After an hiatus of six years, Minding Animals will return, with a conference tentatively scheduled to be held 11 – 17 July, 2024. This was announced by the organizers in a message dated December 19, 2022. „Just like the postponed 2021 conference, Minding Animals 5 (MAC5) will be hosted by the Centre for Compassionate Conservation (CfCC) in the Transdisciplinary School at the University of Technology, Sydney (UTS).“ (Message from Minding Animals International) The organizers refer to the Minding Animals Bulletin 53 regarding the vision of the conference and the preparation of the authors. „We believe that the greatest threat posed to the planet, to all planetary life, human or nonhuman animal, plant or otherwise, including the current pandemic, is the intersection of animal agriculture and the climate crisis. Hence, the urgency and criticality of climate as the key theme.“ (Minding Animals Bulletin 53) Possible subtopics include „The biodiversity crisis and climate change“, „Rewilding and compassionate conservation“, „The animal industrial complex“, „Animals, the circular economy and sustainable food systems“, and „Animals in development and food sovereignty“.
„Beim Bluewashing handelt es sich um Marketingmaßnahmen, bei denen Unternehmen, Verbände und Verbünde mit Hilfe von moralisch und sozial verbrämten Kampagnen, Botschaften und Bekenntnissen ihr Image verbessern wollen. Der Begriff ist eine Anspielung auf das Corporate Design der UNO und ihren umstrittenen United Nations Global Compact, mit dem sich einige Firmen ‚reingewaschen‘ haben. Verwandt ist das Bluewashing mit dem Greenwashing.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler, der am 5. Dezember 2022 erschienen ist. In einem nächsten Abschnitt wird näher auf den Zusammenhang zwischen Bluewashing und Greenwashing eingegangen. Im dritten Abschnitt heißt es: „Beim Bluewashing kann ein Missbrauch von ethischen Kodizes (die zu allgemein gehalten oder nicht überprüft werden) und sozialen Standards (die zu wenig streng formuliert sind) stattfinden. Dies schadet deren Ruf und konterkariert deren Zweck. Die Wirtschaftsethik hinterfragt Bluewashing und Greenwashing und unterbreitet in der Unternehmensethik Vorschläge für eine ernst gemeinte und widerspruchsfreie Corporate Social Responsibility (CSR).“ Der Beitrag von Oliver Bendel kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bluewashing-124778 aufgerufen werden.
„Robot Enhancement ist die Erweiterung und damit einhergehende Veränderung oder Verbesserung des Roboters durch den Benutzer bzw. eine Firma, etwa in funktionaler, ästhetischer, ethischer oder ökonomischer Hinsicht. Das Wort wurde in Anlehnung an ‚Human Enhancement‘ und ‚Animal Enhancement‘ gebildet, und man kann damit sowohl das Arbeitsgebiet als auch den Gegenstand bezeichnen.“ Mit diesen Worten führte Prof. Dr. Oliver Bendel im Februar 2021 im Gabler Wirtschaftslexikon in das Robot Enhancement ein. In einem Beitrag für ICTkommunikation, der am 21. Mai 2021 erschienen ist, entwarf er dann das Arbeitsgebiet des Robot Enhancement und gab Beispiele für die Anwendung: Pepper von Aldebaran wird eingekleidet und mit Accessoires ausgestattet, wie der in Dubai als Polizeiroboter eingesetzte REEM von PAL Robotics. AIBO, ein Roboterhund von Sony, wird mit Fell überzogen. Damit ein Umarmungsroboter wie HUGGIE riecht, reibt man ihn mit Duftstoffen ein. Oder man überzieht einen Metall- oder Plastikkopf mit Silikonhaut oder verlängert vorhandene Gliedmaßen. Im Dezember 2022 ist bei Mentis das Buch „Mensch-Maschine-Interaktion: Konzeptionelle, soziale und ethische Implikationen neuer Mensch-Technik-Verhältnisse“ erschienen, herausgegeben von Orsolya Friedrich, Johanna Seifert und Sebastian Schleidgen. Darin enthalten ist ein Beitrag von Oliver Bendel mit dem Titel „Möglichkeiten und Herausforderungen des Robot Enhancement“. Es handelt sich um die bislang ausführlichste Abhandlung zu diesem Arbeitsgebiet und seinem Gegenstand. Weitere Informationen über www.mentis.de/edcollbook/title/61544.
