügt, den Browser zu öffnen, die genannte Adresse einzugeben und dann der Verwendung der Kamera zuzustimmen. Man kann aber auch einen beliebigen Computer nehmen, das Bild im Dokument abspeichern und dann hochladen. Die Sonderausgabe kann hier kostenlos bezogen werden.
Abb.: Das Cover der Sonderausgabe

SAGA Conference Program Now Available Online

The upcoming „SAGA: Sexuality and Generative AI“ symposium, taking place on April 30, 2026 at the Université du Québec à Montréal, explores how generative AI is reshaping intimacy, desire, relationships, and sexual expression. The first block, titled „Societal Impacts“, brings together a set of talks that examine how emerging technologies are already influencing human connection and cultural norms. Brian Willoughby (Brigham Young University, United States) opens with „Engagement with Romantic AI: Implications for Young Adult Dating and Relationships“, addressing how AI companions may alter expectations and behaviors in modern dating. Arnaud Anciaux (Université Laval, Canada) follows with „Toward a Great Bypass? Property, Consent, and Value Creation in AI-Generated Sexual Content“, focusing on legal and ethical questions around ownership and consent. Émilie Gaudet (Université de Montréal, Canada) contributes “AI-Generated Pornography and Problematic Pornography Use“, exploring the psychological and societal risks associated with synthetic sexual media. Finally, Oliver Bendel (FHNW School of Business, Switzerland) looks ahead in „Physical AI and the Future of Intimacy“, considering how embodied AI systems could transform intimate relationships. The program also features „Panel 1 – Technological Solutions to the Challenges of AI“, with contributions from Sophie Mortimer (UK Revenge Porn Helpline, United Kingdom), Alex Georges (AetherLab, United States), and Madelaine Thomas (Image Angel, United Kingdom), who discuss practical responses to harms such as non-consensual content and digital abuse. Overall, the symposium is structured into four thematic blocks and includes two panels, offering a compact yet wide-ranging exploration of one of the most sensitive and rapidly evolving intersections of technology and human life. The SAGA conference program is now available online and can be downloaded here.

Fig.: Sex toys are also being linked to AI

Introducing Mythomorphic Design in Social Robotics

For the first time, students in the elective module „Social Robots“, held from March 30 to April 1, 2026 at the FHNW School of Business, were introduced by Prof. Dr. Oliver Bendel to the idea that robot design is not limited to object-like, humanoid, and animal-like (zoomorphic) forms, but also includes mythomorphic design. Mythomorphic design refers to the creation of robots, especially social robots, inspired by figures from myth, fantasy, and science fiction rather than by real humans or animals. Such designs typically combine recognizable anthropomorphic features with deliberate deviations that signal otherness, for example through unusual morphology, narrative embedding, or symbolic attributes. Examples include the Mirokaï models such as Miroka and Miroki, as well as classics like Furby. Several publications by Oliver Bendel on this topic are forthcoming and will be published in 2026 and 2027.

Fig.: Oliver Bendel with Miroka

Ein Roboter zum Streicheln und Kuscheln

Bei den Wahlmodulen zu sozialen Robotern von Prof. Dr. Oliver Bendel an der Hochschule für Wirtschaft FHNW ist neben dem Unitree Go2, einem harten Roboter, das Cupboo AI Robotic Pet besonders beliebt, ein weicher Roboter. Er hört auf den Namen Boo Boo (auch BooBoo geschrieben). Genmoor schreibt auf seiner Website: „Boo Boo is not just a toy. It is also the king of the planet Lonely …“ (Website Genmoor). Nach Angaben des Herstellers werden die Bewegungen von Boo Boo durch ein komplexes Steuerungssystem ermöglicht. „Therefore please be kind to Boo Boo, it is not an ordinary robotic pet. It could give you different responds according to your interaction.“ (Website Genmoor) Die Genmoor Group ist nach eigenem Bekunden eine „exclusive group for daring futurists who love tech-psychology“ (Website Genmoor). Das Unternehmen wurde 2020 in Hangzhou (China) gegründet. Weitere Roboter, Figuren und Gadgets im privat finanzierten Social Robots Lab von Oliver Bendel sind Alpha Mini, Cozmo, Vector, AIBI, Eiliko, Furby, Tamagotchi, Hugvie und HUGGIE.