Abb.: Der Roboter ARI von PAL Robotics bei der ICSR 2022
Raffael Schuppisser, stellvertretender Chefredakteur der Aargauer Zeitung, interviewte Prof. Dr. Oliver Bendel zu Chatbots, die auf Machine Learning basieren. Ihn interessierte u.a., warum LaMDA und ChatGPT so unterschiedliche Antworten geben, etwa auf die Frage, ob sie eine Person sind oder ein Bewusstsein haben. Der Informations- und Maschinenethiker erläuterte: „Chatbots dieser Art beruhen auf Sprachmodellen. Dazu gehören GPT-3 (im Falle von ChatGPT) und Language Model for Dialogue Applications (im Falle von LaMDA). Die Sprachmodelle unterscheiden sich voneinander. Zudem werden sie unterschiedlich trainiert. Daher reagieren sie unterschiedlich auf Anfragen. Sie können mit dem Chatbot beliebige Gespräche führen. Er wird immer anders antworten. Er ruft eben nicht einfach Aussagen aus einer Wissensbasis ab, sondern kreiert sie jeweils neu. Es ist möglich, dass man ihn so trainiert hat, dass er abstreitet, eine Person zu sein oder Bewusstsein zu haben. Die Menschen, die ihn trainiert haben, hätten dann solche Antworten für gut und richtig befunden. Mit ihrem Feedback wird ein Belohnungssystem trainiert, das wiederum den Chatbot trainiert. Man kann dieses Vorgehen auch mit einer Wissensbasis kombinieren, etwa wenn es darauf ankommt, dass der Chatbot auf eine Frage hin eine bestimmte Antwort gibt oder dieselbe Aussage wiederholt trifft. So ist es einem Erfinder eines Chatbots vielleicht wichtig, dass die Angaben zu seiner Person immer korrekt und konsistent sind und auch nicht zu viel verraten wird. Wir haben unseren GOODBOT von 2013 immer wieder betonen lassen, dass er nur eine Maschine ist. Das lief allein über die feste Programmierung. Wir haben damals kein maschinelles Lernen benutzt.“ Oliver Bendel führte in weiteren Antworten aus, dass Maschinen kein echtes Bewusstsein haben können und ein solches immer nur simulieren. Am 14. und 15. Dezember 2022 griffen 22 Schweizer Zeitungen die Ausführungen auf, neben der Aargauer Zeitung etwa das St. Galler Tagblatt und die Luzerner Zeitung.
On the morning of December 15, 2022, the session „Ethics, Gender & Trust in Social Robotics“ was held at ICSR 2022. Chairs were Giulia Perugia and Oliver Bendel. Dimitri Lacroix started the session with „I designed it, so I trust it: the influence of customization on psychological ownership and trust toward robots“. He showed that in line with the predictions of the authors, customization significantly increases psychological ownership and trust toward the robot. JeeLoo Liu gave a talk on the topic of „Human-in-the-Loop Ethical AI for Care Robots and Confucian Virtue Ethics“. She explicated how Confucian virtue ethics can respond to human expectations of what kind of virtuous care robots we want in our society. Jean Choi spoke about „Effects of Realistic Appearance and Consumer Gender on Pet Robot Adoption“. By adopting theories from marketing and consumer research, the authors hypothesized that pet robots with lifelike appearance would be preferred to pet robots with machinelike appearances. They also predicted that the positive effect of lifelike appearance would be reduced for female consumers. According to the researchers, the experimental results confirmed the formulated hypotheses. The last talk was „Ambivalent Stereotypes Towards Gendered Robots: The (Im)mutability of Bias Towards Female and Neutral Robots“ by Stefano Guidi. According to the team, the results disclosed that female robots activate paternalistic stereotypes, while male robots do not. Moreover, they reveal that the ambivalence of these stereotypes is stronger in men than in women. The analyses also showed that neutral robots activate paternalistic stereotypes in men and envious stereotypes in women. More information on the conference via www.icsr2022.it.
Fig.: JeeLoo Liu during her presentation (Photo: Marc Heimann)
Die ICSR ist neben der Robophilosophy die bedeutendste Konferenz zur Sozialen Robotik. Dieses Jahr war Florenz der Veranstaltungsort. Prof. Dr. Oliver Bendel und Marc Heimann waren mit ihrem Paper „The CARE-MOMO Project“ vertreten. Sie stellten es gleich am ersten Tag (13. Dezember 2022) beim Workshop „Robot Companionship: Applications and Challenges“ in einem Vortrag vor. Zudem hatten sie am Donnerstag (15. Dezember 2022) eine Posterpräsentation dazu. Das CARE-MOMO wurde von Marc Heimann an der Hochschule für Wirtschaft FHNW umgesetzt. Es soll den Assistenzroboter Lio von F&P Robotics erweitern. Es baut auf dem MOME von 2019/2020 auf, das auf der Robophilosophy präsentiert wurde. Mit Hilfe von Schiebereglern auf dem Display von Lio kann der Pflegebedürftige (bei Bedarf zusammen mit der Pflegekraft oder dem Angehörigen) seine Präferenzen wählen und so auf einfache Weise seine moralischen und sozialen Vorstellungen und grundsätzlichen Haltungen übertragen. Implementiert wurde ein Moralmenü, das die drei Bereiche „Soziales“, „Transparenz“ und „Funktionalität“ umfasst. Weitere Informationen zur Konferenz sind über www.icsr2022.it erhältlich.
Am 13. Dezember 2022 begann die ICSR, neben der Robophilosophy die bedeutendste Konferenz zur Sozialen Robotik. Oliver Bendel und Marc Heimann sind mit ihrem Paper „The CARE-MOMO Project“ vertreten. Sie stellten es gleich am Morgen beim Workshop „Robot Companionship: Applications and Challenges“ in einem Vortrag vor. Zudem haben sie am Donnerstag (15. Dezember 2022) eine Posterpräsentation dazu. Mithilfe des Moralmoduls, das das bewährte Moralmenü enthält, können Pflegebedürftige ihre moralischen und sozialen Vorstellungen auf einen Pflegeroboter wie Lio von F&P Robotics übertragen. Der Vortrag fand viel Anklang im vollbesetzten Raum, auch beim Chair, der den Ansatz sehr interessant fand, wie er mehrmals betonte. Das Programm des Workshops kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen zur Konferenz, die dieses Jahr in Florenz stattfindet, sind über www.icsr2022.it erhältlich.
Abb.: Oliver Bendel mit ARI von PAL Robotics bei der ICSR 2022 (Foto: Marc Heimann)
„In ihrem Lebensraum sind Lebewesen dauerhaft oder vorübergehend, um aufzuwachsen und sich fortzupflanzen, sich zu verständigen, Wasser und Nahrung zu beschaffen und Schutz zu finden. In der Biologie werden u.a. Biotop (Lebensgemeinschaft von Lebewesen verschiedener Arten als natürliches oder künstliches Ökosystem), Habitat (Lebensraum von Lebewesen bestimmter Arten dieses Biotops) und Biosphäre (Lebensraum aller Lebewesen der Erde) unterschieden.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler, der am 5. Dezember 2022 erschienen ist. In einem nächsten Abschnitt wird auf die Entwicklung eingegangen, in einem weiteren die Perspektive der Ökologie und der Ethik eingenommen. Am Ende heißt es: „Immer bewusster wird den Menschen auch, dass sie den Lebensraum von Tieren und Pflanzen bedrohen und diese besser geschützt werden müssen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Umweltethik, Bioethik und Medizinethik sind bei den Herausforderungen ebenso gefragt wie Wirtschaftsethik und Politikethik.“ Der Beitrag von Oliver Bendel kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/lebensraum-124738 aufgerufen werden.