Abb.: Studentin Sushana Yogeswararasah mit Booboo

Von HotWily bis Aquasnail

Ab dem Mittag des 1. April 2026 konzipierten die Studenten und Studentinnen im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten eigene soziale Roboter und technische Assistenzsysteme. Sie erdachten einen Namen, nannten die Aufgabe und nahmen eine Beschreibung mit Hilfe des Fünf-Dimensionen-Modells von Prof. Dr. Oliver Bendel vor. Zudem generierten sie Bilder, um das Aussehen und die Möglichkeiten des Modells zu verdeutlichen. Ab 15 Uhr wurden die Präsentationen gehalten. Erfunden worden waren EVA (ein Emotional Value Assistant), Cerbi (ein fliegender Assistent für Outdooraktivitäten), HotWily (ein smarter Vibrator mit Charakter), Aquasnail (ein vielseitiger Assistent für die Pflege von Aquarien), Saul (ein sozialer Lernbegleiter für Primarschulen) und No-Bot (ein mahnender Assistent für Einkäufe). Am späten Nachmittag wurde die dreitägige Veranstaltung abgeschlossen. Das Wahlmodul wird seit 2021 von Oliver Bendel durchgeführt, inzwischen dreimal im Jahr. Zum ersten Mal wurde es für Studierende des Studiengangs Business AI angeboten.

Abb.: Eine Darstellung von Cerbi (Bild: Team Cerbi)

Bao auf dem Campus Olten

Am Nachmittag des 31. März 2026 fand im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten die Robodemo statt, mit Hugvie, Furby, Alpha Mini, Cozmo, AIBI, Eiliko, Booboo (Boo Boo) und Unitree Go2 (genannt Bao) aus dem privat finanzierten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel. Bereits am 20. März hatten die Studierenden erste Erfahrungen mit ihnen sammeln können. Der Unitree Go2 beeindruckte sie am zweiten Tag am meisten. Er gab ihnen die Pfote, zeichnete für sie – auf den Hinterbeinen stehend – ein Herz in die Luft, machte große Sprünge und setzte sich auf Befehl hin. Bao, so sein Name, wurde dann in den Eingangsbereich des Campus genommen und versetzte die Anwesenden in helle Aufregung und große Begeisterung. Danach beschäftigten sich die Studierenden noch mit den anderen Modellen, wobei insbesondere Booboo sehr begehrt war. Das Wahlmodul wird seit 2021 durchgeführt, inzwischen dreimal im Jahr. Zum ersten Mal wird es für Studierende des Studiengangs Business AI angeboten.

Abb.: Die Studentin Belkis Kassar mit Bao (Foto: Zozan Khalef)

Soziale Roboter im Bildungsbereich

Vor der Mittagspause des 31. März 2026 hielt Luca Marie Leisten im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten den Gastvortrag. Sie ist Doktorandin im Bereich Lernwissenschaften und Mensch-Roboter-Interaktion an der ETH Zürich und der EPFL. Mit ihrem Hintergrund in Psychologie und Sozialwissenschaften konzentriert sich ihre Forschung auf soziale Roboter im Bildungsbereich. Konkret interessiert sich Luca für die Hindernisse und Chancen beim Einsatz sozialer Roboter sowie für die Wahrnehmung verschiedener Roboter. In diesem Zusammenhang untersucht Luca die langfristigen Auswirkungen erschwinglicher DIY-Robotik-Bausätze unter Verwendung von quantitativen und qualitativen Methoden, um die KI-Fähigkeiten von Kindern zu stärken. Die Studierenden und der Dozent, Prof. Dr. Oliver Bendel, hatten danach viele Fragen zu ihrer Arbeit und ihrer Karriere. Sie erhielt zweimal tosenden Applaus. Das Wahlmodul wird seit 2021 durchgeführt, inzwischen dreimal im Jahr. Zum ersten Mal wird es für Studierende des Studiengangs Business AI angeboten.