Abb.: Der Lebensraum von Tieren und Pflanzen ist bedroht
„Ein Brain-Computer-Interface (BCI), dt. ‚Gehirn-Computer-Schnittstelle‘ oder ‚Hirn-Computer-Schnittstelle‘, ist eine spezielle Mensch-Maschine-Schnittstelle oder auch Tier-Maschine-Schnittstelle. Die elektrische Aktivität des Gehirns wird nichtinvasiv mittels Elektroden auf der Haut (Haube auf dem Kopf) oder invasiv mittels implantierter Elektroden aufgezeichnet und dann mit einem Computer analysiert und in Steuersignale transformiert.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler, der am 5. Dezember 2022 erschienen ist. In einem nächsten Abschnitt wird auf die Anwendungen eingegangen, in einem weiteren die Perspektive der Ethik eingenommen. Am Ende heißt es: „Risiken sind aus Sicht der Informationsethik die Überwachung von Personen, etwa die Kontrolle darüber, ob jemand aufmerksam oder schläfrig ist, und das Abgreifen von persönlichen Daten (Messwerten) und anderen Daten (wie Passwörtern), aus Sicht der Medizinethik die Verletzung des Gehirns bei invasiven Verfahren, die Veränderung des Gehirns bei aktiven BCI und die Beeinträchtigung der sensorischen und motorischen Fähigkeiten. Die Wirtschaftsethik (speziell die Unternehmensethik) nimmt sich der Frage an, inwieweit Gehirn-Computer-Schnittstellen in Produktion, Logistik und Büro eingesetzt werden können und sollen.“ Der Beitrag von Oliver Bendel kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/brain-computer-interface-124767 aufgerufen werden.
At the end of the ACI conference, the „Paper Session 6“ was held, which was titled „Investigating Human-Animal Relations“. Sarah Webber (University of Melbourne) gave a talk on „Watching Animal-Computer Interaction: Effects on Perceptions of Animal Intellect“. In the experiment, people observed orangutans interacting with computer applications. It was examined how they changed their judgments regarding the animals‘ intelligence and behavior. The talk that followed came from Alexandra Morgan (Northumbria University) and was titled „Blind dogs need guides too: towards technological support for blind dog caregiving“. She addressed the needs of blind dogs and showed what gadgets are on the market to assist them. Her team developed an app called „My Blind Dogo“ that could help owners of blind dogs. The session ended with a talk on „A Face Recognition System for Bears: Protection for Animals and Humans in the Alps“ by Oliver Bendel (University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland). He presented an integrated system with cameras, robots, and drones that Ali Yürekkirmaz and he had designed. The ACI took place from 5 to 8 December 2022 in Newcastle upon Tyne. It is the world’s leading conference on animal-computer interaction. More information on the conference via www.aciconf.org/aci2022.