Abb.: Luca Leisten bei einem anderen Vortrag

Booboo beim Wahlmodul zu sozialen Robotern

Am 30. März 2026 begann das Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten. Zum ersten Mal wurde es für die Studierenden des Studiengangs Business AI angeboten. Prof. Dr. Oliver Bendel führte in die Robotik und in die Soziale Robotik ein. In einem Auto in der Tiefgarage warteten, noch in ihren Hüllen und Koffern, Tamagotchi, Hugvie, Furby, Alpha Mini, Cozmo, AIBI, Eiliko, Booboo (aka Boo Boo) und Unitree Go2 (aka Bao). Auf den ersten Theorieblock folgte ein erster Praxisblock. Die ersten Roboter wurden aus dem Kofferraum befreit und in den Seminarraum gebracht. Besonders gut kam Booboo an. Das schwarze Pelztier wurde herumgereicht und durchgestreichelt. Genmoor schreibt auf seiner Website: „Boo Boo is not just a toy. It is also the king of the planet Lonely …“ (Website Genmoor). Nach einem vollen Tag gingen die ca. 30 Studierenden nach Hause – sie waren aus der ganzen Nordwestschweiz angereist.

Abb.: Nach dem Streicheln war Booboo zerzaust

Revisiting the CLEANINGFISH Vision

A student at the University of Surrey proposed a fish-like robot called Gillbert in the context of a university robotics contest, suggesting a system that could move through water and capture microplastics using a gill-inspired filter. The concept was subsequently developed into a 3D-printed research prototype by a university team. The robot mimics fish locomotion via a flexible tail and is designed to collect particles of up to around 2 mm, primarily for monitoring and experimental purposes rather than large-scale cleanup. The project was published as open source. The idea follows earlier conceptual work such as the CLEANINGFISH design study by Prof. Dr. Oliver Bendel (2014), which envisioned small robotic fish operating individually or in swarms to remove plastic and debris from aquatic environments and transport it to collection points, including objects located on the ground. This concept was further examined in 2015 within a project at the University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland (FHNW), where increasing plastic pollution in seemingly clean waters and its ecological and human impact were analyzed. Oliver Bendel and his student concluded that robotic fish could interfere with aquatic life and were not sufficiently efficient for practical large-scale deployment, while also raising questions in machine and technology ethics. Gillbert can be understood as a contemporary experimental continuation of these earlier ideas under improved technological and collaborative conditions.

Fig.: A modern take on the CLEANINGFISH design study

Die Sprache der Tiere

Ticro Goto ist Historiker und Ethnologe. Er studierte an der Kunsthochschule Kassel, der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen zählen „Cyberfakte“ (2016), „Der Ewige Palast“ (2024) und „Kreativer Suizid: Rauchen, Hunger und die Lüge vom inneren Kind“. Er schreibt und forscht auch zu Schweinen und hat ihnen in seinem Buch „Seuchen“ ein ganzes Kapitel gewidmet. Mit Prof. Dr. Oliver Bendel war er im Gespräch über Tierethik, Maschinenethik und Tier-Maschine-Interaktion. Der Podcast erschien am 28. März 2026 auf kokos-und-zitrone.de. Zuletzt kamen dort Pero Mićić, Falco Aust und Gunter Dueck zu Wort. Auf seiner Website schreibt Ticro Goto: „Oliver Bendel und ich sprechen darüber, warum wir Maschinen bauen mussten, um zu beweisen, dass Tiere keine Maschinen sind. Über Mähroboter mit Gewissen und Schweine, die klüger sind als Hunde. Über KI, die Walgesang entschlüsselt und Fledertieren beim Streiten zuhört.“ Der Podcast mit dem Titel „Die Sprache der Tiere“ kann über kokos-und-zitrone.de/p/die-sprache-der-tiere angehört werden.

Abb.: Ein Kolibri in Santa Barbara

Die Rückkehr des Lake Manly

Lake Manly ist ein See, der sich im Pleistozän im Gebiet des heutigen Death Valley in Kalifornien befand. Im März 2026 war er zurückgekehrt, wie bereits in den beiden Jahren zuvor. Im Badwater Basin, wo normalerweise eine Salzschicht den Boden bedeckt, bildete sich ein flacher See. Im Frühjahr 2024 war das Naturschauspiel besonders eindrucksvoll gewesen. Die Besucher spazierten auf den verbleibenden Graten der Salzkruste hinaus, und es sah aus, als würden sie über das Wasser gehen. Die starken Regenfälle ließen in allen drei Jahren nicht nur den See entstehen, sondern auch das Blütenmeer der Wüstenblumen. Normalerweise ist es karg und heiß. Den heißesten Ort der Erde beschrieb schon Karl May in seinem Roman „Im Tal des Todes“. Winnetou und Old Firehand helfen einer deutschen Auswandererfamilie gegen Verbrecher. Tagelang reiten sie durch die unwirtliche, lebensfeindliche Landschaft. Vor 150.000 Jahren erreichte Lake Manly eine Länge von 150 Kilometern und eine Tiefe von 180 Metern. Aber vermutlich konnten ihn nur einige Tiere bewundern. Der frühe Mensch war noch in Afrika.

Abb.: Drei Menschen im Lake Manly im Jahre 2024

Zu Begriffsverwirrungen rund um KI und Robotik

Gaben sich bis vor kurzem noch alle als Experten für Künstliche Intelligenz (KI) aus, sind nun alle Experten für Robotik. Insgesamt ergeben sich Bedeutungsverschiebungen und Begriffsverwirrungen. So ist oft von KI die Rede, wenn eigentlich generative KI gemeint ist. Damit verbunden sind grundsätzliche Einschätzungen, die aber lediglich auf bestimmte KI-Systeme zutreffen. Weiterhin trifft man ständig auf „KI-Chatbots“. Allerdings basieren alle Chatbots auf Formen künstlicher Intelligenz. Früher gab es vor allem regelbasierte Systeme, heute setzt man auf ML- bzw. LLM-basierte (wobei „ML“ für „Machine Learning“ steht, „LLM“ für „Large Language Model“). Dennoch ist die alte Welt der symbolischen KI keineswegs untergegangen. Auch von „KI-Deepfakes“ und „AI Deepfakes“ hört man – dabei steht „Deep“ für „Deep Learning“, womit KI (genauer gesagt eine Form von Machine Learning) bereits angesprochen ist. Ebenfalls beliebt ist der Begriff des humanoiden Roboters. Es handelt sich dabei eigentlich um menschenähnlich gestaltete sensomotorische Maschinen. Zu ihnen gehören soziale Roboter wie NAO, Pepper und Alpha Mini ebenso wie Modelle, die als Allzweckroboter vermarktet werden, etwa Digit, Apollo und Figure 03. Allzweckroboter sind in aller Regel humanoide Roboter, aber nicht alle humanoiden Roboter sind Allzweckroboter – und dennoch wird allenthalben so getan. Auch der Begriff der Humanoiden verbreitet sich. Dieser ist allerdings bereits belegt, er ist breiter angelegt, denn er bezeichnet sowohl menschenähnliche Artefakte als auch menschenähnliche Lebewesen (etwa fiktive Aliens wie die Vulkanier). Man darf immer neue Begriffe einführen, man darf alte umdeuten. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn jahrzehntelange Bemühungen der Bestimmung und Klärung vorhanden sind und in den Fachgemeinschaften ein Konsens besteht. Man sorgt durch den unreflektierten Gebrauch nicht nur für Begriffsverwirrungen in der Gegenwart, sondern auch mit Blick in die Vergangenheit – ältere Texte werden mehr und mehr unverständlich, selbst wenn sie die Grundlagen von Robotik und Künstlicher Intelligenz darstellen.