On the last day of the ACI Conference (December 8, 2022), „Session 5: Sensors & Signals, Part II: Electric Boogaloo“ started after the lunch break. Carlos Alberto Aguilar-Lazcano (CICESE-UT3) gave a talk on the topic „Towards a monitoring and emergency alarm system activated by the barking of assistant dogs“. The next presentation was „WAG’D: Towards a Wearable Activity and Gait Detection Monitor for Sled Dogs“ by Arianna Mastali (Georgia Institute of Technology). According to her, studies have shown orthopedic injuries to be most common among sled dogs. These like to move very much, but repeatedly exceed their capabilities. To solve this problem, the team has developed a technical solution, a special wearable, with the help of which data on the condition of the animals are generated. „Spatial and Temporal Analytic Pipeline for Evaluation of Potential Guide Dogs Using Location and Behavior Data“ was the title of the next talk, given by David L. Roberts (North Carolina State University), followed by “Comparing Accelerometry and Computer Vision Sensing Modalities for High-Resolution Canine Tail Wagging Interpretation”, given by Devon Martin (North Carolina State University). More information on the conference via www.aciconf.org/aci2022.
After the keynote on the morning of December 8, 2022, ACI2020 continued with „Paper Session 4: Sensors & Signals, Part I: Origin Stories“. David L. Roberts (North Carolina State University) presented on „Motion-Resilient ECG Signal Reconstruction from a Wearable IMU through Attention Mechanism and Contrastive Learning“. The next talk, „TamagoPhone: A framework for augmenting artificial incubators to enable vocal interaction between bird parents and eggs“, was given by Rebecca Kleinberger (Massachusetts Institute of Technology & Northeastern University). The starting point of her research was that some birds have pre-hatching vocal communication. The last presentation before the lunch break that was given online was „Simultaneous Contact-Free Physiological Sensing of Human Heart Rate and Canine Breathing Rate for Animal Assisted Interactions: Experimental and Analytical Approaches“ by Timothy Holder and Mushfiqur Rahman (North Carolina State University). More information on the conference via www.aciconf.org/aci2022.
The fourth day of the ACI2022 conference – December 8, 2022 – began with a keynote by Carys L. Williams (DogsTrust), titled „Time Savers or Toys? Realities of Animal Technology in Industry“. „Carys is a mixed-methods Research Officer at the UK’s largest dog welfare charity, Dogs Trust. Carys’ work has focused on practical and applicable dog behaviour and welfare research to improve the lives of dogs, especially those in Dogs Trust’s 22 rehoming centres (around 12,000 dogs a year!). For the last 2 years Carys has been project lead for the Dogs Trust Post Adoption Support longitudinal research project. She has additionally supported the charity’s move to collect more and better dog data, helping build exciting bespoke digital systems. Carys has also spent over a decade in the zoo industry and is currently a volunteer invertebrate keeper at ZSL London Zoo.“ (Website ACI2022) Carys L. Williams started her keynote with a quote from Vladimir Dinets (University of Tennessee): „What is the best games console for my spider?“ … She then turned to real-world issues, such as supporting the welfare of dogs through technological means. More information on the conference via www.aciconf.org/aci2022.
The ACI2022 conference continued on the afternoon of December 7, 2022 after the coffee break („Paper Session 3: Learning From and With Each Other“). Cristóbal Sepulveda Álvarez (Universidad de Chile) gave a talk on the topic „Measuring Digitally Comparative Abilities Between Discreet and Continuous Quantities through a Digital Enrichment Application“. He showed a parrot that had to choose different quantities on a touch screen. Dirk van der Linden (Northumbria University) was present on behalf of Jasmine Forester-Owen (Northumbria University). He spoke about „Noisy technology, anxious dogs: can technology support caregiving in the home?“. In their prototype, they combine noise detection and body language identification in dogs. Jérémy Barbay (Universidad de Chile) gave the last three presentations of the day: „Comparing Symbolic and Numerical Counting Times between Humans and Non-Humans Through a Digital Life Enrichment Application“, „Popping Up Balloons for Science: a Research Proposal“, and „A Loggable Aid to Speech (for Human and Non-Human Animals): A Research Proposal“. More information on the conference via www.aciconf.org.
The ACI2022 conference continued on the afternoon of December 7, 2022. „Paper Session 2: Recognising Animals & Animal Behaviour“ began with a presentation by Anna Zamansky (University of Haifa). The title was „How Can Technology Support Dog Shelters in Behavioral Assessment: an Exploratory Study“. Her next talk was also about dogs: „Do AI Models ‚Like‘ Black Dogs? Towards Exploring Perceptions of Dogs with Vision-Language Models“. She went into detail about OpenAI’s CLIP model, among other things. CLIP is a neural network which learns visual concepts from natural language supervision. She raised the question: „How can we use CLIP to investigate adoptability?“ Hugo Jair Escalante (INAOE) then gave a presentation on the topic „Dog emotion recognition from images in the wild: DEBIw dataset and first results“. Emotion recognition using face recognition is still in its infancy with respect to animals, but impressive progress is already being made. The last presentation in the afternoon before the coffee break was „Detecting Canine Mastication: A Wearable Approach“ by Charles Ramey (Georgia Institute of Technology). He raised the question: „Can automatic chewing detection measure how detection canines are coping with stress?“. More information on the conference via www.aciconf.org.
ACI2022 continued on December 7 with Paper Sessions. Number 1 was „Designing for Human-Animal Relations“. Clara Mancini from The Open University gave a talk on the topic „Politicising Animal-Computer Interaction: an Approach to Political Engagement with Animal-Centred Design“. She is one of the pioneers in the discipline of animal-computer interaction. This was followed by Dirk van der Linden’s presentation „Animal-centered design needs dignity: a critical essay on ACI’s core concept“. The scientist from the Northumbria University referred to the Swiss law, which assumes the dignity of living beings – animals as well as plants, it should be added. Minori Tsuji from Future University Hakodate spoke about the „Investigation on Enhancement of the Sense of Life in Safari Park Online Tours with Animal Breathing Reproduction System“. Visitors can touch artifacts with different breathing frequencies. The final contribution in the morning came from Jennifer Cunha (Parrot Kindergarten) and Corinne Renguette (Indiana University-Purdue University). It was about „A Framework for Training Animals to Use Touchscreen Devices for Discrimination Tasks“. The scientists taught various animals, such as a parrot, a rat, and a dog, how to use tablets. More information on the conference via www.aciconf.org.
ACI2022 – the leading conference on animal-computer interaction – kicked off on December 5, 2022 at Northumbria University in Newcastle upon Tyne. After the workshop „Animal Centered Research beyond ACI: Exploring the Applicability of Animal Centered Principles to All Animal Research“ was held on the first day, the workshop „Exploring other sensibilities – beyond human senses and aesthetics“ was held on the second day. „This workshop aims to facilitate human participants to become more aware of other animals‘ sensory and aesthetic sensibilities, raising points for discussion and future research within ACI. For all animals, being able to make sense of the environment is crucial in order to gain control and make informed choices, as well as to achieve competence in daily activities. Although human perception is limited by evolution, technology can enable us to perceive signals that may be meaningful for other species, thereby gaining insight and possibly empathy. Moreover, pursuing a multi-species perspective may foster inclusive approaches to design that aim to achieve a lighter environmental impact by taking into account the sensory experiences of other species.“ (Website ACI2022) The workshop used innovative methods to achieve the goal. „We will offer participants a range of activities to challenge human senses and sense-making abilities, and then invite them to collaboratively design and test a system that incorporates some animal-centred sensory stimulation inspired by the activities previously undertaken.“ (Website ACI2022) The participants mastered the tasks with great commitment and great pleasure. The entire conference program is available at www.aciconf.org/conference-program.