Abb.: Der Wearable Social Robot Eiliko bei Sonnenuntergang

Registration Open for Robophilosophy 2026

The Robophilosophy Conference 2026 (RP2026), titled „Connected Futures – Nature, Robots, and Society“, will take place August 11-14, 2026, in Dublin, Ireland, bringing together researchers from across disciplines to examine how robotics and artificial intelligence are reshaping human societies and the natural world. As robotic systems become increasingly embedded in everyday life, the conference aims to foster dialogue between fields ranging from social robotics, computer science, and human-robot interaction to the humanities, social sciences, law, economics, and environmental research. Central questions include how robotic technologies can uphold human dignity and social justice, how legal systems must adapt to autonomous decision-making, and whether robots can contribute to sustainability rather than accelerate ecological decline. The event marks the seventh installment in the Robophilosophy conference series and features plenary speakers such as Lynne Baillie, Ryan Calo, Hideki Kajima, Arno Klein, Bertram Malle, and Shannon Vallor. Importantly, the submission deadline for research papers, posters, and artistic contributions has been extended to March 15, 2026, offering additional time for scholars and practitioners to contribute to this interdisciplinary conversation. Registration is now open, and further details are available at www.rp2026.org.

Fig.: The conference will take place in Dublin

Social Robot Companions in the Learning Domain

The elective module „Soziale Roboter“ by Prof. Dr. Oliver Bendel will be held again from March 30 to April 1, 2026, at FHNW in Olten. It is primarily aimed at prospective business AI students, but students of information systems can also take part. Luca Marie Leisten has been invited as a guest speaker.  She is a third-year doctoral student in learning sciences and human-robot interaction at ETHZ and EPFL. With a background in psychology and social sciences, Luca’s research focuses on social robot companions in the learning domain. Specifically, she is interested in investigating the barriers and opportunities of social robot deployment as well as the perception of different robots. In this context, Luca is testing the long-term effects of affordable DIY robotic toolkits using a mix of quantitative and qualitative methods. Unitree Go2, Alpha Mini, Cozmo, Vector, AIBI, Eilik, Furby, Booboo, and Hugvie from Oliver Bendel’s private Social Robots Lab will also be on site. Social Robotics Girl, a so-called GPT specializing in this topic, will be available as a tutor throughout the event. Key works include „Soziale Roboter“ (2021) and „300 Keywords Soziale Robotik“ (2021). At the end of the elective module, students design social robots – also with the help of generative AI – that they find useful, meaningful, or simply attractive. The elective module has been offered since 2021 and is very popular at the university.

Fig.: Luca Marie Leisten

Assistive Glasses as a Case Study

The master’s thesis „Inclusive AI for Wearables: Assistive Glasses as a Case Study“, written by Myriam Rellstab at the FHNW School of Business, examines the concept and design potential of AI-supported assistive glasses as an inclusive form of wearable technology. The project is supervised by Prof. Dr. Oliver Bendel, whose research focuses on Inclusive AI and Inclusive Robotics, with additional input from Steve Weidel, a blind accessibility consultant. The research begins with a proposal phase in April 2026, followed by the main thesis work starting in summer or autumn 2026 and concluding in December 2026. The study investigates how AI-supported glasses could assist people with visual and hearing impairments by enhancing perception and accessibility, while also offering value for users without impairments. In this way, the work positions assistive glasses not as a purely medical device, but as an inclusive technology with broader relevance. Possible functions include real-time object recognition, speech-to-text transcription, environmental awareness, and contextual information overlays. A particular focus is placed on multimodal large language models, which enable the integration of visual, auditory, and textual data, as well as on vibration-based feedback systems that support non-visual and non-auditory interaction. Using assistive glasses as a case study, the thesis analyzes technological possibilities, user needs, and design considerations for inclusive AI wearables. It may include a conceptual system design, an exploration of use cases, and an evaluation of accessibility, usability, and ethical aspects. The aim is to develop a conceptual framework or prototype approach that demonstrates how inclusive AI wearables can be designed to benefit diverse user groups.