„Ein Computerspiel (engl. ‚computer game‘) ist ein Spiel, das an der Spielkonsole, am Standrechner, am Notebook, mit dem Tablet oder mit dem Handy bzw. Smartphone (Handyspiel) allein oder mit anderen gespielt wird. Es handelt sich entweder um abstrakte Vorgänge und Aufgaben (z.B. Zusammenfügen oder Verschieben von Elementen), Nachahmungen von konventionellen Spielen und Sportarten (Schach, Tennis) oder Anwendungen mit virtueller Realität. Die Spiele verlangen dem Benutzer (oft Gamer genannt) Ausdauer, Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Taktik oder Raffinesse ab. Als Eingabegeräte stehen z.T. spezielle Instrumente wie Joysticks bereit.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler, der am 5. Dezember 2022 erschienen ist. In weiteren Abschnitten wird auf die Entwicklung und auf Varianten eingegangen, zudem auf das Phänomen, dass in Computerspielen oft moralische Angelegenheiten verhandelt werden. Und am Ende heißt es: „Die Informationsethik interessiert sich dafür, wie spielerisch moralische Kompetenzen erworben werden oder wie diese spielend verloren gehen. Auch wenn Computerspiele süchtig machen, ist sie (neben Medizin und Psychologie sowie Medizinethik) gefragt.“ Der Beitrag von Oliver Bendel kann über https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/computerspiel-124773 aufgerufen werden.
„Reinigungsroboter sind (teil-)autonome Serviceroboter für die Reinigung von Flächen, Gegenständen und Wasservorkommen. Sie sind i.d.R. dinghaft gestaltet und ähneln flachen Zylindern oder Quadern. Man bringt sie zu einem Einsatzort und überlässt sie dort für eine gewisse Zeit sich selbst oder beaufsichtigt sie aus der Nähe oder der Ferne. Sie helfen zum einen bei der Nassreinigung von Böden (Wischroboter) und Fenstern (Fensterputzroboter). Sie setzen dabei Walzen und Bürsten sowie Wasser und Chemikalien ein. Ein Sonderfall sind Poolroboter, die sich durch das Wasser bewegen, und Desinfektionsroboter. Zum anderen unterstützen Reinigungsroboter die Trockenreinigung von Flächen, vor allem als Saugroboter, wie sie im Haushalt vorzufinden sind (Haushaltsroboter), oder als Kehrroboter für Straßen, Wege und Plätze sowie Betriebsgelände.“ So beginnt ein neuer Beitrag im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler, der am 5. Dezember 2022 erschienen ist. In weiteren Abschnitten wird geklärt, was der Zusammenhang zwischen Servicerobotern und sozialen Robotern ist, welche Modelle von Reinigungsrobotern es gibt und welche Herausforderungen sich beim Einsatz ergeben. Der Beitrag von Oliver Bendel kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/reinigungsroboter-124732 aufgerufen werden.
Seit 2012 wurden von Prof. Dr. Oliver Bendel und seinen Teams 13 Artefakte der Maschinenethik und Sozialen Robotik entwickelt, vor allem Prototypen (Chatbots, Sprachassistenten und tierfreundliche Maschinen). Dabei verwendeten sie in mehreren Fällen eigene Ansätze wie annotierte Entscheidungsbäume und das Moralmenü (MOME). Das jüngste Ergebnis ist das CARE-MOMO („MOMO“ steht für „Morality Module“ bzw. „Moralmodul“), das von Marc Heimann an der Hochschule für Wirtschaft FHNW umgesetzt wurde und den Assistenzroboter Lio von F&P Robotics erweitern soll. Es baut auf dem MOME von 2019/2020 auf, das auf der Robophilosophy vorgestellt wurde. Mit Hilfe von Schiebereglern auf dem Display von Lio kann der Pflegebedürftige (bei Bedarf zusammen mit der Pflegekraft oder dem Angehörigen) seine Präferenzen wählen und so auf einfache Weise seine moralischen und sozialen Vorstellungen und grundsätzlichen Haltungen übertragen. Implementiert wurde ein Moralmenü, das die drei Bereiche „Soziales“, „Transparenz“ und „Funktionalität“ umfasst. Unter „Soziales“ findet sich die Frage „Soll Lio diskret sein, wenn ich in einer intimen Situation bin?“. Der Roboter soll sich gegebenenfalls wegdrehen oder zeitweise ausschalten. Der Bereich „Transparenz“ enthält die Frage „Soll Lio mitteilen, wenn die Kamera eingeschaltet oder benutzt wird?“. Ende Oktober 2022 wurde das CARE-MOMO bei F&P Robotics in Glattbrugg bei Zürich präsentiert. Der CEO Michael Früh zeigte sich interessiert, einzelne Elemente des Moralmoduls bei Lio zu übernehmen. In den kommenden Wochen wird dies im Einzelnen geprüft. Am 15. Dezember findet eine Demonstration des CARE-MOMO durch Oliver Bendel und Marc Heimann bei der ICSR statt, einer der führenden Konferenzen der Sozialen Robotik. Dieses Mal trifft man sich in Florenz. Bereits zwei Tage vorher stellt der Maschinenethiker die Erfindung und ihre Geschichte in einem Vortrag auf einem der Workshops vor.
Es ist gar nicht so einfach, überzeugende Robotertiere herzustellen. Vor allem, wenn es sich um Arten handelt, die wir gut kennen. Mit Roboterhunden hat man früh angefangen. Dem humanoiden Roboter Elektro hat man schon bald nach seiner Entwicklung Ende der 1930er-Jahre den kleinen Sparko an die Seite gestellt, im Jahre 1940. Aibo von Sony gehört zu den am weitesten entwickelten Tierrobotern. Er ist aber sehr teuer. Daneben gibt es viele weitere hundeähnliche Roboter oder Spielzeuge, die mehr oder weniger überzeugen. Sie überzeugen meist mehr als Roboterkatzen – es ist schwer, diese umzusetzen. Roboterhunde und Spielzeughunde benötigen keine Nahrung, nur Strom, und keine ständige Betreuung. Sie lösen auch keine Allergien aus. Dass sie keine Nahrung brauchen, kann für Veganer wichtig sein. Hunde und Katzen sind ein entscheidender Faktor bei der Massentierhaltung. Man kann sie zwar vegan ernähren, aber ob das artgerecht ist, ist umstritten. Prof. Dr. Oliver Bendel wurde von Adrian Lobe zu Roboterhaustieren befragt. Der Artikel mit seinen Aussagen ist am 1. Dezember 2022 in der österreichischen Wochenzeitschrift Die Furche unter dem Titel „Roboterhunde: Aibo statt Balu“ erschienen und kann über www.furche.at/wissen/roboterhunde-aibo-statt-balu-9855359 abgerufen werden.
GEO hat Oliver Bendel zu Brain-Computer-Interfaces befragt. Das Interview ist am 30. November 2022 erschienen. Worum es grundsätzlich geht, hat der Informations- und Maschinenethiker u.a. in seinem Buch „450 Keywords Digitalisierung“ beschrieben: „Ein Brain-Computer-Interface (engl. ‚brain-computer interface‘) ist eine Mensch-Maschine- oder Tier-Maschine-Schnittstelle, über die Gehirn und Computer verbunden werden. Zentral sind dabei elektrophysiologische und hämodynamische Verfahren. Mit Hilfe des BCI, wie man es verkürzend nennt, ist es z.B. möglich, spezielle Rollstühle, Hightechprothesen oder Objekte in Spielanwendungen zu steuern oder – unter Verwendung von neuronalen Signalen – Sprache zu synthetisieren. Beim Cybathlon, einem internationalen Wettkampf, bei dem Behinderte gegeneinander antreten, können entsprechende Disziplinen bestaunt werden. Im Deutschen spricht man auch von Gehirn-Computer-Schnittstelle. Der Beitrag mit dem Titel „Gehirnchips von Elon Musk: Wie gefährlich sind solche Implantate?“ kann über www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/gehirnchips-von-elon-musks-firma-neuralink–chancen-und-risiken-32869872.html aufgerufen werden.