Fig.: Two women wearing futuristic glasses

Das Jahr der QR-Codes

Der bunte QR-Code mit der Figur im Mittelpunkt entstand 2009 im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Louis Vuitton und Takashi Murakami. Die Partnerschaft begann Anfang der 2000er-Jahre, als der damalige Creative Director des Unternehmens, Marc Jacobs, den japanischen Pop-Art-Künstler einlud, das klassische Monogramm neu zu interpretieren. Die Entwicklung des QR-Codes erfolgte durch die Agentur SET in Tokio, die auf innovatives Design, mobile Technologien und interaktive Markensysteme spezialisiert ist. Louis Vuitton nutzte ihn auf Verpackungen, in Druckmedien und in Verkaufsläden, um eine Verbindung zwischen physischen Produkten und digitalen Inhalten herzustellen. Der QR-Code wurde dabei bewusst als sichtbares Designelement in die Markenästhetik integriert. Für Marc by Marc Jacobs, die damalige Zweitlinie des Designers, entwickelte SET zudem einen handgezeichneten QR-Code, der ähnlich bekannt wurde. Im selben Jahr begannen die Arbeiten an „handyhaiku“ von Oliver Bendel, dem weltweit ersten Band, in dem Gedichte direkt in QR-Codes gespeichert waren. Er wurde 2010 im Hamburger Haiku Verlag veröffentlicht und liegt heute kostenlos zum Download vor.

Abb.: Der gerahmte QR-Code

Das Erotik-Hotel von Praline

In den 1990er-Jahren waren Chatrooms beliebt. Dort traf man auf Menschen, manchmal auch auf Maschinen. Im Rahmen eines Rechercheauftrags im Jahre 1998 im Fachbereich Informationswissenschaft an der Universität Konstanz schrieb Oliver Bendel: „Viele Chatrooms haben kein spezifisches Thema. Man redet über Gott und die Welt, oft oberflächlich, manchmal etwas privater. Es gibt aber auch Chats mit bestimmten Themen. Bei themengebundenen gibt es viele im Bereich Sex und Erotik; hier kann man flirten, Bekanntschaften machen etc. (was allerdings auch eine Hauptbeschäftigung in themenlosen Chats darstellen dürfte).“ Aufgeführt wurde u.a. das Erotik-Hotel der Zeitschrift Praline. Auf der Homepage von 1997 stand: „In unserem Chat geht es lustig zu. Mach‘ mit, triff Dich mit vielen Hotel-Gästen im Spiegelsaal oder in der Sauna – oder verabrede Dich zum privaten Treff im Himmelbett …“. Auch eine Chatiquette gab es: „Bei praline-Interaktiv kann und soll jeder seinen Spaß haben. Wir haben Lust auf Erotik und reden über alles, was uns bewegt. Aber damit es für alle lustig bleibt, sind persönliche Beleidigungen und perverse Pornographie streng verboten. Wir setzen darauf, daß sich jeder freiwillig an die Regeln hält oder zumindest von seinen Chat-Partnern zurückpfeifen läßt. Falls sich jemand partout nicht bremsen lassen will: Wir können einzelne Besucher auf Dauer sperren, da hilft dann auch kein neues Einloggen unter einem anderen Namen mehr. Also bleibt im Rahmen. Und vor allem: Habt viel Spaß im Erotik-Hotel!“ Im Jahre 2008 wurde das Erotik-Hotel geschlossen.

Abb.: Das Erotik-Hotel von Praline